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Ziffernalm und Dandlbergalm

Einfache Wanderung auf dem Samerberg

Das malerische Mühltal ist insbesondere bei den Mountainbiker bestens bekannt, führt es doch von Nußdorf hinauf auf den Samerberg und verbindet die Aufstiegs-/Auffahrtswege insbesondere zu den Heuberg-Gipfeln. Relativ unbekannt ist dagegen die andere Seite des Mühltals. Hier ist es der wesentlich niedrige Gipfel des Sattelberges, der einige familienfreundliche Wanderungen erlaubt. Kurz unterhalb des Gipfels - eher ein Wiesenhügel - steht ein stattlicher Bauernhof, die Zifferalm, die früher angeblich sogar einmal bewirtschaftet war. In historischen Unterlagen des 15. Jahrhunderts wurde ein Vorgänger des Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert als "Heusel ab dem Satlbeig" erwähnt. Wir steigen zu dem malerisch gelegenen Gebäude über grüne Blumenwiesen und kleine Wälder auf, die letzten Meter über einen alten Ziehweg. Östlich der Alm befindet sich eine alte Streuobstwiese mit vielen Blumen. Auf der hier vorgestellten Runde nehmen wir auch noch die Dandlbergalm mit. Sowohl von dieser als auch von der Zifferalm ist die Aussicht ins Inntal überragend. Schon Walter Pause hat einmal geschrieben: "Wir ... überblicken von einer Proszeniumsloge aus die herrliche Szene, wie der Alpenstrom Inn das Hochgebirge verlässt, um bald hinterm Samerberg anzufangen, sich in gewaltigen Schlingen zu üben". Die Tour ist das ganze Jahr über möglich, sehr schön insbesondere im Frühjahr und Herbst. An warmen Sommertagen können Familien mit Kindern diese leichte Wanderung mit einer Erfrischung im schön gelegenen Naturbad von Roßholzen verbinden.


Die unbewirtschaftete Zifferalm am höchsten Punkt der Tour

Die unbewirtschaftete Zifferalm am höchsten Punkt der Tour

Die alte Holztür des renovierten Hofes in Untersulzberg ist ein besonderer Blickfang

Die alte Holztür des renovierten Hofes in Untersulzberg ist ein besonderer Blickfang


Kurzinfo:

Region:
Chiemgauer Alpen
Tourenart:
Bergtour
Erreichte Gipfel:
Sattelberg 820 m
Dauer:
insgesamt ca. 4 Stunden
Einkehrmöglichkeiten:
Touristinfo:
Nußdorf

Anforderung:

Höhenunterschied:
540 hm
Streckenlänge:
10,5 km
Schwierigkeit:
(leicht)
Asphalt-, Wiesen- und Forststraßen
Hunde:
für Hunde geeignet

Start:


Gemeindeparkplatz Am Steinbach 480 m

GPS-Wegpunkt:
N47 44.623 E12 09.369 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Für umweltbewusste Bergwanderer ist Nußdorf insbesondere am Wochenende mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur bedingt erreichbar.
Mit der Bahn kann man über Rosenheim oder Kufstein bis nach Brannenburg fahren. Von hier aus gelangt man mit dem Bus weiter bis nach Nußdorf.
Nur an Werktagen fährt der RVO-Bus 9490 von Rosenheim-Bhf. nach Nußdorf a. Inn.

Mit dem Pkw:
Über die A8 München-Inntaldreieck/Salzburg und die A93 Inntaldreieck-Kufstein/Innsbruck bis zur Ausfahrt Brannenburg fahren und auf der St2359 weiter in östl. Richtung über den angestauten Inn bis nach Nußdorf. Hier zentral in der Ortschaft links nach Neubeuern/Rohrdorf abbiegen und unmittelbar darauf in den Wanderparkplatz „Am Steinbach“.
Alternativ die A8 Salzburg-München bei der Ausfahrt Rohrdorf verlassen und auf der St2359 in südl. Richtung durch Neubeuern (historischer Ortskern) fahren und etwas nach dem Nußdorfer Ortsschild in den Wanderparkplatz „Am Steinbach“.

  • Ab Rosenheim: 15 Km / 0:25 Std
  • Ab München: 80 Km / 0:45 Std
  • Ab Bad Tölz: 60 Km / 0:55 Std
  • Ab Salzburg: 85 Km / 1:28 Std

Mit dem Bike:
Sportliche Rosenheimer/innen können über Happing, dem Inndamm am Neubeurer See vorbei und entlang des Steinbachs an ihren Ausgangspunkt nach Nußdorf an Inn radeln (ca. 1 Std.).

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Information:
Direkt gegenüber des zentralen Parkplatzes beginnt in östlicher Richtung ein im weiteren Verlauf für den öffentlichen Verkehr gesperrtes Sträßchen, das durch das romantische Mühltal führt. Im Mühltal befinden sich Abgrabungen und Höhlen, in denen früher „Gips-Gestein“ gewonnen wurde, das nach dem Brennen in den vom Steinbach betriebenen Gipsmühlen zerrieben wurde. Für Barock- und Rokokobauten war der Nußdorfer Gips bis nach Ungarn ein gefragtes Baumaterial. Etwa in der Mitte des Mühltalwegs liegt der Weiler Mühlthal mit der 550-jährigen Getreidemühle Müller, dessen Wasserrad heute wieder in steter Bewegung ist. Diese ist auch Teil des Geschichtspfads „Der Mühlenweg“, der in 18 Stationen einen Einblick in die Heimat- und Technikgeschichte von Nußdorf gibt und für den im Sommerhalbjahr regelmäßige Führungen angeboten werden (Info s. Verkehrsamt Nußdorf am Inn). Die zum Vermahlen von Getreide und Gestein benötigten Mühlsteine kamen aus den heute historischen Steinbrüchen bei Neubeuern (Hinterhör) und Brannenburg (Biber).
Link zu Mühlenweg / Führungen

Mariä Heimsuchung und Einsiedelei Kirchwald
Als bedeutendstes kirchliches Bauwerk im Gemeindebereich von Nußdorf darf die barocke Wallfahrtskirche im Ensemble mit der heute noch bewohnten Einsiedelei Kirchwald bezeichnet werden. Im Jahr 1644 schuf sich ein mit einem Gnadenbild aus Rom zurückkehrender Pilger eine Klause in einer Felsenhöhle unterhalb der heutigen Kirche. Eine neben der "Quarantan" austretende Wasserquelle hatte heilende Wirkung und schon bald entwickelte sich eine häufig besuchte Wallfahrtsstätte. Die weitere Entwicklung ist einem Nußdorfer Wirtssohn zu verdanken: Pater Casimir Weiß ließ 1720 die Kirche und die Klause erbauen. Den einheitlich gestalteten Spätbarockbau errichtete Wolfgang Dientzenhofer, die heutige Innenausstattung entstand 1756 mit drei Altären und einer Kanzel im Rokokostil. In der Mitte des Hochaltars ist das Gnadenbild - eine byzantinische Ikone - in einen prachtvollen Strahlenkranz eingearbeitet.
Bedeutung hatte die Einsiedelei in früheren Jahrhunderten als Schule für Nußdorf. Die Kinder mussten über viele Jahre den steilen Weg in die Klause zum Unterricht antreten.
Link zur Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung.


Tourenbeschreibung:

Start: Gemeindeparkplatz Am Steinbach

Aufstieg:
Noch vor der Brücke überqueren wir die Hauptstraße und bleiben auf der linken Seite des Mühlbaches, gehen also nicht über die Brücke. Wir bleiben die nächsten 350 Meter am Bachufer und halten uns dann links, wo der Mühltalweg leicht links abknickt. Gleich danach verzweigen wir links in die Straße "Grumetfeld" und zweigen sofort rechts in den Römerweg ab. Dieser führt uns einige Minuten am bzw. im Wald entlang, bis wir nach einer Rechtskurve auf einen breiten Weg treffen. Dort halten wir uns rechts und wandern nach Unter- und Obersulzberg. In Obersulzberg verlassen wir nach dem letzten Gebäude links den Hauptweg und steigen auf einem Wirtschaftsweg, zunächst am Waldrand entlang, dann durch einen kleinen Wald, zum Teil weglos dem Weiler Sattelberg entgegen (Wegweiser "20 Minuten"). Zwischen seinen Häusern queren wir den Hauptweg und steigen weiter nach Norden, der Ziffer-Alm entgegen. Laut Wegweiser gehen wir bis nach Ziffer noch 20 Minuten. Unser Weg verläuft jetzt über eine Wiese. Die Zifferalm, einen schmucken Bauernhof, erblicken wir dann bald über uns auf einer lichten Anhöhe. Er ist nicht bewirtschaftet, und wir sollten uns nur auf der sonnigen, steinernen Wandbank nur niederlassen, wenn die Eigentümer nicht anwesend sind - Privatbesitz! Wer den westlich gelegenen "Gipfel" des Sattelbergs mitnehmen will, steigt nochmal ganze 10 Höhenmeter auf den Wiesenbuckel. Gipfelkreuz gibt es keines, dafür einen Jägerstand. Hinter der Alm führt ein Wirtschaftsweg hinab bis nach Roßholzen. Dort überqueren wir die Autostraße und wandern durch den Weiler über Almwiesen bis nach Schilding. Hier führt eine kleine Fahrstraße zur Dandlbergalm hinauf, die wir nach 20 Minuten erreichen.

Abstieg:
Zunächst spazieren wir wieder hinunter nach Schilding. Gleich nach dem ersten Haus halten wir uns scharf rechts und folgen der Autostraße bis nach Brunn. Bei den ersten Gebäuden biegen wir links in den Wanderweg ein, überqueren den Eschbach und wandern, später am Waldrand entlang, bis zur einer Autostraße. Hier gehen wir kurz ca. 100 Meter, um dann rechts über den Weg nach Lieln aufzusteigen. Anschließend geht es nur noch bergab - zuerst zu dem Weiler Ramsau und bald darauf an den Ortsrand von Nussdorf. Hier biegen wir rechts ab und folgen dieser Straße bis zu unserem Ausgangspunkt.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


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Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Bergstation Hochries-Seilbahn
(www.foto-webcam.eu)

Flora und Fauna:

Zwischen den südlichen Steilhängen des Sattelberges und der Zifferalm gibt es noch blumenreiche Magerwiesen. Hier gibt es den Schwalbenschwanz, einen prächtigen Schmetterling aus der Familie der Ritterfalter. Seine Raupen findet man vereinzelt an Doldengewächsen und auf Zitrusfrüchten. Er wird im Gebirge bis zu einer Meereshöhe von 2000 Metern angetroffen.

Literatur:

Karte

Rund um Heuberg - Dandlberg - Samerberg und Kranzhorn
von Stuffer, Dr. Georg
Infos: Karte

Rund um Heuberg - Dandlberg - Samerberg und Kranzhorn

Karte

Alpenvereinskarte BY17
Chiemgauer Alpen West: Hochries, Geigelstein
von Alpenverein
Infos: Karte

Alpenvereinskarte BY17

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Am MühlbachDer Sattelberg - kein Gipfel, sondern ein GrashügelAbstieg nach Roßholzen (rechts) und Schilding (links), links darüber der Dandlberg

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