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Aschauer Wände

»Gipfelsammlung für Schwindelfreie«


Vom Alpenvorland aus gesehen befindet sich rechts der Kampenwand die Scheibenwand. Sie ist Teil des Bergkamms, der sich mit Grasrücken, Latschenwäldern, Felsabbrüchen und Waldstücken von der Kampenwand nach Westen bis hinab ins Tal bei Hohenaschau hinzieht (siehe erstes und zweites Foto unten). Die Durchschreitung dieses Gebietes ab Hainbach im Priental ist das Ziel dieser Tour. Es sind zwei PKW erforderlich (den ersten auf dem Parkplatz der Kampenwandbahn in Aschau abstellen).

Das Gipfelbuch der Scheibenwand.


Kurzinfo:

Region:Chiemgauer Alpen
Tourenart:Bergtour (leicht)  
Erreichte Gipfel:Sonnwendwand 1512 m
Bauernwand 1598 m
Scheibenwand 1598 m
Überhängende Wände 1308 m
Dauer:Hainbach - Dalsenalmen 1 Std., Dalsenalmen - Hofbauernalm 1 Std.
Hofbauernalm - Sonnwendwand 15 Min., Sonnwendwand - Bauernwand 1 Stunde
Bauernwand - Scheibenwand 15 Min., Scheibenwand - Kampenhöhe 25 Minuten
Gesamtgehzeit ca. 4 - 5 Stunden
Touristinfo:Sachrang
Aschau
Weblinks:Kampenwandbahn

Anforderung:

Höhenunterschied:ca. 1000 m
Schwierigkeit:schwer
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist erforderlich

Startpunkt:

Wanderparkplatz Hainbach im Priental, 675m


GPS-Wegpunkt:

N47 43.997 E12 18.211  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Strecke München-Salzburg bis Prien am Chiemsee; von dort mit der Chiemgau-Bahn bis Aschau i.Ch. - weiter mit Linienbus (Mo - Sa) in Richtung Sachrang. Hainbach liegt zwischen Innerwald und Außerwald, noch weit vor Sachrang. Bus fährt nicht an Sonn- und Feiertagen.

Mit dem Pkw:

Autobahn A8 (München-Salzburg) bis Ausfahrt Frasdorf oder Bernau a. Ch., von dort jeweils ca. 5 km bis Aschau, weiter in Richtung Sachrang. Hainbach liegt zwischen Innerwald und Außerwald. In Hainbach gibt es vor der Prienbrücke einen Wanderparkplatz.


Ab Rosenheim: 30 Km / 0:35 Std
Ab München: 90 Km / 1:00 Std
Ab Bad Tölz: 80 Km / 1:00 Std
Ab Salzburg: 75 Km / 0:55 Std


Mit dem Bike:

Von Aschau (Straßenkreuzung wo die Hauptstraße nach Bernau verläuft) aus kann man mit dem Bike auf der Hauptstraße bequem bis nach Hainbach fahren. Entfernung knapp sechs Kilometer, Höhenunterschied insgesamt ca. 150 Meter.
Von Oberaudorf (Autobahnausfahrt) auf der Hauptstraße über Niederndorf und Sachrang ca. 17,3 km, Höhenunterschied knapp 500 m.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Wanderparkplatz Hainbach im Priental, 675m


Ab dem Parkplatz den Weg Richtung Südost bergauf nehmen in Richtung Klausgraben. Durch romantische Schluchten des Klausgrabens gelangt man, immer leicht bergauf und am rauschenden Klausenbach entlang, nach einer guten Stunde zu den Wiesen der Dalsenalmen. Noch vor den Almen zeigt ein Wegweiser nach rechts (Süden) in Richtung Weitlahner im Geigelsteinblock (siehe eigene Tourenbeschreibung) und nach links (Richtung Kampenwand / Hofbauernalm). Diesen Weg einschlagen. Der Weg ist ab hier recht leicht und weist fast keine Steigung auf. Nach kurzer Zeit erreicht man eine breite Forststraße, welche von Schleching her verläuft (schöne Mountainbikestrecke). In diese nach links einbiegen. Nach ca. 15 Minuten macht die Straße eine scharfe Rechtskehre (links Schild: Straße endet nach 200 Meter). Hier rechts abbiegen. Der Weg wechselt nun in einen einfachen Steig und windet sich in mehreren Serpentinen bis hinauf zur Hofbauernalm, die man ca. 40 Minuten nach der o. g. Rechtskehre erreicht.
Ab der Alm führt ein leichter Steig direkt hinauf zur Sonnwendwand, deren Gipfelkreuz bereis von der Alm aus sichtbar ist. Dauer ca. 15 Minuten, Schwierigkeit: mittel (Trittsicherheit erforderlich). Vorsicht: Beim Gipfelkreuz fällt die Wand fast senkrecht mehrere Hundert Meter hinab!
Ab der Sonnwendwand beginnt eine schöne und abwechslungsreiche Gratwanderung in Richtung Osten. Der Steig verläuft oberhalb der Mehlbeerwände und ist stellenweise kaum erkennbar. Trittsicherheit unbedingt erforderlich. Die Umgebung wandelt sich von einem engen Grat hin zu einer offenen Hochebene. Dort sieht auch bereits vor sich eine rundlichen, latschenbewachsenen Hügel - die Bauernwand. Sie ist übrigens in den wenigsten Karten verzeichnet. Man ersteigt den Gipfel innerhalb 5 Minuten in mittlerer Schwierigkeit (teils I).
Von der Bauernwand aus wirkt der Gipfel der Scheibenwand recht nah und ist auch innerhalb von 15 - 20 Minuten erreicht. Der Steig führt vom Gipfel aus in nordöstlicher Richtung über einen kleinen Kamm über die Südseite der Scheibenwand hinauf. Durch einige Latschen hindurch ohne größere Schwierigkeiten auf den Gipfel.
Abstieg von der Scheibenwand: Vom Gipfel aus führt ein Steig östlich in Richtung Kampenwandbahn (teils steil, über Felsstufen), Trittsicherheit erforderlich. Im Winter ist es empfehlenswerter, zurück über die Bauernwand zu wandern, unterhalb von dieser nach Süden abzusteigen und in einem weiten Linksbogen die steilen Felswände zu umgehen (Umweg ca. 45 Minuten).

Rückweg Variante 1: wie Hinweg durch den Klausgraben
Rückweg Variante 2: mit der Kampenwandbahn nach Aschau, von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem zweiten PKW zurück nach Hainbach.

Alternativtour: Als Alternative bietet sich an, im Klausgraben noch weit vor Erreichen der Hochebene (wo es rechts ins Geigelsteingebiet geht) nach links über eine Brücke zu den Überhängenden Wänden abzubiegen. Dadurch kann der gesamte Kamm bis zur Kampenwand überschritten werden. Auf einen Besuch der Hofbauernalm müsste dann verzichtet werden, außer man nimmt einen Umweg in Kauf und steigt von der Sonnwendwand aus in ca. 15 Minuten wieder auf die Alm ab.


Geologie:

Die schroffen Felswände und Steilabstürze der Sonnwendwand und der Scheibenwand bestehen aus Wettersteinkalk: Dieser schließt sich oft an Muschelkalk an. Seine Farbe ist weißgelblich. In den oberen Partien ist das Gestein fast weiß. In der westlichen Abendsonne leuchten die Felsen bei entsprechender Sonnenbestrahlung. Er ist stellenweise erzführend.


Literatur:

Karte:Alpenvereinskarte BY17
Chiemgauer Alpen West: Hochries, Geigelstein
von Alpenverein
Bildband:Chiemgauer Alpen
Wasser - Moore - Wälder - Felsen
von Zebhauser, Helmuth

Galerie:

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