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Lechneralm-Runde

Über die Schlipfgrubalm

Eine abwechslungsreiche, mittelschwere Runde, die bis unter die Hochsalwand führt. Von Brannenburg aus zuerst auf Asphalt, später auf Forststraße am Kirchbach entlang durch den Wald, der sich zum höchsten Ziel hin immer mehr öffnet. Die Lechner Alm ist im Sommer bewirtschaftet, es gibt einfache Almbrotzeiten bei schönen Blick über das Inntal auf die westlichen Chiemgauer Berge (Heuberg, Hochries ...). Zu Beginn der Abfahrt dann ein kurzer Wiesentrail, ggf. schieben. Die weitere Rückfahrt erfolgt über die bewirtschaftete Breitenberghütte und wird nach dieser teilweise sehr steil, bevor wir wieder unten an unserem Ausgangspunkt ankommen.


Die Lechneralm ist namensgebend für diese Tour

Die Lechneralm ist namensgebend für diese Tour


Kurzinfo:

Region:
Bayerische Voralpen
Tourenart:
Mountainbike
Dauer:
Auffahrt ca. 1 Std. 30 Min., Abfahrt ca. 30 Min.
Einkehrmöglichkeiten:
Touristinfo:
Brannenburg

Anforderung:

Höhenunterschied:
695 hm
Streckenlänge:
11,2 km
Schwierigkeit:
(mittel)
Zu Beginn steile Asphaltstraße. Anschließend Forstweg, der später immer steiniger und zwischendurch auch mal steiler wird. Wiesentrail unterhalb Lechneralm (Abfahrt), nach der Breitenberghütte stellenweise sehr steil, Singletrail-Skala S3

Start:


Parkplatz Sagbruck (Holzparkplatz) 670 m

GPS-Wegpunkt:
N47 44.341 E12 04.537 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn bis nach Brannenburg. Von dort mit dem Bus bis zum Posterholungsheim. Ab hier zu Fuß in 1,5 km (100 Höhenmeter) zum Wanderparkplatz.

Mit dem Pkw:
Inntalautobahn Ausfahrt Brannenburg links abbiegen. In Brannenburg bei der Kreuzung mit der Ampel geradeaus weiter in die Sudelfeldstraße, nach 800 m rechts in die Mühlenstraße. Nach weiteren 900 Metern links in die Schrofenstraße. Auf dieser bleiben, sie geht später in die Bergstraße über. Der geräumige Wanderparkplatz befindet sich am Ende der Straße (wo es rechts zur Gaststätte Kogl geht).

  • Ab Rosenheim: 20 Km / 0:25 Std
  • Ab München: 75 Km / 0:50 Std
  • Ab Bad Tölz: 30 Km / 0:50 Std
  • Ab Salzburg: 90 Km / 1:00 Std

Mit dem Bike:
Von der o.g. Kreuzung in Brannenburg (die erste nach der Autobahnausfahrt) fährt man ca. 3,3 Kilometer mit dem Bike ungefähr 150 hm bis zum Wanderparkplatz.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Parkplatz Sagbruck (Holzparkplatz)

Auffahrt:
Vom Parkplatz Sagbruck fahren wir zuerst über die Bachbrücke, dann auf der Asphaltstraße in Richtung Schlipfgrubalm. Nach der Schlipfgrubalm folgen wir der Forststraße für ca. 1,7 km. Dort treffen wir auf eine Wegegabelung, die rechts zur Schuhbräualm führt. Wir aber wenden uns hier links. Bald wird der Weg flacher, und wir fahren durch das bewaldete Kirchbachtal entlang durch den Wald nach Süden. Später wendet sich der Weg nach Westen. Bald erreichen wir das Almgelände. In dem Kessel hoch über uns entdecken wir die malerisch gelegene Lechneralm. Darüber erheben sich links die Hochsalwand und rechts daneben das steile Lechnerköpfl. Die letzen 150 Meter der Forststraße bis zur Lechneralm sind recht steinig.

Abfahrt:
Wir fahren von der Lechner Alm ca. 400 m auf dem Weg zurück, bis rechts ein Wanderweg abzeigt. Ab hier müssen wir das Rad auf dem Steig schieben. Nach knapp 100 Metern überqueren wir ein Rinnsal, das ist der Kirchbach, der einige Meter unterhalb der Lechner Alm entspringt, und der uns schon längere Zeit bei der Auffahrt begleitet hat. Nach weiteren 250 Metern (kurzer Wiesentrail) können wir am Waldrand wieder aufsteigen und folgen nun dem Weg, der uns an der Breitenberghütte vorbei bringt. Nach ihr ist die Forststraße zwar gut befestigt und befahrbar, aber stellenweise extrem steil. In einem weiten Rechtsbogen überwinden wir das letzte steile Stück und erreichen die ehemaligen "Drei Linden", von denen die größte davon 2016 durch einen Sturm zerstört wurde. Hier biegen wir links ab und fahren bis zu einer Schranke. Dort biegen wir links in die Asphaltstraße ein. Über einen kleinen Zwischenanstieg erreichen wir schließlich die Forststraße, die zur Schlipfgrubalm führt. Hier biegen wir rechts ein und sind in einer Minute bei unserem Ausgangspunkt "Sagbruck".

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

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Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Wendelstein "Gacher Blick"
(©www.foto-webcam.eu)

Törwang / Samerberg
(www.foto-webcam.eu)

Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Ähnliche Tour:

Hochsalwand ab Brannenburg
Über Schlipfgrub- und Lechneralm
  zur Tour, hier klicken

Der Bergsturz am Schrofen:

Bei dieser Tour umrunden wir neben dem Breitenberg auch den Schrofen (1027 m). Von diesem ausgehend, bedrohte im Jahr 1851 eine große Mure ganz Brannenburg. Bei dem hohen Schrofen handelt es sich um einen der sogenannten "Schuttberge". Den nachfolgenden Artikel erhielten wir mit freundlicher Genehmigung vom Oberbayerischen Volksblatt Rosenheim, erschienen am 6. Juni 2001. Es geht um eine verhängsnisvolle Naturkatastrophe.

August 1851 - lange Regenfälle. 1,8 Millionen Kubikmeter Gestein stürzten am Schrofen aus ca. 1030 Meter Höhe zu Tal und versperrten den Lauf des Kirchbachs. Dahinter staute sich ein riesiger See auf. Als dieser schließlich durchbrach, bildete sich eine gewaltige Mure, die ganz langsam abwärts strömte und dabei sieben Anwesen niederwalzte, darunter die Kirchbachmühle und sechs von sieben Häusern mit ihren Feldern.
Südwestlich des Schrofen liegt in etwa 900 Meter Höhe die Grassau (früher Grafau). Hierbei handelt es sich um ein nasses, filzenähnliches Gebiet, dessen Wässer durch eine Mergelschicht versickern und nördlich vom Schrofen in etwa 730 Meter als Saubach wieder hervortreten.

Der unterirdische Wasserdurchzug durch tief liegende Schichten wirkt als ständige Unterspülung und Auswaschung und führte bereits 1610 und 1770 durch wochenlange Regenfälle zu Abbrüchen. Die Chronik: "Seit unfürdenklichen Zeiten ist man gewohnt, kleinere oder größere Stücke des Schrofen abfallen zu sehen. ... dessen oft abstürzendes Steingeröll nicht selten ein erschreckendes Getöse macht."
Nach wochenlangen Regenfällen erfolgte am 9. August 1851 ein bedeutender Geröll- und Schlammabsturz aus einem Großteil des Gipfels. Das sich dahinter stauende Wasser des Kirchbachs und weiterer Quellen schob die Schuttmassen stetig nach vorne, die Bewohner von Brannenburg und Degerndorf waren angesichts der sich abzeichnenden Gefahr emsig um die Ableitung des Wassers bemüht.
Bald erkannte man, dass entweder die Ortschaft Brannenburg oder, den Weg des Kirchbachs folgend, die ehemaligen Gebäude am jetzigen Postheim sowie das südlich davon jenseits des Kirchbachs liegende Dörflein Gmain verschüttet werden würde.
In einer Bittprozession beteten die Bewohner um Abwendung der Gefahr. Am 11. August wurde den Anwohnern, wo sich Kirchbach- und Sägemühle mit Ölstampf, die Müllnerwohnung mit Ökonomiegebäuden und 200 Schritt abwärts fünf kleine Häuschen befanden, die Räumung ihrer Häuser empfohlen. Am 13. August war die Mühle bereits bis zum Dach von Schutt umgeben. Die Mure zerstörte zehn Gebäude, von den fünf Häuschen in Gmain blieb nur das Weber-Haus unversehrt. Insgesamt 40 bis 50 Tagwerk Fläche mit 1,8 Millionen Kubikmeter Schutt wälzten sich zu Tal und vernichteten fruchtbaren Boden.

Am Weber-Haus erinnert eine Tafel mit folgender Inschrift an das Ereignis:"Gott und der Heiligen Maria sei großer Dank. Erinnerung an den Bergsturz 1851. Der Weber-Vater in der Gmain, Ihm war dies Heimat sein, doch als das Unglück kam in Sicht, da wollt er es verlassen nicht, dafür drei Tage eingesperrt, fand sein Heim er unversehrt, vier seiner Nachbarn zogen fort, suchten sich einen anderen Ort. Geschehen vom 10. - 15. August 1951".
Die Bewohner von Brannenburg und Degerndorf gelobten zwecks Verschonung der beiden Orte einen Bittgang auf der Landstraße nach Rosenheim zur Loretokapelle, worin eine Votivtafel den Bergsturz zeigt. Sie enthält folgenden Text: "Vom 9. bis 16. August stürzte ein Teil des Schrofenberges herab und drohte Brannenburg und Degerndorf zu verwüsten. Auf wundersame Weise blieben diese beiden Dörflein verschont, aber von der Gmein wurden sechs Häuser verwüstet, nur eines blieb stehen und der ungeheure Schutt am Kirchbach hinab drohte auch noch für die Zukunft allen Bewohnern des gesagten Baches mit Verwüstung ihrer Häuser und Felder. Dankend für die Rettung und flehend um die mächtige Fürbitte Mariens haben alle Nachbarn einen jährlichen Bittgang Loreto bey Rosenheim verlobt und opfern zum Angedenken dies Tafel an das Maria-Hilf-Kirchlein."

Die Flusswallfahrt kam in den dreißiger Jahren durch den zunehmenden Straßenverkehr zum Erliegen, dafür wurde ein Bittgang nach Schwarzlack abgehalten. 1993 erneuerte die Degerndorfer Pfarrgemeinde "Christkönig" dieses Gelübde und führt die Wallfahrt seitdem mit dem Fahrrad durch.
Die Gedenktafel zum 100. Jahrestag des Bergsturzes, die früher außen am Postheim bei den eingemauerten Mühlsteinen der alten Kirchbachmühle angebracht war, ist jetzt bei der unteren Eingangstüre.
Weiter steht der Schrofen sowie der Kirchbach unter ständiger Kontrolle durch das geologische Landesamt und des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim. Verbauungen im Kirchbach, übrigens als erster Wildbach in Bayern, die sich bin in die Jetztzeit erstrecken sowie der sofort nach dem Murenabgang erstellte Pallavicini-Graben reduzierten das Muren- und Hochwasserrisiko erheblich.

Flora und Fauna:

Galerie:


Diashow:

Hier fahren wir links, rechts geht's zur SchuhbräualmDer Forstweg kurz vor der LechneralmBlick von der Lechneralm auf die Chiemgauer Berge

Autor:

 Autor: Reinhard Rolle   Autorenportrait


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