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Sonnwendköpfl und Taubensee

Schneeschuh- oder Winterwanderung ab Mühlberg

Der Taubensee unterhalb der Rauhen Nadel, auch Daubensee genannt, ist nicht mit dem gleichnamigen See in den Berchtesgadener Alpen zu verwechseln. Er liegt versteckt - inmitten von Wald - 10 Minuten von der Taubenseehütte entfernt im deutsch-österreichischen Grenzgebiet. Sein Name ist auf die im See lebenden Krebse zurückzuführen, die von Einheimischen als "Daubn" bezeichnet werden.
Höchster Punkt dieser Wanderung ist das Sonnwendköpfl, das man vom Taubensee aus in einer halben Stunde auf einfachem Bergweg erreicht. Genau durch seinen Gipfel verläuft die Grenze zwischen Tirol und Bayern, ein Grenzstein aus dem Jahr 1844 zeugt davon.


Der Taubensee im Winter

Der Taubensee im Winter

Auf dem Sonnwendköpfl steht ein Grenzstein, dahinter erheben sich die höchsten Spitzen des Wilden Kaisers.

Auf dem Sonnwendköpfl steht ein Grenzstein, dahinter erheben sich die höchsten Spitzen des Wilden Kaisers.


Kurzinfo:

Region:
Chiemgauer Alpen
Tourenart:
Schneeschuh
Winterwandern
Naturverträgliche Skitour:
Hinweise zum umweltfreundlichen Skibergsteigen
Erreichte Gipfel:
Sonnwendköpfl
Dauer:
zur Taubenseehütte 1 Std. 15 Min., weiter zum Sonnwendköpfl 30 Min., Abstieg 2 Std., insgesamt knapp 4 Std.
Lawinengefahr:
Geringe Lawinengefahr. Nach Neuschnee ist im Bereich des Steilhangs auf dem Steilweg unterhalb der Taubenseehütte für ca. 50 Meter Vorsicht geboten.
zur aktuellen Lawinenlage hier klicken
Einkehrmöglichkeiten:
Touristinfo:
Kössen

Anforderung:

Höhenunterschied:
590 hm
Streckenlänge:
8,1 km
Schwierigkeit:
(leicht)
Forststraße, einfache Wiesen und Waldwege.
Hunde:
für Hunde gut geeignet

Start:


Parkplatz am Mühlbergweg bei Kössen 685 m

GPS-Wegpunkt:
N47 40.599 E12 25.207 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur bedingt erreichbar: Bahnverbindungen bis Rosenheim, Kufstein, St. Johann oder Traunstein. Von diesen Orten aus ist Kössen mit dem Bus erreichbar. Vom Zentrum aus geht man ca. 30 Minuten auf dem Mühlbergweg bis zum Parkplatz auf ca. 685 m Höhe.

Mit dem Pkw:
Von München / Rosenheim / Kufstein: Inntalautobahn Ausfahrt Oberaudorf, von dort über Walchsee nach Kössen.
Von Salzburg / Traunstein: Autobahn München-Salzburg Ausfahrt Übersee oder Grabenstätt.
Von Süden über Kitzbühel / St. Johann nach Kössen. Im Zentrum von Kössen befindet sich ein Kreisel (nicht der Kreisel bei der Brücke über die Ache), dort fährt man geradeaus weiter (also nicht links in die Klobensteiner Straße). Kurz nach der Kirche biegt man gleich nach der scharfen Rechtskurve in den Mühlbergweg ein. Auf diesem bleibt man, bis man ca. 3,7 km nach dem Ortszentrum von Kössen in einer scharfen Linkskurve den Parkplatz erreicht.

  • Ab Rosenheim: 55 Km / 1:00 Std
  • Ab München: 115 Km / 1:20 Std
  • Ab Bad Tölz: 85 Km / 1:10 Std
  • Ab Salzburg: 70 Km / 1:50 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Parkplatz am Mühlbergweg bei Kössen

Aufstieg:Ab dem Wanderparkplatz können wir zwischen zwei Varianten wählen. Entweder folgen wir der Straße einige Meter und halten uns dann rechts über eine Schranke dem Bergwald entgegen. Oder wir benutzen den schönen Steig, der am unteren Ende des Parkplatzes beginnt und nach 50 Höhenmetern wieder auf die Straße trifft. Nun folgen wir der Forststraße weitere 300 Meter und zweigen dann links in Richtung Rinderbrachalm ab. Wir könnten aber auch auf der Forststraße bleiben und hier bei der nächsten Gabelung links abbiegen. Beide Wege treffen sich wieder kurz vor der Frankenalm, die hier noch versteckt hinter eine Kuppe liegt. Rinderbrachalm und Frankenalm sind nur im Sommer geöffnet.

Aufstieg: Ab dem Wanderparkplatz können wir für die erste Viertelstunde zwischen zwei Varianten wählen: Entweder folgen wir der Straße einige Meter und halten uns dann rechts über eine Schranke dem Bergwald entgegen. Oder wir benutzen den schönen Steig, der am unteren Ende des Parkplatzes beginnt und nach 50 Höhenmetern wieder auf die Straße trifft. Nun folgen wir der Forststraße weitere 300 Meter und zweigen dann links über die Almwiese in Richtung Rinderbrachalm ab. Wir könnten aber auch auf der Forststraße bleiben und hier bei der nächsten Gabelung links abbiegen. Beide Wege treffen sich wieder kurz vor der Frankenalm, die hier noch versteckt hinter eine Kuppe liegt. Vorbei an der Frankenalm gelangen wir bald ohne Steigung zur Hirzinghütte. Hier beginnt der Aufstieg auf dem zwar breiten, aber äußerst steilen Wanderweg. Haben wir die Taubenseehütte erst einmal erreicht, entschädigt die weite Aussicht für die Mühen der letzten Minuten. Über Kössen hinweg stößt zuerst das Unterberghorn mit seiner Skiabfahrt ins Auge, aber auch der Wilde Kaiser mit dem Tiroler Heuberg, die Loferer Steinberge, die Kitzbüheler Alpen und die Hohen Tauern grüßen uns von Weitem.
Zum nahe gelegenen Taubensee gelangen wir leicht absteigend in zehn Minuten, vorbei an einem alten Grenzhäuschen. Eine Schautafel am Ufer klärt uns über die Geologie und die verschiedenen Lebewesen des Gewässers auf.
Um zum Sonnwendköpfl aufzusteigen, können wir zwischen dem kürzeren Normalweg oder der längeren Alternative über die Sauermöseralm wählen. Der Normalweg beginnt, wenn wir vor dem See stehen, rechts und führt in einer halben meist angenehm ansteigend durch den Bergwald bis zur der kleinen Kuppe mit Grenzstein und Gipfelkreuz. Der ebenfalls einfache Umweg beginnt auf der linken Seeseite und führt zunächst über das nördliche Seeufer hinauf zur Sauermöseralm. Dort halten wir uns rechts und erreichen nach wenigen Minuten das Sonnwendköpfl mit seinen mehreren Sitzgelegenheiten. Von einem echten Gipfel kann man allerdings nicht sprechen, es handelt sich um einen vorgelagerten Block, der aber trotz seiner geringen Höhe eine noch hervorragendere Aussicht als zuvor beim Taubensteinhaus bietet: Kössen, Geigelstein (etwas verdeckt), Unterberghorn, Tiroler Heuberg sowie Zahmer und Wilder Kaiser breiten sich direkt vor uns aus. Weiter entfernt erblicken wir die Berchtesgadener Alpen, die Steinberge, Hohe Tauern, Karwendel und die Kitzbüheler Alpen.

Abstieg:
Für den Abstieg wählen wir eine der beiden Varianten zum Taubensee, anschließend geht es auf dem Aufstiegsweg zurück zum Wanderparkplatz.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de. Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Grat zwischen der Seilbahn-Bergstation und dem Gipfel der Kampenwand
(www.foto-webcam.eu)

Kircherl unterhalb des Schnappenbergs
(©foto-webcam.eu)

Sachrang
(Terra-HD)

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Geologie:

Man nennt ihn auch das blaue Auge des Chiemgaues. Der Taubensee erhält sein Wasser aus den umliegenden Hängen und Wäldern. Taucher haben festgestellt, dass er bis zu ca. 40 Meter tief ist. Während der Eiszeit haben die Schmelzwasser seiner Umgebung die weichen Gesteinsarten ausgekolkt (durchsetzt, ausgewässert), während der See selbst von dem wasserstauenden Moränenmaterial und der Gosau-Mergel umgeben ist. Deshalb hat der Taubensee weder einen Zufluss noch einen Abfluss.

Literatur:

Führer

Chiemgau - Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen
von Bauregger, Heinrich
Infos: Führer

Chiemgau - Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen

Karte

Alpenvereinskarte BY17
Chiemgauer Alpen West: Hochries, Geigelstein
von Alpenverein
Infos: Karte

Alpenvereinskarte BY17

Wanderführer

Wandern mit Hund Chiemgau - Berchtesgaden
zwischen Inn und Wolfgangsee
von Andrea Obele
Infos: Wanderführer

Wandern mit Hund Chiemgau - Berchtesgaden

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Beim Aufstieg dominiert bald die RudersburgVon der Taubenseehütte reicht der Blick über Kössen auf das Unterberghorn und den Wilden KaiserDer Tisch neben dem Gipfelkreuz dient bei Bergmessen als Altar.

Gipfelpanorama bei PeakFinder:

   zu Peakfinder auf roBerge.de


Autor:

 Autor: Reinhard Rolle   Autorenportrait


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