Niederjochkogel


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4-Gipfel-im NSG Geigelstein

»Walchsee, Ottenalm, Karkopf, Breitenstein, Geigelstein, Weitlahnerkopf, Dalsen, Kampenwand-Bergstation, Aschau«


Nach den Touren Von der Kampenwandbahn zur Geigelsteinbahn (roBerge #851) und Aus dem Tal der Prien in das Tal der Tiroler Ache (roBerge #852) ist das die dritte Wanderung, die wir mit Hilfe von öffentlichen Verkehrsmitteln im Gebiet des Geigelstein unternehmen. Dabei geht es dieses Mal von Süden nach Norden über vier Gipfel von Walchsee in Tirol nach Aschau im Chiemgau. DIe vier Gipfel sind der Karkopf, der Breitenstein, der Geigelstein und der Weitlahnerkopf.


Blick auf die Karalmen und die drei Gipfel Karkopf (links), Breitenstein (Mitte) und Geigelstein (rechts)

Blick vom Geigelstein nach Norden über den Roßalpenkopf. Links kommt der Weg von der Oberkaser-Alm hoch. Um den Roßalpenkopf geht es weiter zur Roßalm und den Aschentaler Wänden.
Ganz rechts am Ende der Almwiese geht es runter zur Roßalm.
Im Hintergrund links ist die Hochries zu sehen.


Kurzinfo:

Region:Chiemgauer Alpen
Tourenart:Bergtour (schwer)  
Erreichte Gipfel:Karkopf 1510 m
Breitenstein 1661 m
Geigelstein 1808 m
Weitlahnerkopf 1615 m
Dauer:ca. 10 Stunden reine Gehzeit
Touristinfo:Aschau
Kufstein

Anforderung:

Höhenunterschied:jeweils ca. 1800 Höhenmeter im Aufstieg und im Abstieg
Streckenlänge:ca. knapp 30 Kilometer
Schwierigkeit:schwer
Aufgrund der Länge und der Höhenmeter eine schwere Bergtour. Bis zu den Karalmen leichte Wanderung auf Forststraßen. Danach Bergsteig auf Karkopf, Breitenstein, Geigelstein und zur Roßalm. Bei Nässe im Abstieg zwischen Breitenstein und Geigelstein eine steile Stelle unangenehm. Abstieg vom Weitlahnerkopf nach Norden zuerst steil und an Drahtseilen, bei Nässe rutschig und unangenehm. Weiterweg zum Sattel oberhalb der Dalsenalmen und zur Bergstation der Kampenwandbahn auf Bergsteigen. Abstieg nach Aschau über die Skipiste (Spur) nochmal steil und teilweise sonnenbeschienen.

Anmerkung: Man sollte diese Tour nur nur in Angriff nehmen, wenn man schon Teile davon gegangen ist oder die alternativen Abstiege kennt. Das ist sehr wertvoll beim Einschätzen der eigenen Zeiten für die einzelnen Abschnitte. Nichts ist schlimmer (und unter Umständen gefährlicher) als einen Zeitplan hinterher rennen zu müssen. Es soll ja Spaß machen.

Einkehrmöglichkeit:

Möslarnalm:
Anfang Mai bis Mitte Oktober
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken
Sonnenalm:
Sommer wie Winter täglich zu den Betriebszeiten der Kampenwandseilbahn geöffnet
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Schlechtenberg-Alm:
Mai bis Ende Oktober geöffnet
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Gorialm:
Mai bis November täglich geöffnet, bei Wintersportverhältnissen täglich geöffnet
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Ottenalm:
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Roßalm:
während der Sommermonate geöffnet
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Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Walchsee - Gemeindeparkplatz beim Turn- und Festsaal (Mehrzweckhalle) in der Ortsmitte, 660m


GPS-Wegpunkt:

N47 39.233 E12 18.990  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Bahnverbindung bis Kufstein oder Prien am Chiemsee. Von dort aus diverse Busverbindungen.

Mit dem Pkw:

Von München/Rosenheim oder Innsbruck: Inntalautobahn Ausfahrt Oberaudorf. Von hier über Niederndorf / Durchholzen nach Walchsee. In Walchsee bei der Kreuzung (noch vor dem Ortszentrum) links einbiegen in die Alleestraße, an der Sennerei vorbeifahren, nach wenigen Metern befindet sich rechts der gebührenpflichtige Parkplatz der Mehrzweckhalle.
Von Traunstein/Kitzbühel: Über Kössen nach Walchsee. Kurz nach dem Ortszentrum rechts in die Alleestraße einbiegen, an der Sennerei vorbeifahren, nach wenigen Metern befindet sich rechts der gebührenpflichtige Parkplatz der Mehrzweckhalle.


Ab Rosenheim: 35 Km / 0:35 Std
Ab München: 100 Km / 1:40 Std
Ab Bad Tölz: 80 Km / 1:05 Std
Ab Salzburg: 85 Km / 1:10 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Walchsee - Gemeindeparkplatz beim Turn- und Festsaal (Mehrzweckhalle) in der Ortsmitte, 660m


Hinweis zu An- und Abfahrt:

 

Aufgrund der unterschiedlichen Start- und Endpunkte ist die Anfahrt mit PKW nicht praktikabel
Die Anfahrt erfolgt am besten mit dem Zug über Rosenheim nach Kufstein. Dann geht es weiter mit dem Bus 4030 Richtung Kössen bis zur Haltestelle Walchsee (Dorf, Touristen-Info). Der Fahrplan für den Bus ist auf der Webseite des Verkehrsverbundes Tirol zu finden (www.vvt.at).
Für die Rückfahrt nehmen wir den letzten Zug von Aschau nach Prien (Abfahrt 20:40 Uhr, Stand August 2011). In Prien besteht Anschluß Richtung Rosenheim.
Je nach Entfernung der Anreise bzw. Abreise bietet sich das Bayern Ticket bis Kufstein bzw. ab Aschau an. Eine einfache Busfahrt von Kufstein nach Walchsee kostet 4,90 Euro (Stand: August 2011).

Walchsee - Ottenalm - Unternotheggeralm

Wir beginnen unsere Wanderung über vier Gipfel von Süd nach Norden an der Touristeninformation in Walchsee. Am Zebrastreifen überqueren wir die Straße und gehen ein kurzes Stück Richtung Osten weiter bis linker Hand ein Schild den Weg zum Sportplatz weist. Hier beginnt unser Weg zur Ottenalm. Nach ca. 15 Minuten erreichen wir den Sportplatz mit Wanderparkplatz. Kurz darauf nehmen wir die Abzweigung rechts zur Ottenalm. Wir gehen jetzt auf einer Forststraße weiter zur Riederalm und schließlich über die eine oder andere Abkürzung zur Ottenalm. Von Walchsee bis zur Ottenalm haben wir knapp eine Stunde gebraucht.
Nach der Ottenalm wandern wir weiter auf einer Forststraße, zuerst leicht bergauf bis wir einen Sattel erreichen, dann etwas bergab. Die Abzweigung zur Edernalm und nach Kössen ignorieren wir, wir machen uns auf den Weg zur den Karalmen. Ab und zu begegnen uns auf der Forststraße Mountainbiker in der Abfahrt oder Auffahrt. Nach etwa weiteren 30 Minuten kommen wir an der Unternotheggeralm an. Hier stoßen wir auch auf den ersten Abzweig zur Rudersburg. Zwischendurch ergibt sich immer wieder ein Blick nach Kössen und zum Unterberghorn sowie mehr und mehr zum Kaiser.

Unternotheggeralm - Karkopf

Die Forststraße führt uns nun nordwestlich bergauf. Wir sehen das erste Mal den Karkopf und den Breitenstein und etwas später in noch einiger Entfernung den Geigelstein. An der Obernotheggeralm treffen wir auf weitere Abzweigungen zur Rudersburg. Diesen markanten Berg nehmen wir nun auch das erste Mal wahr. Kurze Zeit später kommen wir an der Wegkreuzung zu den Karalmen und nach Ettenhausen vorbei, beide ignorieren wir und wir gehen weiter zum Karkopf. Der Forstweg geht schließlich in einen Bergpfad über und wendet sich nach Westen. Wir sehen zuerst den Wegweiser zum Breitenstein, dann zur Wuhrsteinalm und befinden uns somit nahe an der Grenze zwischen Tirol und Bayern. Die letzten Höhenmeter geht es steil zum Karkopf hinauf. Das neue Gipfelkreuz steht auf der anderen Seite eines Weidezauns. Von der Unternotheggeralm bis zum Karkopf waren wir etwa eine Stunde unterwegs.

Karkopf - Breitenstein - Geigelstein

Nach einer Pause am Karkopf steigen wir in nordwestlicher Richtung steil aber ohne Schwierigkeiten ab und kommen schließlich in die Senke zwischen den beiden Gipfeln, Karkopf und Breitenstein. Westlich könnten wir zur Priener Hütte absteigen, östlich zur Wuhrsteinalm. Wir gehen aber wieder bergauf weiter zum Breitenstein. Der Weg führt uns meist entlang der Grenze, am Ende zwischen den Latschen hinauf auf den Breitenstein. Wir erreichen unseren zweiten Gipfel nach weniger als einer Stunde vom Karkopf aus gerechnet.
Vom Breitenstein aus wandern wir in grob südlicher Richtung weiter zum Geigelstein. Es geht wieder bergab und wir kommen wieder an eine Wegkreuzung mit der Option zur Priener Hütte oder zur Wirtsalm abzusteigen. Wir bleiben auf dem Weg zum Geigelstein, nach der Kreuzung geht es bergauf und dann wieder bergab. Eine Stelle kann bei Nässe unangenehm rutschig sein. Kurz vor dem letzten Aufschwung zum Gipfel des Geigelstein treffen wir auf die letzte Abzweigung zur Wirtsalm und zur Wuhrsteinalm. Am höchsten Gipfel unserer Tour, dem Geigelstein, kommen wir nach etwa einer Stunde ab dem Breitenstein an.

Geigelstein - Roßalm

Den Geigelstein verlassen wir nach Norden zwischen zahlreichen Latschen. Westlich gehen wir um den Roßalpenkopf herum, nachdem wir den Weg zur Oberkaser-Alm passiert haben. Wir haben das Almgebiet der Roßalm erreicht. An der Roßalm selber kommen wir nach ca. 30 Minuten vom Geigelstein an. Die Roßalm stellt die Halbzeit unserer Wanderung von Walchsee nach Aschau dar. Wir nutzen diese Gelegenheit, um unsere Energiespeicher mit Getränken und einer Brotzeit wieder zu füllen. Dabei genießen wir die herrliche Lage der Roßalm.

Roßalm - Weitlahnerkopf - Sattel bei den Dalsenalmen

Nach der Stärkung gehen wir weiter Richtung Weitlahnerkopf. Jetzt könnten wir noch über die Haidenholzalm nach Schleching absteigen. Wir wandern aber zu unserem vierten Gipfel der langen Tour, dem Weitlahnerkopf (weniger als 30 Minuten von der Roßalm).

Von hier sehen wir im Norden das Gebiet der Dalsenalmen, die Bergstation der Kampenwand, unsere beiden nächsten Ziele. Nach einer kurzen Fotopause machen wir uns gleich an den Abstieg vom Gipfel des Weitlahnerkopfes. An mehreren Drahtseilen geht es vorsichtig nach unten. Die Nordseite ist bei Nässe unangenehm rutschig, sodass wir es langsam angehen lassen und vorsichtig bergab gehen. Eine lange Querung von Ost nach West "erfreut" uns mit der ein oder anderen Rutschpartie. Aber schließlich kommen wir mit vielen Serpentinen auf freier Fläche auf trockenem Pfad besser voran. So erreichen wir den Sattel auf 1000 m Höher oberhalb der Dalsenalmen und stehen vor unserem letzten Aufstieg. Vom Weitlahnerkopf bis hierher haben wir wegen der Nässe weiter oben doch eine Stunden und 20 Minuten gebraucht.

Sattel bei den Dalsenalmen - Bergstation - Aschau

Nach einer kurzen Trink- und Müsli-Pause nehmen wir die letzten ca. 400 Höhenmeter in Angriff. Der direkte Weg zur Bergstation führt uns ab und zu durch schattigen Wald bergauf. Wir orientieren uns an den Schildern zur Kampenwand. Eine Alternative wäre bei ausreichend Zeit auch der (Um)-Weg über die Hofbauernalm. Wir gehen auf Nummer sicher, denn wir wollen den letzten Zug in Aschau erreichen. Der Weg zur Bergstation zieht sich etwas, aber wir schaffen es und erreichen eine ruhige Kampenwand-Bergstation, die bereits ihren Betrieb eingestellt hat. Nur an der Sonnenalm ist noch Betrieb, sonst ist es ungewöhnlich ruhig. Vom Sattel bis zur Bergstation waren wir eine Stunde 20 Minuten unterwegs, länger als gedacht.

Ab jetzt geht es "nur noch" bergab. Dazu nehmen wir die kürzeste Variante nach Aschau. Von der Bergstation wandern wir an der Möslarnalm vorbei bis wir zum Wegweiser zur Schlechtenberg-Alm kommen. Wir gehen nicht zur Alm, sondern folgen dem Weg zwischen Skilift (unten-links) und Gori-Alm (unten-rechts). Wir befinden uns auf der Skipiste nach Aschau. Es geht meist westwärts und teilweise steil nach unten, da merken wir noch einmal unsere Wadeln und Knie. Der Pfad auf der Skipiste ist dabei nicht zu übersehen. Am Ende geht die Skipiste in eine Forststraße über. Wir orientieren uns immer rechts bergab (nicht zur Talstation) bis wir an einem Wasserhochspeicher auf eine asphaltierte Straße am Rande von Aschau stoßen. Über Hub und Schlechtenberg kommen wir in den Martin-Luther-Weg und schließlich an der Evangelischen Kirche vorbei nach Aschau. Von der Bergstation bis zur Evang. Kirche waren wir über die Skipiste ca. eine Stunde 15 Minuten unterwegs. Weitere 15 Minuten bringen uns zum Bahnhof in Aschau.


Übersicht

Walchsee - Ottenalm - Unternotheggeralm: ca. 90 Minuten
Unternotheggeralm - Karkopf: ca. 60 Minuten
Karkopf - Breitenstein: ca. 60 Minuten
Breitenstein - Geigelstein: ca. 60 Minuten
Geigelstein - Roßalm: ca. 30 Minuten
Roßalm - Weitlahnerkopf: ca. 30 Minuten
Weitlahnerkopf - Sattel bei den Dalsenalmen: ca. 80 Minuten
Sattel bei den Dalsenalmen - Bergstation: ca. 80 Minuten
Bergstation - Aschau (über Skipiste): ca. 90 Minuten


Die Roßalm (zitiert von der Tafel an der Roßalm)::

"Vor Ihnen liegt auf einem ausgedehnten Geländesattel die Roßalm. Sie ist mit 1700 m die höchstgelegene Alm im Naturschutzgebiet Geigelstein und eine der höchsten in ganz Deutschland. Ein noch heute deutlich erkennbarer Steinwall trennt seit dem 15. Jahrhundert die Weidefläche in die frühere Aschentalalm und die Aschauer Roßalm.

Der Name "Roßalm" erklärt sich aus der Geschichte: Im Mittelalter florierte der "Saumhandel" über die Alpen. Auf ihren Rössern transportierten die "Samer" über die Saumwege beiderseits der Ache Salz nach Südtirol und von dort Wein nach Bayern. Der damalige Herzog verlieh jedem Bauern im Haidenholz- und Roßalmgebiet das Weiderecht für sechs Rösser. Heute wird die Alm von Rindern beweidet.

Unterscheidliche Böden von flachgründigen Kalk bis zu tiefgründigem vernässtem Lehm, kleine Moore mit versauerter Oberfläche und Viehtritt schaffen ein buntes Mosaik von Standorten. Dies ist die Voraussetzung für die einmalige Vielfalt an Pflanzen und Tieren dieser Hochlam, die ein wesentlicher Grund für die Schaffung des Naturschutzgebietes war."


Literatur:

Wanderführer mit botanischen Beschreibungen:Blütenwanderungen in Oberbayern
Die schönsten Streifzüge zu besonderen Pflanzen
Wiesmeier, Martin
Karte:Alpenvereinskarte BY17
Chiemgauer Alpen West: Hochries, Geigelstein
Alpenverein
Wanderkarte:UK50-54 Chiemsee, Chiemgauer Alpen
Traunstein, Wasserburg a.Inn, Haag i.OB, Simsee, Kaiserwinkl

Profil:


GPS-Daten:

Walchsee - Geigelstein - Aschau

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