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Samerberger Radlrunde

Nußdorf - Dandlberg - Filze - Mühltal

Die Runde kombiniert zwei beliebte kleinere Mountainbike-Strecken: Den Dandlberg (Auffahrt) und das beliebte Mühltal (Abfahrt), beide sind in der Region bestens bekannt. Zwischen Dandlberg und Mühltal durchqueren wir die reizende Samerberger Filze und befahren anschließend einen einfachen Waldtrail ohne viel Höhenunterschied. Lediglich die letzten zwei Minuten vor der Mühltalstraße müssen wir unser Rad kurz schieben. Insgesamt eine schöne und nicht zu lange Tour, die an manchen Stellen überlaufen sein kann, manchmal aber auch recht einsam ist. Eine Hütteneinkehr während der Tour gibt es nicht, allerdings laden in Törwang, Grainbach und Nußdorf Gaststätten und Cafes zum Verweilen ein.


Nach Verlassen des Dandlbergs fahren wir Richtung Grainbach

Nach Verlassen des Dandlbergs fahren wir Richtung Grainbach

Flache Radwege führen durch die Samerberger Filze

Flache Radwege führen durch die Samerberger Filze


Kurzinfo:

Region:
Chiemgauer Alpen
Tourenart:
Mountainbike
Dauer:
Ca. 3 Std.
Touristinfo:
Nußdorf
Samerberg

Anforderung:

Höhenunterschied:
400 hm
Streckenlänge:
ca. 22 km
Schwierigkeit:
(mittel)
Meist breite Asphalt-, Forst- und Waldwege. Kurz vor der Mühltalstraße ist der Weg für einige Meter abgerutscht (Stand 06/2020 - hier kurz schieben - Singletrail-Skala S3)

Start:


Gemeindeparkplatz Am Steinbach 480 m

GPS-Wegpunkt:
N47 44.623 E12 09.369 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Für umweltbewusste Bergwanderer ist Nußdorf insbesondere am Wochenende mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur bedingt erreichbar.
Mit der Bahn kann man über Rosenheim oder Kufstein bis nach Brannenburg fahren. Von hier aus gelangt man mit dem Bus weiter bis nach Nußdorf.
Nur an Werktagen fährt der RVO-Bus 9490 von Rosenheim-Bhf. nach Nußdorf a. Inn.

Mit dem Pkw:
Über die A8 München-Inntaldreieck/Salzburg und die A93 Inntaldreieck-Kufstein/Innsbruck bis zur Ausfahrt Brannenburg fahren und auf der St2359 weiter in östl. Richtung über den angestauten Inn bis nach Nußdorf. Hier zentral in der Ortschaft links nach Neubeuern/Rohrdorf abbiegen und unmittelbar darauf in den Wanderparkplatz „Am Steinbach“.
Alternativ die A8 Salzburg-München bei der Ausfahrt Rohrdorf verlassen und auf der St2359 in südl. Richtung durch Neubeuern (historischer Ortskern) fahren und etwas nach dem Nußdorfer Ortsschild in den Wanderparkplatz „Am Steinbach“.

  • Ab Rosenheim: 15 Km / 0:25 Std
  • Ab München: 80 Km / 0:45 Std
  • Ab Bad Tölz: 60 Km / 0:55 Std
  • Ab Salzburg: 85 Km / 1:28 Std

Mit dem Bike:
Sportliche Rosenheimer/innen können über Happing, dem Inndamm am Neubeurer See vorbei und entlang des Steinbachs an ihren Ausgangspunkt nach Nußdorf an Inn radeln (ca. 1 Std.).

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Information:
Direkt gegenüber des zentralen Parkplatzes beginnt in östlicher Richtung ein im weiteren Verlauf für den öffentlichen Verkehr gesperrtes Sträßchen, das durch das romantische Mühltal führt. Im Mühltal befinden sich Abgrabungen und Höhlen, in denen früher „Gips-Gestein“ gewonnen wurde, das nach dem Brennen in den vom Steinbach betriebenen Gipsmühlen zerrieben wurde. Für Barock- und Rokokobauten war der Nußdorfer Gips bis nach Ungarn ein gefragtes Baumaterial. Etwa in der Mitte des Mühltalwegs liegt der Weiler Mühlthal mit der 550-jährigen Getreidemühle Müller, dessen Wasserrad heute wieder in steter Bewegung ist. Diese ist auch Teil des Geschichtspfads „Der Mühlenweg“, der in 18 Stationen einen Einblick in die Heimat- und Technikgeschichte von Nußdorf gibt und für den im Sommerhalbjahr regelmäßige Führungen angeboten werden (Info s. Verkehrsamt Nußdorf am Inn). Die zum Vermahlen von Getreide und Gestein benötigten Mühlsteine kamen aus den heute historischen Steinbrüchen bei Neubeuern (Hinterhör) und Brannenburg (Biber).
Link zu Mühlenweg / Führungen

Mariä Heimsuchung und Einsiedelei Kirchwald
Als bedeutendstes kirchliches Bauwerk im Gemeindebereich von Nußdorf darf die barocke Wallfahrtskirche im Ensemble mit der heute noch bewohnten Einsiedelei Kirchwald bezeichnet werden. Im Jahr 1644 schuf sich ein mit einem Gnadenbild aus Rom zurückkehrender Pilger eine Klause in einer Felsenhöhle unterhalb der heutigen Kirche. Eine neben der "Quarantan" austretende Wasserquelle hatte heilende Wirkung und schon bald entwickelte sich eine häufig besuchte Wallfahrtsstätte. Die weitere Entwicklung ist einem Nußdorfer Wirtssohn zu verdanken: Pater Casimir Weiß ließ 1720 die Kirche und die Klause erbauen. Den einheitlich gestalteten Spätbarockbau errichtete Wolfgang Dientzenhofer, die heutige Innenausstattung entstand 1756 mit drei Altären und einer Kanzel im Rokokostil. In der Mitte des Hochaltars ist das Gnadenbild - eine byzantinische Ikone - in einen prachtvollen Strahlenkranz eingearbeitet.
Bedeutung hatte die Einsiedelei in früheren Jahrhunderten als Schule für Nußdorf. Die Kinder mussten über viele Jahre den steilen Weg in die Klause zum Unterricht antreten.
Link zur Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung.


Tourenbeschreibung:

Start: Gemeindeparkplatz Am Steinbach

Da wir zuerst auf dem Inndamm fahren, halten wir uns vom Parkplatz westlich, also flussabwärts an der linken oder rechten Seite des Steinbaches. Kurz nach den letzten Häusern erreichen wir die Innaustraße bei Tiefenbach, biegen rechts ein und durchfahren den Ortsteil. Bald befinden wir uns auf dem Damm, den wir erst nach 1,7 km beim Neubeurer See wieder verlassen. Wir biegen links in die Autostraße ein und fahren einige hundert Meter, um dann rechts über Niederau und Mitterau auf die Straße nach Soilach und Holzham zu gelangen. In der großen Kreuzung in Holzham beginnt nach Osten die Dandlbergstraße. Auf dieser fahren wir bergauf, kurzzeitig noch eben und bald darauf in den Wald hinein. Hier ist manchmal eine Schranke geschlossen, die Sperre gilt aber nur für Autos. Nun beginnt die einfache Auffahrt: Achtung: ca. 20 Minuten nach der Auffahrt im Wald zweigt eine breite, steile Straße nach rechts mit dem großen Schild "Dandlbergalm" ab (siehe Foto). Diese Straße geht später in einen nicht befahrbaren Fußweg über, an dieser Gabelung also geradeaus weiter fahren! Bald erreichen wir den Weiler Wiesholzen, wo eine Bank zur kurzen Pause mit Aussicht auf das Voralpenland einlädt. Kurz darauf stoßen wir auf eine Autostraße, in die wir rechts einbiegen. Nach 60 Metern verlassen wir schon wieder die Straße und fahren auf dem Feldweg bis nach Obereck mit der Aussichtskapelle. Nach einer kurzen Fotopause geht es weiter hinunter Richtung Törwang, wobei wir 300 Metern bei einer Parkbank rechts über einen schmalen Wiesenweg die Strecke zum Ort abkürzen können. In Törwang fahren wir entweder rechts über den Dorfplatz oder links über Samerstraße/Osterkamerweg auf die Hauptstraße, in die wir rechts einbiegen. Wenige Meter nach dem Wanderparkplatz verlassen wir bereits wieder die Hauptstraße und fahren links zur Samerberger Filze. Einige Schautafeln am Wegesrand informieren uns über Flora und Fauna des Naturlehrpfads mit seinen Streuwiesen und Feuchtgebieten. Bei den nächsten Wegegabelungen halten wir uns jeweils rechts und gelangen schließlich über eine breitere Straße nach Esbaum. Bei der Kreuzung in der Ortsmitte biegen wir links ab und bleiben die nächsten 600 Meter auf der Asphaltstraße. Bei dem unscheinbaren Hinweisschild “Friesing, Badwirt, Roßholzen” biegen wir rechts ab. Kurz vor dem Ende des schönen Waldtrails müssen wir bei der Gabelung rechts abbiegen, bei der darauf folgenden Gabelung auf freiem Feld links. Nun folgt ein weiterer, einfacher Waldtrail bergab ins Mühltal. Erst 50 Meter vor der Mühltalstraße wird der Weg immer schmaler, Stand 06/2020 ist hier der Weg abgerutscht, sodass wir vorsichtig das Rad an einer Schräge schieben müssen. Doch dann biegen wir schon rechts in die Mühltalstraße ein. Diese führt uns nun in einem rasanten Downhill direkt zurück nach Nußdorf und zum Ausgangspunkt.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de. Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Bergstation Hochries-Seilbahn
(www.foto-webcam.eu)

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Zur Geologie von Samerberg und Mühltal:

Genau genommen ist der Samerberg, kein Berg, sondern ein vier Kilometer langes, hügeliges Hochtal am Fuß der Hochries. Begrenzt wird er im Nordwesten vom Dandlberg und im Süden von den Gipfeln Hochries, Riesenberg, Karkopf und Feichteck. Die Region war in den letzten Eiszeiten, zuletzt in der Würm-Kaltzeit rund 300 Meter hoch von einem Seitenarm des Inngletschers bedeckt gewesen. Vor ca. 12000 Jahren hinterließ der Gletscher in dem Hochtal Schmelzwasser, das er Tausende von Jahren bedeckte. Es wurde der Samerberger See (auch: Törwanger See) daraus, da der Inngletscher den Wasserabfluss ins Tal verhinderte.
Aus diesem See in der Mitte des Samerberger Beckens wurde später ein Sumpfgebiet, die heutige Samerberger Filze ist ein Überbleibsel daraus. Dies ist übrigens der Grund, warum sich die meisten Ortschaften auf Moränenhügeln befinden. Nach alten Überlieferungen könnte der See unterspült worden und über den Steinbach (auch: Achen) durch das heutige, tief eingeschnittene Mühltal in Richtung Nußdorf am Inn ausgelaufen sein.

Wissenswertes zu diesem Thema zeigt ein Naturlehrpfad, der die komplette Samerberger Filze durchstreift.
In dem Buch Beschreibung auf roBerge.de (1982) von Max Pröbstl findet man weiterführende Informationen. => Amazon

Flora und Fauna:

Lungenenzian, Fieberklee, Sumpf-Stendelwurz, Teufelsbiss, Sumpf-Dotterblume, Schachbrettblume, Schlangen-Wiesenknöterich, Knabenkraut, Acker-Hornkraut, Skabiosen-Flockenblume, Wiesen-Glockenblume, Wiesen-Pippau, Gewöhnlicher Hornklee, Wiesenbocksbart, Sumpf-Herzblatt, Fieberklee.
An Schmetterlingen treffen wir in der Samerberger Filze u. a. den Goldenen Scheckenfalter, den Hochmoor-Perlmutterfalter, den Kleiner Eisvogel am.

Literatur:

Karte

Rund um Heuberg - Dandlberg - Samerberg und Kranzhorn
von Stuffer, Dr. Georg
Infos: Karte

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Samerberg
Paradies im Chiemsee Alpenland
von Georg Huber und Rainer Nitzsche
Infos:

Samerberg

Wanderführer

Outdoor Regional
25 Tageswanderungen im Rosenheimer Land
von Andreas Friedrich
Infos: Wanderführer

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Mountainbike-Führer

Moser Bike Guide Band 4 - Chiemgauer Alpen, Berchtesgaden
von Moser, Elmar
Infos: Mountainbike-Führer

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Sachbuch

Der Samerberg im Eiszeitalter
Hunderttausend Jahre auf einen Blick
von Pröbstl, Max
Infos: Sachbuch

Der Samerberg im Eiszeitalter

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Hier in der Filze biegen wir rechts ab in den FilzenrundwegAuch hier geht es rechts weiter in Richtung EsbaumDer Waldtrail wird kurz vor der Mühltalstraße schmalerHier heißt es Absteigen und Schieben

Fotoshow:

  • Alte Mühle im Mühltal
  • Zwischen Heuberg und Sattelberg verläßt die Ache den Samerberg über das malerische Mühltal.
    Hier fährt man an dieser stillgelegten Sägmühle aus alten Zeiten vorbei.
  • Aus dem Album Chiemgauer

Autor:

 Autor: Reinhard Rolle   Autorenportrait


  • Openstreetmap Darstellung von J.Dankoweit