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Schönalmjoch

Logenplatz über Hinterriß

Zugegeben, zu den absoluten Parade-Skitouren im Karwendel zählt das Schönalmjoch nicht gerade. Doch wer an Juifen oder Schafreuter an einem schönen Wochenendtag schon das Schlangestehen übte, der wird sich gerne einmal in die relative Einsamkeit namenloser Nachbargipfel verziehen wollen. Dabei braucht das Schönalmjoch einen Vergleich mit den eingeführten Skibergen gar nicht zu scheuen: Die Abfahrt über 1000 Höhenmeter entlang der Aufstiegsspur verläuft über den Gipfelkamm und die freie Schneise am Rücken Altkot. Danach benutzt man die Forststraße, um die Schutzwald-Aufforstungsgebiete zu schonen. Das Sahnehäubchen ist die Abfahrtsvariante über den südwestseitigen Gipfelhang. Nach Neuschneefällen gilt es, sich zu sputen, denn allzu bald macht die Sonne dem frischen Pulver den Garaus. Bei Firn bleibt etwas mehr Zeit, um in diesem Traumhang seine Spuren zu hinterlassen.


Bei Pulver und Firn fantastisch – der südwestseitige Gipfelhang am Schönalmjoch. Foto © Markus Stadler

Bei Pulver und Firn fantastisch – der südwestseitige Gipfelhang am Schönalmjoch. Foto © Markus Stadler


Kurzinfo:

Region:
Bayerische Voralpen
Tourenart:
Skitour
Naturverträglichkeit
Naturverträglich entsprechend DAV-Projekt Natürlich auf Tour.
mehr Informationen
Erreichte Gipfel:
Schönalmjoch 1986m
Dauer:
3 Std. 30 Min.
Lawinengefahr:
Selten lawinengefährdet, da weite Teile des Anstieges in bewaldetem Gelände verlaufen. Auch der Gipfelhang weist nach Neuschneefällen schnell wieder gute Verhältnisse auf.
Hangrichtung: Südwest- bis westseitig
zur aktuellen Lawinenlage
Touristinfo:
Hinterriß-Eng

Anforderung:

Höhenunterschied:
1080 hm
Schwierigkeit:
mittel
Im gesamten unteren Teil folgt die Route einem technisch problemlosen Forstweg, jenseits des Kapellengrabens über eine vom Alpenpark Karwendel neu angelegte Skitourentrasse und über den breiten Gipfelrücken zum höchsten Punkt.
Orientierung: Weitgehend problemlos entlang der Forststraße und der ausgeschnittenen Schneise am Rücken Altkot sowie dem Gipfelkamm. Die Abfahrtsvariante empfiehlt sich für Gebietsfremde nur bei guten Sichtbedingungen.

Start:


P2 Wanderparkplatz beim Gasthof zur Post 926 m

GPS-Wegpunkt:
N47 28.447 E11 27.920 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Die BOB fährt bis nach Lenggries, von dort aus kommt man mit dem Bergsteigerbus (RVO Nr. 9569) nach Hinterriß, Haltestelle Gasthof zur Post.

Mit dem Pkw:
Von Rosenheim oder München nach Bad Tölz und ab dort über Lenggries und den Sylvensteinspeicher nach Hinterriß. Wir stellen unser Auto direkt am Ortsbeginn bei dem großen Wanderparkplatz ab.

  • Ab Rosenheim: 95 Km / 1:40 Std
  • Ab München: 100 Km / 1:30 Std
  • Ab Bad Tölz: 45 Km / 0:50 Std
  • Ab Salzburg: 170 Km / 2:10 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Information:
Hinterriß gehört zur Marktgemeinde Vomp im Inntal, ist jedoch räumlich von Tirol abgetrennt und nur über deutsches Gebiet erreichbar. Der Ort bildet also eine sogenannte Exklave.


Tourenbeschreibung:

An der Brücke kurz vor Hinterriß zieht man auf einem breiten Forstweg oberhalb des Jagdschlosses hinein in den lichten Hochwald. In mehreren Serpentinen, zwei ausgeprägte Gräben querend, bleibt man der Forststraße immer treu. Auf etwa 1400 Metern Höhe umrundet die Forststraße einen sehr markanten Bergrücken (auf der Karte mit Altkot bezeichnet). Die früher übliche Route zweigte bereits vor dem Kapellengraben rechts in forstwirtschaftlich sensibles Gebiet ab. Um diesen Bereich nicht weiter zu gefährden, bleibt man auf dem Forstweg und durchquert den tief eingeschnittenen Kapellengraben. Jenseits zweigt die neue Route auf dem Rücken Altkot in eine Schneise ab, die auf Intitiative von OeAV, DAV und Alpenpark Karwendel von den Österreichischen Bundesforsten speziell für Tourengeher angelegt wurde (Schutzwald-Aufforstungsgebiet!), und erreicht über diese den sanften Gipfelrücken des Schön almjoch. Oben angelangt, sitzt man auf einem Logenplatz vor dem großartigen Amphitheater der hohen Karwendelberge, während sich die Skifahrerschar drüben am Schafreuter nur so drängt.
Die Abfahrt folgt dem Anstiegsweg – allerdings keinesfalls ohne einen Abstecher in den genialen südwestlichen Gipfelhang.

Bei der Abfahrt in der unteren Hälfte keinesfalls vom Forstweg abweichen (Schutzwald-Aufforstungsgebiet)

GPS-Daten:

GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein.
Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar).
Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Herzogstand / Fahrenbergkopf
(©Foto-Webcam.eu)

Herzogstand / Fahrenbergkopf
(©foto-webcam.eu)

Innsbruck,Nordkette,Seegrube
(www.foto-webcam.eu)

Literatur:

Skitourenführerführer

Skitourenführer Bayerische Alpen
60 Skitouren
von Stadler, Markus
Infos: Skitourenführerführer

Skitourenführer Bayerische Alpen

Karte

Alpenvereinskarte BY12
Karwendelgebirge Nord, Schafreiter
von Alpenverein
Infos: Karte

Alpenvereinskarte BY12

Galerie:


Gipfelpanorama bei PeakFinder:

zu Peakfinder auf roBerge.de


Autor/en:

 Markus Stadler
 Aus dem Skitourenführer "Bayerische Alpen", erschienen im Bergverlag Rother  


  • Openstreetmap Darstellung von J.Dankoweit