Frozen Church


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Schinderkar

»Beliebte Firn-Tour in unberührter Natur«


Von den Schlierseer Bergen, insbesondere von der Rotwand, präsentiert sich der Schinder im Winter von seiner schönsten Seite: Schneeweiß, halbkreisförmig umrahmt von einer Krone mächtiger Felszacken, wirkt er im ersten Moment abweisend, lädt dann aber jeden Skifreund zu seinem Besuch ein. Im Grunde ist es eine leichte Tour - nur zum Schluss hin wird das Kar immer enger und steiler und erfordert somit eine gute Aufstiegstechnik. Aus dem gleichen Grund ist die Tour nicht ungefährlich und sollte nur bei absolut sicheren Schneeverhältnissen durchgeführt werden.

Dieser Tourengeher hat den ersten und recht flachen Ziehweg hinter sich - das Schinderkar rückt ihm näher und er freut sich sowohl auf seine Brotzeit, die er am Schindertor zu sich nehmen will - als auch auf die anschließende rassige Abfahrt durch das Kar.


Kurzinfo:

Region:Bayerische Voralpen
Tourenart:Skitour (mittel)  
Naturverträgliche Skitour Hinweise zum umweltfreundlichen Skibergsteigen
Erreichte Gipfel:Österreichischer Schinder 1808 m (Trausnitzberg)
Bayerischer Schinder 1796 m
Dauer:Aufstieg ca. 2,5 -3 Stunden. Als Halbtagestour möglich.
Lawinengefahr:Groß, besonders nach Neuschnee. Deshalb wird dies Tour nur bei sicheren Firnverhältnissen und frühem Aufbruch empfohlen.
Hangrichtung: Nordost und im obersten Bereich Nord. Seitliche Varianten West und Ost.
Lawinengefahr  Aktuelle Lawinenlage: hier klicken
Beste Jahreszeit:April bis ca. Mitte Mai
Touristinfo:Rottach-Egern
Tegernsee

Anforderung:

Höhenunterschied:830 m (Skidepot)
Steigung:Der Ziehweg bis zum Kar sowie der unterste Bereich des Kars leicht und flach. Je weiter man nach oben kommt, desto steiler wird es. Im obersten Bereich sehr steil.
Streckenlänge:Aufstieg 4,1 km
Schwierigkeit:leicht
Mittel. Im obersten Bereich, insbesondere oberhalb des Skidepots, ist es recht steil (bis zu über 40 Grad) und oft eisig. Eine saubere Technik wie die Spitzkehre ist hier Voraussetzung.
Falls man oberhalb des Skidepots zu der Scharte "Am Tor" zu Fuß über die felsige Steinrinne aufsteigen muss, sind Kenntnisse nach UIAA 1 erforderlich.

Startpunkt:

Wanderparkplatz im Tal der Weißen Valepp, 1,6 km vor Valepp, 920m


GPS-Wegpunkt:

N47 37.452 E11 52.835  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Man kann mit dem Zug direkt nach Tegernsee fahren und an der Rottach-Egern-Post in den Bus 9560 umsteigen. Dieser fährt bis zur Haltestelle Schlagalm / Blauwandhütte, direkt am Parkplatz.
Die Linie ist allerdings geschlossen bis ca. Ende April. Info bei RVO (siehe Link unten: "Tourenplaner und Online-Fahrpläne").
Ohne Bus ab Rottach-Egern mit dem Taxi.

Mit dem Pkw:

Autobahn München - Salzburg: Von München aus Ausfahrt Holzkirchen Richtung Tegernsee, von Rosenheim aus Ausfahrt Irschenberg Richtung Bad-Tölz / Tegernsee. Die Ortschaft Tegernsee durchfahren, die Ortschaft Rottach-Egern schließt direkt an. Im Ort nach dem See, ca. 250 Meter nach einer Brücke, links (südöstlich) abbiegen Richtung Enterrottach (Schild: Suttenbahn). Der Straße folgen über Enterrottach, Mautstelle (4,50 Euro), Monialm bis zum Parkplatz. Er liegt gegenüber einer Bushaltestelle. Vom Ortsende Enterrottach aus ca. 9,5 km.
Achtung: Diesen Parkplatz nicht verwechseln mit demjenigen, welcher unmittelbar am Zusammenfluß von Roter und Weißer Valepp liegt (dort beginnt ebenfalls ein anderer Weg auf den Schinder, aber niedrigerer Ausgangspunkt).
Die Zufahrt bis Sutten ist auch im Winter möglich. Der weitere Verlauf bis Valepp ist im Winter geschlossen und meist ab Ostern geöffnet. Evtl. nachfragen beim Forstamt Kreuth 08029 / 9934-0, Email: poststelle@foa-kreu.bayern.de


Ab Rosenheim: 55 Km / 1:05 Std
Ab München: 65 Km / 1:00 Std
Ab Bad Tölz: 35 Km / 0:45 Std
Ab Salzburg: 125 Km / 1:35 Std


Mit dem Bike:

Von Rottach-Egern (Abzweigung von der Hauptstraße) aus gut 14 Kilometer und ca. 400 Höhenmeter.

Information:

Die Rote und die Weiße Valepp fließen nahe des Forsthauses Valepp zusammen. Sie bilden die Quellflüsse der Brandenberger Ache, welche bei Kramsach in den Inn mündet. Vorher durchquert sie zahlreiche Schluchten wie die Erzherzog-Johann-Klause, die Tiefenbachklamm und die Kaiserklamm.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Wanderparkplatz im Tal der Weißen Valepp, 1,6 km vor Valepp, 920m


Aufstieg:
Gegenüber der Bushaltestelle steigt der Weg über eine Almwiese an und führt an der Blauwandhütte und Schlagalm vorbei. Der Weg bleibt meist flach und führt über einen kleinen Ahornboden und durch Latschen an den Rand des Schinderkares. Eine Stufe im unteren Bereich des Kares umgeht man am besten links. Nun geht es zuerst noch geradeaus, später immer im Zickzack hinauf bis zu einem Felsstück knapp unter der Scharte. Etwas darunter befindet sich ein auffälliges, mehrere Meter hohes Felstor, im Winter oft vollständig zugeschneit, neben dem sich das Skidepot befindet. Zum weiteren Aufstieg auf den Gipfel (meist zu Fuß) übersteigt man die Felsen (im Sommer hier drahtseilgesichert). Oben in der Scharte angelangt links wenden und in wenigen Minuten zu einer Rinne, welche ebenfalls drahtseilgesichert auf den Gipfel mit einem Grenzstein führt.

Abstieg / Abfahrt:
wie Aufstieg

Variante Bayerischer Schinder:
Vom Kar aus geht man auf die Felsen des bayerischen Schinders zu. Oben öffnet sich nun ein sehr steiler Hang zur ersten Schulter rechts des Gipfels. Auf dieser Schulter geht man nun in Richtung Gipfel - Vorsicht: Meist gibt es hier eine Wächte, welche das Weitergehen unmöglich macht. Zum Schluß evtl. zu Fuß bis zum Gipfel. Die Abfahrt über die Osthänge ist sehr steil - starke Lawinengefahr!

Variante Trausnitzeck:
Am Beginn des Kares links halten bis zu den Felsen. Sehr steil!


Literatur:

Skiführer:Bayerische Alpen zwischen Bad Tölz und Berchtesgaden
von Stadler, Markus
Karte:Alpenvereinskarte 7/1
Tegernsee, Schliersee
von Alpenverein
Alpenvereinsführer:Alpenvereinsführer Bayerische Voralpen Ost
von Zebhauser, Marianne und Emmeram
Skiführer:Snowcard
von Engler, Martin
Skiführer:Rother Skiführer Bayerische Alpen
von Demmel, Robert und Schneider, Norbert

GPS-Daten:

Bitte verwendet nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden.

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