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roBerge.de

Kopftörl

Nadeln, Spitzen, Türme und Tore

Eine schöne, aber äußerst anspruchsvolle Bergwanderung mit gesicherten Kletterstellen.
Das Kopftörl ist einer der vier hochalpinen Übergänge des Wilden Kaisers (neben Ellmauer Tor, Rote-Rinn-Scharte, und Kleinem Törl). Man kann das Tor von Süd (Gruttenhütte) nach Nord (Stripsenjoch) bzw. umgekehrt durchwandern. Dieser Text beschreibt lediglich die Strecke von der Gruttenhütte zum Törl und wieder zurück (über das Hochgrubachkar).


Blick von der Gruttenhütte hinauf zum Kopftörl.

Blick von der Gruttenhütte hinauf zum Kopftörl.

Die Kaindl-Stewart-Nadel vom Kopftörl aus.
Mitten in der Scharte zwischen Massiv Vorderer Karlspitze und der Nadel befindet sich der letzte Teil des Steigs, der auf dem Foto gerade von einem Bergsteiger durchquert wird.

Die Kaindl-Stewart-Nadel vom Kopftörl aus.
Mitten in der Scharte zwischen Massiv Vorderer Karlspitze und der Nadel befindet sich der letzte Teil des Steigs, der auf dem Foto gerade von einem Bergsteiger durchquert wird.


Kurzinfo:

Region:
Kaisergebirge
Tourenart:
Bergtour (schwer)
Dauer:
ca. 4 Stunden
Einkehrmöglichkeiten:
Touristinfo:
Going am Wilden Kaiser

Anforderung:

Höhenunterschied:
438 m
Schwierigkeit:
schwer
Als Bergtour schwer, als Klettersteig leicht! Von der Gruttenhütte ins Hochgrubachkar steile Überschreitung eines Geröllfeldes.
Ab Beginn des gesicherten Steiges Schwindelfreiheit und Trittsicherheit absolut erforderlich.

Start:


Wochenbrunner Alm 1087 m

GPS-Wegpunkt:
N47 32.462 E12 19.212 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Öffentliche Verkehrsmittel verkehren nur bis nach Ellmau. Von dort führt eine Mautstraße zur Wochenbrunner Alm.
Bahnhof St.Johann i.T. - Buslinie 4024 nach Going; Bahnhof Kufstein - Buslinie 4024 nach Ellmau. Von dort geht es zur Wochenbrunner Alm weiter mit Taxi oder zu Fuß. Im Sommer bringt uns das Wandershuttle kostenlos um 09:00 Uhr von Ellmau auf die Wochenbrunner Alm und um 17:30 Uhr wieder zurück ins Dorf.

Mit dem Pkw:
Vom Inntal: Inntalautobahn Ausfahrt Kufstein Süd - B178 Söll - Abfahrt Going.
Von Salzburg auf der B178 über Lofer - St.Johann - Ellmau.

Innerhalb Going die Beschilderung "Wochenbrunn / Wochenbrunner Alm" beachten: nach wenigen Kilometern Auffahrt zur Mautstelle Wochenbrunn, weiter auf der Mautstraße ca. 1 Kilometer bis zum Parkplatz Wochenbrunner Alm (1085 m).

  • Ab Rosenheim: 60 Km / 1:00 Std
  • Ab München: 120 Km / 1:20 Std
  • Ab Bad Tölz: 100 Km / 1:20 Std
  • Ab Salzburg: 80 Km / 1:25 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Wochenbrunner Alm

Wochenbrunneralm - Gruttenhütte
Wegweiser am Parkplatz: Gruttenhütte - Nr. 14. Meist schattiger Laubwald, deshalb auch im Sommer gut begehbar. Nicht zu steil, leicht, am Schluß an wenigen steinigen Stellen etwas Trittsicherheit erforderlich, ca. 1,5 Stunden.

Hochgrubachkar (ab Gruttenhütte)
Siehe Wegweise direkt über der Hütte. nach einigen Metern (bei der Abzweigung zur Ellmauer Halt) nach rechts wenden. Zuerst schöner Bergpfad, der mit Latschen durchwachsen ist. Anschließend steile Überschreitung eines Geröllfeldes an dessen östlicher Seite (möglichst direkt am Fuß der Felswand). Zuletzt nach Osten über schrofiges Gelände bis zum zerrissenen Grat der Köpfeln.Schwer, ca. 1 Stunde

Köpfeln - Kopftörl
mit Drahtseilen und Stiften gesicherter Steig, nach den ersten 10 Metern nach dem Kamin scharf links halten (Vorsicht Abgrund!). Weiter über eine zerrissene Flanke und an einer glatten Felswand (Teil der Vorderen Karlspitze). Nach drahtseilgesicherter Durchquerung eines Spaltes, der von der Kaindl-Stewart-Nadel gebildet wird, erreicht man das Törl. Schwer - ca. 20 Minuten

Rückweg:
Wie oben. Siehe auch unten bei Alternativtour

Alternativtour:
Wie oben schon beschrieben, kann man das Kopftörl auch direkt durchwandern, vorausgesetzt, man hat das Autoproblem gelöst. In diesem Fall führt der Weg weiter nördlich steil den Hohen Winkel hinunter (rechts halten). Der Abstieg ist schwer und steinschlaggefährdet! Dann durch das Kar hinunter (etwas mühsam) zum Neustadler Holzschlag. Anschließend über den Weg Nr. 801 bis nach Hinterbärenbad.

Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Pendlinghaus
(©Foto-Webcam.eu)

Sachrang
(Terra-HD)

Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Ausblicke::

nach Süden auf die Gletscherberge
nach Norden auf den Zahmen Kaiser Kaindl-Stewart-Nadel
Imponierend außerdem die das Törl eingrenzenden spitzen Gipfel der Südwand der Vorderen Karlspitze und des Friedrichturms.

Flora und Fauna:

Das Törl ist eine reine Steinwüste. Trotzdem treiben sich ganz oben Feldhasen herum!

Literatur:

Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Kaisergebirge extrem
von Schubert, Pit
Infos: Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Kaisergebirge extrem

Bildband

Wilder Kaiser - Klettergeschichte, Geschichten vom Klettern
von Höfler, Horst und Schubert, Pit
Infos: Bildband

Wilder Kaiser - Klettergeschichte, Geschichten vom Klettern

Karte

Mayr Wanderkarte Nr. 51 "Wilder Kaiser - Going, Ellmau, Scheffau, Söll"
Infos: Karte

Mayr Wanderkarte Nr. 51 "Wilder Kaiser - Going, Ellmau, Scheffau, Söll"

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Beim Aufstieg zum Kopftörl hat man dieses imponierende Bild des Ostkaisers vor den Augen.Kurz vor Erreichen des Kopftörls hat man diesen Ausblick. Das Törl ist der Einschnitt zwischen den beiden Türmen im mittleren bzw. rechten Teil des Bildes. Der rechte Turm heißt Kaindl-Stewart-Nadel.Blick von Kaindl-Stewart-Nadel nach hinten - dieses glatte Felswand (Teil der Vorderen Karlspitze) gilt es zu überwinden! Rechts geht es steil und tief nach unten!Geschafft - am Kleinen Törl !Vom Tor aus hat man diesen Blick nach oben auf die Köpfln mit FriedrichsturmDer Kopftörlgrat - hier von der Gamshalt aus gesehen (Tour: Kaiserschützensteig)

Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Die Sage vom "schwarzen Hund im Hochwinkel"

Hier ein Auszug: Es war ein etwas schwüler Sommernachmittag, als zwei marschgewandte Touristen von Hinterbärenbad dem Stripsenjoche zu gingen. Auf der Neustadler Lichtung setzten sie sich zur gemütlichen Rast. Max, so hieß der ältere dieser beiden Herren, packte aus seinem Rucksacke etwas Fleisch, Brot und Wein zur Jause aus, und reichte seinem Freunde Karl seinen Feldstecher, während er für sich das Fernrohr zurecht richtete. "Schleppst aber Du eine Masse Sachen mit", begann Karl, "wie möchte ich doch so schwer tragen!" "Nun", entgegnete Max, "man weiß nicht, ob man dies oder jenes braucht; hat man es nicht, dann entbehrt man es, und das will ich nicht. Nichts tragen, nichts haben, sagt ein Touristensprichwort." "Horch!" fuhr Karl auf, "was war denn das für ein sonderbares Gebell? - nicht Hund, nicht Kalb." - "Ei was", sagte Max, ein erfahrener Alpinist, "was wird es denn sein, ein Rehbock ist es, und hier an den Felswänden hallt es halt so sonderbar." "Nein, nein", sagte hinter ihnen eine Stimme. Die beiden Herren sahen sich um, und hinter ihnen stand ein kleines, graues Männlein, das vom Kräutersammeln aus dem Teufelswurzgarten kam. "Nein, nein", sagte das Männlein, "das ist der Metzger von der Wildschönau, der bellt so, den hätten's auch besser drüben behalten können." - "Setz' Dich, Alter", sagten die Herren und legten ihm von dem Proviant vor, "hier nimm, und erzähle uns von dem Metzger!" - "Ja", sagte das Mandl, seinen Ruckkorb ablegend und sich niedersetzend, "ja, das ist bald erzählt. Der Metzger ist halt ein rechter Viehschinder gewesen und hat die armen Tiere furchtbar gemartert und an ihren Qualen seine Freude gehabt. Aber einmal ist bei jedem Laster das Maß voll, er hat sich bei einer solchen Marterei geschnitten und ist daran unter großen Schmerzen gestorben; dann aber hat er zur Strafe in seiner Fleischbank fortgeistern müssen und ganze Nächte herumgebellt wie ein Hund, so dass die Leute keine Ruhe mehr gehabt haben. Was wollten die Leute machen, sie haben halt einen Geistlichen gebeten, dass er ihn aussegnet, und die Leute haben ihm gewünscht, er soll in den Wilden Kaiser verbannt sein. Da haben wir ihn jetzt oben im Hochwinkel und da geht er um als wie ein schwarzer Hund und bellt ganz abscheulich."