Frozen Church


roBerge.de

Ampmoosalm

»Bike & Hike tief unter der Rofanspitze«


Die Tour führt weit hinein in das einsame, aber landschaftlich eindrucksvolle Gebiet unterhalb Rofanspitze, Spieljoch und Seekarlspitze. Beindruckend sind vor allem der Blick auf die fast senkrechten Nordwände der Hochiss, aber auch auf den meist dicht besetzten Gipfel der Rofanspitze.
Ab der Ampmoosalm, dem Hochleger zur Murntal-Alm (Mahrentalalm), wandert man über den Schafsteig in Richtung Zireiner See, wechselt aber bald die Richtung und steigt über das Saukar wieder hinab.
Allerdings hat die großartige Landschaft ihren Preis, denn es gilt erst mal, von Steinberg aus fast neun Kilometer bis zum Einstieg in den Bettlersteig zu marschieren. Wer seinen Drahtesel mitnimmt, spart sich locker drei Stunden Gehzeit ein.

Ein Gipfel wird bei dieser Wanderung nicht erreicht. Es können jedoch alternativ das selten besuchte Seilegg (1981 m, oberhalb der Ampmoosalm; auch Seileggspitze) oder die Marchspitze (2004 m, oberhalb der Marchalm) relativ leicht bestiegen werden. Zum Gipfel des Seilegg ist es jedoch schwierig, einen passenden Weg durch die Latschenfelder zu finden.

Die idyllische Ampmoosalm mit den Nordabstürzen der Hochiss im Hintergrund.

Ansicht von Norden.


Kurzinfo:

Region:Brandenberger Alpen / Rofan
Tourenart:Bergtour (leicht)  
Andere Bergsportarten:Die Ampmooser Reiß'n ist eine Skitour für Geübte über Saukamp und Seilegg in den Boden der Ampmoosalm
Dauer:Steinberg - Einstieg Bettlersteig 2 - 2,5 Std. (zu Fuß) bzw. 1 Std. (Mountainbike)
Aufstieg zur Ampmoosalm 1 Std., weiter zum Einstieg Bettlersteig 2 Std.
zurück nach Steinberg 2 Std. (zu Fuß) bzw. 25 Min. (Mountainbike)
insgesamt ca. 7 Std. (zu Fuß) bzw. gut 4 Std. (Mountainbike)
Touristinfo:Steinberg am Rofan

Anforderung:

Höhenunterschied:Steinberg 1050 m, Ampmoosalm 1784 m, Marchalm ca. 1890 m
insgesamt ca. 1000 m
Steigung:Die ersten acht (!) Kilometer sehr geringe Steigung. 20 Minuten nach dem Fahrraddepot teilweise steiler Bergsteig.
Streckenlänge:ca. 22 km
Schwierigkeit:mittel
mittelschwer: lange Forststraßen und harmloser Bergsteig, der kurz durch Drahtseile gesichert ist. Der Abstieg durch das Saukar zur Angernalm (Angereralm) ist bei Nässe sehr rutschig. Die Anfahrt durch das Schönjochtal ist für Kinder nur bedingt geeignet: stellenweise fällt das Gelände ausgesetzt und tief nach unten ab, der Straßenrand ist hier nicht gesichert.
Hunde:für Hunde nicht geeignet, außer man geht nur zu Fuß (lange Bikestrecke)

Startpunkt:

Parkplatz des Gfassköpfe-Liftes in Steinberg im Rofan, 1050m


GPS-Wegpunkt:

N47 30.630 E11 47.571  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Bahnhof Jenbach - Bus nach Achenkirch - umsteigen in den Bus nach Steinberg. Vom Bahnhof Tegernsee mit dem Bus Linie 9550 über Kreuth nach Achenkirch, dort umsteigen in den Bus nach Steinberg

Mit dem Pkw:

Von München: Autobahnausfahrt Holzkirchen - Tegernsee - Achenpaß - Abzweigung in Achenkirch nach Steinberg (mautfrei) Inntalautobahn Ausfahrt: Wiesing Achensee - Richtung Achenkirch - Steinberg. Der Lift-Parkplatz liegt am südlichen Ortsende von Steinberg.


Ab Rosenheim: 110 Km / 1:25 Std
Ab München: 100 Km / 1:30 Std
Ab Bad Tölz: 50 Km / 0:50 Std
Ab Salzburg: 180 Km / 1:55 Std


Information:

Sehenswert ist die Pfarrkirche St. Lambert in Steinberg: Erstmals wurde sie im Jahr 1188 urkundlich erwähnt, 1434 im spätgotischen Stil neu gebaut, und im 18. Jhdt. barockisiert. Der linke Seitenaltar zeigt die schmerzhafte Muttergottes. Darüber befindet sich eine besondere Rarität in der Art der Darstellung: die personifizierte Dreifaltigkeit, die aus Zirbenholz im 17. Jhdt. geschnitzt wurde.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

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Tourenbeschreibung:

Parkplatz des Gfassköpfe-Liftes in Steinberg im Rofan, 1050m


Zum Raddepot
Gegenüber des Rofanliftes II steht ein Brunnen - 30 Meter südlich von diesem beginnt die Forststraße, welche die ersten Kilometer durch zwei romantische Täler (Schönjochtal und Satteltal) fast ohne Steigung bis zur Schmalzklause führt. Hinter dieser kurz bergab zu einer Kreuzung bei einem Jagdhaus. Bis hierher bleibt man einfach immer auf der Hauptstraße, Abzweigungen werden nicht beachtet (Wegweiser "Schmalzklause" folgen, mit dem Bike keine Abkürzer durch den Wald benutzen). Bei der genannten Kreuzung rechts abbiegen, kurz darauf geradeaus bleiben (rechts führt die Straße zum Bettlersteig). In wenigen Minuten befindet man sich nun an einem weiteren Wegedreieck, welches Biker als Raddepot benutzen.

Zur Ampmoosalm
Beim Raddepot links, also südwestlich halten. Nach wenigen Minuten befindet man sich in einem schönen, grünen Tal, durchquert dieses und steigt nun durch das Eselskar den Weg Nr. 412am Eselkarbach empor. Der Steig ist manchmal etwas steil, einmal sogar kurz durch Drahtseile gesichert, weist aber insgesamt keine Schwierigkeiten auf. Nach knapp 700 Hhenmeter schweißtreibenden Anstiegs erreicht man nun das liebliche Gebiet der Ampmoosalm, mit herrlichem Blick auf die Nordabstürze des Rofan (Rofanspitze, Spieljoch, Seekarlspitze) und im Norden auf Guffert und Unnütz.

Marchalm/Angernalm/Rückweg
Bei den Almhütten schlägt man den Weg in östliche Richtung ein und wandert nun auf dem Friedrich-Lüers-Weg leicht ansteigend in Richtung Marchgatterl. Wer Lust hat, besteigt das Seilegg (1981 m), welches man lt. Kompass-Wanderbuch direkt von Süden aus durch Latschenfelder besteigen kann. Allerdings fanden wir bei unserer Tour im Sommer 2005 keine Weg durch die sehr dichten Latschen und mußten auf den Gipfel verzichten. Leichter zu erreichen ist da schon der Saukamp (1932 m), den man kurz vor Marchalm linker Hand erblickt.
Ansonsten führt der Weg, wie gesagt, leicht ansteigend in Richtung Marchgatterl, welches man aber nicht mehr erreicht, da man vorher bei der Marchalm links abbiegt (Wegweiser "Angernalm - Schmalzklause - Steinberg"). Nun durch das Saukar steil zur Angernalm hinabsteigen. Falls hier Orientierungsprobleme bestehen, kann man auch dem Materiallift folgen, welcher direkt die Marchalm mit der Angernalm verbindet. Bei der Angernalm wird die Orientierung kurzzeitig etwas schwierig, da der Wanderweg schwer erkennbar ist: Am besten direkt bei den Almgebäuden die Wiese nördlich überqueren, kurz hinab bis zu den zwei einzelnen Bäumen. Hinter diesen im rechten Winkel rechs abbiegen und den Pfadspuren in den Wald hinein folgen. Achtung: Es führt auch ein Weg über den Bach hinüber (westlich der Almwiesen) - dieser Weg verliert sich später, also nicht benutzen!
Im Wald dem Weg weiter bergab folgen, bei einer Gabelung rechts (Wegweiser "Steinberg") abbiegen. Ihm Lahnboden weitet sich der Wanderweg zu einer Forststraße, welche in ca. 20 bis 30 Minuten zurück zum Fahrraddepot führt. Ab hier über die Schmalzklause zurück nach Steinberg.

Alternative zum Rückweg
Wer noch Zeit für eine langen Forstweg hat, oder mit dem Bike unterwegs hat, kann folgende Altrnative nutzen: Bei der Kreuzung unterhalb der Schmalzklause (also bei der Jagdhütte) nicht links, sondern rechts abbiegen. Man gelangt hier in das wildromantische Tal der Grundache und kommt zur Autostraße, in welche man links einbiegt. Ab hier leicht bergauf bis nach Steinberg. Durch den Ortsteil Vordersteinberg, dann vor dem Waldhaus scharf links abbiegen und zurück zum Lift-Parkplatz.


Ähnliche Touren:

HolzmahdersteigDen Wildbächen entlangLink zur Tour ...zur Tour, hier klicken

Literatur:

Karte:Tiroler Seenland
Wanderführer:Wanderbuch Rofan
von Garnweidner, Siegfried

Karte:

blau (dick) = Forststraße - Mountainbike
blau (dünn) = Bergsteig und Wanderweg


Ausschnitt aus "Tiroler Seenland".



Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Panorama:


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Sagen, Mythen und Wahrheiten:


Zur Namensgebung

Das Wort Ampmoos (,,ambe") hat keltischen Ursprung. Es bedeutet übersetzt soviel wie „Bäche, Bachtäler, in den Bächen".


Der vergessene Telfer Malerfürst

Der Maler, Bildhauer, Holzschnitzer und Grafiker Andreas Einberger (geb. 1878 in Kramsach, gest. 1952 in Telfs) zählt zu den originellsten Vertretern der Tiroler Kunst der Zwischenkriegszeit. Einbergers Thema war sein unmittelbarer Lebensraum: Menschen, die ihm nahe standen genauso wie die heimische Landschaft, die Bauern bei der Arbeit bzw. ihre Tiere. Einige frühe Farbholzschnitte atmen noch ganz den Geist des Jugendstils, während seine mit breitem Pinsel gemalten Bilder mäßig expressive Züge tragen.

Vielseitig in den künstlerischen Techniken und in der Wahl der Motive, verstand er sich immer als volksnaher Künstler. Der Moderne stand er skeptisch bis ablehnend gegenüber. So hat er sich bis in sein Spätwerk die Ursprünglichkeit des Tiroler Bauernsohnes erhalten.


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