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Naturdenkmal Steinerne Agnes

Bergtour durch das wildromantische Weißbachtal

Eine geologische Besonderheit ist die Felsformation der Steinernen Agnes im Lattengebirge. Um sie ranken sich mehrere Sagen. Nach der einen handelt es sich um eine versteinerte, gottesfürchtige und keusche Sennerin. Um sie vor den Nachstellungen des Teufels zu schützen, wurde sie in Stein verwandelt. Nach einer anderer Überlieferung war die Agnes eine Dirne. Sie hatte ihr eigenes, uneheliches Kind getötet und wurde dafür versteinert wurde. Der Felsturm wird gerne besucht, deshalb kann es schon mal an schönen Wochenende überlaufen sein. Er ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als wertvolles Geotop und Naturdenkmal ausgewiesen.


Das Naturdenkmal "Steinerne Agnes" ist das Ziel dieser Wanderung

Das Naturdenkmal "Steinerne Agnes" ist das Ziel dieser Wanderung


Kurzinfo:

Region:
Berchtesgadener Alpen
Tourenart:
Bergtour (mittel)
Dauer:
Aufstieg ca. 2 Std. 15 Min., Abstieg ca. 1 Std. 45 Min.
insgesamt ca. 4 Std.
Touristinfo:
Bischofswiesen

Anforderung:

Höhenunterschied:
ca. 790 hm
Streckenlänge:
6,5 km
Schwierigkeit:
mittel
Einfache Bergwege, die oft durch Gras führen. Es gibt einige Stellen, die recht eng sind, seitlich steil abfallen und eine gute Trittsicherheit erfordern (T2). Zur Steinernen Agnes muss man steil auf bröseligem Gelände nach oben kraxeln (T4).
Für die angegebene Alternative benötigt man unbedingt absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (T4). Zudem sollte man sich, bevor man diese begehen will, bei den zuständigen Stellen (z.B. Tourismusbüro oder Bauhof Bischofswiesen, Bayerische Staatsforsten) anzufragen, ob der Steig derzeit begehbar ist, da es immer wieder zu Abrutschungen des schmalen Weges kommt.
Kinder:
nur für größere Kinder geeignet
Hunde:
für Hunde geeignet

Start:


PP Klaushäuslweg bei Winkl-Sellböden 700 m

GPS-Wegpunkt:
N47 40.538 E12 55.528 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bis Bad Reichenhall oder Berchtesgaden Bahnverkehr. Von beiden Orten aus fährt die Buslinie 841 Richtung Bischofshofen. Ausstieg bei der Haltestelle "Winkl-Sellböden". Von dort aus gehen wir auf dem Klaushäuslweg westlich ca. 850 m. Kurz vor dem schon sichtbaren Parkplatz zweigt rechts der Wanderweg 477 ab.

Mit dem Pkw:
Über die Autobahn A8 bis zur Ausfahrt Bad Reichenhall, weiter in Richtung Bischofshofen. Bei der Ortschaft Winkl zweigt bei einer Bushaltestelle rechts der Klaushäuslweg ab. Auf diesem ca. 900 m bis zum Wanderparkplatz.

  • Ab Rosenheim: 85 Km / 1:10 Std
  • Ab München: 140 Km / 2:00 Std
  • Ab Bad Tölz: 125 Km / 1:40 Std
  • Ab Salzburg: 30 Km / 0:35 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: PP Klaushäuslweg bei Winkl-Sellböden

Aufstieg:
Kurz vor dem Wanderparkplatz zweigt der Weg Nr. 477 "Steinerner Agnes 2 1/2 h" ab. Der Spazierweg führt zuerst ohne Höhengewinn Richtung Bichllehen. Kurz davor zweigt links der Bergweg ab, der uns zu Beginn steil nach oben führt. Der Steig ist oft schattig, manchmal recht eng, aber angenehm zu begehen, einige Male fällt der Hang seitlich steil ab. Nach ca. 2 Std. 15 Min. erreichen wir eine Wegegabelung, wo von rechts der Weg von Hallthurm einmündet, links führte der Weg weiter über die Steinerne Agnes zum Karkopf und Predigtstuhl. Ein altes Holzbankerl verleitet zu einer kurzen Rast, bevor wir weiter Richtung Agnes wandern. Die letzten Meter zu der Felsformation muss man steil auf bröseligem Gelände nach oben kraxeln.

Abstieg:
Wie Aufstieg. Alternativ kann man nach Hallthurm absteigen und von dort mit dem Bus bis zur Haltestelle "Winkl-Sellböden" fahren.

Abstieg durch die Weißbachschlucht:
Von allen Varianten handelt es sich zweifelsohne um den landschaftlich schönsten und aussichtsreichsten Weg, allerdings mit einem großen Manko.
Der Weg ist oben bei der Steinernen Agnes nicht markiert und auch nicht durch Schilder gekennzeichnet. Etwas unterhalb steht ein alter Holzschuppen, zu dem wir weglos absteigen. Noch vor dem Gebäude biegen wir rechts ab, gehen am Schuppen vorbei und betreten dann den Steig. Er ist meist schmal und grasbewachsen. Nach ca. einer Dreiviertelstunde erreichen wir eine steile, bröselige Formation, die an mehrere Stellen durch ein Drahtseil gesichert ist. Allerdings ist der Steig immer wieder durch kleine Erdrutsche nicht mehr vorhanden, zudem fehlt dann gerade an diesen Stellen die Drahtseilsicherung, was zu einer erhöhten Absturzgefahr auf dem nicht festen Boden führt. Anschließend wird es wieder flacher und wir erreichen den schönsten Teil dieses Weges. Viele kleine Bäche, Brücklein, weiße Gumpen (weiß aufgrund der Bodenbeschaffenheit) und Wasserfälle säumen unseren Weg, hinzu kommt die Aussicht auf die Rotofentürme und den Hochthron. Später verläuft der Steig durch einen Wald und geht bald in einen breiteren Wanderweg entlang des Weißbaches über, bis wir schließlich genau beim Wanderparkplatz den Wald verlassen.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


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Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Reichenhaller Haus (Hochstaufen)
(www.foto-webcam.eu)

Reichenhaller Haus (Hochstaufen)
(www.foto-webcam.eu)

Bergstation Jennerbergbahn
(©www.foto-webcam.eu)

Ähnliche Tour:

Lattengebirge
Überschreitung von Hallthurm bis zum Predigtstuhl
  zur Tour, hier klicken

Flora und Fauna:

Sumpf-Herzblatt, Deutscher Fransenenzian, Schwalbenwurzenzian (sehr viele), Ochsenauge, Sterndolde, Akelei, Wildes Alpenveilchen (sehr viele), Gewöhnlicher Teufelsabbiss, Ruhr-Flohkraut

Geologie:

Die Felsformation am Südabhang des Keilkopfes im Lattengebirge liegt ca. 1305 m ü. NN in der Gemarkung Bischofswiesener Forst der Gemeinde Bischofswiesen. Der Felszacken ist talseitig etwa 15 Meter hoch und besteht aus Ramsaudolomit. Dieses Gestein entstand in der Mittleren (Ladin) und Oberen Trias (Karnium und Norium) vor ungefähr 242 bis 208 Millionen Jahren durch die Sedimentation in einem tropischen Flachmeer. In Lagunen, die vom offenen Meer abgeschnitten sind, wird das Kalzium von Magnesium ersetzt, und es entsteht Dolomit. Die Schichten weisen verschiedene Resistenz gegenüber der Verwitterung auf. Wenn sie nicht durch die Gebirgsauffaltung gekippt werden, sind weichere Schichten (der dünne „Hals“ der Steinernen Agnes) von härteren, darüberliegenden (der „Kopf“) geschützt, was die Bildung von Pilzfelsen begünstigt.
Entnommen aus Wikipedia.

Literatur:

Sagen

Sagen und Märchen aus dem Berchtesgadener Land
von Hubrich-Messow, Gundula
Infos: Sagen

Sagen und Märchen aus dem Berchtesgadener Land

Karte

Alpenvereinskarte BY20
Reiteralm, Lattengebirge
von Alpenverein
Infos: Karte

Alpenvereinskarte BY20

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Dia Abzweigung des Steiges vom Hauptweg kann leicht übersehen werden.Der Weg ist schmal und führt im unteren Bereich meist durch Mischwald mit Wiesenboden.Solche Aussichten wie diese sind eher selten, da wir uns meist im Mischwald bewegen.Bei der Abstiegsvariante gilt es, dieses steile Felsgelände zu überwinden.Wasserfälle und Gumpen laden an heißen Sommertagen zu einer Dusche ein (Abstiegsvariante).

Autor:

 Autor: Reinhard Rolle   Autorenportrait