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Autor Thema: Zwölferspitz und Hochlerch (Chiemgauer Alpen) am 5.10.2018  (Gelesen 435 mal)

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Offline Bergautist

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    • Brombas Berge
Neu in den Chiemgauer Bergen, lässt mich das Gefühl nicht los, dass die Chiemgauer zwar niedriger sind als die Mangfallberge, dafür aber umso anspruchsvoller. Und die Höhenmeter bekommt man zum Ausgleich über die tiefer liegenden Talorte auch mühelos zusammen.

Los ging es in Marquartstein. Geplant war zwar eine Runde gegen den Uhrzeigersinn. Zahlreiche nette, unbeschilderte Steige ließen mich jedoch zuerst an der für den Rückweg gedachten Schnappenkirche ankommen. Aber man ist ja flexibel. Also ging es weiter zur Staudacher Alm, die ihre Preise noch nicht nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten, sondern wandererfreundlich festlegt. Die weiteren Stationen waren dann Zwölferspitz und Hochlerch (Bild 2), mit anstrengendem Abstieg über dessen Nordgrat (Bild 3). (Die größte Herausforderung der paar kurzen Kletterstellen (I+) zwischen Zwölferspitz und Hochlerch war es wohl, diese zu finden. Scheint von unten doch etwas leichter zu sein.)

Kreuztechnisch scheint am Zwölferspitzgipfel noch Zwiespältigkeit zu herrschen: Das Kreuz von BFklaus' Besuch in 2015 scheint nicht mehr zu existieren, siehe Bild 1 und https://www.roberge.de/index.php/topic,6353.msg43290.html#msg43290! Dazu muss man noch wissen, dass der Gipfelbereich in Längsrichtung von einer Spalte durchzogen wird (erinnert mich irgendwie an den Hochvogel!). Das "alte" Kreuz stand südlich der Spalte, das derzeitige "Ersatzkreuz" nördlich. Ehrlich gesagt, auf der südlichen Seite habe ich mich wohler gefühlt!

Wegen fortgeschrittener Zeit hat es für die Luchsfallwand nicht mehr gereicht. Deren südliche Querung führte mich schließlich zur Madonna, deren Besuch ebenfalls auf eine zukünftige Unternehmung warten muss. Aber zum Navigieren war sie prima geeignet, sollte doch kurz davor ein OSM-Steig nach unten zur Schnappenkirchstraße führen. Nun, dieser "Steig" fand mich nach weglosem Abstieg erst unten kurz vor besagter Straße. Zwei Kehren weiter auf dieser Straße ergab sich dann eine neue unbeschilderte Steigmöglichkeit, die mich über wunderbares, kiefernbewachsenes Grasgratgelände zum Windeck führte, das ich eigentlich für den Aufstieg vorgesehen hatte. Ein nachträglicher Blick in die Karte offenbarte nämlich, dass ich den Kindlwandsteig (OSM, Bild 4) erwischt hatte, der schönste für heute.

Bild 5: Hier sieht man vom Tal aus einige lohnenswerte Ziele (von links nach rechts): Madonna, Drei Sennerinnen, Luchsfallwand mit Luchsfallwandl und die Kindlwand, mein Abstieg mit prima Aussicht.

Tourdaten: 15 km, 1245 Hm, 7.5 Stunden incl. Pausen

Fährt man von Bad Aibling mit öffentlichen Verkehrmitteln nach 9 Uhr nach Marquartstein, hat man fahrkartentechnisch 3 Möglichkeiten:
  • BayernTicket 25 €
  • Hopper-Ticket bis Prien (13 €) und dann Busfahrkarte normal (2 x 5.50 €): 24 €
  • 50/50-Ticket (11.80 €) für den Meridian bis Prien und dann Busfahrkarte normal (2 x 5.50 €): 22.80 €
Die dritte Möglichkeit fiel mir leider erst ein, als ich das Hopper-Ticket schon gebucht hatte.  Das nächste Mal weiß ich dann Bescheid. Das 50/50-Ticket löst man am besten am Automaten, und zwar so: Ziel eingeben UND Rückfahrt wählen. Dann werden mehrere Möglichkeiten, u.a. das 50/50-Ticket, angezeigt. (Dieser Tipp stammt von einem berühmten roBergler: Danke!)

roBerge.de

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« am: 06.10.2018, 18:02 »