Frozen Church


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Haidwand

»Wenig bestiegener Gipfel über der Schlossalm«


Diese Tour ist eine Fortsetzung derjenigen auf die Mitteralm. Die Haidwand ist ein wenig bestiegener, bis fast oben hin bewaldeter Gipfel zwischen Wendelstein und Farrenpoint. Er ist die westliche Fortsetzung der Hochsalwand. Sehenswerte Gipfelausblicke auf das Alpenvorland mit der Farrenpoint, den Wendelstein und auf die von hier aus gewaltige Kirchelwand.

Blick von der Hochsalwand auf die Haidwand.
Links neben der Haidwand die grünen Almwiesen der Reindlalm.
Rechts hinten im Bild neben der Haidwand der Breitenstein (mit dem spitzen Gipfel).Alpen.

Standort: Reindleralpe (kurz vor der Reindleralm). Rechts die Ausläufer von Soinwand und Wildalpjoch. Der kleine Spitze Hügel in der Bildmitte ist der Riesenkopf. Im Hintergrund die Chiemgauer Alpen.


Kurzinfo:

Region:Bayerische Voralpen
Tourenart:Bergtour (leicht)  
Andere Bergsportarten:Auf dem Gebiet rund um die Haidwand gibt es vermutlich keine Klettermöglichkeiten (Kirchelwand?). Über Mountainbike-Touren liegen uns keine Informationen vor. Das Gebiet um die Reindleralm dürfte aber für Mountainbikefahrer erreichbar, wenn auch teilweise sehr steil sein. Zur Schlossalm unterhalb der Haidwand führt eine MTB-Route.
Erreichte Gipfel:Haidwand 1585 m
Dauer:Parkplatz - Mitteralm (1 1/2 Std.)
Mitteralm - Reindleralm (40 Min.)
Reindleralm - Haidwand (20 Min.)
Haidwand - Parkplatz (2 Std.)
Gesamtgehzeit ca. 4,5 Stunden
Touristinfo:Brannenburg

Anforderung:

Höhenunterschied:St. Margarethen 650 Meter
Mitteralm 1199 Meter
Reindleralm 1430 Meter
Haidwand 1585 Meter
Höhenunterschied zur Mitteralm 549 Meter
insgesamt 935 m
Schwierigkeit:mittel
leicht, zum Gipfel hin Trittsicherheit erforderlich
Hunde:für Hunde geeignet

Einkehrmöglichkeit:

Mitteralm:
Ganzjährig geöffnet, Ruhetage siehe Webseite
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

St. Margarethen bei Brannenburg, 630m


GPS-Wegpunkt:

N47 43.519 E12 05.049  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn über Rosenheim zum Bahnhof Brannenburg. Ab hier gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr (2,5 Kilometer, ca. 150 Höhenmeter, zu Fuß bis zum Wanderparkplatz ca. 1 Stunde).

Mit dem Pkw:

Inntalautobahn Ausfahrt Brannenburg, bei der ersten Ampel in Brannenburg geradeaus weiterfahren in die Sudelfeldstraße (Richtung Bayrisch-Zell), bei der nächsten Straßengablung rechts einfahren in die Dientzenhoferstraße. Der geräumige Wanderparkplatz befindet sich in Margarethen unterhalb der Kirche.


Ab Rosenheim: 20 Km / 0:25 Std
Ab München: 75 Km / 0:50 Std
Ab Bad Tölz: 60 Km / 0:55 Std
Ab Salzburg: 90 Km / 1:00 Std


Mit dem Bike:

Mit dem Bike fährt man ab der Kirche in Brannenburg ca. 2,3 Kilometer (150 Höhenmeter) auf Asphalt.

Information:

Die Kirche St. Margarethen wurde zwar 1445 erstmals urkundlich erwähnt, es gab sie jedoch schon früher als Kapelle. Die umgebenden Gehöfte sind vermutlich zwischen 1000 bis 1100 entstanden. Der Friedhof beherbergt die Gräber und Gedenktafeln bekannter Persönlichkeiten.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

St. Margarethen bei Brannenburg, 630m


Zur Mitteralm:
Zuerst geht es oberhalb des Parkplatzes durch einen lichten Wald auf einer Forststraße steil aufwärts. Die Abzweigung zum Breitenberghaus rechts liegenlassen. Nach ca. 20 Minuten quert man die Wendelstein-Zahnradbahn durch eine kleine Unterführung. Man steigt mäßig durch lichten Wald empor und bleibt ständig in Sichtweite der Zahnradbahn und des links verlaufenden Mühlbachs. Nach einer guten halben Stunde erreicht man auf knapp 1000 Meter Höhe südlich der Salwand die Station "Aipl" der Zahnradbahn. Hier die Gleise überqueren. Jetzt hat man die Auswahl zwischen zwei Wegen, um zur Mitteralm zu gelangen:
Variante 1: Die Forstraße (rechts) weiter bis zur Mitteralm, ca. 30 Minuten. Steil!Variante 2: über den Steig (links) auf dem sog. Winterweg. Dauer ca. eine halbe Stunde. Der Weg führt zunächst flach an einem Bach entlang und dann in Serpentinen durch den Wald steil nach oben direkt bis zur Mitteralm auf 1200 m Höhe. Trittsicherheit erforderlich.Abstieg wie Aufstieg. Zeitweise befindet man sich auf dem Europäischen Maximiliansweg E4.Alternativ kann man die Mitteralm auch mit der Zahnradbahn ab Brannenburg erreichen.

Von der Mitteralm zur Haidwand:
Von der Mitteralm aus entweder auf der Forststraße einige Meter hinunter und dann westlich wieder bergauf, bis man auf diesem Weg nach ca. 30 Minuten zur Reindleralm kommt. Man trifft auf die lehrreichen Tafeln des Geologischen Wanderpfades, die über die Entstehungsgeschichte des Gebirges aufklären. Von der Reindleralm aus auf nur schwer erkennbaren, aber nicht zu schweren Pfaden durch Wald und Latschen in ca. 20 Minuten zum Gipfelkreuz.

Abstieg
wie Aufstieg


Geologie:

Geopark: Oberhalb der Mitteralm, wo der Weg weiter Richtung Wendelstein verläuft, befindet man sich auf einem Teil des "Geopark Wendelstein" (geologischer Lehrpfad). Vor ca. 10000 Jahren erstreckte sich ein kleiner, lokaler Gletscher, der Wendelstein-Gletscher von der Reindler-Alpe bis hinab zur Mitteralm.
Gletschereis fließt ja bekanntlich, und an seinen vorderen und seitlichen Rändern werden Gesteinsbrocken, Schutt, Kies und Sand abgesetzt, die in ihrer Gesamtheit (in unserer Zeit meist als kleine Hügel sichtbar) als Moräne bezeichnet werden.
Der Weg von der Mitteralm zur Reindler-Alpe hinauf führt mitten hindurch durch eine solche Moräne, die vor allem rechts des Weges (bergauf) gut zu erkennen ist.
Dolinen: In 1418 Meter Höhe, knapp vor der Reindleralm, befindet sich eine Senke. Auf einer Schautafel ist hierzu folgender Text zu lesen:"Überall, wo es Kalkberge gibt, bilden sich früher oder später natürliche Höhlen. Das Wendelsteingebiet ist mit solchen Erscheinungen gut bestückt, an manchen Stellen haben diese Höhlen sogar an der Erdoberfläche ihre Spuren hinterlassen.
Wir sehen vor uns ein solches Loch. Es ist entstanden, weil im Untergrund eine Kalkhöhle zusammengebrochen ist. Das Deckengewölbe der ehemaligen Höhle stürzte in den Hohlraum hinein, und an der Erdoberfläche hat sich dieser Zusammensturz in Form eines trichterartigen Gebildes, einer Doline durchgesetzt. Im Zentrum der Doline sehen wir noch eine Kleine Tochterdoline, die später durch einen Nachsturz entstanden sein muss. Übrigens: In der Umgebung der Doline hat der Gletscher, der hier einst geflossen ist, Gesteinsschutt von Gipfel des Wendelstein hierher verfrachtet. Viele Steine enthalten Fossilien wie versteinerte Korallen und Schwämme. Wer ein wenig Glück hat, der findet sicher ein schönes Stück zum Mitnehmen."


Literatur:

Karte:Alpenvereinskarte BY16
Bayerische Alpen Mangfallgebirge Ost: Wendelstein, Traithen
von Alpenverein
Alpenvereinsführer:Alpenvereinsführer Bayerische Voralpen Ost
von Zebhauser, Marianne und Emmeram
Bildband:Land unter dem Wendelstein
von Eberhard, Robert

Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Panorama:


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