Hochalm

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Jubiläumsteig

Für Klettersteig-Einsteiger

Für jemanden, der noch nie einen Klettersteig begangen hat und dies einmal probieren möchte, für den ist der Jubliläumssteig im Wilden Kaiser der richtige Einstieg. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit vorausgesetzt, kann man hier seinen ersten "Via Ferrata" testen.

Wer sich Zeit nehmen will, übernachtet auf der Gruttenhütte und betritt den Steig am nächsten Tag, der Einstieg ist nur fünf Minuten von der Gruttenhütte entfernt. Aber Vorsicht: Nicht nur wegen der alpinen Gefahren, sondern auch wegen der vielen anderen Bergsteigern, die einem hier entgegenkommen bzw. sogar überholen. Gerade die Einfachkeit des Steiges hat zur Folge, dass hier immer großer Andrang herrscht.


Der Wilde Kaiser von Süden. In der Mitte unten der Verlauf des Jubliäumssteiges.

Der Wilde Kaiser von Süden. In der Mitte unten der Verlauf des Jubliäumssteiges.


Kurzinfo:

Region:
Kaisergebirge
Tourenart:
Klettersteig (leicht)
Andere Bergsportarten:
Im Spätwinter ist der Aufstieg zum Ellmauer Tor eine beliebte Skitour.
Dauer:
ca. 4 - 6 Stunden
Touristinfo:
Going am Wilden Kaiser

Anforderung:

Höhenunterschied:
910 m
Schwierigkeit:
leicht
mittlere bis schwere Anforderungen, Geröll und Gestein, steinige Wege, Trittsicherheit erforderlich (teilweise mit Drahtseil gesicherter Klettersteig im Schwierigkeitsgrad A/B)

Einkehrmöglichkeit:

Wochenbrunner Alm:
geöffnet ca. Mitte Mai bis Ende November   Hütten Info, hier klicken
Gruttenhütte:
Pfingsten bis Mitte Oktober (Kirchweih)   Hütten Info, hier klicken
Gaudeamushütte:
geöffnet Mitte/Ende Mai bis Mitte Oktober   Hütten Info, hier klicken

Start:


Wochenbrunner Alm 1087 m

GPS-Wegpunkt:
N47 32.462 E12 19.212 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Öffentliche Verkehrsmittel verkehren nur bis nach Ellmau. Von dort führt eine Mautstraße zur Wochenbrunner Alm.
Bahnhof St.Johann i.T. - Buslinie 4024 nach Going; Bahnhof Kufstein - Buslinie 4024 nach Ellmau. Von dort geht es zur Wochenbrunner Alm weiter mit Taxi oder zu Fuß. Im Sommer bringt uns das Wandershuttle kostenlos um 09:00 Uhr von Ellmau auf die Wochenbrunner Alm und um 17:30 Uhr wieder zurück ins Dorf.

Mit dem Pkw:
Vom Inntal: Inntalautobahn Ausfahrt Kufstein Süd - B178 Söll - Abfahrt Going.
Von Salzburg auf der B178 über Lofer - St.Johann - Ellmau.

Innerhalb Going die Beschilderung "Wochenbrunn / Wochenbrunner Alm" beachten: nach wenigen Kilometern Auffahrt zur Mautstelle Wochenbrunn, weiter auf der Mautstraße ca. 1 Kilometer bis zum Parkplatz Wochenbrunner Alm (1085 m).

  • Ab Rosenheim: 60 Km / 1:00 Std
  • Ab München: 120 Km / 1:20 Std
  • Ab Bad Tölz: 100 Km / 1:20 Std
  • Ab Salzburg: 80 Km / 1:25 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Wochenbrunner Alm

Wochenbrunneralm - Gruttenhütte
Wegweiser am Parkplatz: Gruttenhütte - Nr. 14. Meist schattiger Laubwald, deshalb auch im Sommer gut begehbar. Nicht zu steil, leicht, am Schluß etwas Trittsicherheit erforderlich, ca. 1 - 2 Stunden.

Gruttenhütte - Ellmauer Tor (über Jubiläumsteig)
1 -2 Stunden, mittel bis schwer. Bei starkem Regen und Gewitter besteht Steinschlaggefahr! Startpunkt: Von der Hütte nach Osten. Dann Gräben queren, nach ca. 30 Minuten ins Kübelkar, unterhalb des über Geröll und Schrofen zur Einmündung des Ellmauer Tors.

Ellmauer Tor - Gaudeamushütte
1 Stunde, mittelschwer. "Abrutschen" durch das Geröllfeld "Kübelkar". Danach ca. 15 Minuten leichter Weg durch Gebüsch.

Gaudeamushütte -Wochenbrunner Alm
Leichte Forststraße. Dauer ca. 30 Minuten.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de. Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Pendlinghaus
(©Foto-Webcam.eu)

Sachrang
(Terra-HD)

Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Sehenswertes:

Auf dem Jubiläumssteig: Einblick in das "Wilde Gschloss", abenteuerlich zerfressene Felsbildungen. Auf dem Ellmauer Tor beeindruckt mit seinen Aussichten nach Süden (Ellmau, Alpenhauptkamm), Westen (Karlspitze), Norden (Griesener Kar, Zahmer Kaiser, Tiroler Ache, Chiemgau) und Osten (Vordere Goinger Halt).

Flora und Fauna:

fast zahme Gämsen, außerdem Murmeltiere und Wolpertinger

Literatur:

Führer

Wandern zu Sagen und Mythen im Wilden Kaiser
von Jenewein, Herbert
Infos: Führer

Wandern zu Sagen und Mythen im Wilden Kaiser

Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Kaisergebirge extrem
von Schubert, Pit
Infos: Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Kaisergebirge extrem

Bildband

Wilder Kaiser - Klettergeschichte, Geschichten vom Klettern
von Höfler, Horst und Schubert, Pit
Infos: Bildband

Wilder Kaiser - Klettergeschichte, Geschichten vom Klettern

Karte

Mayr Wanderkarte Nr. 51 "Wilder Kaiser - Going, Ellmau, Scheffau, Söll"
Infos: Karte

Mayr Wanderkarte Nr. 51 "Wilder Kaiser - Going, Ellmau, Scheffau, Söll"

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Die Gruttenhütte wird ab der Wochenbrunner Alm in einer guten Stunde erreicht. Direkt hinter ihr beginnt der Klettersteig.Auch Eisenleiter dürfen auf einem echten Klettersteig nicht fehlen.Blick aus dem Wilden Gschloss hinunter zur Gaudeamushütte.Foto-Pause im Wilden Gschloss.Vom Ellmauer Tor kann man Norden in das Kaiserbachtal und auf den Zahmen Kaiser blicken.Das riesige Kübelkar ist wie geschaffen zum Abrutschen.Das Ende des Jubiläumssteiges ist erreicht.Blick auf das Ellmauer Tor.

Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Auf dem Ellmauer Tor soll heute noch der Marcherbauer hausen und sein Unwesen treiben. Ein frommer Pater hatte seine arme Seele, die noch nach seinem Tod mißtraurisch in seinem Hof herumgeisterte, dorthin verbannt.
Es war ein geiziger, kaltherziger Mann, der einen Hof bei der Wochenbrunner Alm übernommen hatte und habgierig gegenüber jedermann war. Seinen riesigen Goldschatz hatte er noch vor seinemTod hier irgendwo verborgen, er wurde nie gefunden.


Das wilde Schloß im Kaisergebirge

Von Ellmau aus führt ein schlechter Fahrweg, später Fußweg, über die Wochenbrunner Alpe zur Gaudeamushütte. Etwas weiter, zirka 5 Minuten gegen Süden am Wege zum Ellmauer Tor sieht man ein ungeheures Felsenmassiv mit Türmen, Spitzen, Höhlen und Balkonen. Das ganze Gebilde sieht schloßartig aus und wird allgemein das "wilde Schloß" genannt.

Der Sage nach war dort eine Prinzessin verbannt. Jäger, die dort Gemsen nachjagten, hörten oft winseln, und wenn sie dann nicht sofort von der Jagd abließen, passierte ihnen ein Unglück. Ein Wilderer, der einstens im wilden Schloß den Gemsen nachging, hörte laut winseln und sah gleichzeitig auf einer Kuppe eine Gemse mit weißem Kopf. Keine Gefahr fürchtend, schoß er sofort auf dieses seltsame Tier. Der Schuß brachte diese Gemse zum Falle und an dessen Stelle stand eine weißgekleidete Dame. Gleichzeitig begann es im Schlosse fürchterlich zu krachen, so daß sich der Schütze vor Schreck nicht von der Stelle bewegen konnte. Ein großes Tor öffnete sich. Die weiße Frau schwebte zum Jäger herunter und führte ihn in die prachtvollen Räume des Schlosses und zeigte ihm eine mit schwerem Golde gefüllte Truhe. Zum Danke für die Erlösung konnte der Schütze vom Golde nehmen, was er tragen konnte.

Die Dame geleitete ihn dann bis zum Ausgange, wo sie verschwand und das Tor sich knarrend schloß. Bergsteiger besuchen heute noch das sehr leicht zugängliche "Wilde Schloß".

Ludwig Wex, Oberlehrer in Ellmau
Quelle: Tiroler Heimatblätter 1. Jahrgang 1923, 1. Heft, Seite 10.