Niederjochkogel


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Tischoferhöhle

»Von Bären und Wölfen«


Die Tischofer Höhle (auch: "Zottenhöhle") ist die wichtigste vorgeschichtliche Fossilien-Fundstätte Nordtirols. Sie ist leer, eine Ausstellung mit Funden ist im Heimatmuseum der Festung Kufstein zu sehen.

Die Höhle wurde 1906 erstmals untersucht. In ihr fand man zahlreiche Überreste und Knochen von Höhlenbären (380 !), Hyänen, Höhlenlöwen, Wölfen, Füchsen, Rentieren, Gämsen, Steinböcken und Murmeltieren. Sie wurde wegen ihrer günstigen Lage (Sonneneinstrahlung, Trinkwasser in der Nähe) von den steinzeitlichen Menschen bevorzugt. Zudem fand man Skelette von jungen und älteren Menschen, Knochenspitzen, die zur Jagd verwandt worden waren und andere Waffen. In Übereinstimmung mit den Fundgegenständen (Kupfer, Bronze, Keramikteile, Reste von Nahrungsmitteln usw.) ergab sich die Annahme einer Wohn- und Arbeitsstätte in der nordalpinen Frühbronzezeit (1800 - 1450 v. C.).

Es wird aber auch berichtet, dass dort die Bauern ihre Waffen versteckten. Im letzten Krieg waren solche Rückzugsorte für Flüchtlinge und Verfolgte lebensrettend.

In der Tischoferhöhle.

Höhlenbär der Tischoferhöhle, ausgestellt im Heimatmuseum Kufstein (auf der Festung Kufstein).


Kurzinfo:

Region:Kaisergebirge
Tourenart:Bergtour (leicht)  
Dauer:Gesamtgehzeit 1 Stunde
Touristinfo:Kufstein

Anforderung:

Höhenunterschied:250 m
Schwierigkeit:mittel
abgesehen von den 236 Stufen am Beginn des Kaisertals und des "Mini-Steigs" kurz vor der Höhle.

Einkehrmöglichkeit:

Veitenhof:
Dienstag Ruhetag
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Berg.kräuter.hof (ehemals Enzian):
Ganzjährig
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Pfandlhof:
Donnerstag Ruhetag. 2016: bis 4.02.2016 geschlossen.
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Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Kufstein-Sparchen (Kaisertal-Parkplatz), 499m


GPS-Wegpunkt:

N47 35.702 E12 11.243  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn bis nach Kufstein fahren. Dann zu Fuß in nordöstlicher Richtung (30 Minuten vom Bahnhof) oder mit dem Postbus zum Parkplatz Sparchen-Kaisertal.

Mit dem Pkw:

Inntal-Autobahn Ausfahrt Oberaudorf, nach der Ausfahrt rechts Richtung Walchsee nach Niederndorf - Ebbs. In der Ortsmitte von Ebbs rechts abbiegen Richtung Kufstein, nach ca. 2 Kilometer (nach Oberndorf aber vor Kufstein) links abbiegen Richtung Kaisertal. Dort befindet sich der gebührenpflichtige Parkplatz "Sparchen" (484 m).
Nicht zum Sessellift fahren, dieser befindet sich 15 Minuten entfernt.


Ab Rosenheim: 40 Km / 0:35 Std
Ab München: 90 Km / 1:00 Std
Ab Bad Tölz: 75 Km / 1:00 Std
Ab Salzburg: 110 Km / 0:55 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Kufstein-Sparchen (Kaisertal-Parkplatz), 499m


Nach den Treppen zu Beginn des Kaisertals erreicht man nach insgesamt ca. 25 Minuten eine größere Fläche mit seitlichen Wiesenhängen. Man sieht vorne das erste Haus des Kaisertals. Direkt am Anfang dieser Fläche, noch im letzten Bereich des Waldes, biegt der Steig nach rechts unten ab, ein Wegweiser lässt das Ziel nicht vefehlen. Das Heruntersteigen zur Höhle dauert ca. 15 Minuten.


Geologie:

Am Ende der Eiszeit war die Schlucht des Sparchenbaches mit Schuttmassen aufgefüllt, so dass der Bach noch die Höhle umspülte. Heute hat sich der Bach in ein 80 Meter tiefer gelegenes Bett gegraben.



Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Wie die Höhle zu ihrem Namen kam

Anfang des 19. Jahrhunderts fielen immer wieder Feinde bei den Tirolern ein, die Bayern und auch die Franzosen. Sie hatte ein Versteck, in welchem sie ihre Waffen verstecken konnten. Dies war die Höhle unterhalb des Zottenhofes. Wenn die Bauern damals nachts die Sparchensteige hinaufsteigen, und diese jemand fragte, wo sie denn hingehen, dann lautete ihre geheimnisvolle Antwort: "Zum Tisch oba". Der Tisch wurde aus dem Grund genannt, weil in der Mitte der Höhe damals ein steinerner Tisch stand. Seitdem ist der Name der Höhe "Tischobahöhle".