Frozen Church


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Geigelstein Reibn

»Der beliebte Chiemgauer mal anders«


Der Geigelstein ist eines der beliebtesten Skitourenziele der Chiemgauer Alpen. Ein wenig verwunderlich ist dies schon, denn die meistbegangenen Routen, im Westen von Sachrang und im Osten von Ettenhausen, haben beide ihre Schönheitsfehler. So muss man sich auf der Westroute den tollen Gipfelhang oberhalb der Priener Hütte durch einen langen Anmarsch auf einem skifahrerisch wenig lohnenden Fahrweg verdienen und auf der Ostroute im unteren Teil mitunter pistenartig eingefahrene Verhältnisse hinnehmen.

So entstand die Idee, die tollen Hänge im oberen Teil des Geigelsteins und seiner Nachbarberge zu einer Rundtour zusammenzufassen und mit der langen Abfahrt nach Ettenhausen zu verbinden. Die ganzjährig geöffnete Priener Hütte bietet zudem eine ideale Einkehrmöglichkeit. Einziger Wehrmutstropfen: der perfekten Reibn steht das Betretungsverbot des Breitensteins entgegen, sodass wir den Geigelstein entweder zweimal erklimmen oder uns mit dem Breitensteinsattel als letzten Scheitelpunkt begnügen müssen.Es werden zwei Varianten beschrieben: die "Große Runde", die maximal lange Abfahrten verspricht und die kürzere "Genießervariante" ohne doppelte Wege. Vor allem die Große Runde sollte nur bei günstigen Verhältnissen durchgeführt werden, denn ein abgeblasener oder vereister Steilrücken des Geigelsteins kann das Vergnügen erheblich beeinträchtigen und schlimmstenfalls sogar zur Gefahr werden.


Besondere Hinweise:
Die Rundtour erfordert mehrmahliges Auf- und Abfellen. Um einem bei ungünstigen Bedingungen möglichen Versagen des Fellklebers begegnen zu können, sollten die üblichen Notfallmittelchen (z.B. Sprühkleber, Haftpads, Leukoplast) mitgeführt werden. Sollte der Steilrücken des Geigelsteins zu Fuß erklommen werden müssen, erweist sich ein Rucksack mit Skibestfestigung als hilfreich.

Umweltfreundliches Skibergsteigen:
Die Geigelstein Reibn verläuft großteils in einem Naturschutzgebiet mit einigen Arealen, für die ein Betretungsverbot ausgesprochen wurde. Unsere hier beschriebene Variante ist naturschutzfachlich in Ordnung.

Der Geigelstein von Osten.


Kurzinfo:

Region:Chiemgauer Alpen
Tourenart:Skitour (mittel)  
Naturverträgliche Skitour Hinweise zum umweltfreundlichen Skibergsteigen
Erreichte Gipfel:Geigelstein 1813 m, Mühlhornwand 1658 m
Dauer:Große Runde: 5½ Std., Genießerrunde: 4 Std.
Für die Ermittlung der Gehzeiten wurde eine Steigleistung von 400 m pro Stunde zugrunde gelegt. Da i.d.R. eine Aufstiegsspur vorhanden ist, sollten die angegeben Gehzeiten problemlos einzuhalten zu sein.
Lawinengefahr:Die Tour erfordert sichere Verhältnisse. Vor allem die Genießervariante birgt ein erhebliches Gefahrenpotential. Die Hauptgefahrenstellen sind das Tal ab der Wuhrsteinalm bis zur Scharte (beide Varianten), der Hang oberhalb der Oberkaseralm (Genießervariante), sowie der Osthang unterhalb des Breitensteinsattels (Genießervariante), der als besonders gefährdet gilt. Siehe auch Fotos Nr. 3 und 4!
Lawinengefahr  Aktuelle Lawinenlage: hier klicken
Beste Jahreszeit:Dezember – März
Touristinfo:Schleching

Anforderung:

Höhenunterschied:Große Runde: 2234 m, Genießervariante 1658 m.

Ort Seehöhe (m)
Parkplatz Geigelsteinbahn  630
Geigelstein 1813
Kessel Priener Hütte 1360
Oberkaseralm 1493
Mühlhornwand 1658
Fahrweg unterhalb Mühlhornwandanbfahrt 1230
Fahrweg unterhalb Talalmen 1060
Sattel Breitenstein 1540
Schwierigkeit:mittel
Meist ideal geneigte, weite Skihänge (blau). Der Steilrücken des Geigelsteins oberhalb der Scharte ist schwieriger (rot), bei ungünstigen Verhältnissen sehr schwierig und mitunter gefährlich (schwarz). Aufgrund der Länge der Tour ist eine solide Kondition erforderlich.

Einkehrmöglichkeit:

Priener Hütte:
täglich geöffnet - Weihnachtsfeiertage regelmäßig nicht bewirtschaftet. 2.12. bis 26.12.2018 geschlossen.
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Parkplatz der Geigelstein-Bahn in Ettenhausen, 560m


GPS-Wegpunkt:

N47 42.218 E12 22.702  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Zugverbindungen bis nach Übersee am Chiemsee oder Traunstein. Von dort RVO-Bus Linie 9509 (Traunstein-Schleching).

Mit dem Pkw:

Autobahn München-Salzburg: Von der Ausfahrt Siegsdorf oder Bernau nach Marquartstein. Von hier Richtrung Schleching und weiter nach Ettenhausen. Ab hier zur Bergbahn beschildert.
Von Kössen in Tirol: Der Beschilderung Richtung Schleching folgen. Hinter der Grenze die "Tiroler Ache" und nach wenigen 100 Metern nach links in den Ortsteil Ettenhausen abbiegen. Ab hier zur Bergbahn beschildert.


Ab Rosenheim: 45 Km / 0:45 Std
Ab München: 105 Km / 1:10 Std
Ab Bad Tölz: 90 Km / 1:15 Std
Ab Salzburg: 65 Km / 0:50 Std


Information:

Die Geigelsteinbahn wurde ursprünglich für den Alpin-Skisport gebaut. Die Sesselbahn führt hinauf bis unter die Wirts-Alm. Aus finanziellen Gründen ist der Skibetrieb nicht mehr möglich. Im Winter wird der Seilbahnbetrieb für Rodler, (Schneeschuh-)Wanderer und Skitourengeher, aber nicht für Alpinskifahrer aufrecht erhalten. Siehe Webseite der Geigelsteinbahn.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Parkplatz der Geigelstein-Bahn in Ettenhausen, 560m


Große Runde:
Ettenhausen – Geigelstein – Priener Hütte – Mühlhornwand – Talalmen - Priener Hütte - Geigelstein – Ettenhausen.

Genießervariante: :
Ettenhausen – Geigelstein – Oberkaseralm – Mühlhornwand – Fahrweg unterhalb Mühlhornwandanbfahrt - Priener Hütte – Sattel Breitenstein – Ettenhausen

Auf beiden Varianten sind etliche Höhenmeter zu bewältigen, die aber auf ein angenehm zu begehenden Gelände ohne zeitraubende Flachstücke verteilt und so überraschen leicht überwunden sind.

Beide Varianten: :
Wir steigen vom Parkplatz der Geigelsteinbahn wie in der Tour Geigelstein-Ostaufstieg beschrieben zum Gipfel des Geigelsteins auf. Abweichend von der beschriebenen Route führt oberhalb der Scharte oft eine Aufstiegsspur quer über den Westhang nach oben. Damit betritt man gesperrtes Gebiet und deshalb soll diese Variante vermieden werden.
Vom Gipfel des Geigelsteins erfolgt nun die Abfahrt in den Kessel oberhalb der Priener Hütte. Die naturverträgliche Route folgt dabei im Bereich des Gipfelaufbaus zunächst dem Wanderweg in nördlicher Richtung bis zum Sattel und dann steuern wir über die freien Hängen hinab, entweder auf die Priener Hütte (Große Runde), oder auf die Oberkaseralm (Genießervariante) zu.

Große Runde: :
Auf der Großen Runde fahren wir links an der Priener Hütte vorbei (eingekehrt wird später), den Hang unterhalb der Hütte hinab und halten auf den Fahrweg zu, der im einer großen Schleife den Kessel unterhalb der Priener Hütte umrundet. Jetzt wird für den Aufstieg zur Mühlhornwand aufgefellt . Man folgt dabei dem Fahrweg ein Stück leicht bergan. Mit dem Verlassen des Kessel wird es flach und kurz darauf zweigt rechts ein Almweg ab, dem wir für den Aufstieg zur Mühlhornwand bis zu einer beschilderten Wegkreuzung folgen. An dieser Kreuzung wenden wir uns links und steigen vorbei an den Sulzing Almen zum kreuzlosen Gipfel der Mühlhornwand auf.

Genießervariante: :
Auf der Höhe der Oberkaseralm fellen wir auf und steigen zunächst den steilen Osthang oberhalb der Alm hinauf und maschieren auf dem flacher werdendem Gelände zum kreuzlosen Gipfel der Mühlhornwand.

Abfahrt von der Mühlhornwand: :
Auf beiden Varianten fahren wir über schöne Idealhänge, vorbei an den Schreckalmen, zum Fahrweg ab. Während auf der Genießerrunde an diesem Punkt für den Aufstieg zur Priener Hütte aufgefellt wird, nehmen wir auf der großen Runde noch die schönen, freien Hänge der Talalmen mit. Dazu folgen wir dem leicht abfallenden Fahrweg noch ca. 200m in westlicher Richtung und fahren dann quer über freie, mäßig steile Almwiesen auf die Talalmen zu und passiert diese. Nach einem weiteren, etwas steilerer Hang treffen wir wieder auf die Forstraße und fellen für den Aufstieg zur Priener Hütte auf.

Große Route:
Nach einer gemütlichen Rast auf der Priener Hütte beginnen wir in nördlicher Richtung mit dem erneuten Aufstieg zum Geigelstein den Endspurt. Mit einer langen, hindernisfreien Abfahrt bis zum Parkplatz beschließen wir unsere Tour.

Genießervariante:
Von der Priener Hütte aus wenden wir uns nach Süden und steigen zum Sattel des Breitensteins auf. Die finale Abfahrt ist zwar nicht ganz so lang wie auf der Großen Runde, aber dafür ist der Osthang unterhalb des Breitensteinsattels ein skifahrerischer sehr lohnend.

 

Strecke Höhenunterschied (m) Gehzeiten  (ca.)
Parkplatz – Geigelstein 1183 3h
Kessel Priener Hütte – Mühhornwand 298 45min
Talalmen – Geigelstein 753 1h45min
Oberkaseralm – Mühlhornwand 165 25min
Fahrweg - Sattel Breitenstein 310 45min
Große Runde 2234 5h30min
Genießervariante 1658 4h

 


Literatur:

Karte:Alpenvereinskarte BY17
Chiemgauer Alpen West: Hochries, Geigelstein
von Alpenverein
Karte:Chiemsee, Traunstein, Ruhpolding, Chiemgauer Alpen und Seen
von Freytag & Berndt
Skiführer:Rother Skiführer Berchtesgadener, Chiemgauer Alpen, Kaiser und Steinberge
von Brandl, Sepp

Karte:


Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:


Historisches:

Nach der Rettung zwei Schnäpse - Die Rettung der Oberkaser-Mare

2008/2009 wird man in der Region als Lawinen-Winter in Erinnerung behalten. Besonders im Februar fielen in den nördlichen Alpen zur Freude der Skifahrer und Rodler überdurchschnittlich große Schneemengen. Leider gab es auch mehrere Lawinenabgänge mit tödlichen Folgen. Die Rettung der Oberkaser Mare, deren Hütte im Geigelstein-Gebiet von einer Lawine vollständig verschüttet wurde, war eine der wenigen positiven Schlagzeilen und berührte die einheimische Bevölkerung von Herzen.
Mit freundlicher Genehmigung des Oberbayerischen Volksblattes geben wir hier einen Zeitungsartikel vom 27.2.2009 wieder.


Gegen ihren Willen wurde eine 84-jährige Sennerin aus ihrer verschütteten Almhütte am Geigelstein gerettet. Schließlich lässt sich Maria Furtner, Sennerin der Oberkaseralm, von Naturgewalten nicht abschrecken. Deshalb hat sie erst am Mittwoch um Hilfe gerufen - zwei Tage nach dem Lawinenabgang.

Als die Lawine die Hütte auf der Oberkaseralm bei Sachrang (Gemeinde Aschau) unter sich begraben hatte, verschonte sie nur den Schornstein. Ein paar zusätzliche Meter Schnee hätten das Todesurteil für die 84-jährige Bewohnerin bedeuten können.
Maria Furtner (Oberkaser-Mare) hatte in ihrem Kamin kräftig eingeheizt. Hätten die Schneemassen den Abzug versiegelt, dann wären ihr Rauch und Kohlenmonoxid schnell zum Verhängnis geworden. Der Abgasrückstau wirkt in Minuten toxisch. "Spätestens nach einer halben Stunde ist das tödlich", bestätigt Martin Meindl vom Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger. "Es wird einem schwindelig, man schläft ein und wacht nicht mehr auf."

Bei Kerzenlicht seelenruhig geputzt
Die Lawine kam am Montagabend runter. Doch die Dramatik der Lage war der 84-jährigen Frau nicht bewusst - trotz der Dunkelheit. Um 17.30 Uhr rief sie mit ihrem Wahlscheiben-Telefon in der Priener Hütte an und berichtete Wirtin Christl von dem Schneebrett. Aber es sei alles in Ordnung, betonte sie. Proviant war da, Wasser, und als Gesellschaft die liebgewonnenen sechs Katzen. So putzte die Sennerin seelenruhig bei Kerzenschein oder im Licht der Taschenlampe.
Es war ja nicht die erste Lawine, die die Oberkaseralm traf - und den Unbilden der Natur trotzt die "Mare" bereits ihr ganzes Leben lang. Im Sommer kümmert sie sich um die Nachbarhütte, die im Besitz von Claus Hipp ist, um einige Dutzend Almkühe und den uralten Ochsen Sepp, der im Geigelstein-Kessel ebenso legendär ist wie die Kasspatzn der naturverbundenen Sennerin. Die Frau ist weit über die Region hinaus bekannt und geschätzt. So antwortete der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler 2008 in einem Focus-Interview, wem er einen Orden verleihen würde: "Maria Furtner, Sennerin der Oberkaseralm auf dem Geigelstein."
"Die Hütten sind jedes Jahr eingeschneit", weiß Unternehmer Hipp. "Der Kamin wurde bereits ein paar Mal von Skifahrern beschädigt." Es sei für die Sennerin nichts Ungewöhnliches, durchs Dachfenster zu klettern und sich "wie ein Maulwurf durch den Schnee zu buddeln." Naturgewalten schrecken diese Frau nicht. Doch dieses Mal habe man sie dort rausholen müssen, "die Erstickungsgefahr war einfach zu groß".
Dass sie diesmal tatsächlich gefangen war, merkte die Mare am Mittwoch, als sie versuchte, sich rauszugraben. Den Plan gab sie schnell auf. Was sie nicht wissen konnte: Vier Meter hoch türmte sich der Schnee vor ihrer Tür.

Untypischer Kamin als Lebensretter
Auch Buchautor und Geigelstein-Kenner Hans Steinbichler aus Bernau, jahrelang in vorderster Front im Kampf gegen eine Erschließung des mit 1808 Metern zweithöchsten Berges der Chiemgauer Alpen, stand schon mit Skiern auf der zugeschneiten Oberkaseralm. "Das war vor ungefähr 25 Jahren", erinnert er sich. Einen so heftigen Lawinenabgang wie jetzt habe es aber noch nie gegeben.
Als "vollkommen untypisch und mit seinen 1,20 Metern zu lang" habe der Naturstein-Kamin der Oberkaseralm auf manche Betrachter gewirkt, so Steinbichler weiter. Jetzt habe sich gezeigt, dass das schon seinen Sinn hat. Möglicherweise habe er der Mare das Leben gerettet.
Weder Feuerwehr noch Bergwacht wollen spekulieren, wie lange man in einer vom Schnee verschlungenen Hütte überleben kann. Klar ist: Proviant war für Monate vorhanden, auch das Telefon funktionierte. Doch wegen der hohen Lawinengefahr hätte der Kamin jederzeit verschüttet werden können. Und ohne offenen Schornstein kann Mare weder heizen noch frischen Sauerstoff bekommen.
Ihr Heim der vergangenen 70 Jahre wollte sie dennoch nicht verlassen, ihre sechs Katzen nicht im Stich lassen. "Mir war klar, dass es die Männer der Bergwacht nicht leicht mit ihr haben werden", sagt Wolfgang Lamprecht, der Wirt der 200 Meter tiefer liegenden Priener Hütte. Hier ist Oma Mare untergebracht, bis sie wieder zurück in ihre Hütte kann. "Die ziehen mich aus meinem Haus raus", habe sie gesagt, nachdem der Hubschrauber sie gerettet hatte. Auf den Schock hat sie dann erstmal zwei Schnäpse genossen, zusammen mit seiner Frau.
"Anfangs wollte sie nicht einmal in ein eigenes Zimmer, sondern auf der Bank in der Stub'n schlafen", erzählt Arri-Hauptaktionär Bob Arnold, den die Mare am Mittwoch angerufen hatte. Arnold, ein guter Bekannter der Sennerin, alarmierte daraufhin die Bergrettung.
Für die größte Sorge der Oberkaser-Mare ist zum Glück gesorgt. Ein Nachbar klettert nun täglich durch das Schneeloch ins Haus und versorgt die Katzen, so Wirt Lamprecht. Und die 84-Jährige? "Ihr geht's gut. Sie ist zäh. Wirklich verdammt zäh."
Doch der Trubel regt sie langsam mehr auf als die "depperte Lawine", wie sie selbst sagt. Immerhin hat sich die Sennerin überreden lassen, ein richtiges Bett zu nehmen. Trotzdem will sie schnell wieder zurück in ihre Hütte. Die Bergwacht soll sich schon zum Freischaufeln angesagt haben.


Einige Tage später konnte man in der Zeitung lesen:

Sie liebt ihre Almhütte, deshalb hat sie auch erst nach zwei Tagen um Hilfe gerufen - zwei Tage nachdem ihre Oberkaseralm von einer Lawine verschüttet wurde. Jetzt ist die Oberkaser-Mare wieder "dahoam" und konnte in ihr geliebtes Heim und zu ihren sechs Katzen zurückkehren.
In einer rund dreistündigen Aktion befreiten die Männer der Bergwacht Sachrang-Aschau den Eingang und den Kamin der Oberkaseralm von den Schneemassen - so wie sie es der Oberkaser-Mare bei der Rettung versprochen hatten.
Wegen der akuten Lawinengefahr gruben die Bergwachtleute zunächst nur ein kleines Loch zur schnellen Evakuierung der 84-Jährigen. Jetzt erweiterten sie es mit Pickel und Schaufeln zu einem richtigen Zugang – sehr zur Freude der Oberkaser-Mare, die nach ihrer Rettung ein paar Tage in der Priener Hütte verbringen musste.


 Autor: Bernhard G.   Zu Bernhard G. im roBerge-Forum