Ins Herz der Falkengruppe
Der Steinfalk, auch Steinspitze oder Südlicher Falk, ist der am leichtesten zu erreichende Gipfel der Falkengruppe, wenn man von dem beliebten Mahnkopf einmal absieht, dem Hausberg der Falkenhütte. Trotzdem ist seine Besteigung anspruchsvoll und bleibt den erfahrenen Bergsteigern vorbehalten. Von seinem Gipfel aus kann man fast die ganze Karwendel-Hauptkette von der Lamsenspitze bis zur Birkkarspitze einsehen. Außerdem gewährt er überraschende Blicke auf die beiden höchsten Gipfel der Falken-Gruppe, den Risser Falk und den Laliderer Falk. Aufgrund der Länge der Tour ist eine Übernachtung in der Falkenhütte sinnvoll. Wer über ein Mountainbike verfügt, kann sich Auf- und Abstieg zur Falkenhütte ab dem Rißtal um mehrere Stunden verkürzen.
GPS-Wegpunkt:
N47 27.765 E11 30.178 zu Google Maps
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der bayerischen Oberlandbahn von München nach Lenggries. Von dort fährt im Sommer ein Bergsteigerbus mehrmals täglich in die "Eng". Ausstieg an der Haltestelle "Johannesbrücke"
Mit dem Pkw:
Von Rosenheim oder München nach Bad Tölz und ab dort über Lenggries, Sylvensteinspeicher und Hinterriß in Richtung Eng. Der Parkplatz P4 befindet sich knapp 3 km nach Hinterriß auf der rechten Straßenseite.
Tourenplaner / Online-Fahrpläne:
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Der Aufstieg zur Falkenhütte kann auf mehreren Wegen erfolgen:
a) vom Rißtal (Parkplatz P4) durch das Johannestal, siehe unten
b) vom Rißtal (Parkplatz P4) durch das Laliderertal, entspricht der unten beschriebenen Abstiegsvariante
c) von der Eng im Ahornboden
d) vom Karwendelhaus
Aufstieg durch das Johannestal:
Beim Parkplatz P4 überqueren wir den Rißbach und steigen oberhalb einer Schlucht ins Johannestal. Aufgrund der guten Beschilderung ist der Weg zur Falkenhütte nun nicht mehr zu verfehlen: Teils auf ausgebauter Forststraße, dann wieder als Abkürzer über Bergwege, links vorbei an der Abzweigung zum Kleinen Ahornboden gelangen wir schließlich zur Ladizalm. "Ladiz" ist rätoromaisch und heißt "Schober, Heuschober". Hier können wir vorübergehend ausschnaufen, es geht kurzzeitig ohne Steigung weiter, anschließend folgt - ebenfalls über Forststraße - der Aufstieg zum Spielissjoch. Hier biegen wir bei einem Wegweiser zur Hütte links ab und erreichen kurz darauf die Falkenhütte.
Aufstieg zum Steinfalk: Von der Falkenhütte wandern wir auf dem langen Weg, welcher Ladizköpfl und Mahnkopf westlich unterhalb quert. Ein Steig führt über beide Gipfel, wir können diese aber auch über den Rückweg mitnehmen. Wir erreichen den Falkenstand (1965 m) und kommen nach mehrfachem Auf und Ab, teils über Wiesen, an einer zerklüfteten Klamm vorbei zum Gipfelgrat, den wir teilweise westlich umgehen. Dazwischen müssen einige felsige und ausgesetzte Passagen bewältigt werden. Über die östliche Seite des felsigen Grats gelangen wir mit etwas Kletterei bis zum höchsten Punkt. Der Gipfel des Steinfalk ist klein, luftig und ausgesetzt. Für den Abstieg zur Falkenhütte benutzen wir den gleichen Weg wie für den Aufstieg, wer noch Luft hat, kann beim Rückweg noch den kreuzgeschmückten Gipfel des Mahnkopf mitnehmen.
Abstieg durch das Laliderertal:
Von der Falkenhütte aus steigen wir einige Minuten auf der Forststraße bergab zum Spielissjoch. Dort gehen wir durch das Gatter und queren den steinigen Übergang über die Laliderer Reissen (Reissen/Reisen = Kare) zum Hohljoch. Hoch über uns dominieren die gewaltigen Laliderer Wände. Beim Hohljoch (kleiner Gegenanstieg) mündet der Steig wieder in eine Fahrstraße. Wir halten uns links ins Laliderer Tal. Der Weg ist zu Beginn etwas holprig, wird aber spätestens bei den Hütten der ;Lalidereralm wieder angenehmer. Ab jetzt ist der Weg ins Rißtal nicht mehr zu verfehlen: Wir bleiben immer auf dem Hauptweg, wandern zwischen den Hütten der Lalidereralm hindurch und durch das romantische, sonnige Almwiesen-Tal bald am Laliderer Bach entlang, links weit über uns die Falken- und rechts die Gamsjochgruppe. Kurz vor dem Eintritt ins Rißtal zweigt der Fußweg nach Hinterriß ab, den wir liegen lassen und stossen bald auf die Hauptstraße. In diese biegen wir links ein und gelangen nach ca. 4 km leicht abfallend zurück zum Wanderparkplatz Nr. 4.
Die Dateien beinhalten den Aufstieg (bzw. die MTB-Auffahrt) durch das Johannestal, den Aufstieg von der Falkenhütte zum Steinfalk und Abstieg (bzw. MTB-Abfahrt) durch das Laliderer Tal.
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