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Hochgern-Überschreitung


Über's Silleck und die Staudacher Alm

Den umfassendsten Blick auf den Hochgern hat man vom Nordufer des Chiemsees aus. Markant erhebt sich sein eigenständiger Stock bis in eine Höhe von 1748 Metern. Es gibt verschiedene Wege auf den Gipfel, wobei der bekannteste und einfachste von Marquartstein über die Agergschwendalm verläuft. Wesentlich schwieriger - und nur für sehr geübte und schwindelfreie Bergsteiger geeignet - ist die hier vorgestellte selten begangene Überschreitung. Sie führt von Staudach-Egerndach durch das Alpltal zur Brachtalm und von dort auf schwierigem Weg zum Silleck (1565 m), einem Vorgipfel des Hochgern. Nach dem Übergang zum Hochgerngipfel erfolgt der Abstieg zur Staudacher Alm und über die Schnappenkirche hinunter nach Staudach-Egerndach. Eine lange, aber aussichtsreiche Tour für ausdauernde Wanderer. Die beiden Einkehrmöglichkeiten - Brachtalm und Staudacher Alm - habe nur im Sommer geöffnet.


Die Mini-Kirche auf dem Hochgerngipfel

Die Mini-Kirche auf dem Hochgerngipfel


Übergang vom Silleck zum Hochgern

Übergang vom Silleck zum Hochgern



Kurzinfo:


Region:
Chiemgauer Alpen
Tourenart:
Bergtour
Erreichte Gipfel:
Silleck, Hochgern
Dauer:
ca. 8 Std.
Einkehrmöglichkeiten:
Touristinfo:
Staudach-Egerndach

Anforderung:


Höhenunterschied:
ca. 1350 hm
Streckenlänge:
14,6 km
Schwierigkeit:
schwer
Der Aufstieg zum Silleck ist sehr steil mit kurzen Kraxelstellen, oft schmal und schwer erkennbar, hin und wieder zugewachsen, immer wieder Trittsicherheit und kurzfristig Schwindelfreiheit erforderlich, keinerlei Sicherungen. Ansonsten breite Gehwege und Forststraße sowie einfache bis mittelschwere Bergpfade.
Hunde:
für Hunde geeignet.
Hinweise für Hundebesitzer: Vorsicht beim Betreten von Almgeländen und Weideflächen - Muttertiere schützen ihre Kälber, deshalb Hunde anleinen und Distanz halten, es besteht auch Gefahr für den Hundebesitzer. Bei Gefahr Leine loslassen. Flüchtendes Wild löst auch bei ansonsten friedlichen Hunden den Jagdinstinkt aus und kann zum Verletzen oder Reißen führen. Im Extremfall sind Jäger berechtigt, frei laufende und wildernde Hunde zu erschießen. Bitte die Hinterlassenschaften in Kotbeutel entsorgen und den Beutel ins Tal mitnehmen.
Kinder:
für Kinder ungeeignet

Start:


Staudach-Mühlwinkel 590 m


GPS-Wegpunkt:
N47 46.513 E12 29.138 zu Google Maps


Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit dem Zug bis Prien, weiter mit dem Bus bis Marquartstein. Oder: mit der Bahn nach Übersee, von dort aus mit dem RVO-Bus 9508. Vom Ortszentrum zu Fuß ca. 10 Minuten zum Holzplatz


Mit dem Pkw:
Von der Autobahnausfahrt Bernau am Chiemsee oder Grabenstätt in Richtung Marquartstein. Der Parkplatz befindet sich noch vor Marquartstein in Staudach-Mühlwinkel beim Holzplatz. Zufahrt von der Marquartsteiner Straße in die Hochgernstraße und von dort direkt zum Holzplatz beim Gasthof Mühlwinkl.

  • Ab Rosenheim: 35 Km / 0:35 Std
  • Ab München: 90 Km / 1:05 Std
  • Ab Bad Tölz: 75 Km / 1:05 Std
  • Ab Salzburg: 55 Km / 0:40 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:
hier klicken


Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:


Aufstieg:
Am Wanderparkplatz beginnt der Aufstieg durch das Alpltal (Wegweiser "Brachtalm 2 Std."). Nach wenigen Minuten biegen wir links ab. Das schattige Alplbachtal ist wildromantisch und wir überqueren mehrmals stabile Holzbrücken auf teils verengtem Wanderweg. Immer wieder begleiten uns Gumpen und Wasserfälle. Nach einer guten Stunde, auf einer Höhe von ca. 980 m, mündet der Weg in eine Forststraße. Rechts würden wir zur Staudacher Alm gelangen, unser Weg führt aber links weiter. Wir befinden uns nun auf dem Weg zur Vorderalm. Eine Viertelstunde nach einer Serpentine und zweigt rechts der Weg zur Brachtalm ab. Er ist etwas steiniger, aber die letzten 20 Minuten zur Alm lassen sich trotzdem gut begehen. Wir erblicken die Alm kurz nach Verlassen eines Waldstücks. Dahinter ragt das Silleck empor, und rechts daneben befindet sich der Gipfelbereich des Hochgern.
Direkt am Waldrand bei der Brachtalm beginnt ein unscheinbarer, nicht beschilderter Steig, der an einem Zaun entlang nach Westen leicht bergauf führt. In mehreren Serpentinen geht es aufwärts und nach einer Schleife stetig nach Süden dem Gipfel entgegen. Der Weg ist selten begangen, schmal, oft nicht erkennbar und wird zunehmend steiler. Unterhalb des Gipfels kommen wir in felsiges Gelände, wo uns leichte Kletterei erwartet. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unerlässlich. Anschließend steigen wir durch ein steiles Latschenfeld. Am Gipfelgrat halten wir uns einige Meter flach nach rechts und erreichen das Gipfelkreuz. Von ihm aus fällt der Blick hinunter zur Bracht- und Vorderalm, aber im Westen ruft bereits der Gipfel des Hochgern.
Wir gehen wieder wenige Meter zurück und gelangen über dem nach Südwesten führenden Weg, vorbei an dem kleinen Josef-Troger-Gedenkkreuz zum Osthang des Hochgern. Der Steig ist oft stark zugewachsen, er verläuft meist direkt am Grat, und einmal muss man bei einer steilen Stelle zum Kraxeln auch die Hände zu Hilfe nehmen. Endlich am Gipfel des Hochgern angekommen, erwartet uns die bekannte Miniaturkapelle und etwas dahinter natürlich das hölzerne Gipfelkreuz.


Abstieg:
Zunächst folgen wir dem südwestlich verlaufenden Hauptweg für ca. 250 Meter, dann verzweigt sich der Weg, wir biegen hier rechts (nördlich) zur Staudacher Alm ab. Nach 150 Meter wendet der Steig nach links, und nun müssen wir die nächsten 500 Höhenmeter in unzähligen kleinen Serpentinen größtenteils durch Wald absteigen. Immer wieder ist Trittsicherheit erforderlich, bis wir endlich wieder Almgelände erreichen. Unser Steig mündet in den Verbindungsweg zwischen Bracht- und Staudacher Alm, hier halten wir uns links und erreichen in wenigen Minuten die Alm (im Sommer geöffnet). Bei ihr endet eine Forststraße. Auf dieser wandern wir einige Minuten, bis in einer Rechtskurve links ein Pfad zur Schnappenkirche abzweigt. Dieser bringt uns in einer halben Stunde bei nur geringem Gefälle zu unserem nächsten Ziel. Bei der Kirche überrascht der weite Blick in das Alpenvorland, zu unseren Füßen liegen das Achental und der Chiemsee. Um nun unsere letzte Etappe anzutreten, betreten wird den schmalen Pfad hinter der Kirche (Wegweiser). Über diesen gelangen wir in einer guten Stunde auf unseren Aufstiegsweg im Alplbachtal. In diesen biegen wir links ein und sind in zehn Minuten wieder an unserem Ausgangspunkt "Mühlwinkl".


GPS-Daten:


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3. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.
4. Bitte jede Tour gut vorbereiten, nur passende Bergausrüstung verwenden und das eigene Können nicht überschätzen. Touren, die nicht als leicht gekennzeichnet sind, sind nur für Profis geeignet. Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung.


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Webcams:


Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Marquartstein
© https://www.foto-webcam.eu

Reifinger See
© https://www.terra-hd.de

Grassau-Hochplatte
© https://www.terra-hd.de

Ähnliche Tour:


Zur Brachtalm unterm Hochgern
Von Staudach-Egerndach durch das Alpltal
  zur Tour, hier klicken

Flora und Fauna:

Bärenklau am Osthang des Hochgern Vorsicht: kann Rötungen und Schwellungen verursachen)


Literatur:


Karte

Alpenvereinskarte BY18
Chiemgauer Alpen Mitte: Hochgern, Hochfelln
von Alpenverein
Infos: Karte

Alpenvereinskarte BY18

Galerie:



Weitere Bilder:

Im wildromantischen AlpltalHochgerngipfelAbstieg vom HochgernDie Schnappenkirche mit dem Chiemsee

Gipfelpanorama bei PeakFinder:

zu Peakfinder auf roBerge.de


Autor/en:




  • Openstreetmap Darstellung von J.Dankoweit



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