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Berliner Höhenweg

»Anspruchsvoller Trekkingklassiker in "preußisch Tirol"«


Was hat der Name Berlin im hintersten Zillertal zu suchen? Lange ist es her, da wurde von der gerade frisch gegründeten Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins ein Platz für einen Hüttenbau gesucht. Nachdem sich sämtliche Pläne im Montafon zerschlagen hatten, wurde man auf der Schwarzensteinalpe im hintersten Zillertal fündig. Ein Buchhändler, Enno Schuhmann, kaufte 1877 das Grundstück, 1879 wurde der erste, damals noch sehr einfache Bau der Berliner Hütte eröffnet. Im Zuge des sich rasch entwickelnden Tourismus, aber auch, um dem Geltungsbewusstsein der Sektion Berlin als alpiner Repräsentant eines Weltreiches zu genügen, erlebte der Bau in den Folgejahren eine Reihe von Umbauten. Diese gipfelten 1911 in der Einweihung einer komplett neuen Hütte, die unter anderem 63 Zimmer mit 100 Betten, drei Speisesäle, eine Postkanzlei, eine Schuhmacherwerkstatt und die imposante Eingangshalle unter ihrem Dach vereinigte – das ganze bereits mit einer elektrischen Beleuchtungsanlage versehen. Die Hütte erinnerte mehr an ein Schloss als an ein alpines Refugium. Und das tut sie auch heute noch, denn ein Großteil des Hüttenbaus hat auch die stürmischen Zeiten seit Ende des Kaiserreichs überlebt. Ausgehend von der Berliner Hütte legte man bereits 1889 eine erste Version des Berliner Höhenweges an. Diese beschränkte sich zunächst auf die Runde vom Breitlahner zur Berliner Hütte und von dort über das Schönbichler Horn zurück zum Breitlahner. Erst seit 1976 ist mit der Eröffnung des Wegabschnitts zwischen Gamshütte und Friesenberghaus der komplette Weg in seiner heutigen Form möglich. Ein alpiner Traumpfad, wie die stetig wachsenden Besucherzahlen zeigen. Und Kernstück des Weges sind immer noch die drei Hütten der Sektion Berlin: Friesenberghaus, Furtschaglhaus und Berliner Hütte. Schade nur, dass das Aussehen einer Hütte nichts über die Qualität der Bewirtung aussagt.

Beim Aufstieg zum Furtschaglhaus (Foto: Ralf Gantzhorn)


Kurzinfo:

Region:Zillertaler Alpen
Tourenart:Bergtour (schwer)  
Erreichte Gipfel:Vordere Grinbergspitze, 2766 m: schöner Aussichtsgipfel oberhalb der Gamshütte, 2 Std. Aufstieg, 1.30 Std. Abstieg, markierter Steig, Stellen I.
Schönbichler Horn, 3134 m: leichter Dreitausender, der praktisch überschritten wird (der Gipfel ist ca. 5 Minuten vom Pass entfernt). Der Abstieg auf der Ostseite ist mit Drahtseilen ersichert.
Ahornspitze, 2978 m: Fast-Dreitausender und schöner Aussichtsberg, von der Edelhütte, 3 Std. Aufstieg, 2.15 Std. Abstieg, steiler, aber markierter Steig, leichte Blockkletterei, bei Nässe gefährlich!
Dauer:ca. 45 Gehstunden
Dauer (Tage):8
Touristinfo:Zillertal
Weblinks:Video: Gamshütte bis Berliner Hütte

Anforderung:

Höhenunterschied:6460 m im Aufstieg, 6670 m im Abstieg
Streckenlänge:45 km
Schwierigkeit:Weg: schwer
Gut eingerichteter Höhenweg mit einigen steilen, seilversicherten Passagen, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangen (wenig Geübte sollten die Mitnahme eines Klettersteigsets in Erwägung ziehen). Bei Nässe oder schlechter Sicht ist alpine Erfahrung von Vorteil. Die Etappen zwischen der Gamshütte und dem Friesenberghaus bzw. der Kasseler Hütte und der Edelhüttesind lang und konditionell fordernd. Bei Schlechtwetter oder Zeitmangel kann der Berliner Höhenweg durch die »Gründe« von nahezu jeder Hütte abgebrochen werden.
Hunde:für Hunde nicht geeignet, hin und wieder leichte Kletterstelen und Leitern

Einkehrmöglichkeit:

Karl-von-Edel-Hütte:
Mitte Juni bis Ende September, je nach Fahrbetrieb der Ahornbahn
8.-11-9.2016 wegen Veranstaltung stark eingeschränkte Übernachtung
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Kasseler Hütte:
Mitte Juni bis Ende September, bei Schoenwetter bis Anfang Oktober
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Greizer Hütte:
Mitte Juni bis Anfang Oktober
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Berliner Hütte:
Anfang Juni - Ende September
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Olpererhütte:
Anfang Juni bis Anfang Oktober
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Gamshütte:
Mitte Juni bis Ende September
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Furtschaglhaus:
15. Juni bis 30. September
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Friesenberghaus:
geöffnet von Mitte Juni bis Ende September
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Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Parkgelegenheit am Sportplatz von Finkenberg., 960m


GPS-Wegpunkt:

N47 08.846 E11 48.853  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Zillertalbahn bis nach Mayrhofen, von dort mit dem Christohporusbus bis zur Haltestelle "Finkenberg-Teufelsbrücke" fahren. Dort über die Brücke gehen, gleich danach rechts abbiegen und ca. 20 Minuten hinauf in Richtung Brunnhaus zum Sportplatz gehen.
Beim Sportplatz rechts in die Straße einbiegen, nach wenigen Metern zweigt links der Hermann-Hecht-Weg zur Gamshütte ab.

Mit dem Pkw:

Inntalautobahn Ausfahrt Achensee/Zillertal, durch das Zillertal über Mayrhofen nach Finkenberg. Im Ortszentrum von Finkenberg kurz vor der großen Schleife links über die Teufelsbrücke fahren, gleich danach rechts abbiegen und den Wegweisern zum Sportplatz bzw. Richtung Brunnhaus folgen.
Achtung: Derzeit ist uns nicht bekannt, ob dieser Parkplatz öffentlich für mehrere Tage benutzt werden darf. Im Zweifelsfall unten im Ort parken.
Beim Sportplatz rechts in die Straße einbiegen, nach wenigen Metern zweigt links der Hermann-Hecht-Weg zur Gamshütte ab.


Ab Rosenheim: 110 Km / 1:20 Std
Ab München: 160 Km / 1:45 Std
Ab Bad Tölz: 95 Km / 1:30 Std
Ab Salzburg: 185 Km / 2:00 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Parkgelegenheit am Sportplatz von Finkenberg., 960m


1. Tag:
Finkenberg, 839 m – Gamshütte, 1921 m
3 Std., 1080 m bergauf

Nichts Schöneres gibt es für die von der Großstadtluft verseuchte Lunge als morgens in den schattigen Wald einzutauchen. Nun denn: Wir wandern vom Zentrum in Finkenberg über die Teufelsbrücke und biegen gleich dahinter rechts ab. Nach wenigen hundert Metern auf der Straße beginnt auf der linken Seite (Hinweistafel) der Hermann-Hecht-Weg (Weg Nr. 533), dem wir in den Wald hinein folgen. In zahllosen Kehren führt er uns relativ bequem und von der Sonne geschützt knapp 1000 Höhenmeter bis zum Kraxenträger, 1800 m, hinauf. Wenig später verlassen wir den Wald und erreichen die aussichtsreich gelegene Gamshütte. Da der Tag noch lang ist, sollte man ihn mit der Besteigung der oberhalb der Hütte aufragenden Vorderen Grinbergspitze krönen.

2. Tag:
Gamshütte 1921 m – Friesenberghaus, 2498 m
6.20 Std., 1160 m bergauf, 580 m bergab

Knapp 14 km und über 1000 Höhenmeter wollen heute bewältigt werden, eine lange und anstrengende Etappe. Nicht zufällig sind die (Not-)Abstiege ins Tal gesondert markiert. Wir verlassen die Gamshütte und steigen zunächst gut 100 Höhenmeter in südwestliche Richtung bergauf. Dort teilt sich der Weg: Rechts geht es zur Vorderen Grinbergspitze, links folgen wir dem Berliner Höhenweg durch steile Grasflanken ins Schrambachkar. Wir erreichen die Graue Platte, ein von der Hinteren Grinbergspitze herabziehender Grat, wo sich der Weg durch ein ehemaliges Bergsturzgebiet langsam nach unten schlängelt.
Bald gelangen wir zur Feldlalm, die oberhalb des Gebäudes in Richtung eines Zauntritts gequert wird. Wir überklettern den Zaun und wandern nun hangparallel weiter zur Pitzenalm, 1871 m, einer einfachen Jausenstation mit nettem Service. Hinter der Alm gewinnt der Weg wieder an Höhe, und wir steigen in einem großen Bogen hinauf zu einem grasigen Rücken, dem sogenannten Milchträger, 2130 m. Nächstes Ziel ist nun die unterhalb von gewaltigen Wasserfällen gelegene Kesselalm. Die kurz vor der Alm verlorenen Höhenmeter geht es auf der anderen Seite gleich wieder hoch. Der Weg führt scharf um den Ostgrat des Rifflers herum und steigt jenseits in gut geschichtetem Gestein durch die sogenannten Rifflerrinnen steil bergan. Auf einer Höhe von 2420 m wird das Gelände wieder flacher und wir gelangen über grobes Blockwerk zum Wesendlekarsee. Leicht ansteigend geht es nun durch das Wesendlekar, bis man unterhalb des Petersköpfle auf den vom Breitlahner zum Friesenberghaus führenden Weg trifft. Wir biegen rechts ab und steigen die letzten Höhenmeter zu einem Pass auf.
Endlich ist ein Ende in Sicht, die oberhalb des Friesenbergsees gelegene Hütte ist in rund 15 Minuten erreicht.

3. Tag:
Friesenberghaus, 2498 m – Furtschaglhaus, 2293 m
6 Std., 660 m bergauf, 860 m bergab

Von der Hütte steigen wir zum Friesenbergsee ab, in dem sich bei gutem Wetter der Hochfeiler spiegelt. Nach Überquerung des Abflusses geht es steil bis auf eine Höhe von 2620 m hinauf, wo sich der Weg teilt. Rechts haltend würde man zur Friesenbergscharte und den Tuxer Bergen gelangen. Wir jedoch biegen links ab und wandern gemächlich, wie auf einer Aussichtsterrasse, zur rund zwei Stunden vom Friesenberghaus entfernten Olpererhütte. Nach einem zweiten Frühstück auf der Hüttenterrasse beginnt der langweiligere Mittelteil des Tages. Zunächst steigen wir parallel des Riepenbachs zum Schlegeisspeicher ab. An dessen Ufer halten wir uns rechts und erreichen die von riesigen Parkplätzen umgebene Jausenstation Zamsgatterl.
Wir folgen der Straße weiter bis an das Südende des Sees. Dort überqueren wir den in Betonröhren eingefassten Schlegeisbach und biegen anschließend rechts ab. Nach ungefähr einem weiteren Kilometer auf der Straße beginnt links der Zustieg zum Furtschaglhaus. Zwischen Furtschaglbach und den Pfosten der Materialseilbahn leitet der Weg in rund einer Stunde steil zur Hütte hinauf. Von dieser genießt man einen feinen Blick in die Nordwand des Hochfeilers und auf den Großen Möseler.

4. Tag:
Furtschaglhaus, 2293 m – Schönbichler Horn, 3134 m – Berliner Hütte, 2042 m
6 Std., 930 m bergauf, 1180 m bergab

Die heutige Etappe ist die Königsetappe, schließlich wird ein »echter« Dreitausender überschritten. Vom Furtschaglhaus wandern wir auf gutem Weg hinauf in Richtung Schönbichler Horn. Unterhalb des Gipfelaufbaus gelangen wir in eine steile Rinne, über die wir mit Drahtseilen gesichert auf den Südgrat des Berges steigen. Nun fehlen nur noch wenige Meter zum nördlich gelegenen Gipfel, die wir in luftiger Turnerei schnell hinter uns bringen. Das Panorama ist prachtvoll. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zum Ortler, dominierend sind jedoch die unmittelbar vor uns aufragenden Dreitausender um das Waxeggkees. Der Weiterweg führt uns zunächst zurück zum Hauptweg, wo wir uns nach Osten wenden. Mit Drahtseilen gesichert steigen wir nun über die leicht brüchige Ostseite des Schönbichler Horns ab, bis wir etwas flacher dem breiten Schotterrücken des Nordostgrats folgen können. Auf 2763 m knickt der Pfad scharf nach rechts ab, und wir steigen hinunter ins Garberkar. Der Rücken der Seitenmoräne ist bald richtungsweisend, bis wir auf 2040 m an eine Weggabelung gelangen. Hier halten wir uns rechts und steigen hinunter zum Abfluss des Waxeggbachs. Nach der Brücke geht es wieder ein Stück hoch, anschließend queren wir hinüber zum Abfluss des Hornkeeses. Auch hier hilft uns eine Brücke auf die andere Seite. Nun sind es nur noch wenige Minuten zur Berliner Hütte. Bevor wir diese erreichen, treffen wir noch auf einige sehr schön vom Gletscherschliff gezeichnete Gesteinsplatten. Diese im Gedächtnis sollte man sich anschließend die alten Postkarten auf der Berliner Hütte anschauen: Kaum zu glauben, aber vor 100 Jahren reichten die Gletscherzungen von Waxegg- und Hornkees noch bis weit unter die Hütte!

5. Tag
Berliner Hütte, 2042 m – Greizer Hütte, 2227 m
6 Std., 1220 m bergauf, 1050 m bergab

Nach einem sparsamen Frühstück für viel Geld starten wir auf Weg Nr. 502 in Richtung Schwarzsee, 2472 m. Dort angekommen vergeben wir erstmal einige Bestnoten bezüglich Fototauglichkeit und Kitschigkeit des Motivs. Grandios! Vom See geht es zunächst steil hinauf an eine Weggabelung. Wir nehmen die rechte Abzweigung und wandern über das schottrige Roßkar hinauf zur Mörchenscharte, 2872 m.
Beim Blick von der Scharte auf die andere Seite bleibt einem erstmal die Luft weg: Das Ziel des Tages ist winzig klein auf der gegenüberliegenden Seite zu erkennen, und der Weg dorthin führt durch das tief eingeschnittene Tal. Drahtseilgesichert verlassen wir die Scharte, um uns anschließend Kehre um Kehre dem Floitengrund zu nähern. Kurz vor dem Talboden helfen noch mal einige Drahtseile über ausgesetzte und steile Stellen hinweg, und ganz zum Schluss will auch noch eine senkrechte Leiter abgeklettert werden. Über eine Brücke queren wir nun den Floitenbach und wandern anschließend die 400 Höhenmeter hoch zur Greizer Hütte. Nach der Einquartierung frage man nach den jeweiligen kulinarischen Empfehlungen des Tages, die Hüttenwirtin hält meistens einige Schmankerl bereit.

6. Tag:
Greizer Hütte, 2227 m – Kasseler Hütte, 2177 m
5.30 Std., 650 m bergauf, 700 m bergab

Mit dem Lächeln der Hüttenwirte im Gedächtnis steigen wir hinauf zur Lapenscharte, die Abzweigung zum Gigalitz, 3001 m, bleibt links liegen. Über viel Geröll führt der Steig vom Pass, 2701 m, hinunter bis zu einem großen Steinmann, wo sich der Weg teilt (Wegweiser). Geradeaus geht es hinunter ins Tal bzw. zur Grünen-Wand-Hütte, rechts über das Löffler- und Eiskar zur Kasseler Hütte. Wir nehmen die Abzweigung rechts und verlieren noch etwas mehr an Höhe. Nach einer Bachquerung folgt eine mit Drahtseilen versicherte Passage in einer Steilwand oberhalb der Eisenklamm. Im Anschluss überqueren wir einen Bach nach dem anderen und gelangen so vom Löfflerkar ins Eiskar und von dort weiter zu einem Wegekreuz. Rechts führt ein Steig zur Wollbachspitze, 3209 m, geradeaus (mit »Schöne Aussicht« ausgeschildert) gelangen wir in rund 10 Minuten zur Kasseler Hütte. Wer ein Instrument spielt, ist auf der gemütlichen Hütte besonders willkommen.

7. Tag:
Kasseler Hütte, 2177 m – Edelhütte, 2238 m
8 Std., 760 m bergauf, 700 m bergab

Diese für den heutigen Tag anstehende lange und schwierige Etappe sollte nur bei gutem Wetter begangen werden und kann nicht abgekürzt oder auf halbem Weg abgebrochen werden. Wer sie sich nicht zutraut, sollte zur Grünen-Wand-Hütte, 1438 m, im Stillupgrund wandern und von dort mit dem Kleinbus nach Mayrhofen zurückkehren. Obwohl man auch direkt von der Kasseler Hütte ins Sonntagskar wandern kann (Wegweiser oberhalb der Hütte), ist der eigentliche Start des Siebenschneidensteigs (der auch Aschaffenburger Höhenweg genannt wird) ca. 200 Höhenmeter unterhalb der Hütte (auf dem Weg ins Tal). Hier biegen wir rechts ab und gewinnen die verlorenen Höhenmeter auf dem Weg zur Sonntagskarkanzel, 2202 m, gleich wieder. Über grobes Blockwerk und steile Grashänge gelangen wir über das Weißkarjöchl in das Maderegglkar, wo eine Notunterkunft zur Verfügung steht (nicht zu verwechseln mit dem Jagdhäuschen direkt an der Scharte). Wir wandern nun weiter von einem Hochkar ins nächste. Insgesamt überwinden wir sieben Schneiden, die Sonntagskarkanzel, das Samerkarjöchl, das Weißkarjöchl, den Hennsteigenkamm, das Sommerschartl (Nofertenscharte, seilversichert), die Krummschnabelscharte (seilversichert) und den Popbergnieder. Im Anschluss folgt noch eine steile, mit Seilen versicherte Passage ins Föllenbergkar, dann erst ist die Edelhütte erreicht. Verlaufen kann man sich nicht, da auf den gesamten 14 km zur Hütte keine Abstiegsmöglichkeit existiert!

8. Tag:
Edelhütte, 2238 m – Mayrhofen, 633 m
4 Std., 1610 m bergab

Eigentlich ist es nur eine Stunde von der Edelhütte bis zur Bergstation der Ahornbahn (Weg Nr. 42 und 514), allerdings ist die letzte Talfahrt um 16.30 Uhr. So wird man normalerweise auf der Edelhütte übernachten und am nächsten Tag mit der Bahn abfahren, oder man ist Purist und steigt die 1600 Höhenmeter auf Weg Nr. 42 zunächst zum Wirtshaus Alpenrose, 1398 m, und weiter nach Mayrhofen ab. Wer der Tour einen krönenden Abschluss geben möchte, dem sei von der Edelhütte aus die Besteigung der Ahornspitze ans Herz gelegt.


Literatur:

Wanderführer:Hüttentrekking Ostalpen
30 Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte
von Gantzhorn, Ralf und Seeger, Andreas
Karte:Mayrhofen, Zillergrund, Ahrntal (Freytag u. Berndt Wanderkarten)
Wander-, Rad- und Freizeitkarte
von Freytag & Berndt

Karte:

Diese stark verkleinerte Übersichtskarte ersetzt nicht die Mitnahme einer geeigneten Wanderkarte im eigenen Rucksack!




Profil:


Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:


Wettervorhersage für Zillertal:


 Autor: Text und Fotos entnahmen wir mit freundlicher Genehmigung des  www.ralf-gantzhorn.de