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Sonntagshorn

»Skitour auf den höchsten der Chiemgauer«


Einsam wird man auf dieser Tour wohl nicht sein. Denn aufgrund der hohen Schneesicherheit und der geringen Schwierigkeit ist das Sonntagshorn eines der beliebtesten Skitourenziele der Region. An manch schönen Tagen soll es sogar schwierig sein, aufgrund der vielen Gipfelstürmer einen Gipfelplatz zu erhaschen ... Für diesen Fall besteht aber immer noch die Möglichkeit, rechtzeitig die Spur zu wechseln und das weniger besuchte Peitingköpfl zu ersteigen.

Vom Parkplatz aus präsentiert sich das Sonntagshorn (hier ganz rechts im Bild) als weit, hoch und flach.

Das Gipfelkreuz des Sonntagshorns, im Hintergrund die Reifelberge.


Kurzinfo:

Region:Chiemgauer Alpen
Tourenart:Skitour (leicht)  
Naturverträgliche Skitour Hinweise zum umweltfreundlichen Skibergsteigen
Erreichte Gipfel:Sonntagshorn 1961 m (auch: Sonnendach-Horn, Sonndachhorn, Sonndachs-Horn).
Angeblich entstand der neue Name Sonntagshorn durch das Versehen eines Münchner Vermessers.
Dauer:Aufstieg ca. 2,5 - 3 Stunden
Lawinengefahr:Die Lawinengefahr ist gering. Über der Hochalm kann es in extremen Situationen zu Schneebrettabgängen kommen. Hangrichtung: Süd-Südwest-Nordwest.
Lawinengefahr  Aktuelle Lawinenlage: hier klicken
Beste Jahreszeit:Wintereinbruch bis April. Gipfelbereich (Latschenfeld) und der Südhang darunter (Felsbereich) sollten jedoch vollständig zugeschneit sein.
Touristinfo:Unken

Anforderung:

Höhenunterschied:Parkplatz ca. 960 m, Sonntagshorn 1961 m
gesamt ca. 1000 m
Steigung:Die Steigung ist meist gering. Bis zur Hochalm bis auf eine kleine Stelle flach, danach im Waldbereich unterhalb des Gipfels teils etwas steiler.
Schwierigkeit:mittel
leicht, meist flach und ohne besondere Schwierigkeiten. Für Anfänger geeignet.
In der Regel ist immer gespurt, sodass man auch hinsichtlich der Orientierung kaum in Bedrängnis kommt. Gute Sicht sollte allerdings vorhanden sein.

Einkehrmöglichkeit:

Hochalm:
geöffnet ganzjährig ohne Ruhetag, außer November bis Weihnachten, im Winter zeitweise nur am Wochenende bzw. an schönen Tagen.
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Parkplatz P2 im Heutal beim Heutalbauer, 968m


GPS-Wegpunkt:

N47 39.771 E12 39.875  [@google-maps]

Mit dem Pkw:

Autobahn München - Salzburg Ausfahrt Siegsdorf. Über Inzell weiter Richtung Lofer. Nach der Staatsgrenze rechts in Richtung Unken fahren. Im Ort rechts ins Heutal einbiegen und bis zum Parkplatz P2 (Sonntagshorn/Hochalm) weiterfahren.


Ab Rosenheim: 85 Km / 1:10 Std
Ab München: 145 Km / 1:35 Std
Ab Bad Tölz: 130 Km / 1:40 Std
Ab Salzburg: 40 Km / 0:45 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Parkplatz P2 im Heutal beim Heutalbauer, 968m


Aufstieg. Zuerst links der oder auf der Forststraße über den Heutalbauer und Bauregger-Kaser entlang in Richtung Nordwest. Bald wird das Gelände entlang des Lanersbaches waldiger und hügeliger, bleibt aber recht flach. Nach einer kleinen steileren Stelle erreicht man nach einer guten Stunde das Gebiet der Hochalm. Hier der erste Blick auf das Sonntagshorn und das Peitingköpfl. Vorbei an dem Kriegerdenkmal in das sog. Kanonenröhrl, dies ist ein steilere Mulde, die man geschickt über Serpentinen durchquert. An seinem Ende wiederum steiler durch Waldgebiet und auf die Roßkarscharte (Roßkarsattel) mit Blick auf den östlichen Gipfelbereiche des Sonntagshorns (Nebengipfel: Hochgern). An dieser Stelle wechselt die Richtung um 90 Grad nach links und von hier aus in weiteren Serpentinen und Schleifen auf dem Südhang bis zum Gipfelkreuz.

Vom Gipfel aus eine schöne Rundumsicht (Loferer Steinberge, Reiter Alpe, Watzmann, Hochkalter, Chiemgauer Alpen). Das Gipfelkreuz steht übrigens genau an der Grenze zwischen Bayern und Salzburg.

Abfahrt:
Über den Südhang hinunter zur Hochalm wie Aufstieg. Ab der Hochalm die Rodelbahn benutzen und nach einem längeren flachen Teilstück, auf einer größeren Lichtung bei einem Hinweisschild die Rodelbahn rechts verlassen und über eine leichte Skiabfahrt bis zum Parkplatz.

Abfahrtsvariante:
Unterhalb des Roßkarsattels zweigt links die Spur Richtung Peitingköpfl ab. In einer Linkskurve um dessen Gipfel herum. Abfahrt vom Gipfel nordwestlich auf die Hochalmstraße (die Hochalm wird nicht berührt). Weiter über die Rodelbahn wie oben.

Variante bei kritischer Lawinenlage:
Der oben beschriebene Anstieg ist sicher der schönste, aber bei kritischer Lawinenlage nicht ganz sicher. Einheimische scheuen bei höherer Lawinenwarnstufe den Aufstieg zu den Hochalmen, weil die Passage unter den Reifelbergen lawinengefährdet ist. So sind allein im Winter 2005 mehrere Lawinen aus den Reifelbergen / Hirscheck quer durchgerauscht.
Stattdessen gibt es folgende, sehr sichere Variante, die normalerweise auch gespurt ist:
Man folgt vom Heutalbauerparkplatz nicht der Fahrstraße zur Bad Reichenhaller Skihütte, sondern wendet sich gleich hinter dem Haus des Heutalbauers nach rechts (dort kommt die Abfahrtsvariante runter). Dann folgt man im wesentlichen der Abfahrtsvariante. Man trifft nach einiger Zeit auf die Rodelbahn, der man bis zur Gschwendter Alm folgt. Auf der Höhe der Gschwendter Alm verläßt man die Rodelbahn und steigt in leicht rechter Richtung den Hang auf, durchquert eine Waldschneise und geht den Hang unter dem Peitingköpfl entlang, bis man zum Ennsmannkaser gelangt. Hier steuert man in großem Linksbogen auf das Grat und von dort auf das Sonntagshorn zu.


Literatur:

Skiführer:Snowcard
von Engler, Martin
Skiführer:Rother Skiführer Berchtesgadener, Chiemgauer Alpen, Kaiser und Steinberge
von Brandl, Sepp
Bildband:Chiemgauer Alpen
Wasser - Moore - Wälder - Felsen
von Zebhauser, Helmuth

GPS-Daten:

Um die Kartenansicht (Karte, Satellit, Gelände, etc.) zu wechseln, bitte auf der Karte oben links den entsprechende Menüpunkt auswählen. Bitte verwendet nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden.

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