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Tristmahlnschneid ab dem Priental

Reizvolle Wanderung auf einen ruhigen Grashügel

Berg oder kein Berg? Daran scheiden sich bei der Tristmahlnschneid die Geister. Zumindest findet man hier kein Gipfelkreuz (Stand August 2021), aber das kann sich ja noch ändern. Der unscheinbare Wiesengipfel ist 1452 m hoch und liegt einige hundert Meter östlich neben seinem bekannten Nachbarn Spitzstein. An seinem Nordhang entspringt der Kohlstätter Bach, der bei Innerwald in die Prien mündet. Früher wurde die Schneid auch Trüstner-Alpe genannt. Der Name kommt vermutlich von „Tristen" oder „Driste" (ein großer Heuschober, der an einer Stange auf Bergwiesen aufgestellt ist) und von „Mal" (Fleck, auch Grenze oder Grenzzeichen).
Die Wanderung verläuft im unteren Bereich meist durch Wald, ist also landschaftlich nicht sonderlich interessant. Ab der Brandlbergalm jedoch weitet sich die Sicht, wobei insbesondere Nordwand und Gipfel des Spitzsteins einen schönen Blickfang bieten. Insgesamt gesehen ist die Route landschaftlich recht reizvoll. Einkehrmöglichkeit gibt es keine, außer man nutzt die angegebene Variante zu Spitzsteinhaus bzw. Altkaseralm.


Die Tristmahlnschneid

Die Tristmahlnschneid


Kurzinfo:

Region:
Chiemgauer Alpen
Tourenart:
Bergtour
Erreichte Gipfel:
Tristmahlnschneid 1452m
Dauer:
ca. 3,5 bis 4 Std.
Touristinfo:
Sachrang

Anforderung:

Höhenunterschied:
ca. 790 hm
Streckenlänge:
8,5 km
Schwierigkeit:
mittel
Im unteren Bereich Forststraße, ansonsten einfache Bergwege. Hin und wieder, insbesondere vor dem Gipfelbereich, ist Trittsicherheit erforderlich.
Hunde:
für Hunde geeignet.
Besondere Vorsicht beim Betreten von Almgeländen und Weideflächen: Muttertiere schützen ihre Kälber, deshalb Hunde anleinen und Distanz halten, es besteht auch Gefahr für den Hundebesitzer. Bei Gefahr Leine loslassen.
Flüchtendes Wild löst auch bei ansonsten friedlichen Hunden den Jagdinstinkt aus und kann zum Verletzen oder Reißen führen. Im Extremfall sind Jäger berechtigt, frei laufende und wildernde Hunde zu erschießen.
Bitte die Hinterlassenschaften in Kotbeutel entsorgen und den Beutel ins Tal mitnehmen.
Kinder:
für größere Kinder mit Trittsicherheit geeignet

Start:


Parkplatz bei Innerwald im Priental 719 m

GPS-Wegpunkt:
N47 42.674 E12 16.861 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn bis Prien am Chiemsee; von dort weiter bis nach Aschau i.Ch. Ab Aschau weiter mit Linienbus in Richtung Sachrang, Haltestelle Innerwald liegt noch vor Sachrang (Haltestelle Grattenbach-Innerwald). Bus fährt nicht an Sonn- und Feiertagen. Von der Haltestelle aus geht man bis zum Wanderparkplatz noch ca. 250 m an der Straße entlang Richtung Süden/Aschau.

Mit dem Pkw:
Autobahn A8 (München-Salzburg) bis Ausfahrt Frasdorf oder Bernau a. Ch., von dort jeweils ca. 5 km nach Aschau, von Aschau aus weiter in das Priental Richtung Sachrang. Kurz hinter Innerwald befindet sich der Wanderparkplatz rechts in dem kleinen Waldstück.
Wer Richtung Spitzstein wandern will, findet 250m weiter oben einen kleinen Wanderparkplatz.

  • Ab Rosenheim: 30 Km / 0:35 Std
  • Ab München: 85 Km / 0:55 Std
  • Ab Bad Tölz: 70 Km / 1:00 Std
  • Ab Salzburg: 70 Km / 0:50 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Aufstieg:
Wir starten am Wanderparkplatz von Innerwald und richten uns hier nach dem Wegweiser zum Spitzstein. Einige Minuten verläuft die breite Forststraße durch einen Wald, danach verlassen wir den Hauptweg links aufwärts in einen Karrenweg. Dieser führt uns, meist durch lichten Wald, einige Zeit parallel am Kohlstätter Bach entlang, den wir dann auf einer Höhe von 900 Meter über eine Brücke queren. Der Steig wird steiler und etwas mühsamer, bis wir schließlich die idyllisch gelegene Brandelbergalm und im Hintergrund den Spitzstein erblicken. Hier geben uns die Bänke an der Hüttenwand Gelegenheit zu einer kurzen Trinkpause. Einige Meter links befindet sich eine alte Holzbank, die uns einen schönen Blick hinüber auf den Geigelsteinblock bietet.
Links am Almgebäude vorbei führt ein Steig über die Wiesenhänge auf die Einsattelung zwischen Spitzstein und Brandelberg. Am Sattel folgen wir nach links der Beschilderung Richtung Spitzsteinhaus. Es geht durch eine Latschengasse bergauf, direkt auf den markanten Felsturm zu. Über eine schrofige Stufe am Fuße des Zinkens quetschen wir uns linkshaltend durch einen Spalt hindurch und passiere ihn dann nach rechts. Es folgt ein weiterer Turm, der über eine schrofige Rinne, die mit Hilfe der Hände überwunden wird, zu umgehen ist. Auf die Rinne folgt ein kurzer Anstieg durch eine Latschengasse, bevor wir auf einige schrofige Steilstufen treffen. Über die Felsen hinweg kommen wir kurz darauf zu einer Weggabelung. Rechts geht es den steilen, seilversicherten Nordwandsteig zum Spitzsteingipfel, wir gehen stattdessen linkshaltend durch die Latschen (Wegweiser Richtung Spitzsteinhaus).
Nach wenigen Minuten erreichen wir den grasigen Kamm mit Blick auf den sanften, lang gezogenen Wiesenkamm der Tristmahlnschneid (1452m). Am höchsten, östlichen Punkt des Grasrückens ohne Gipfelkreuz, den wir weglos ansteuern, haben wir ein fantastisches Panorama mit Blick ins Inntal, in die Chiemgauer Alpen und ins Kaisergebirge.

Abstieg:
Wir wählen eine teils weglose Route über die Wiesenhänge zu der tiefer liegenden Tristmahlnalm. Auf dem Almweg halten wir uns zunächst südlich, verlassen ihn aber nach wenigen Metern wieder bei einem Wegweiser nach links. Zunächst undeutlich, betreten wir bald den Wald und stoßen kurz darauf auf den Wanderweg, der rechts vom Spitzsteinhaus kommt. Hier halten wir uns links. Diesem zunächst schmalen, später breiteren und teils grobschottrigen Weg folgen wir etwas eintönig die nächsten 2,5 km durch den Mischwald, bis wir kurz vor Innerwald wieder auf unsere Aufstiegsroute treffen. Über diese gelangen wir in wenigen Minuten zu unserem Ausgangspunkt.

Einkehrvariante:
Sofern wir einkehren wollen, können wir ab der Tristmahlnalm dem Wegweiser zum Spitzsteinhaus folgen, der uns über die Aueralm zum Spitzsteinhaus bzw. zur Altkaseralm führt (einfacher Bergweg knapp 30 Minuten). Wieder zurück wandern wir zuerst auf dem Hinweg bis zur Aueralm. Bei der Gabelung hinter dem Almgebäude halten wir uns auf den rechten Weg und folgen der Beschilderung nach Innerwald. Nach kurzer Zeit stoßen wir auf den oben genannten Weg und gelangen wie beschrieben nach Innerwald.

GPS-Daten:

GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein.
Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar).
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Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Die Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung ist nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de möglich. Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung.
Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darf. Die Tracks dürfen nie ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet verwendet werden.
Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Sachrang
(terra-hd.de)

Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Ähnliche Tour:

Tristmahlnschneid
Unscheinbarer Nachbar des Spitzstein
  zur Tour, hier klicken

Literatur:

Karte

Alpenvereinskarte BY17
Chiemgauer Alpen West: Hochries, Geigelstein
von Alpenverein
Infos: Karte

Alpenvereinskarte BY17

Galerie:


Weitere Bilder:

Eine der schrofigen StellenDie TristmahlnalmBlick zur Brandelbergalm

Gipfelpanorama bei PeakFinder:

zu Peakfinder auf roBerge.de


Autor/en:

Text: Wim43, Reinhard Rolle
Fotos: Wim43  


  • Openstreetmap Darstellung von J.Dankoweit