Hochalm

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Joelspitze

Beliebte, leichte Skitour auf den Hausberg der Alpbacher.

Das Alpbachtal ist Ausgangspunkt für viele beliebte Skitouren in den westlichen Kitzbühlern, wobei die Schwierigkeiten aller Grade angetroffen werden. Eine der leichteren Touren stellen wir hier vor: Sie führt auf den Joel, der im Sommer eine unscheinbare Kuppe zwischen Schatzberg und Lämpersberg ist, aber im Winter diese feine und rassige Kurztour bietet.


Blick auf das Skigebiet von der Gratlspitz aus.
Ganz links der Schatzberg, dahinter in gleicher Höhe (schneebedeckt) der Joel, ganz hinten der Lämpersberg.

Blick auf das Skigebiet von der Gratlspitz aus.
Ganz links der Schatzberg, dahinter in gleicher Höhe (schneebedeckt) der Joel, ganz hinten der Lämpersberg.

Grasberge, freie, flache Hänge und Tiefschnee pur.
Eine der wohl feinsten Skitouren im Alpbachtal.

Grasberge, freie, flache Hänge und Tiefschnee pur.
Eine der wohl feinsten Skitouren im Alpbachtal.


Kurzinfo:

Region:
Kitzbüheler Alpen
Tourenart:
Skitour (mittel)
Erreichte Gipfel:
Joel 1964 m. Auch: Joelspitz, Joelspitze. Früherer Name: Ackerzint.
Dauer:
Aufstieg: ca. 2,5 Stunden. Abfahrt: ca. 20 Minuten.
Lawinengefahr:
Man sollte steileren Teilen ausweichen, wenn die Lawinenlage drei oder mehr beträgt. Ansonsten leicht bis mittel. Meist nur mäßig steile Wiesenhänge.
Evtl. Triebschnee im Kammbereich und beim Steilhang oberhalb der Luegeralm.
Hangrichtung: Süd bis West.
zur aktuellen Lawinenlage hier klicken
Beste Jahreszeit:
Dezember bis März. Am besten sofort nach den ersten Schneefällen gehen, da der Pulverschnee durch die Hangrichtung nicht sehr lange von Bestand ist.
Touristinfo:
Alpbach

Anforderung:

Höhenunterschied:
Parkplatz 1100 m, Joel 1964 m
Insgesamt 864 m
Steigung:
Nur mäßig steil.
Schwierigkeit:
leicht
Insgesamt leicht. Zu Beginn etwas steilere Hänge, anschließend wieder flacher und im letzten Drittel ein paar kleinere Steilstellen. Skifahrerisch sollte man kein Anfänger sein und etwas Kondition und Geschick haben.

Start:


Wanderparkplatz Zentrum Inneralpbach 1060 m

GPS-Wegpunkt:
N47 22.640 E11 57.567 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Ab Kufstein fahren Busse nach Inneralpbach

Mit dem Pkw:
Inntalautobahn Ausfahrt Kramsach, von hier über Brixlegg und Alpbach nach Inneralpbach. In Inneralpbach befindet sich im Zentrum auf der linken Seite ein großer Parkplatz. Hier Parkmöglichkeit für den Aufstieg zum Schatzberg. Direkt anschließend verläuft eine Straße links von der Loipe ca. ein bis 1,5 Kilometer bis zu einem weiteren Parkplatz hinter einer kleinen Brücke. Dort eine Parkmöglichkeit für den Aufstieg zum Joel. Achtung: Die Straße vom ersten zum zweiten Parkplatz ist nicht geräumt und es besteht Rutschgefahr - Winterreifen erforderlich!

  • Ab Rosenheim: 80 Km / 1:00 Std
  • Ab München: 135 Km / 1:25 Std
  • Ab Bad Tölz: 80 Km / 1:15 Std
  • Ab Salzburg: 150 Km / 1:35 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Information:
Alpbacher Bergbauernmuseum: Einige hundert Meter oberhalb der kleinen Kirche in Inneralpbach steht am Waldrand der Bauernhof "Vorder-Unterberg". Der Hof wurde in den Jahren 1636 bis 1638 von heimischen Zimmerleuten erbaut und war bis 1952 bewohnt.
Der Bauernhof ist kein totes Museum, hinten im Stall hört man die Kühe, das Gackern der Hühner und das Grunzen der Schweine. Etwa 800 Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände sind zu besichtigen.


Tourenbeschreibung:

Start: Wanderparkplatz Zentrum Inneralpbach

Aufstieg:
Ab dem Parkplatz (Lueger Graben) ca. 100 Meter taleinwärts (nach Osten) gehen, nach einer kleinen Brücke dann links steil in den Hang hinein. An einem Hof vorbei und nach diesem wiederum steil. Dann folgt man der Spur weiter, die über mehrere Lichtungen führt. Man gelangt zur Lueger Alm (1468 m). Nach dieser wird das Gelände wieder etwas steiler. Man kann den steileren Steillen ausweichen, indem man für einige Minuten links einen Fahrweg benutzt. Nach einer Kuppe steht man auf einem breiten Sattel und sieht das weite, fast ebene Gipfelgelände vor sich, in dessen Mitte sich der Gipfel selbst befindet. Ab hier noch ca. 15 Minuten Gehzeit.

Es gibt noch andere Aufstiegs-Varianten:
Einfach einer der vielen Spuren im Lueger-Graben bzw. ab dem Parkplatz folgen. Aufpassen, dass man nicht auf dem Schatzberg oder Saupanzen "landet". Beliebt ist die Variante über die Blaiken-Alm.
Die Aussicht vom Gipfel ist gewaltig: Im Norden das Kaisergebirge, im Westen das Rofan, im Osten die sanften Kitzbüheler und im Süden dominiert der Große Galtenberg, höchster Gipfel der Kitzbühler und ebenfalls ein lohnendes Ziel für Skitouren. Rechts von ihm das bekannte Skigebiet des Wiedersberger Horn.

Abfahrt:
Hier gibt es mehrere Varianten. Entweder man fährt durch das Gelände des Aufstiegsweges oder fährt über eine dieser Varianten, die alle in der Nähe des Parkplatzes wieder enden.

Alternativen:
Verlängerung der Tour über den Saupanzen.
Aufstieg über den Südgipfel des Schatzberg (Hahnkopf, 1902 m), von dort aus ca. 100 Hm in den Sternenboden hinunter und dann über den Gern (Gernsattel) zum Joel-Gipfel.

Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Pendlinghaus
(©Foto-Webcam.eu)

Bergstation Wanglspitz
(foto-webcam.eu)

Die Kamera befindet sich nordöstlich von Ginzling auf 2.087 Meter Seehöhe.
(www.foto-webcam.eu)

Literatur:

Skiführer

Snowcard
von Engler, Martin
Infos: Skiführer

Snowcard

Karte

Alpbachtal
Infos: Karte

Alpbachtal

Skiführer

Skiführer Kitzbüheler, Tuxer und Zillertaler Alpen
von Brandl, Sepp und Hirtlreiter, Gerhard
Infos: Skiführer

Skiführer Kitzbüheler, Tuxer und Zillertaler Alpen

Skiführer

Tiroler Skitouren Handbuch
161 Berge für Einsteiger und Profis
von Pokos, Kurt und Hüttl, Franz
Infos: Skiführer

Tiroler Skitouren Handbuch

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Bereits beim Aufstieg hat man diesen schönen Blick auf das Rofan-Gebirge.In dern unteren Bereichen kann man zeitweise schon eine Blick auf das Gipfelgebiet werfen.Die Gipfelinschrift ist ein eindeutig: Schuld an dem Unglück 1906 war eine Lawine, kein Blitzschlag. Der Steinturm wurde von Joels Vater erbaut.Der Gipfel trägt kein Kreuz.Blick von der Joelspitze nach Südost auf Saupanzen und Lämpersberg. Dahinter der Große Beil.Blick auf Schatzberg (vorn), Gratlspitz (links dahinter) und weiter über das Inntal hinweg ins Rofan. Rechts hinten der Guffert.Schneeschuhgeher beim Abstieg. Im Hintergrund wiederum das Rofan-Gebirge.Der Joel ist aufgrund seiner herrlich weiten, meist baumlosen und nicht zu steilen Hänge ein Abfahrtsparadies ...Auch Schneeschuhwanderungen werden auf die Joelspitze gern unternommen.

Panorama:

  zur Panorama Ansicht ins Bild klicken

Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Eigentlich ist die nachfolgende Geschichte keine Sage, denn sie hat sich tatsächlich zugetragen:

Auf dem Gipfel des Berges befindet sich kein Kreuz, doch dafür steht direkt auf der höchsten Stelle ein übermannsgroßes Steinmal, das Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde. Es steht dort zum Gedenken an den Tiroler Joel, der dort am 21.2.1909 von einer Lawine verschüttet wurde. Nach manchen Quellen war es ein Blitzschlag, aber der Text auf dem Gipfel spricht eindeutig von der Lawine. Er war so geachtet, dass man ihm zu Ehren sogar den Berg von Ackerzint auf Joel umbenannt hatte.