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Rotbachlspitze

Die längere Variante über das Schrammachkar

Eine landschaftlich eindrucksvolle Tour mit traumhaftem Gipfelblick auf die Hochfeiler-, Ortler-Gruppe, die Stubaier- und Ötztaler Alpen und natürlich auf Südtirol. Hier befinden wir uns in hochalpinem Gelände, trotzdem kann die Tour von jedem einigermaßen trittsicheren Bergsteiger erstiegen werden. Schon kurz nach Beginn der Wanderung entdecken wir den eisbedeckten Gipfel des Olperer, Schrammacher und Hohen Riffler. Der Aufstieg zum Gipfel ist relativ unschwierig, aber lang. Zur Einkehr lockt - wem der Touristentrubel nichts ausmacht - das Pfitscher-Joch-Haus, zum dem man von der italienischen Seite aus mit dem Auto teilweise (bis zur 4. Kehre) hinauffahren kann. Es liegt direkt an der Grenze auf italienischer Seite und bietet alles von Sauna bis zu Spaghetti. Wer dem Rummel aus dem Weg gehen will, kehrt auf dem Rückweg in der alten Lavitz-Alm ein, die mit schmackhaften Almbrotzeiten aufwartet.


Im Abstieg zeigt sich im schrägen Spätnachmittaglicht die Rotbachlspitze in ihrer ganzen Schönheit. Man erkennt wo der Rotbach entspringt und in einem rostigrotem Bachbett nach unten verläuft.

Im Abstieg zeigt sich im schrägen Spätnachmittaglicht die Rotbachlspitze in ihrer ganzen Schönheit. Man erkennt wo der Rotbach entspringt und in einem rostigrotem Bachbett nach unten verläuft.

Gipfel der Rotbachlspitze vor dem Hochferner

Gipfel der Rotbachlspitze vor dem Hochferner


Kurzinfo:

Region:
Zillertaler Alpen
Tourenart:
Bergtour
Erreichte Gipfel:
Rotbachlspitze 2897 m
Dauer:
Ca. 6 - 6,5 Std.
Einkehrmöglichkeiten:
Touristinfo:
Ginzling
Mayrhofen

Anforderung:

Höhenunterschied:
1360 hm
Streckenlänge:
20 km
Schwierigkeit:
(mittel)
Mittel (bis zu S3).
Im Schrammachkar und zum Gipfelaufsteig gute Trittsicherheit erforderlich, die letzten Hundert Höhenmeter zum Gipfel hin steil auf Schotter und Sand.
Hunde:
Für Hunde geeignet

Start:


Parkplätze am Schlegeis-Speicher 1805 m

GPS-Wegpunkt:
N47 02.422 E11 42.204 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit dem Zug bis nach Mayrhofen im Zillertal. Von hier (z.B. Bahnhof, Penkenbahn) mit der Buslinie "Christophorus" über Ginzling nach Breitlahner und Schlegeis Stausee. Info: christophorus.at

Mit dem Pkw:
Inntalautobahn Ausfahrt Wiesing /Zillertal. Im Zillertal über die B169 bis nach Mayrhofen, von dort ist die Auffahrt Richtung Schlegeis auf der Schlegeis-Alpenstraße über Hochsteg und Ginzling bis zum Ghs. Breitlahner ganzjährig möglich. Ab Breitlahner Mautpflicht bis zu den Parkplätzen am Stausee (14 Euro Stand 2020, Wartezeit an der Ampel bis zu 15 Minuten - Zeitanzeige auf der Ampel). Der erste Parkplatz, direkt nach dem letzten Tunnel, ist geeignet für Touren in Richtung Friesenberghaus, die hinteren beiden Parkplätze für Touren Richtung Olperer, Pfitscher Joch und Furtschaglhaus.
Den einspurigen Harpfnerwandtunnel (Wartezeit) umfährt man seit dem Ausbau der Straße besser durch die Dornauberg-Schlucht, falls die Ampel rot zeigt. Die Weiterfahrt über die Mautstraße zum Schlegeisspeicher ist erst ab der zweiten Maihälfte möglich (Schranke). Für den ersten, einspurigen Abschnitt durch die Tunnelstrecke gibt es eine Ampelregelung. Wer vor der Öffnung der Mautstelle (6 Uhr) auffährt, kann per Knopfdruck Grün bestellen.
Aufgrund des Instagram-Hotspots bei der Olperer Hütte kann an manchen Tagen die Parkplatzkapazität am Schlegeisspeicher erschöpft sein, wenn man am späten Vormittag ankommt.

  • Ab Rosenheim: 125 Km / 1:45 Std
  • Ab München: 175 Km / 1:55 Std
  • Ab Bad Tölz: 105 Km / 1:35 Std
  • Ab Salzburg: 195 Km / 0:30 Std

Mit dem Bike:
Die Mautstraße wird ganzjährig der für den Werksverkehr offengehalten, so daß fast immer ein Auffahrt mit dem MTB auf eigene Gefahr möglich ist.
Die Auffahrt ab dem Zillertal bis zum Schlegeisspeicher ist bei Bikern beliebt, bildet sie doch einen Teil der Überschreitung des Alpenhauptkamms über das Pfitscher Joch. Der Abschnitt weist ab Finkenberg bis zum Pfitscher Joch eine Entfernung von 35 Kilometer und 1437 Höhenmeter auf (bis zum Schlegeisspeicher: 30 km, 970 Höhenmeter).

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Information:
Die Schlegeis-Staumauer ist 725 Meter lang und 131 Meter hoch. Im Bergrestaurant beim vorderen Parkplatz gibt es Informationen über Führungen in die Mauer (im Sommer stündlich). Dabei erhält man auch interessante Informationen über die Stromerzeugung aus Wasserkraft, über den Naturraum der Zillertaler Alpen und über Wanderungen rund um den Stausee Schlegeis.


Tourenbeschreibung:

Start: Parkplätze am Schlegeis-Speicher

Speicher Schlegeis - Pfitscher Joch:
Vom Parkplatz aus gehen wir gleich westlich auf den Weg ins Unterschrammachkar. Bereits nach einer halben Stunde stehen wir in einem wunderschönen kleinen Hochtal am Unterschrammachbach mit tollen Blick auf Schammacher, Fußstein und Olperer. Es geht nochmal eine Stufe hinauf auf den Hinterboden auf ca. 2300m, einem weiteren flachen Kessel mit ein paar kleinen Seen. Hier mündet auch der Höhenweg von der Olpererhütte ein und es zweigt der Aufstieg zur Alpeiner Scharte ab. Wir wählen die dritte Alternative und steigen in westlicher Richtung aufwärts zum Pfitscherjoch, das auf dem Wegweiser mit 3h und einem schwarzen Punkt angegeben ist. Waren bis zum Hinterboden noch einige Wanderer unterwegs, so wird es jetzt bis kurz vor dem Pfitscherjoch einsam. Wir steigen zuerst noch im Unterschrammachkar auf ca. 2400m in Serpentinen steil hoch, bevor wir dann auf einem wunderschönen Höhenweg das Kar verlassen. Tief unten leuchtet der türkise Schlegeisspeicher mit dem Zamser Grund, in dem die vielen geparkten Autos in der Sonne glitzern. Gemütlich geht es unterhalb der Ameiskopf genannten Felsschulter herum in das weite Oberschrammachkar, das man nun fast höhengleich durchläuft. Dabei queren wir den Oberschrammachbach, der einer langen plattpolierten Steinrutsche gleicht. Wir werden dabei mit unzähligen Markierungen, Absperrbändern und Hinweisschilderen ein Stück nach oben geleitet, um dort im gerölligen Teil den Bach unproblematisch zu überqueren. Diese enorme Zahl an Markierungen ist vermutlich der Tatsache geschuldet, dass es hier immer wieder bei der Bachquerung zu tödlichen Ausrutschern gekommen ist; 2018 sind hier innerhalb weniger Monate drei Wanderer tödlich verunglückt. Nach dem Verlassen des Oberschrammachkars verändert sich die Landschaft, wir gelangen in den sanfteren, grasigen Bereich des Pfitscherjochs. Gegenüber sehen wir bereits das Gipfelziel, die Rotbachlspitze, die von hier relativ unspektakulär wirkt, mit seinem langen Westgrat, über den der Aufstieg erfolgt. Bis zum Pfitscherjoch verlieren wir nun ca. 150 Höhenmeter, wir erreichen es nach 2,5 Stunden..

Aufstieg zur Rothbachlspitz:
Wir wenden uns ca. 200 Meter vor dem Pfitscher-Hoch-Haus (also nördlich von diesem) nach Osten und steigen genau auf der Grenze zwischen Nord- und Südtirol durch Wiesengelände über den harmlosen Westgrat zur Rotbachlspitze hoch. Relativ unschwierig und kaum ausgesetzt geht es nun hoch zum schuttigen Gipfelhang. Auch hier ist der Weg unschwierig und der Hang nicht absturzgefährdend. Es wird allerdings immer steiler und die Wegbauer haben mit Serpentinen extrem gegeizt. So steigen wir den immer steiler werdenden Hang teils direkt nach oben. Der sandige-schuttige Boden ist aber gut begehbar und wir kommen gut aufwärts. Schließlich ist der Gipfel der Rotbachlspitze (2897m) erreicht. Die Fernsicht von hier oben ist aufgrund der höheren Gipfel rundherum etwas eingeschränkt, dafür sind die Ausblicke beeindruckend. Vor allem das südlich von uns stehende Massiv vom Hochferner mit seinen düsteren Felsrippen und den darin runterfließenden Gletscher hat fast schon Westalpenflair. Im Norden zeigt sich der gesamte Tuxer Hauptkamm in voller Schönheit.

Abstieg:
Der Abstieg erfolgt zuerst auf dem gleichen Weg zurück zum Pfitscher Joch. Dort wenden wir uns rechts und steigen auf der auf der unebenen Forststraße hinunter zum Zamserbach, der hier auf dem wieder flachen Gelände stark mäandert. Von hier aus wandern wir weiter zur Lavitzalm, wo wir eine wesentlich gemütlichere und ruhigere Einkehr als auf dem Pfitscher Joch Haus mit seinem Trubel vornehmen können. Von hier aus folgen wir dem Weg weiter durch den Zamser Grund direkt zum Schlegeisspeicher.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Bergstation Wanglspitz
(foto-webcam.eu)

Sistrans
(www.stefanjud.net)

Literatur:

Wanderführer

Zillertal - mit Gerlos, Tuxer, Schmirn- und Valser Tal
Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen
von Klier, Walter
Infos: Wanderführer

Zillertal - mit Gerlos, Tuxer, Schmirn- und Valser Tal

Karte

Alpenvereinskarte 35/1
Zillertaler Alpen West
von Alpenverein
Infos: Karte

Alpenvereinskarte 35/1

Galerie:


Diashow:

Die sandig-schuttigen Hänge im Gipfelbereich, hinten das Pfitscher TalDas weite Oberschrammachkar mit dem gleichnamigen Bach. Vorne die glatten Steinplatten, die einigen Wanderern zum Verhängnis wurden.Auf dem Normalweg geht es runter zum Schlegeisspeicher

Gipfelpanorama bei PeakFinder:

   zu Peakfinder auf roBerge.de




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