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Wildalpjoch und Käserwand

Die weite Runde über Seewand und Arzmoos

Neben dem verschandelten Wendelstein gibt es einige Berge in unmittelbarer Nachbarschaft, die nicht überlaufen sind und trotzdem hervorragende Aussichten ermöglichen, sei es ins Alpenvorland, auf den Chiemsee, die Felsgrate des Wilden Kaiser oder die Zillertaler Alpen. Die dem Wildalpjoch benachbarte, nur wenig niedrigere Käserwand bietet uns zudem die Möglichkeit, wagemutigen Kletterern bei ihrem Aufstieg über die senkreche Südwand auf den Gipfel zuzusehen. Dieser kann übrigens auch von uns Normalwanderern mit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit bestiegen werden. Das reizvolle Arzmoos, welches wir am Schluss unserer Runde durchqueren, zeigt dem Naturfreund eine Fülle teils seltener Blumen.


Von links: Wendelstein, Wildalpjoch, Käserwand, Arzmoos (Blick vom Steilner Joch)

Von links: Wendelstein, Wildalpjoch, Käserwand, Arzmoos (Blick vom Steilner Joch)

Bei Kletterern beliebt: Der Gipfelblock der Käserwand (auch Kasererwand)

Bei Kletterern beliebt: Der Gipfelblock der Käserwand (auch Kasererwand)


Kurzinfo:

Region:
Bayerische Voralpen
Tourenart:
Bergtour (mittel)
Erreichte Gipfel:
Wildalpjoch 1720 m
Käserwand 1683 m
Dauer:
ca. 4 Std. 20 Min
Beste Jahreszeit:
Mai bis Oktober
Touristinfo:
Brannenburg

Anforderung:

Höhenunterschied:
775 m
Streckenlänge:
10,7
Schwierigkeit:
mittel
einfache Forststraße, Wiesenwege (zu Beginn manchmal etwas sumpfig) und Bergsteige. Der kurze Gipfelaufstieg zu Wildalpjoch und Käserwand erfolgt jeweils für ca. 1 - 2 Meter auf allen Vieren. Der Abstieg von der Käserwand zum Arzmoos verläuft über einen steilen Wiesenhang, hier bei Nässe Rutschgefahr.
Kinder:
für größere Kinder mit entsprechender Ausdauer
Hunde:
Für Hunde geeignet

Start:


Parkplatz Arzbachbrücke auf der Sudelfeldstraße 998 m

GPS-Wegpunkt:
N47 41.101 E12 03.440 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbar. Busverbindung mit der Wendelstein-Ringlinie ab Brannenburg oder Bayrischzell. Haltestelle Arzmoos. Achtung: Wird sehr selten befahren, unbedingt nachfragen unter Wendelstein-Ringlinie

Mit dem Pkw:
Inntalautobahn Ausfahrt Brannenburg. Von dort weiter auf der gebührenpflichtigen Mautstraße in Richtung Bayrischzell übers Sudelfeld. Die Abzweigung zur Rosengasse in einer Höhe von ca. 850 Meter links liegen lassen. 3,1 Kilometer nach dieser Abzweigung bei einer großen Haarnadelkurve befindet sich links der große Parkplatz.
Von Bayrischzell aus kommend zum Sudelfeld: Ca. 5,9 km nach dem Ortsende von Bayrischzell befindet sich in einer Rechts-Serpentine (Haarnadelkurve) auf der rechten Seite der große Parkplatz.

  • Ab Rosenheim: 30 Km / 0:45 Std
  • Ab München: 90 Km / 1:05 Std
  • Ab Bad Tölz: 60 Km / 1:00 Std
  • Ab Salzburg: 105 Km / 1:20 Std

Mit dem Bike:
Von Brannenburg (Abzweigung nach rechts bei der abknickenden Vorfahrt, kurz vor der Mautstelle); ca. 10,6 km, 530 hm bergauf, auf Asphalt, öffentl. Verkehr
Von Bayrischzell: ca, 5,9 km, 250 hm bergauf, 140 m bergab, auf Asphalt, öffentl. Verkehr

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Parkplatz Arzbachbrücke auf der Sudelfeldstraße

Aufstieg:
Gegenüber des Parkplatzes überqueren wir die Brücke über den Arzmoosbach und biegen danach rechts in einen unbeschilderten Weg ein. Diesem folgen wir wenige Minuten, Nach einer Bachüberquerung halten wir uns links, also genau nach Westen und bleiben auf dem sichtbaren Weg, der nach 450 Metern nach rechts (Norden) wendet. Bei der Jackelbergalm gehen wir wieder links und wandern nun über die Kelheimer Hütte und Schweinsteigeralm immer westwärts. Auf dieser bleiben wir, bis wir vor uns die Talstation einer Materialseilbahn sehen. Einige Meter vor dieser zweigt rechts unser schöner Steig ab. Wer es nicht so steil will, wandert noch etwas weiter, bis rechts der offizielle Weg zum Wildalpjoch abzweigt. Beide Wege kommen aber weiter oben bei der Lacheralm wieder zusammen. Dort finden wir kurz vor den Hütten einen Wassertrog mit Wasserhahn, um unseren Durst zu löschen. Wir gehen an den Häusern vorbei und sehen über uns bereits die Gipfelkreuze von Wildalpjoch und Käserwand. Am Ende der Asphaltstraße passieren wir nochmals ein Gebäude. Dahinter – die Wiese ist oft etwas sumpfig – führen zwei Wege nach oben: Der rechte (in Gehrichtung geradeaus, Nr. 662) führt direkt zum Wildalpjoch empor. Wir wollen aber heute etwas mehr Aussicht genießen und nehmen deshalb den linken Weg, der Linke führt nordwestlich durch das Lacherkar in Richtung Lacherspitz (im Winter eine beliebte Skiabfahrt). Über einen einfachen Bergsteig geht es nun weiter bergauf, bis wir ein Plateau erreichen, wo wir weiter bis zu einer Weggabelung wandern. Hier haben wir einen schönen Blick auf den nahen Wendelstein mit seinen Antennen und dem Sonnenobservatorium, sowie auf Kesselwand, Soinwand und Hochsalwand. Direkt im Osten erblicken wir unser höchstes Ziel von heute, den Gipfel des Wildalpjochs. Nachdem wir uns von der Aussicht satt gesehen haben, wandern wir auf dem Kamm dem Wildalpjoch entgegen. Der Weg verläuft zuerst über eine Bergwiese, dann durch Latschen. Bei dem spitzen Felsgipfel der Seewand, an der wir südlich vorbeigehen, müssen wir mehrmals kurz auf- und absteigen. Dann erreichen wir inmitten der Latschen eine Wegekreuzung mit einem Brotzeitbankerl. Links (unbeschildert) geht es hinunter in den Soinkessel mit dem Soinsee und weiter zur Mitteralm, rechts führt der Weg Nr. 662 hinauf, den wir unten bei der sumpfigen Wiese rechts liegen gelassen hatten. Wir gehen aber geradeaus weiter, genau auf das Wildalpjoch zu. Eine Felswand umgehen wir rechts, anschließend klettern wir auf allen Vieren über einen kleinen Fels, dann steigen wir wieder durch Latschen auf. Den Gipfel des Wildalpjoch erreichen wir 20 Minuten nach der Wegekreuzung.

Abstieg:
Östlich des Wildalpjochs verläuft ein Wiesensattel ca. 10 Gehminuten direkt auf die Käserwand zu. Um auf den kreuzgeschmückten Gipfel zu gelangen, müssen wir links kurz einen ca. 1,50 m hohen Fels überklettern, anschließend geht es in zwei Minuten zum Gipfelkreuz – Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung! Wieder zurück, gehen wir nun unter der Südwand der Käserwand vorbei. Manchmal ist die Wand von Kletterern bevölkert. Der Weg wird jetzt steinig und führt stetig begab. Auf knapp 1500 m Höhe biegt der Weg scharf links ab – Vorsicht, ein schwacher Pfad würde hier geradeaus weiter führen, endet aber bald. Nun müssen wir durch den steilen Osthang absteigen, Vorsicht, bei Nässe herrscht hier Rutschgefahr. Am unteren Ende des Hanges angekommen, folgen wir dem Weg, bis er sich auf ca. 160 m wieder nach Norden wendet. Kurz darauf stoßen wir auf zwei Wegegabelungen: Bei der ersten halten wir uns rechts und bei der zweiten links. Kurz darauf befinden wir uns im obersten Teil des Arzmoos. Wir betreten die breite Forststraße, gehen rechts und wandern an diversen Hütten vorbei, meist entlang des munter plätschernden Arzmoosbaches. Die Straße führt uns in ca. 45 Minuten bis genau zu unserem Ausgangspunkt.
 
Variante:
Bei dieser Tour gibt es keine Hüttenberührung Die Mitteralm kann bei der Scharte vor dem Wildalpjoch mit einem halbstündigen Umweg erreicht werden, von dort aus gelangt man mit einer weiteren Dreiviertelstunde Mehraufwand zum Arzmoos.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

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Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Wendelstein "Gacher Blick"
(©www.foto-webcam.eu)

Arabella Alpenhotel / Spitzingsee
(©Foto-Webcam.org)

Pendlinghaus
(©Foto-Webcam.eu)

Flora und Fauna:

Am Südhang des Wildalpjochs blüht im Herbst die Herbstzeitlose, weiter oben im Lacherkar findet man den Türkenbund und die Mücken-Händelwurz, außerdem mehrere Knabenkrautarten und die Einblattorchis. Auf dem Gipfel des Wildalpjochs blüht das Edelweiß.
Mit etwas Glück begegnen wir im Lacherkar recht zutraulichen Murmeltieren.

Literatur:

Wanderführer

Hüttenwandern in den Münchner Hausbergen
von Rolle, Reinhard
Infos: Wanderführer

Hüttenwandern in den Münchner Hausbergen

Wanderführer mit botanischen Beschreibungen

Blumenwanderungen in den Münchner Hausbergen
von Wiesmeier, Martin
Infos: Wanderführer mit botanischen Beschreibungen

Blumenwanderungen in den Münchner Hausbergen

Wanderführer

Barfußwandern Münchner Berge und Alpenvorland
28 Touren und Barfußerlebnisse für Groß und Klein mit Barfußparks
von Eduard Soeffker und Sigrid Soeffker
Infos: Wanderführer

Barfußwandern Münchner Berge und Alpenvorland

Karte

Alpenvereinskarte BY16
Bayerische Alpen Mangfallgebirge Ost: Wendelstein, Traithen
von Alpenverein
Infos: Karte

Alpenvereinskarte BY16

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Auf der Kammwanderung, das Wildalpjoch in Sichtweite.Gipfelblick vom Wildalpjoch auf den Soinsee und rechts im Hintergrund die Hochsalwand.Im Arzmoos

Panorama:

  zur Panorama Ansicht ins Bild klicken

Autor:

 Autor: Reinhard Rolle