Auf dem Kalkstein

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roBerge.de

Bayreuther Hütte

Ausflug vom Inntal ins Rofan

Die Bayreuther Hütte liegt idyllisch auf 1600 m Höhe oberhalb Kramsach im Rofangebirge. Von hier aus hat man herrliche Ausblicke auf das Inntal, Zillertal und das Alpbachtal. Wenn man die anstrengende und serpentinenreiche Tour gemeistert hat, belohnt der weite Blick auf Inntal, Alpbachtal und ins Zillertal.


Bayreuther Hütte mit Vorderem Sonnwendjoch, Sagzahn und Rofanspitze

Bayreuther Hütte mit Vorderem Sonnwendjoch, Sagzahn und Rofanspitze


Kurzinfo:

Region:
Brandenberger Alpen / Rofan
Tourenart:
Mountainbike (mittel)
Dauer:
Auffahrt ca. 2 - 2,5 Stunden
Wegzustand:
Ab Kramsach Asphalt und guter Forstweg. Ab Wanderparkplalz Schotter, meist gut befahrbar. keine Schiebestrecken.'
Touristinfo:
Kramsach

Anforderung:

Höhenunterschied:
Habach 520 m, Bayreuther Hütte 1600 m
insgesamt ca. 1080 m
Steigung:
Durchgehend ohne gerade Strecken immer zwischen 11 und 16%. Zweimal kurzfristig ca. 23% (nach 6 Kilometern sowie kurz vor der Hütte).
Streckenlänge:
ca. 9,6 km
Schwierigkeit:
mittel
Mittelschwer bis schwer! Bis zur Abzweigung auf ca. 1340 Meter gut befahrbare Schotterstraße, die letzten 230 Höhenmeter zur Hütte hin steiniger Schotter. Aufgrund der stetigen Steigung zwischen 11 und 16% gute Kondition erforderlich. Die letzten 15 Höhenmeter 28% Steigung!

Einkehrmöglichkeit:

Bayreuther Hütte:
Pfingsten bis 2. Oktoberwochenende   Hütten Info, hier klicken
Bergalm (Berglalm):
  Hütten Info, hier klicken

Start:


Habach bei Kramsach am Inn 518 m

GPS-Wegpunkt:
N47 25.739 E11 51.623 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn nach Rattenberg, weiter mit dem Bus nach Kramsach

Mit dem Pkw:
Inntalautobahn Ausfahrt Kramsach, nach Kramsach fahren, bei dem Kreisel im Zentrum von Kramsach links in Richtung Münster fahren. Nach zwei Kilometern in Habach zweigt vor einer Wiese rechts eine Nebenstraße nach Grünsbach-Münster ab. Hier einbiegen und am Rand dieser Straße eine Parkgelegenheit suchen.

  • Ab Rosenheim: 65 Km / 0:50 Std
  • Ab München: 125 Km / 1:10 Std
  • Ab Bad Tölz: 75 Km / 1:05 Std
  • Ab Salzburg: 140 Km / 1:20 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Information:
Einen Friedhof ohne Grabstätten hat der Kramsacher Kunstschmiedemeister Hans Guggenberger in seinem Garten. In seiner "Sagzahn-Kunstschmiede" erzeugt er nach Vorbild seines Vaters Grabkreuze. Vor vielen Jahren begann dieser "Lustige Sprüche" zu sammeln. Inzwischen ist diese Sammlung zu einem kleinen Museum angewachsen. Bei freiem Eintritt erlebt man Zeugen der Vergangenheit, auf denen der Leidensweg altgedienter Ehegatten oder Laster und Schwächen der Menschen treffend beschrieben sind.


Tourenbeschreibung:

Start: Habach bei Kramsach am Inn

Auffahrt:
Von der Abzweigung vor der Wiese in Richtung Grünsbach-Münster rollt man zuerst auf Asphalt, später auf schönem und lockerem Waldweg bis nach Grünsbach. Dort fährt man bis zur Kreuzung in der Ortsmitte und biegt rechts ab. Man fährt in nördlicher Richtung aus dem Ort hinaus und erreicht bald nach einem Anstieg einen kleinen Wanderparkplatz. Dieser ist auch als Park-Alternative möglich, wenn man sich den unteren Teil der Auffahrt ersparen will. Über die Schranke fahren. Ab nun bleibt man immer auf dem Hauptweg, einer gut befahrbaren, aber doch mittelsteilen und serpentinenreichen Forststraße. In einer Höhe von ca. 1340 Meter gabelt sich der Weg. Man hält sich links und fährt nun auf grob-steiniger Fahrbahn. Die letzten 50 Höhenmeter vor der Bayreuther Hütte wird der Weg sogar noch steiniger.

Abfahrt:
Auf dem gleichen Weg.

Abfahrtsalternative:
Bei der Gabelung in 1340 Meter Höhe nicht auf dem Auffahrtsweg bleiben, sondern links in nordöstliche Richtung abbiegen. Hier gibt es eine Abfahrtsvariante nach Kramsach. Einzelheiten siehe Moser Bike Guide Nr. 2 (siehe "Literatur").

Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Pendlinghaus
(©Foto-Webcam.eu)

Pendlinghaus
(©Foto-Webcam.eu)

Wallbergkircherl
(©foto-webcam.org)

Literatur:

Mountainbike-Führer

Moser Bike Guide Band 2 - Karwendel, Wetterstein, Werdenfels
von Moser, Elmar
zum Buch

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Karte

Tiroler Seenland
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Wanderführer

Achensee und Brandenberger Tal
von Wutscher, Rudolf
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Mountainbike-Führer

175 Mountainbiketouren
Tiroler Unterland
von Hammerle, Claudia und Hofer, Willi
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175 Mountainbiketouren

Karte:

Karte

Profil:

Profil

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Der kleine Wanderparkplatz oberhalb des Ortsendes von Grünsbach.Steile Serpentinen kennzeichnen den größten Teil des Auffahrtweges.Die Weg-Gabelung auf 1340 m Höhe.Die Bergalm, von der Bayreuther Hütte aus.Eine der vielen Grabinschriften aus dem Kramsacher Scheinfriedhof

Panorama:

  zur Panorama Ansicht ins Bild klicken

Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Die Fee vom Sonnwendjoch

Im Inneren des über zweitausend Meter hohen Sonnwendjochs, das sich unweit des Städtchens Rattenberg am linken Innufer stolz in die Lüfte erhebt, wohnte einst eine stolze Fee, die Gebieterin des Berges und Schirmherrin alles Wildes, das sich an den Hängen und in den Felsklüften des Gebirgsstockes tummelte.

Einst zog ein junger Ritter aus der Burg Mehrnstein, die in der Nähe von Brixlegg stand, zur Jagd aus und kam bei der Verfolgung einer Gemse am linken Innufer bis an den Fuß des Sonnwendjochs heran, wo schon das Schutzgebiet der Bergfee seinen Anfang nahm. Plötzlich trat ihm eine hohe, königliche Gestalt entgegen und erhob warnend die Hand. "Was jagst du auf meinem Grund?" rief sie dem Jäger zu. "Weißt du nicht, daß alles Wild hier herum unter meinem Schutz steht? Ich bin die Herrin dieses Gebietes und wünsche nicht, daß einem meiner Tiere auch nur ein Haar gekrümmt wird."

"Verzeiht, edle Gebieterin", erwiderte der Ritter, nachdem er sich gefaßt hatte, "ich wollte Euch nicht erzürnen; ohne zu wissen, daß ich Verbotenes tue, bin ich bis hierher vorgedrungen." Der liebreizende Anblick der Herrscherin des Berges machte tiefen Eindruck auf den Ritter; auch die Fee fand Gefallen an der stattlichen Erscheinung des Jünglings. Sie gebot ihm, von der Verfolgung des Wildes für immer abzusehen, wenn er wünsche, daß sie ihm ihre Gunst schenken solle. Mit Freuden versprach es der Ritter.

Darauf führte ihn die Fee in ihr Reich mitten im Berg. Da gab es viel Herrliches und Wunderbares zu schauen: glänzende Paläste, prunkvolle Säle mit kristallenen Decken und mit Wänden aus rötlich schimmerndem Marmor. Wundervolle Gärten mit nie verblühenden Bäumen, grünende Matten voll friedlich weidender Herden, silberklare Bächlein zogen sich weit durch das Innere des Berges.

Die Fee schloß einen Herzensbund mit dem Ritter und steckte ihm zum Pfand ihrer Gunst ein Ringlein an den Finger. Oft ritt der Jüngling nun scheinbar zur Jagd aus, aber nie brachte er Beute mit sich; denn sein Weg führte ihn jedesmal in den Berg zu seiner geliebten Fee. Seine Freunde und Nachbarn wunderten sich; denn der Mehrnsteiner war ein geübter Jäger, der kein Wild verfehlte und schon manchen Bären oder Eber mit seinem Spieß erlegt hatte. Auch fiel es auf, daß er die umliegenden Burgen nie mehr besuchte und kein Auge für die zierlichen Edelfräulein in der Nachbarschaft hatte.

Da geschah es einmal, daß der Burgherr auf Schloß Rattenberg ein Vermählungsfest gab, wozu er auch seinen Freund, den Mehrnsteiner, einlud. Dieser konnte die Einladung nicht gut ablehnen und erschien bei der Feier. Das aber sollte sein Unglück sein. Ein schönes Edelfräulein aus Innsbruck, das gleichfalls als Gast anwesend war, schmeichelte dem Ritter den Ring der Fee ab, den sie an seinem Finger glänzen sah. Von den lächelnden Augen und werbenden Worten der Schönen betört, gab der Jüngling den Ring her.

Am nächsten Morgen freilich packten ihn Scham und Reue über seine Treulosigkeit. Mit verlangendem Herzen eilte er an den Fuß des Sonnwendjochs, um die Fee um Vergebung für seine törichte Tat anzuflehen. Der Anblick eines weißen Rehs, das vor ihm über die Halde sprang, ließ seine alte Jagdlust wieder erwachsen. Er verfolgte das Tier bis zu einer Felswand, wo er bisher durch ein Klopfen mit dem Ringlein immer Einlaß in den Berg gefunden hatte. Aber diesmal nützte alles Pochen nichts; er hatte ja den Ring nicht mehr.

Da stand plötzlich die Fee vor ihm, nicht zürnend, aber ernst und würdevoll; tiefe Trauer schien auf ihren Zügen zu liegen. Sie hielt das Ringlein in der Hand. "Du bist nicht treu", sprach sie, "du schworst, stets nur an mich zu denken, den Ring nicht aus der Hand zu geben und nie mehr eines meiner Tiere zu verfolgen. Du hast dein Wort dreifach gebrochen; es wird dein Unglück sein. Leb wohl auf immer!". Die Fee war verschwunden, bestürzt starrte der Ritter die leere, kahle Felswand an. Kaum hatte er die Stelle verlassen, schoß mit donnerndem Getöse eine Mure von der steilen Bergwand nieder und verschüttete eine weite Strecke.

Der Ritter soll nie mehr im Leben froh geworden sein. Später zog er aus dem Inntal fort; man sagt, er habe einen Zug nach dem Heiligen Land unternommen. Doch niemals kehrte er in die Heimat wieder.

Mit freundlicher Genehmigung von Sagen.at
Quelle: Die schönsten Sagen aus Österreich