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Herzlich willkommen - eine Hüttenwirtin erzählt


Autor / Autoren:

»Schwenger, Viktoria«


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Beschreibung:

Nur zögernd nimmt Christl Seebacher die Stelle einer Hüttenwirtin im bayerischen Alpenvorland an. Aus den anfänglich geplanten zehn werden jedoch schließlich über dreißig arbeitsame, aber auch sehr glückliche Jahre.
Wir erfahren allerhand Interessantes aus früherer Zeit, über die Schwierigkeiten, in 1342 Metern Höhe ein Gasthaus zu betreiben, und über die vielen müden und hungrigen Wanderer, die nach langen Märschen bei der Wirtin Rast machten. Sie hat so einiges erlebt und lässt uns in vielen heiteren, aber auch nachdenklich stimmenden Geschichten daran teilhaben.


Inhaltsverzeichnis:

So kommt die Jungfrau zum Kind - Wie ich Hüttenwirtin geworden bin
Mein Haus ist meine Burg - Das Brünnsteinhaus früher und heute
In den Bergen wohnt die Freiheit - Die Alpenvereinsbewegung und ihre Mitglieder
Viele Wege führen zum Brünnsteinhaus - Wege, Klettersteige und eine Rodelbahn
Esen und Trinken hält Leib und Seel' zusammen - Wie ich doch noch das Kochen gelernt habe
Menschliches und Allzumenschliches - Was ich mit Gästen erlebt habe
Ohne Zusammenstand geht nichts - Von guten Freunden und hilfreichen Geistern
vAuf der Alm, da gibts koa Sünd - Von Almen und Hütten, Jägern und Sennerinnen
Lawinen, Blitz und Feuerwerk - Vom Menschen und den Naturgewalten
Kindermund tut Wahrheit kund - Hüttenwirtin und Mutter
Alles hat ein Ende - Abschied vom Brünnsteinhaus


Hier ein Ausschnitt aus dem Kapitel "Viele Wege führen zum Brünnsteinhaus":

Was die sportliche Betätigung am Berg angeht, waren wir einiges gewohnt, besonders im Winter. Aber dass man einmal auch mit dem Fahrrad zum Brünnsteinhaus fahren würde, das hätten früher selbst wir nicht geglaubt. und doch kam - wir trauten unseren Augen kaum - eines Tages der erste Mountainbiker daher, abgekämpft und von Schweiß triefend.

Irgendwann hatten wir aus Jux vor dem Haus einen Radlständer aufgestellt, der von Gästen immer sehr belacht worden war. Jetzt kam doch tatsächlich ein Radlfahrer daher, starrte verdutzt auf den Radlständer, stellte seinen Drahtesel hinein und fragte gedeht, so als sei er eher enttäuscht als verwundert: "Jaah, kommen da mehrere mit dem Radl rauf?".

Wir konnten ihn beruhigen, er war der Erste, aber er sollte bei weitem nicht der Letzte bleiben ...

Einmal wurde wir deswegen auch öffentlich angegriffen, als ein verärgerter Bergsteiger in unserer Heimatzeitung einen Leserbrief schrieb, in dem es hieß: "Solange es so profitgierige Hüttenwirte gibt, die sogar Radlständer vor ihrem Haus aufstellen ..."


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