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Steinfalk und Mahnkopf

Ins Herz der Falkengruppe

  

Der Steinfalk, auch Steinspitze oder Südlicher Falk, ist der am leichtesten zu erreichende Gipfel der Falkengruppe, wenn man von dem beliebten Mahnkopf einmal absieht, dem Hausberg der Falkenhütte. Trotzdem ist seine Besteigung anspruchsvoll und bleibt den erfahrenen Bergsteigern vorbehalten. Von seinem Gipfel aus kann man fast die ganze Karwendel-Hauptkette von der Lamsenspitze bis zur Birkkarspitze einsehen. Außerdem gewährt er überraschende Blicke auf die beiden höchsten Gipfel der Falken-Gruppe, den Risser Falk und den Laliderer Falk. Aufgrund der Länge der Tour ist eine Übernachtung in der Falkenhütte sinnvoll. Wer über ein Mountainbike verfügt, kann sich Auf- und Abstieg zur Falkenhütte ab dem Rißtal um mehrere Stunden verkürzen.


Der Gipfel des Steinfalk

Der Gipfel des Steinfalk

Die geschichtsträchtige Falkenhütte

Die geschichtsträchtige Falkenhütte


Kurzinfo:

Region:
Karwendel
Tourenart:
Bergtour (schwer)
Erreichte Gipfel:
Steinfalk 2347 m
Mahnkopf 2094 m
Ladizköpfl 1921 m
Dauer:
Rißtal - Falkenhütte 3,5 Std.
Falkenhütte - Steinfalk 2,25 Std.
Steinfalk - Falkenhütte 1,75 Std.
Falkenhütte - Rißtal 3 Std.
insgesamt ca. 10,5 Std. (aus der Eng: ca. 9,5 Std.)
Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Anfang Oktober
Einkehrmöglichkeiten:
  • Falkenhütte  Mitte Juni bis Mitte Oktober. Ab 22.9.2017 wegen Sanierung geschlossen, diese dauert voraussichtlich bis 2019
Touristinfo:
Lenggries

Anforderung:

Höhenunterschied:
insgesamt ca. 1735 hm
davon Falkenhütte - Steinfalk 550 hm
(kleinere Zwischenanstiege im Johannestal, beim Gipfelaufstieg und beim Hohljoch)
Streckenlänge:
36,4 km
Schwierigkeit:
schwer
Der Weg zur Falkenhütte ist einfach, je nach Ausgangspunkt steigen wir nur auf Forststraße oder einfachen Bergwegen auf.
Wer die Besteigung des Steinfalk als Tagestour unternimmt, muss über eine Kondition für knapp 10 Stunden bei ca. 1400 Höhenmeter verfügen. Eine Übernachtung in der Falkenhütte wird deshalb angeraten.
Der Weg zum Steinfalk ist zum Gipfel anspruchsvoll. Er ist ungesichert, ausgesetzt und verlangt Trittsicherheit (leichte Klettereien am Gipfel in Schwierigkeit I b is II) sowie Schwindelfreiheit. Meist gute Wegmarkierungen in schwarz-weiß-rot.
Kinder:
für Kinder aufgrund der Länge nicht geeignet (ggf. Übernachtung in der Falkenhütte)
Hunde:
für Hunde nicht geeignet

Start:


Parkplatz P4 im Rißtal 886 m

GPS-Wegpunkt:
N47 27.765 E11 30.178 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der bayerischen Oberlandbahn von München nach Lenggries. Von dort fährt im Sommer ein Bergsteigerbus mehrmals täglich in die "Eng". Ausstieg an der Haltestelle "Johannesbrücke"

Mit dem Pkw:
Von Rosenheim oder München nach Bad Tölz und ab dort über Lenggries, Sylvensteinspeicher und Hinterriß in Richtung Eng. Der Parkplatz P4 befindet sich knapp 3 km nach Hinterriß auf der rechten Straßenseite.

  • Ab Rosenheim: 100 Km / 1:30 Std
  • Ab München: 95 Km / 1:25 Std
  • Ab Bad Tölz: 45 Km / 0:45 Std
  • Ab Salzburg: 170 Km / 2:10 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Parkplatz P4 im Rißtal

Der Aufstieg zur Falkenhütte kann auf mehreren Wegen erfolgen:
a) vom Rißtal (Parkplatz P4) durch das Johannestal, siehe unten
b) vom Rißtal (Parkplatz P4) durch das Laliderertal, entspricht der unten beschriebenen Abstiegsvariante
c) von der Eng im Ahornboden
d) vom Karwendelhaus
 
Aufstieg durch das Johannestal:
Beim Parkplatz P4 überqueren wir den Rißbach und steigen oberhalb einer Schlucht ins Johannestal. Aufgrund der guten Beschilderung ist der Weg zur Falkenhütte nun nicht mehr zu verfehlen: Teils auf ausgebauter Forststraße, dann wieder als Abkürzer über Bergwege, links vorbei an der Abzweigung zum Kleinen Ahornboden gelangen wir schließlich zur Ladizalm. "Ladiz" ist rätoromaisch und heißt "Schober, Heuschober". Hier können wir vorübergehend ausschnaufen, es geht kurzzeitig ohne Steigung weiter, anschließend folgt - ebenfalls über Forststraße - der Aufstieg zum Spielissjoch. Hier biegen wir bei einem Wegweiser zur Hütte links ab und erreichen kurz darauf die Falkenhütte.
 
Aufstieg zum Steinfalk: Von der Falkenhütte wandern wir auf dem langen Weg, welcher Ladizköpfl und Mahnkopf westlich unterhalb quert. Ein Steig führt über beide Gipfel, wir können diese aber auch über den Rückweg mitnehmen. Wir erreichen den Falkenstand (1965 m) und kommen nach mehrfachem Auf und Ab, teils über Wiesen, an einer zerklüfteten Klamm vorbei zum Gipfelgrat, den wir teilweise westlich umgehen. Dazwischen müssen einige felsige und ausgesetzte Passagen bewältigt werden. Über die östliche Seite des felsigen Grats gelangen wir mit etwas Kletterei bis zum höchsten Punkt. Der Gipfel des Steinfalk ist klein, luftig und ausgesetzt. Für den Abstieg zur Falkenhütte benutzen wir den gleichen Weg wie für den Aufstieg, wer noch Luft hat, kann beim Rückweg noch den kreuzgeschmückten Gipfel des Mahnkopf mitnehmen.
 
Abstieg durch das Laliderertal:
Von der Falkenhütte aus gehen wir einige Minuten auf der Forststraße bergab zum Spielissjoch. Dort gehen wir durch das Gatter und queren den steinigen Übergang über die Laliderer Reissen (Reissen/Reisen = Kare) zum Hohljoch. Hoch über uns dominieren die gewaltigen Laliderer Wände. Beim Hohljoch (kleiner Gegenanstieg) mündet der Steig wieder in eine Fahrstraße. Wir halten uns links ins Laliderer Tal. Der Weg ist zu Beginn etwas holprig, wird aber spätestens bei den Hütten der Lalidereralm wieder angenehmer. Ab jetzt ist der Weg ins Rißtal nicht mehr zu verfehlen: Wir bleiben immer auf dem Hauptweg, wandern zwischen den Hütten der Lalidereralm hindurch und durch das romantische,sonnige Almwiesen-Tal bald am Laliderer Bach entlang, links weit über uns die Falken- und rechts die Gamsjochgruppe. Kurz vor dem Eintritt ins Rißtal zweigt der Fußweg nach Hinterriß ab, den wir liegen lassen und stossen bald auf die Hauptstraße. In diese biegen wir links ein und gelangen nach ca. 4 km leicht abfallend zurück zum Wanderparkplatz Nr. 4.

GPS-Daten:


Die Dateien beinhalten den Aufstieg (bzw. die MTB-Auffahrt) durch das Johannestal, den Aufstieg von der Falkenhütte zum Steinfalk und Abstieg (bzw. MTB-Abfahrt) durch das Laliderer Tal.


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


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Seegrube, Amateurfunk-Umsetzer und Hamnet-Knoten OE7XLR
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Herzogstand / Fahrenbergkopf
(©Foto-Webcam.eu)

Herzogstand / Fahrenbergkopf
(©foto-webcam.eu)

Literatur:

Bergführer

Mondscheintouren Bayerische Alpen
zwischen Füssen und Berchtesgaden
von Simon, Joachim
Infos: Bergführer

Mondscheintouren Bayerische Alpen

Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Karwendel alpin
Alle Routen für Wanderer und Bergsteiger
von Klier, Walter
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Wanderführer

Die schönsten Wanderungen mit Hunden
von Reimer, Michael und Baur, Katrin
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Münchner Berge mit Bahn und Bus
50 Touren zwischen Füssen und Berchtesgaden
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Die schönsten Bergwanderungen in den Alpen
von Höfler, Horst / Witt, Gerlinde
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Galerie:


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Autor:

 Autor: Reinhard Rolle