Niederjochkogel


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Sulten für jedes Wetter

»Nachmittagsskitour mit Pistenberührung«


Wer gerne bei jedem Wetter Skitouren macht, und den Aufstieg neben Skipisten nicht scheut, für den käme diese Tour in Frage: Wir beschreiben den Aufstieg entlang der Piste sowie eine Variante durch Waldgebiet. Dann geht's erst ein paar Höhenmeter hinunter und dann noch ein paar hoch auf den Gipfel des Sulten. Belohnt wird man mit einer überragenden Sicht auf das Chiemgau, das „Bayerische Meer“ und die Kampenwand! Anschließend über den Westrücken des Gipfels hinunter zur „Leni“ und dann das Kampenwand-Skigebiet hinab bis zum Auto. Eine sehr beliebte Skitour für "Gipfelsammler", welchen die Kampenwand nicht reicht oder zu schwer ist.

Der fast komplett verspurte Sulten, hier von Westen (vom Skigebiet Kampenwand aus).

Das Gipfelkreuz des Sultens mit Blick auf den Chiemsee.


Kurzinfo:

Region:Chiemgauer Alpen
Tourenart:Skitour (mittel)  
Naturverträgliche Skitour Naturverträgliche Tour entsprechend den Routenempfehlungen des DAV
Erreichte Gipfel:Sulten 1466 m
Dauer:Parkplatz – Talstation Kaltwasserlift gut 45 Min., Talstation Kaltwasserlift – Liftstüberl knapp 30 Min.
Liftstüberl – Steinling-Alm knapp 45 Min., Steinling-Alm – Sulten gute 15 Min.
Gesamt Aufstieg 2 - 2 ½ Stunden, Abfahrt knapp 30 Min.
Lawinengefahr:Auf der Piste kaum, bei entsprechender Routenwahl im oberen Bereich gering.
Hangrichtung: Süd bis West
Der Lee-Bereich des Sulten muss vermieden werden - hier gibt es Schneeüberhänge, die bisweilen drei bis vier Meter hoch sind - stark lawinengefährdet!
Lawinengefahr  Aktuelle Lawinenlage: hier klicken
Beste Jahreszeit:Dezember bis Februar
Touristinfo:Aschau

Anforderung:

Höhenunterschied:Talstation Kampenwandseilbahn (Aschau) 615 m, Steinling-Alm 1473 m, Sulten 1466 m
insgesamt ca. 850 m
Steigung:Anfangs recht flach, doch dann zügig steiler werdend
Streckenlänge:4,2 bzw. 5,2 km
Schwierigkeit:leicht
leicht bis mittel (Aufstieg meist neben der Skipiste, mittelsteiler Gipfelhang)

Einkehrmöglichkeit:

Schlechtenberg-Alm:
Mai bis Ende Oktober geöffnet
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken
Liftstüberl:
ganzjährig geöffnet, kein Ruhetag
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Gorialm:
Mai bis November täglich geöffnet, bei Wintersportverhältnissen täglich geöffnet
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken
Steinling-Alm:
Mai - Oktober: täglich bis 18:00 Uhr., Di., Do. und Sa. Abendbetrieb, Montag Ruhetag
ab 25.12.- März: Do. - So. geöffnet
wenn Kampenwandbahn nicht fährt generell geschlossen
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Talstation der Kampenwandbahn in Aschau, 626m


GPS-Wegpunkt:

N47 45.854 E12 19.473  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn bis Interregio-Bahnhof Prien, Strecke München-Salzburg. Von dort mit der Chiemgau Bahn in 15 min nach Aschau i. Ch. Mit dem Oberbayernbus (RVO Linie 9502) können wir vom Bahnhof bis zur Talstation der Kampenwandbahn in Hohenaschau fahren. Oder zu Fuß (1,5 km).

Mit dem Pkw:

Autobahn A8 München-Salzburg, Ausfahrt Frasdorf/Aschau oder Bernau (4 km zur Talstation in Aschau). Die Zufahrt ist ab der Autobahn beschildert.
Wichtiger Hinweis für Tourengeher: Wer eine Skitour unternimmt, sollte seine Kfz besser nicht am Parkplatz der Kampenwandbahn, sondern einige Minuten entfernt am Parkplatz Hohenaschau-Schloß parken: in Hohenaschau kurz vor dem Schloss biegt man, von der Ortsmitte kommend, direkt bei der Abzweigung der Schloßstraße rechts durch das Tor in den gebührenfreien Parkplatz ein (Koordinaten 47 ° 46' 04" N, 12 ° 19' 28" O). Der Seilbahn-Parkplatz der Bergbahn ist gerade an Wochenenden schnell vollgeparkt und soll deren Gästen vorbehalten bleiben. Der zusätzliche Gehweg beträgt nur wenige Minuten.


Ab Rosenheim: 25 Km / 0:30 Std
Ab München: 85 Km / 1:00 Std
Ab Bad Tölz: 70 Km / 1:00 Std
Ab Salzburg: 70 Km / 0:50 Std


Information:

Link zur Kampenwandbahn
Gebührenpflichtig auch für Benützer der Bahn, keine Vergütung bei Auffahrt, Tel.: +49/(0)8052/4411

Der Luftkurort Aschau im Chiemgau mit seinen Landschafts- und Naturschutzgebieten Bärnsee und Geigelstein liegt südlich des Chiemsees und direkt unterhalb der Kampenwand.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Talstation der Kampenwandbahn in Aschau, 626m


Aufstieg:
Der Aufstieg ist recht einfach. Man bleibt immer am rechten Rand der Skipiste. Wenn man das lange, gerade und schweißtreibende Aufstiegsstück nach dem Kaltwasserlift hinter sich hat, wird die Fahrbahn oben bei einer Rechtskurve flacher und man erreicht eine Gabelung - rechts kommt eine steilere Abfahrt hinunter und links die blaue Abfahrt - hier links die Blaue in Richtung „Gori-Loch“ nehmen. Nach Verlassen des Waldes geht man links hinüber zum Liftstüberl. Noch vor diesem hält man sich ca. 500 m südöstlich und wendet dann leicht nach links, um direkt hoch zum Gipfel aufsteigen.

Alternativer Aufstieg 1 (Umgehung der Skipiste):
In der scharfen Rechtskurve der Skipiste, auf einer Höhe von ca. 770 m, verläßt man rechts die Skipiste und zieht seine Spur auf einem Sommer-Wanderweg (Schild "20 - Über die Kampenwand zum Geigelstein"). Die erste Abzweigung nach links nicht beachten, sondern geradeaus weiter gehen. Bei der nächsten Abzweigung nach dem Waldstück links halten, und man erreicht nach einer Linkskehre bald einen Bereich unterhalb der Geißstiegwand mit phantastischer Aussicht ins Voralpenland. Später mündet dieser Weg wieder auf die Skipiste, und zwar knapp oberhalb der Talstation des Kaltwasserliftes. Dieser Abschnitt ist weniger schweißtreibend als der direkte Aufstieg entlang der Piste.

Alternativer Aufstieg 2:
Nach dem „Gori-Loch“ zum Lift-Stüberl abfahren und von dort direkt über den Westhang zum Gipfel.

Alternativer Aufstieg 3:
Falls man von Hintergschwendt aus aufsteigen will, dann soll aus Umweltschutz-Gründen (Rückzugsgebiete der Wildbestände in den Wald-Bereichen) nur die Forststraße begangen werden. Hinzu kommt die in den oberen Bereichen erhebliche Lawinengefahr.

Abfahrt:
Über den Westrücken des Sultens zum ehemaligen Lift-Stüberl und dann der Piste folgen.

Skibergsteigen umweltfreundlich:
Der Weg über die Ostseite des Sulten (oberhalb des Wanderweges von Hintergschwendt zur Kampenwand) sollte, ebenso wie der gesamte Ostrücken, wegen der Wildbestände unbedingt störungsfrei bleiben. Wer trotzdem von Osten kommt, sollte die Skiroute direkt über den Weg zur Steinling-Alm begehen.
Die vom Gipfel nach Westen verlaufenden Routen sollten direkt über die freien Almen begangen werden.


Geologie:

Das Hauptgestein des Sulten ist der sog. Hauptdolomit. Dies ist ein sprödes Gestein, das leicht zerbricht und somit an der Oberfläche zerfällt ("Schuttberge"). Im Lauf der Zeit verwandelt sich die Form eines solchen Berges in eine ebenmäßige Pyramide oder in einen Kegel. Ein weiteres, schönes Beispiel ist der Sulzberg bei Bad Feilnbach.


Literatur:

Skiführer:Snowcard
Engler, Martin
Alpenvereinsführer:Alpenvereinsführer Chiemgauer Alpen
Zebhauser, Marianne und Helmuth
Lehrbuch:Skitouren - Praxisbuch für Tourengeher
Schneeweiß, Christian und Ritschel, Bernd
Karte:Alpenvereinskarte BY17
Chiemgauer Alpen West: Hochries, Geigelstein
Alpenverein

GPS-Daten:

Die Karten zeigt den eingangs angegebenen Aufstieg über das Liftstüberl.

Bitte verwendet nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden.
Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten.
Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.



Galerie:

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Diashow:

 

Gipfelpanorama bei PeakFinder:

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 Autor: Text und Fotos: Christian M. Erstes Foto oben: roberge   Link zu Christian im roBerge-Forum