Über die Nattersberg- und Hemmersuppenalm
Das Gebiet unterhalb des Fellhorns ist eines der wenigen, das für jede Freizeitbeschäftigung in den Bergen und zu jeder Jahreszeit geeignet ist. Seien es die gemäßigten Wanderer, die geübteren Bergsteiger oder die Mountainbiker - hier kommt jeder auf seine Kosten. Im Winter ist die Hemmersuppenalm, das ist der Name des Almgebietes oberhalb der Hindenburghütte, ein einziges Langlaufparadies mit Loipen in jedem Schwierigkeitsgrad. Dazwischen sind Wanderwege für Fußgänger angelegt. Schneeschuh- und Skitourenfreunde steigen von der Hemmersuppenalm aus gern auf einfachen Wegen zur Eggenalm und weiter zum Fellhorn Straubinger Haus).
GPS-Wegpunkt:
N47 39.430 E12 32.462 zu Google Maps
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Von München bis zum Bahnhof "Prien am Chiemsee", von dort Anschlußbus nach Reit im Winkl. Weitere Busverbindung über Ruhpolding.
Mit dem Pkw:
Autobahn München - Salzburg, über Ausfahrt Bernau nach Kössen und Reit im Winkl. Seegatterl befindet sich dann außerhalb von Reit im Winkl in Richtung Ruhpolding. Oder über Ausfahrt Traunstein über Ruhpolding Richtung Reit im Winkl. Seegatterl befindet sich dann nach den Seen kurz vor Reit im Winkl. Achtung: An schönen Wochenenden ist der Parkplatz schnell überfüllt.
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Vom großen Seegatterl-Parkplatz gehen wir über die kleine Brücke auf der südwestlichen Seite des Parkplatzes auf den kleinen Parkplatz. An dessen Ende beginnt der Wanderweg. Über ein paar Serpentinen wandern wir durch den Bergwald hinauf, bis wir die nach einer halben Stunde die Nattersbergalm erreichen. Entweder benutzen wir noch vor der Hütte den Wanderweg zwischen zwei Weidezäunen, der links leicht aufwärts führt, oder wir behalten die bisherige Richtung bei, gehen an der Hütte vorbei und erreichen nach 400 Metern einen breiten Wanderweg, in den wir links einbiegen. Kurz darauf mündet auch links der andere Wanderweg von der Nattersbergalm ein. Auf diesem Weg bleiben wir nun die nächste Stunde. Bei einigen Abzweigungen folgen wir den Wegweisern zur Hindenburghütte. Haben wir diese erreicht, steigen wir links den Weg bergauf und erreichen nach wenigen Minuten das flache Gelände der Hemmersuppenalm. Hier wenden wir uns gleich rechts und folgen ohne Höhengewinn dem Weg, der parallel zum Waldrand verläuft. Der Wanderweg, der sich später nach links wendet, wird verlassen, wir gehen entsprechend der Beschilderung geradeaus weiter. Leicht aufwärts wandern wir nun dem Straubinger Haus entgegen, mehrere Mal kurz unterbrochen durch steilere, aber recht kurze Anstiege. Bei einer Weggabelung zweigt nach einer Stunde Gehzeit von links ein Wanderweg ein, der von der Hemmersuppenalm her führt. Ungefähr hier überschreiten wir die Grenze nach Österreich. Wir behalten bei dieser Gabelung die bisherige Wegrichtung bei, der Weg wird etwas steiniger und wir erreichen nach einer Viertelstunde die Eggenalm mit dem Straubinger Haus. Hier verweist nahe der Kapelle ein Schild zum Fellhorn. Über einen kleinen Pfad steigen wir hinauf zu einem breiten Bergrücken. Oben wird es etwas flacher und wir wandern weiter leicht ansteigend. Der Gipfel mit seinem hölzernen Kreuz ist recht flach, bietet also ausreichend Platz für die verdiente Gipfelpause.
Abstieg.
Wie Aufstieg.
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Der Weiße Germer heißt auch Nieswurz, Hammerwurz, Hemmerwurzn, Lauskraut oder Lauswurz. In einigen Regionen nennt man ihn "Hemmer". Die Blütezeit ist erst im Sommer. Der Weiße Germer ist giftig und wird vom Vieh gemieden. Der Absud (das ist die durch Abkochen gewonnene Flüssigkeit) der Wurzel wurde früher gegen Läuse und Küchenschaben verwendet, in der Antike sogar als Mord- oder Pfeilgift genutzt. An feuchten, moosigen und sumpfigen Stellen sowie Mooren gedeihen die Hemmer besonders gern. Gerade die Moore bilden hier eine ganze Suppe. Das gab dem Gebiet den Namen Hemmersuppenalm.
Die Pflanzenwelt am Fellhorn ist äußerst vielfältig. So trifft man unter anderem an: Narzissenblütige Anemone, Alpen-Küchenschelle, Almenrausch, Alpenmohn, Knabenkraut, Waldhyazinthe, Weißer Germer, Bärtige Glockenblume, Rostblättrige Alpenrose, Fieberklee, Sumpf-Dotterblume, Grüne Hohlzunge, Weißzüngel, Schwarzes Kohlröschen, Türkenbund
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