Frozen Church


roBerge.de

Hörndlwand

»Für Gipfelsammler«


Eine landschaftlich abwechslungsreiche alpine Tour mit leichten Kletterstellen auf den nach der Kampenwand beliebtesten Kletterberg der Chiemgauer Alpen - mit Besteigung von insgesamt fünf Gipfeln ! Der Gebirgsstock erstreckt sich zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl, heißt Hochkienberg und besitzt mehrere markante Gipfel. Ein Hauch von Dolomiten ...
Sehenswert ist die Aussicht auf Dürrnbachhorn, Sonntagshorn, Rauschberg und Unternberg. Im Norden auf den Hochfelln, links davon der Hochgern und tief unten das liebliche Tal von Röthelmoos mit seiner kleinen Almhütte.

Die Hörndlwand.

Der Gurnwandkopf. Deutlich ist der KOPF zu sehen: links oben die Haare, rechts die Nase, darunter der Mund ...


Kurzinfo:

Region:Chiemgauer Alpen
Tourenart:Bergtour (mittel)  
Andere Bergsportarten:Diese Tour eignet sich, entsprechende Schneeverhältnisse vorausgesetzt, vorzüglich für eine Winterwanderung. Auch als Skitour ist sie geeignet, wenn auch etwas schwierig. Teilweise steile Engstellen und ein steiles Kar, lawinengefährdet. Dafür ist die Abfahrt recht flott.
Klettern: Die Hörndlwand ist nach der Kampenwand der beliebteste Kletterberg der Chiemgauer Alpen. Besonders die Nordwand überzieht ein ganzes Netz von Routen aller Schwierigkeitsgrade. Die Sicherungen sind nicht ganz so sicher wie die auf der Kampenwand. Geklettert wird in der Nordwand - sie ist unterteilt in Nordwestsockel, Marklriß und Nordwestkante. Von der Bergwachthütte verläuft quer über die Rinne ein Pfad bis zum Einstieg. Der Schwierigkeitsgrad der Routen liegt zwischen II und V. Im Sommer wird es nicht zu warm. Einzelheiten sie AV-Führer "Chiemgauer Alpen" von Zebhauser sowie die Kletterseiten von steinmandl.de.
Erreichte Gipfel:Hörndlwand 1684 m, Gurnwand (Gurnwandkopf) 1691 m
Dauer:Aufstiegszeit ca. 3 - 2 1/2 Stunden
Abstieg ca. 2,5 - 3 Stunden
Gesamtgehzeit ca. 6 Stunden

Anforderung:

Höhenunterschied:Seehaus 750 m, Brandneralm ca. 1100 m, Hörndlalm 1410 m
Hörndlwand 1684 m, Gurnwand (Gurnwandkopf) 1691 m
insgesamt ca. 1100 m
Schwierigkeit:mittel
mittel, für das Besteigen des Nordgipfels (schwer) ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, einige Stellen I nach UIAA

Einkehrmöglichkeit:

Brander-Alm:
Durchgehend bewirtschaftet von Mitte Juni bis Ende September
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Seehaus:
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Seehaus am Förchensee, 741m


GPS-Wegpunkt:

N47 42.644 E12 37.314  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn nach Traunstein oder Bernau am Chiemsee. Von dort weiter mit dem Bus.

Mit dem Pkw:

Von Reit im Winkl aus auf der Deutschen Alpenstraße über Marquartstein Richtung Ruhpolding fahren. Man passiert vier Seen, den Weitsee, Mittersee, Lödensee und Förchensee. Das Seehaus liegt direkt am Förchensee.


Ab Rosenheim: 65 Km / 1:00 Std
Ab München: 120 Km / 1:20 Std
Ab Bad Tölz: 105 Km / 1:20 Std
Ab Salzburg: 55 Km / 0:45 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Seehaus am Förchensee, 741m


Hinweis zur Anfahrt:
Von Reit im Winkl aus auf der Deutschen Alpenstraße über Marquartstein Richtung Ruhpolding fahren. Man passiert vier Seen, den Weitsee, Mittersee, Lödensee und Förchensee.Am zweiten See, den Weitsee, befindet sich einige Hundert Meter vor einer Bushaltestelle links ein kleiner Wanderparkplatz. Die Tour endet später hier. Dort das Auto abstellen. Dann entweder mit einem zweiten Wagen oder mit dem Linienbus drei Stationen weiter bis zum Seehaus, das am Förchensee gelegen ist. Die Wanderung beginnt direkt beim Wanderparkplatz Seehaus.

Ab dem Parkplatz Seehaus auf einer Forststraße der Beschilderung Brandneralm oder Hörndlwand nachgehen. Durch schattigen, abwechslungsreichem Mischwald in leichter Steigung dem Rammelbach entlang gehen. Teilweise in ausgetrocknetem Bachbett. Nach ca. einer Stunde erreicht man eine Lichtung bzw. einen Kahlschlag, von wo aus man das Ziel, die Hörndlwand, imposant aufragen sieht. Der Steig verschwindet wieder im Wald zur Branderalm. An einer Weggabelung weisen zwei Schilder zur Hörndlhütte oder auf das Ostertal. Der Weg über das Ostertal ist der leichtere und für weniger Geübte geeignet. Unser Weg ist der auf die Hörndlhütte, die man nach ca. 1,5 Stunden erreicht. Ab hier auch ein toller Ausblick auf die Kletterwände der Hörndlwand.

Von dort aus weiter über den Jägersteig (Nr. 46) zur Scharte zwischen Hörndlwand und Gurnwand. Oben gabelt sich der Weg. Nach links führt er zu den drei Gipfeln der Hörndlwand, wobei der hinterste (Nordgipfel) nur von geübten Kletterern (zwei Stellen I nach UIAA) erreicht wird.

Zu der genannten Gabelung zurück und von dort aus weiter Richtung Gurnwandkopf. Zuerst leicht abwärts, dann rechts über einen dicht bewachsenen Kamm auf Gamsfährten deutlich in 15 Minuten hinauf zum Gipfel. Den zweiten Gipfel erreicht man nach bereits 10 Minuten durch dicht bewachsene, mannshohe Latschen und Büsche.

Der Weg zurück führt wieder über den ersten Gipfel des Gurnwandkopfes. Er ist unterhalb des Gipfelbereichs teils unmarkiert und schwer zu finden. Unterhalb vom Gurnwandkopf gabelt sich der Weg, links eine schmale Spur, wir nehmen die rechte Abzweigung. Hier wird der Weg teilweise noch schlechter, steinig, feuchte Wurzeln, umgestürzte Bäume, unzählige Serpentinen, teilweise lässt sich der Steig nur noch erahnen. Immer weiter unterhalb der Felsabstürze des Hochkienbergs entlang, ca. eine Stunde steil nach unten, bis wir eine Kreuzung mit einer Forststraße erreichen. In diese links einbiegen, nach ca. einer halben Stunde geht die Forststraße über in das Wappbachtal, nach einer weiteren halben Stunde endet die Tour bei dem kleinen Waldparkplatz am Weitsee.


Flora und Fauna:

Tollkirschen (einige Minuten hinter dem Parkplatz, Vorsicht - extrem giftig!)
Glockenblumen
Almrausch / Zwerg-Alpenrose
Stengel-Fingerkraut
Felsen-Baldrian
Dreizehenspecht, Weißrücken- und Schwarzspecht
Kolkraben


Geologie:

Die Hörndlwand besteht aus Wettersteinkalk. Dieser schließt sich oft an Muschelkalk an, in den oberen Partien ist das Gestein fast weiß. Dicht, massig, ungeschichtet. Wettersteinkalk bildet schroffe Wände und Steilabstürze - die Hörndlwand ist ein typisches Beispiel hierfür.


Literatur:

Karte:Chiemsee, Traunstein, Ruhpolding, Chiemgauer Alpen und Seen
von Freytag & Berndt
Bildband:Chiemgauer Alpen
Wasser - Moore - Wälder - Felsen
von Zebhauser, Helmuth

Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:


Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Auch um den Kienberg ranken sich Sagen.
Hier ist die Sage der Bergmännlein

Der Ort Ruhpolding hieß früher "Rapoltigin". Dessen Anwohner entdeckten eines Tage die Bergmännlein des Kienbergs, Zwerge mit der Größere vierjähriger Menschen mit weißen Haaren und einem langen, weißen Bart. Ihr Gesicht war runzelig und wirkte greisenhaft. Die Rapoltiginer hatten mit den Kienberg-Männlein ein Abkommen vereinbart, wonach sie ihnen jeder Jahr kleine Lodenumhänge schneiderten. Als Gegenleistung erhielt die Menschen die Möglichkeit, aus dem Kienberg Blei abzubauen. Im Lauf der Zeit hatten die Menschen es satt, jedes Jahr Kleidung herzustellen. Und so beschlossen sie, damit aufzuhören. Das Blei, so meinten sie, würden sie auch ohne die Zwerge finden. Und so geschah es auch. Die Bergmännlein warteten vergeblich auf ihre Mäntel und waren enttäuscht und verbittert. "Man kann sich halt auf Menschen nicht verlassen", sagten sie und verschwanden.

Im Lauf der Zeit wurden die Bleifunde immer geringer und versiegten schließlich. Das Leben der Menschen wurde arm wie früher. Als den Menschen einfiel, dass sie ihr Versprechen gebrochen hatten, war es jedoch zu spät. Die Zwerge kamen nie wieder zurück.


Wochenendwetter: Der Winter ist da!

Gestern um 20:46
Für das Wochenende bis 16.12.2018 gilt: Winter hat Einzug gehalten
ausführlicher AV-Bergbericht    Alpenvereinswetter
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