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Autor Thema: Pro & contra E-Bike

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Offline Reinhard

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Pro & contra E-Bike
« Antwort #0 am: So, 15. Jul 2018, 19:21 »
Ursprünglich hatte ich heute, wie schon dreimal in den letzten Tagen, nur die Fahrt zur Dandlbergalm auf dem Samerberg geplant. Doch während der Auffahrt entschied mich, die Runde etwas zu vergrößern. Auch weil ich diesmal mit dem Stromradl unterwegs war.  :)

Mit dem Bike ging es also von Rosenheim über den Inndamm bis nach Neubeuern, von dort auf dem bekannten Weg auf den Dandlberg und weiter zur Aussichtskapelle:

IMG_20180715_115729.jpg



Nach einer kurzen Trink- und Fotopause ging es hinunter nach Törwang und über schöne Wiesenwege am Schwimmbad vorbei nach Grainbach. Weiter dann in Richtung Duftbräu, um dann über den Gammern-Parkplatz zur Wagneralm aufzufahren. Dort gab es für den Durst ein Weißbier und für die Ohren spielte eine Musik. Die Alm war voll besetzt.

Für die Rückfahrt nach Nußdorf wählte ich mir das Mühltal aus. Dieses ist noch offiziell gesperrt, aber bereits durchgehend befahrbar. Siehe Foto:

IMG_20180715_135105.jpg



Die Rückfahrt nach Rosenheim erfolgte dann über den Inndamm, vorbei am Neubeurer See. Genau hinter dem See in der Bildmitte der Dandlberg:

IMG_20180715_140703.jpg



55 km, 1040 hm.
Das Wetter hielt sich entgegen den Befürchtungen.
Die Karte stammt wie immer frei von Urheberrechten, von https://geo.dianacht.de/topo/

wrapmap6.jpg



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Offline kare

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: So, 15. Jul 2018, 20:21 »
Servus Reinhard,

nix für unguad, aber mal eine provokante Frage:
findest Du nicht auch, dass "mit-Strom-den-Berg-Rauf-fahrn" nicht eine ganz andere Sportart als klassisches Bergradeln ist?

ich würde das vergleichen mit: i bin a 1200Hm Skitour ganga (aber rauf mit Schlepplift)...

I kenn alle Argumente und hab von Deinen gesundheitlichen Problemen gelesen, aber wie weit wollen wir den Leuten mit technischen Hilfen auf den Berg helfen?

E-Bikes find ich super, wenn sie PKW-Kilometer vermeiden, aber MTB-Kilometer...?

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Re: Pro & contra E-Bike
« Antwort #1 am: So, 15. Jul 2018, 20:21 »
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Offline rennschnecke

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: So, 15. Jul 2018, 22:11 »
Servus Reinhard,

nix für unguad, aber mal eine provokante Frage:
findest Du nicht auch, dass "mit-Strom-den-Berg-Rauf-fahrn" nicht eine ganz andere Sportart als klassisches Bergradeln ist?

ich würde das vergleichen mit: i bin a 1200Hm Skitour ganga (aber rauf mit Schlepplift)...

I kenn alle Argumente und hab von Deinen gesundheitlichen Problemen gelesen, aber wie weit wollen wir den Leuten mit technischen Hilfen auf den Berg helfen?

E-Bikes find ich super, wenn sie PKW-Kilometer vermeiden, aber MTB-Kilometer...?

Hallo kare,

ich würde Dir Recht geben, wenn es um jemanden geht, der ein- oder zweimal im Jahr sich mit dem E-Motor Bereiche erschließt die man sonst nie besucht (hat).  Aber es gibt bei den E-MTB-Bikern genauso echte Biker, wie es auch bei den Wanderern die berüchtigten Glapperl-Geher gibt, die man auf den Bergen mit Bergbahnauffahrt sieht.

Ich finde so ganz pauschal darf man das nicht sehen. Und wenn es irgendwann nicht mehr anders geht, dann muss man sich heutzutage eben zum Glück nicht auf den alten Schaukelstuhl auf die Terrasse setzen.

Und die Auswahl der Touren ist ja ohnehin eingeschränkt. Vielleicht sind wir ja alle irgendwann mit diesen Teilen unterwegs. Denn lieber so als gar nicht mehr...... .

Viele Grüße

rennschnecke


Offline Reinhard

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Mo, 16. Jul 2018, 11:42 »
Danke, Rennschnecke und Kare, für Eure Beiträge.

Kare, ich würde Deine Frage gut verstehen, wenn Du sie nicht einem 65-jährigen stellen würdest. Vielleicht kanntest Du auch mein Alter nicht. Ich fühle mich auch nicht provoziert. Leider sieht man heute genügend junge Leute, die mit dem E-Bike umher fahren, sogar im Flachland. Als ich in deren Alter war, kamen die normalen Mountainbikes erst so langsam auf. Umgestiegen bin ich dann vor einem Jahr, und ich benutze das normale Bike trotzdem weiterhin für kleinere Fahrten.

Irgendwann kommt die Zeit, wo man bei größeren Touren mehr auf seine Gesundheit achten muss. Ein persönlich erlebtes Beispiel und mein Schlüsselerlebnis: Vor drei Jahren ist wenige Meter vor mir ein Mountainbiker (ohne “Strom” wie auch ich, und ungefähr mein Alter) auf dem Weg zum Karwendelhaus zusammengebrochen und kurz darauf verstorben - Herzinfarkt. Ich habe den Einsatz der Sanitäter und den Rettungshubschrauber miterlebt. Da macht man sich mit “Ü60” natürlich seine Gedanken und stellt die Gesundheit mehr als bisher in den Vordergrund. Man darf sich in diesem Alter nicht auspowern bis zum Gehtnichtmehr.

Die Frage stellt sich also: Soll man aus gesundheitlichen Gründen lieber auf die großen Touren ganz verzichten, oder doch mit Hilfsmitteln weitermachen? Die Antwort liegt für mich auf der Hand: nicht verzichten! Deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass ich auch Höhenmeter mit Unterstützung mache.

Und man kann das Bike auch ausgewogen einsetzen: Ich bin gestern auf dem Inndamm zwischen Rosenheim und Neubeuern völlig ohne Strom gefahren, also wie auf einem normalen Rad. Dieses wiegt übrigens mit ca. 20 kg wesentlich schwerer als ein normales Bike. Den Strom habe ich bei den Steigungen sehr dezent eingesetzt, und bei meiner Rückkunft war der Akku noch zur Hälfte voll. Anstrengung pur und ein verschwitztes T-Shirt! Und trotzdem nicht ausgepowert bis zum Herzstillstand.

Seitdem ich auch mit E-Bike unterwegs bin, wird mir bewusst, dass viele Leute Vorurteile haben und die E-Biker am liebsten von den Bergen verbannen würden. Manche Kritiker verwechseln ein E-Bike mit einem Mofa: Raufsetzen und völlig ohne Anstrengung den Berg hinauf fahren. Solche “Sportler” gibt es leider auch und diese sind auch für die Vorteilen verantwortlich.

Doch was machen die Kritiker, wenn sie ein Alter erreicht haben, wo es nicht mehr so einfach geht?

Fazit, wie es Rennschnecke schon schreibt:
Vielleicht sind wir ja alle irgendwann mit diesen Teilen unterwegs. Denn lieber so als gar nicht mehr....

Offline kare

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Mo, 16. Jul 2018, 12:23 »
Servus Reinhard,

ich hab Deine Vorgeschichte und Dein Alter schon irgendwann mal gelesen, ich wusste das schon.

Meine Erfahrungen beim Bergradeln in den letzten 1 bis 2 Jahren erzeugen halt bei mir die Befürchtung, dass es mit den E-Bikes dermaßen überhand nimmt, dass es in nicht zu ferner Zukunft Beschränkungen geben wird, die alle Bergradler betreffen werden (nebenbei: bei mir hat sich der Schwerpunkt im Sommer immer mehr vom Wandern zum Radeln verschoben, weil: genau: Arthrose im Knie).

Solange da ein paar einzelne "Best-Ager" rumradeln, ist das alles kein Problem, die Menge machts halt.

Und zu Deiner Anmerkung: "wenn es nicht mehr anders geht": meiner Meinung nach bedeutet Bergsteigen: Fortbewegung aus eigener Kraft, und wenn ich das nicht mehr kann, Schade, aber dann ist es eben so.

Ich habe bei uns im Verein gute Bekannte zwischen 75 und 80, die begeisterte Bergsteiger waren und noch sind, die sagen selber:

"wenn's für's Gebirg' nimma langt, fahr i hoid dahoam umanand" (grob gesagt zwischen Inn und Isen), das aber dann mit Strom.

Abgesehen davon finde ich schadet so eine Diskussion nicht, auch wenn ich mit meiner Meinung eher alleine bin.

Wünsche Dir weiterhin schöne Tage im Gebirge bei bester Gesundheit.

Kare

Offline MANAL

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Mo, 16. Jul 2018, 14:28 »
Und zu Deiner Anmerkung: "wenn es nicht mehr anders geht": meiner Meinung nach bedeutet Bergsteigen: Fortbewegung aus eigener Kraft, und wenn ich das nicht mehr kann, Schade, aber dann ist es eben so.

Auch wenn ich das auch so sehe gibt es auch keine klare Line zwischen schwarz und weiß. Wo beginnt die "Fortbewegung aus eigener Kraft"? Zuhause vor der Haustüre, am letzten Ort wo der ÖPNV hinkommt, am Parkplatz im Tal oder die letzte Parkmöglichkeit auf einer Hütte mit Mautstraße?
In der Regel fahre ich halt auch mit dem Auto so hoch ich komme. In erster Linie weil ich arbeitsbedingt nicht die Zeit habe mir für jede Tour Urlaub zu nehmen was in der Regel notwendig wird wenn man z.B. ÖPNV für eine größere Tour nutzt.
Ebenso kann man bei einer Tour im Hinterautal auch sagen dass man ehrlich vom Scharnitz zu Fuß in die Täl hatscht. Ein MTB ist letztendlich auch schon ein Hilfsmittel.
Auch ein Trekkingstock könnte man als Hilfsmittel bezeichnen, ebenfalls irgendwelche Energieriegel.

Letztendlich muss jeder für sich entscheiden wieviel er Hilfsmittel für eine Tour einsetzt.

Ich bin z.B. sehr kritisch gegenüber den E5-Bergtouristen, die eine Alpenüberquerung machen obwohl sie vermutlich mehr als 50% der Wegstrecke und auch etliche Höhenmeter mit Bus und Seilbahn zurücklegen. Für mich ist das keine Alpenüberquerung, aber für diejenigen die am Vernagtstausee ankommen (ein Großteil fährt ja dann mit dem Bus nach Meran) ist es sicher eine enorme Leistung trotz der Hilfsmittel gewesen die sie nutzen.


Abgesehen davon finde ich schadet so eine Diskussion nicht, auch wenn ich mit meiner Meinung eher alleine bin.

Die Diskussion finde ich auch sehr sinnvoll, da man wohl nur so besser verstehen kann wo das E-Bike sinnvoll eingesetzt wird.
Evtl. kann man diese Beiträge in einen eigenen Thread auslagern?

Dient es als Hilfsmittel um Bergerlebnisse zu bekommen die man ohne nicht schafft, aber sich dennoch verausgabt finde ich es sehr sinnvoll. Wird es aber genutzt um sich selber nur was vorzugaukeln dass man etwas geschafft hat (weil nur der Akku geschwitzt hat) dann sehe ich es eher witzlos. Ein Tourist der mit der Seilbahn irgendwo hoch- und dann wieder runterfährt ist auch kein Bergsteiger oder Sportler. Klar, ein E-Bike ermöglicht auch völlig untrainierten den Aufenthalt an Plätzen die sich bisher nur mit Schweiß erarbeiten ließ.

Ein E-Bike kann aber auch sehr sinnvoll im Alltag eingesetzt werden. Gerade für Berufspendler die jetzt mit einem E-Bike zur Arbeit fahren (ohne schweißgebadet anzukommen) und dafür auf das Auto verzichten ist ein großer Gewinn für die Umwelt. Zumal die kürzeren Fahrstrecken genau die sind wo ein Auto noch kalt ist und besonders umweltfeindlich und spritschluckend ist.


Und man kann das Bike auch ausgewogen einsetzen: Ich bin gestern auf dem Inndamm zwischen Rosenheim und Neubeuern völlig ohne Strom gefahren, also wie auf einem normalen Rad. Dieses wiegt übrigens mit ca. 20 kg wesentlich schwerer als ein normales Bike. Den Strom habe ich bei den Steigungen sehr dezent eingesetzt, und bei meiner Rückkunft war der Akku noch zur Hälfte voll. Anstrengung pur und ein verschwitztes T-Shirt! Und trotzdem nicht ausgepowert bis zum Herzstillstand.

Das hat mich von Anfang an interessiert wie lang so ein E-Bike eigentlich durchhält. Danke für die Info.

Offline AbseitsAufwärts

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Mo, 16. Jul 2018, 15:58 »
Das hat mich von Anfang an interessiert wie lang so ein E-Bike eigentlich durchhält. Danke für die Info.

Naja, du weisst jetzt, wie lange Reinhards E-MTB durchhält. Bei anderen Modellen mit anderen Akkus/ Motoren wird's aber wohl anders sein. Ein normales, billigeres E-Strassenrad macht bei größeren Steigungen schon schlapp, maximal Tatzelwurm, St. Margarethen, Wirtsalm, Samerberg von Rosenheim.

Offline Martl

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Mo, 16. Jul 2018, 19:22 »
Servus zusammen,

dieses Thema ist wirklich eine sehr heißes Eisen, man muß stets aufpassen, daß man niemanden zu nahe tritt  #jetztredi#

Abgesehen davon finde ich schadet so eine Diskussion nicht, auch wenn ich mit meiner Meinung eher alleine bin.
... da bist du ganz und gar nicht der einzige, der das so oder ähnlich sieht...

...ich hab mir länger überlegt, ob ich hierzu überhaupt was schreiben soll,
aber da einen dieses Thema in letzter Zeit (für mich vor allem seit gut einem Jahr) permanent
verfolgt, fällt es schwer, nicht darüber zu reden/schreiben.

Für jemand wie mich, der als "Vollblutbiker" jede Tour als richtige und ernste körperliche Herausausforderung
sieht und annimmt, geht es grundsätzlich mal gar nicht, hier elektrotechnische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Das gilt natürlich mit den schon erwähnten Einschränkungen, für die ich durchaus vollstes Verständnis habe
(Alter, Krankheit, andere dauerhafte Gebrechen, ect.).
Vor allem gilt das für Leute, die schon immer unterwegs waren, und jetzt halt nicht mehr anders "können".
Aber seit letztem Jahr fallen mir ständig mehr und mehr "jüngere" und meist durchaus fitte Leute auf,
die scheinbar "weil es gerade modern ist" das Stromradl benutzen.
Natürlich ist die Verlockung auch groß, wenn man in die Fahrradläden schaut, die Auswahl wird
ständig größer und größer...

Ich mache mir aber auch (ähnlich wie Kare) einfach Sorgen um unsere Bergwelt.
Es nimmt den Anschein, als wenn alles immer mehr, immer schneller und vor allem immer
schnelllebiger sein "muss". Jeder kann alles schaffen, ohne übermäßige Anstrengung,
kann auf der Hütte seinen "Spaß" haben und das alles fast "im Vorbeigehen"...
Das gefällt mir wirklich gar nicht, und ich hoffe, daß es noch eine Wende geben kann, bevor es zu spät ist.
Sonst drohen irgendwann bestimmt Einschränkungen (z. B. Streckensperrungen), weil einfach zu viele
Radler unterwegs sind, bzw. sich die Fußgänger dadurch verständlicherweise übermäßig bedrängt fühlen.

Nix für ungut, und Reinhard - bitte nicht persönlich nehmen - das alles meine ich "ganz allgemein"  :)


Gruß
Martl

Offline Frank Steiner

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Mo, 16. Jul 2018, 23:03 »
Für jemand wie mich, der als "Vollblutbiker" jede Tour als richtige und ernste körperliche Herausausforderung
sieht und annimmt, geht es grundsätzlich mal gar nicht, hier elektrotechnische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wie Manal schon richtig schrieb: Du faehrst also von Deiner Haustuer ab immer alle Deine Touren nur mit dem Rad? Und transportierst nie das Rad mit dem Auto zum Parkplatz? Falls doch, wieso soll es dann ok sein, hin zu den Bergen mit Motorkraft unterwegs zu sein, aber hinauf auf die Berge nicht?

Und zu Deiner Anmerkung: "wenn es nicht mehr anders geht": meiner Meinung nach bedeutet Bergsteigen: Fortbewegung aus eigener Kraft, und wenn ich das nicht mehr kann, Schade, aber dann ist es eben so.

Das formulieren wir jetzt mal eine Nummer strenger: "Fortbewegung aus eigener Kraft und ohne Hilfe von Maschinen". Denn ein nicht-elektrisches Fahrrad ist bereits eine einfache physikalische Maschine, und ohne die Uebersetzung kaemt ihr allesamt keinen einzigen Berg hinauf. Daher ist das Benutzen von Fahrraedern zum Bergsteigen genauso ein "Betrug".

Darueberhinaus nutzen alle Mountainbiker ganz bequem die Anziehungskraft beim Abstieg und lassen sich gemuetlich hinunterrollen. Dabei ist der Abstieg auf steilen oder weglosen Steigen mit das Anstrengendste beim Wandern. Hinauf ist in schwierigem Gelaende wesentlich einfacher als hinab, wenn man jeden Schritt langsam hinuntermachen muss und das abgewinkelte Bein das gesamte Koerpergewicht traegt, bevor der untere Fuss wieder sicher steht, damit man nicht kopfueber den Hang hinabstuerzt. Mach das mal 2 Stunden lang, dann kennst Du das Gefuehl, wenn Du glaubst, dass die Kniescheiben rausspringen. Und diese Anstrengung des Abstiegs sparen sich die MTB'ler <polemik an> durchs gemuetliche Abfahren auf der Strasse nach dem Bier auf der Alm. <polemik aus>

Was ich damit sagen will: jeder darf und soll sich im Gebirge so bewegen wie er mag. Und kein mechanischer Radfahrer hat irgendein Recht, einen elektrischen Radfahrer zu beschimpfen, zu verachten, zu belehren, zu bemitleiden, auf ihn herabzusehen oder auch nur die Nase leicht zu ruempfen. Ihr seid nicht "besser", nur weil ihr eine Gangschaltung als Hilfe benutzt statt einer Batterie. Ich benutz auch meine harten Hochtourenschuhe im unwegsamen Gelaende, weil ich dadurch mehr Halt im Knoechel habe und viel laenger im weglosen Hang laufen kann. Mit meinen Zustiegsschuhen wuerde ich einige meiner 16-Stunden-Touren nicht schaffen, also benutze ich auch ein Hilfsmittel, dass mich laenger durchhalten laesst. Hab aber noch nie gehoert, dass ein Barfuss-Wanderer deshalb die Nase ruempft und mir wegen dieses technischen Dopings empfiehlt, doch bitte nur noch in meinem Stadtviertel spazieren zu gehen.

"Wir" nur-Wanderer-und-nie-Fahrer aergern uns auch oft genug ueber "euch" Radler, die ihr beim Verbremsen die kleinen Bergpfade kaputt macht oder uns erschreckt, wenn ihr in einem Affenzahn um die Kurve gerast kommt. Aber wir haben gelernt, damit zu leben, auch wenn die Berge schoener weil ruhiger waren, als Fahrraeder noch nicht Mountainbikes hiessen.

Jetzt lernt ihr, mit dem E-Bikern zu leben und lasst sie gefaelligst in Ruhe. Und wenn sie euch stoeren: ich geh inzwischen nur noch da wandern, wo sich kein Radfahrer hintraut. Fahrt ihr halt dort, wo sich die E-Bilker nicht hintrauen. Dann haben wir alle unsere Ruhe und koennen uns an den seltenen Kreuzungspunkten freundlich gruessen und wieder auseinandergehen.

Offline MANAL

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Di, 17. Jul 2018, 00:34 »
Ich benutz auch meine harten Hochtourenschuhe im unwegsamen Gelaende, weil ich dadurch mehr Halt im Knoechel habe und viel laenger im weglosen Hang laufen kann. Mit meinen Zustiegsschuhen wuerde ich einige meiner 16-Stunden-Touren nicht schaffen, also benutze ich auch ein Hilfsmittel, dass mich laenger durchhalten laesst. Hab aber noch nie gehoert, dass ein Barfuss-Wanderer deshalb die Nase ruempft und mir wegen dieses technischen Dopings empfiehlt, doch bitte nur noch in meinem Stadtviertel spazieren zu gehen.

Als ich vor zwei Jahren auf den Hochfeiler bin habe ich an beiden Tourentagen eine Bergsteigerin gesehen die barfuß sowohl zur Hütte rauf, als auch am zweiten Tag barfuß bis zum Gipfel gestiegen ist. Ich mit meinen harten Bergschuhen hab da wirklich riesigen Respekt vor dieser Leistung gehabt!!! Aber runter ist sie dann auch mit Schuhen, das war ihr dann wohl auch zu hart...  ;)


Je mehr man über die E-Bikes nachdenkt, desto schwieriger wird es sie zu verteufeln, was ich anfangs schon auch gemacht habe. Daher finde ich es auch gut hier offen darüber zu diskutieren.

Aber wie Du Frank es schon sagt, wenn einem zuviele durch die Gegend e-biken dann muss man die Gegend wechseln. Es gibt genügend Touren bei denen es noch ruhig zugeht. Meistens weil sie halt mit mehr Schweiß und Anstrengung verbunden sind. Oder man wählt Zeitpunkte wenn es ruhig ist. Auf Seilbahnberge steige ich in der Regel nur wenn die Seilbahn nicht fährt. Auch vermeide ich Übernachtungen auf Hütten von Samstag auf Sonntag, da ist es mir einfach zu voll. Lieber einen Urlaubstag nehmen und Fr/Sa oder So/Mo auf Tour gehen, da kann man die Berge deutlich mehr genießen.

Ich war am Samstag am Kramer bei Garmisch. Im Abstieg sind mal vier MTBler (ohne E-Motor) auch runtergefahren. Aber alle haben aufgepasst und sind langsam an mir vorbei. Da ich auch ein bißchen zur Seite bin hat sich einer bedankt. So funktioniert das Miteinander. Wenn allerdings irgendwelche Volld***en einfach nur rücksichtslos vorbeiheizen (auch schon passiert) dann ist man natürlich für ein Verbot.

Schwierig wird es halt auch dann wenn es zuviel werden. Wenn alle 5 Minuten ein Gruppe vorbeifährt funktioniert das Miteinander auch nicht mehr. Diese Problematik könnte durch die E-Bikes natürlich gefördert werden...

Offline BFklaus

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Di, 17. Jul 2018, 01:14 »
Ich denke, dass das Unterstützungsvermögen der aktuellen E-Bike-Generation in den Bergen stark überschätzt wird. 500 Wh ist die Energiemenge, die handelsübliche Stromradl derzeit liefern können. Das entspricht ungefähr dem Energieumsatz von gerade mal einer Stunde Bergsteigen oder Mountainbiken (stromlos). Vor diesem Hintergrund sollte man die moralische Keule stecken lassen.

Solange die Stromradler auf breiten Forst-/Almwegen bleiben und sich rücksichtsvoll benehmen, also so, wie sich auch die Stromlosbergradler verhalten sollten, fallen mir nicht so viele Einwände ein. Schwierig wird's, wenn sich E-Biker, Bergradler und Wanderer enge Pfade teilen sollen. Aber dieses Thema hatten wir hier schon öfter durchgekaut.
Der anhaltende Siegeszug des Massentourismus in den Alpen wird ganz sicher nicht durch E-Bikes verursacht. Da lohnt es sich, tiefer zu bohren.

Ich bin am Samstag mal mit dem E-Bike meiner Frau ;) ab Traunstein zur Nesslauer Alm geradelt. In 70 Minuten. Das schaffe ich sonst mit Auto + Laufen nicht. Was ist ökologischer? Der sehr steile Forstweg zur Nesslauer Alm hoch ist auch mit dem Stromradl immer noch ziemlich anstrengend, weil man ja mindestens so schnell fahren muss, dass man nicht umfällt, wobei die Leistungsunterstützung üblicherweise auf 250 W begrenzt ist. Auf dem Rückweg bin ich dann noch ganz locker den Hochberg rauf geradelt, das ist eher was für die Genuss-Stromer.

Die Reichweite aktueller E-Bikes hängt übrigens weniger vom Modell ab, sondern viel mehr von der Fahrweise, der Steigung und vom Gewicht des Fahrers + Bike. Die individuellen Wirkungsgrade der verschiedenen E-Bike-Typen spielen da eine untergeordnete Rolle. Natürlich sind auch Übersetzungsumfang der Schaltung und effektiver Drehmoment entscheidend dafür, welche Steigung ich noch schaffe.

Offline MikeT

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Di, 17. Jul 2018, 12:53 »
Der Wirkungsgrad verbauter MTB E-Motoren kommt nach IE3 auf 97% Minimum (Verluste durch Kette/Übersetzung liegen bei weniger als 7%), während der menschliche Körper zwischen 12 und 22% liegt bei andauernder Belastung... viel weniger noch bei kurzzeitiger Spitzenbelastung, also 500Wh sind wesentlich mehr als 1 Std. bergwandern ,)
Und wenn jemand sein Bike per Auto/Motorkraft zum Wanderparkplatz schaft ist mir das egal, dort will ich nicht entspannen und die Natur geniessen. Auf dem Steig/Wald/... will ich das allerdings sehr wohl.

Was mich an E-MTB aber wirklich stört ist der scheinbar fehlende Respekt vor der eigenen Leistung, wie ist es anders zu erklären das gerade unter den E-MTB Rücksicht oft zu kurz kommt. Das gibt es auch unter normalen MTB, aber nicht in diesem Umfang. Es ist unglaublich auf welchen Steigen und Wegen man E-MTB inzwischen findet. Meine Frau wurde letztes Jahr von einem E-MTB Fahrer umgefahren und als Idiotin beschimpft weil sie auf dem schmalen Weg nicht schnell genug zur Seite gesprungen ist. Oder der Klassiker, älterer Mensch mit Hund unterwegs, auf weichen Schlappen anrollen und dann 3m vorher mit blockierenden Bremsen auf sich aufmerksam machen... Hund und Rentner kurz vorm Hyperventilieren...

Dazu nervt es mich wenn liegengebliebene E-MTB mit ZWEI Fahrzeugen der Bergwacht (letzten Herbst Kampenwand) abgeholt werden. Meine lieben Kollegen es ist nicht die Aufgabe der Bergwacht sich als ADAC zu betätigen.

Unter dem immer mieser werden Ruf der Zweiräder in den Bergen leiden wir alle wegen ein paar "rücksichtslosen ......" die glauben ihre Selbstverwirklichung auf Kosten der Allgemeinheit ausleben zu müssen und das sind leider nach meinen Beobachtungen vor allem E-MTB Fahrer < 30-40 Jahren. Habe auch noch keinen 60-jährigen mit seinem (E)-MTB auf einem Steig gesehen.

Wenn sich nichts ändert haben wir irgendwann Regeln und Strafen wie in Österreich, ich denke das will keiner der irgendwie Sympathie für Zweiräder hat...




Offline bobopapa

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Di, 17. Jul 2018, 12:59 »
Als erstes, ja mich nerven Sie, die (speziellen) E-Biker......
Ich bin seit fast 50 Jahren in den Bergen unterwegs und seit mehr als 30 Jahren auch mit dem Bergradl als I(ch)-Bike.
Warum nerven sie....
Vielleicht bin ich ein wenig neidisch, wenn ich am Anschlag strampelnd den Berg "bezwinge" und an mir einer von ihnen vorbeisurrt....
Ganz sicher aber, wenn er überheblich herübergrinst und seinen "lustigen Spruch" ablässt.
Lass es bleiben!!!

Aaaaaaber, seit ein paar Jahren bin ich gerne und öfters auch auf den kleinen, schönen Wanderweglein mit dem Radl unterwegs uns habe festgestellt, dass wenn ich mich freundlich und rücksichtsvoll verhalte, dann bin ich dort auch akzeptiert.
Das genieße ich...., warum soll ich also diese erlebte Toleranz nicht auch einem E-Biker angedeihen lassen.
"Der" Wanderer wurde vor 150 - 200 Jahren von der damaligen Hauptnutzergruppe (Jäger, Sammler, Bergbauer, Händler, Schmuggler, Wilderer...) auch nicht mit offenen Armen aufgenommen, wird nur manchmal übersehen, weil es schon so lange her ist.

Das Schlimme ist eigentlich aus meiner Sicht, dass die Natur nur noch konsumiert wird und nicht mehr erlebt.
Es werden die Marketingbilder im Kopf aktiviert und der Tag im Gebirge muss genau nach diesen Mustern ablaufen. Es wird einem suggeriert, dass man sich genau dieses Erlebnis mit dem "Hilfsmittel E-Bike" erkaufen kann. Ob es genauso nachhaltig haften bleibt, würde ich aus meiner Sicht bezweifeln.
Diejenigen unter uns, die beide Sichtweisen kennen können darüber evtl. Auskunft geben.

Ein E-Bike kann aber auch sehr sinnvoll im Alltag eingesetzt werden. Gerade für Berufspendler die jetzt mit einem E-Bike zur Arbeit fahren (ohne schweißgebadet anzukommen) und dafür auf das Auto verzichten ist ein großer Gewinn für die Umwelt. Zumal die kürzeren Fahrstrecken genau die sind wo ein Auto noch kalt ist und besonders umweltfeindlich und spritschluckend ist.

Das würde ich gelten lassen, wenn das oder ein Auto durch ein E-Bike komplett ersetzt wird, was selten der Fall ist. Als zusätzliches Fortbewegungsmittel hat es meiner Ansicht nach in Herstellung, Betrieb und Entsorgung einen viel zu großen ökologischen Fußabruck gegenüber eines "Bio-Bikes" und dadurch heben sich die Effekt im Betrieb nur teilweise auf.

Jetzt lernt ihr, mit dem E-Bikern zu leben und lasst sie gefaelligst in Ruhe. Und wenn sie euch stoeren: ich geh inzwischen nur noch da wandern, wo sich kein Radfahrer hintraut. Fahrt ihr halt dort, wo sich die E-Bilker nicht hintrauen. Dann haben wir alle unsere Ruhe und koennen uns an den seltenen Kreuzungspunkten freundlich gruessen und wieder auseinandergehen.

Was aber zu Folge hat, dass wir uns auf den E-Bike-feindlichen Wanderwegen öfter sehen werden, wir zwei Wanderer und I(ch)-Biker. Ich hoffe, dass die Toleranz dabei nicht leidet.

Niggs fia unguad,
bobo

Offline wastl

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Di, 17. Jul 2018, 14:35 »
Mich würde in­te­r­es­sie­ren was der Hütterwirt von der Priener Hütte zu den E-Biker sagt? (oder alle Wirte auf den Bergen die von den E-bikern besucht werden) .
Forststraßen sind doch am besten geeeignet für solche Touren.
und noch was: allen Gegnern von e-Biks würde ich empfehlen mal mit einen e-Bike z.B. auf die Priener Hütte zu fahren, das ist keine spazierfahrt.

Offline Gaisbergsteiger

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Di, 17. Jul 2018, 19:12 »
Interessante Diskussion.

Ich bin überhaupt nicht mit dem Bike unterwegs am Berg, zum Einen hab ich kein Mountainbike,
weil mich die Auswahl an Bikes hoffnungslos überfordert, denn eigentlich hatte ich geplant, mir in Salzburg eins zuzulegen.
Zum Anderen würde ich damit nur in der Ebene oder bei sanften Steigungen/Gefälle fahren, also vorwiegend, um lange Asphalt- und Forstweghatscher zu ersparen. Das tu ich aber aus zwei Gründen nicht.

1. Wegersparnis heißt, dass ich zum Ausgangsort zurückmuss, und dann hab ich das gleiche Problem wie Autofahrer generell, dass ich keine Überschreitungen machen kann bzw. denselben Weg zurückgehen muss (was ich nicht mag), außer es bietet sich irgendwie doch an.

2. Und damit die Überleitung zum E-Bike: Ich scheue steile Abfahrten. Das, was anderen Spaß macht, fordert tierisch meine Konzentration und die fehlende Oberarm/Schultermuskulatur. Ich mag hohe Geschwindigkeiten nicht, wo ich das Gefühl habe, ich kann es nicht mehr kontrollieren, das betrifft auch Rodeln und Schifahren, deswegen mache ich beides nicht. Was nützt es mir also, wenn ich mit dem E-Bike einen steilen Berg hinaufkomme, dann aber mit dem ungleich schwereren Trum, das sich überdies noch schlechter navigieren lässt, wieder hinab muss? Hallo Kurvenradius!

Das ist ja das, was die steigenden Unfallzahlen offenbar ausdrücken, dass *einige* aufs E-Bike steigen, die - wie ich - mangels Routine und/oder Körpergefühl nie ein Gefühl für hohe Geschwindigkeiten besaßen und sich in Gelände vorwagen, wo sie mit ihrer Unerfahrenheit nichts verloren haben. Letztens pfiff in Salzburg-Parsch auf dem steilen Asphaltstück von der Gersbergalm ein junger E-Biker (< 35) ohne Helm an mir vorbei. Dort gibts übrigens öfter mal Gegenverkehr, und Ausweichen kann man da nicht.

Ich bleib bei meinen Leisten und würde selbst mit E-Bike nur das machen, was ich mir mit normalem Bike auch zutraue. Man muss seine Grenzen kennen. Aber umsichtige Planung trifft auf E-Biker wie auf den normalen Wanderer zu.

Gruß,Felix

Offline bobopapa

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Di, 17. Jul 2018, 19:58 »
Mich würde in­te­r­es­sie­ren was der Hütterwirt von der Priener Hütte zu den E-Biker sagt? (oder alle Wirte auf den Bergen die von den E-bikern besucht werden) .
Forststraßen sind doch am besten geeeignet für solche Touren.
und noch was: allen Gegnern von e-Biks würde ich empfehlen mal mit einen e-Bike z.B. auf die Priener Hütte zu fahren, das ist keine spazierfahrt.

Naja,... die DAV Sektion München hat beschlossen, dass auf ihren Hütten keine Ladestationen errichtet werden.
"by-fair-means"...
Was allerdings die Wirte davon halten, steht evtl. auf einem anderen Blatt.

Über die Leistung kann man denke ich geteilter Meinung sein. Ein völlig untrainierter Mensch kann eine Dauerleistung von ca. 80 Watt erbringen. Zählt man die 250 Watt des "Bosch-Muskels" hinzu kommt er in den Dauerleistungsbereich eines ambitionierten Marathon-Bikers und das, bei vollem Accu, 2 Stunden lang. Ob er die Strecke, die er dabei zurücklegen kann auch mit seinen 80 Watt Bioleistung wieder zurückkommt, bezweifle ich.
Aus dieser Sicht würde ich schon sagen, dass man den Aufstieg zur Priener Hütte zur Spazierfahrt machen kann. Wohlgemerkt kann, nicht muss....

Servus,
Bobo

Offline BFklaus

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Di, 17. Jul 2018, 20:23 »
... also 500Wh sind wesentlich mehr als 1 Std. bergwandern ...


Hier kann jeder nachrechnen: https://www.bergfreunde.de/kalorienverbrauch-sport-rechner/

PS.: 1 Wh = 3,6 kJ

Offline bobopapa

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Di, 17. Jul 2018, 21:31 »
... also 500Wh sind wesentlich mehr als 1 Std. bergwandern ...


Hier kann jeder nachrechnen: https://www.bergfreunde.de/kalorienverbrauch-sport-rechner/

PS.: 1 Wh = 3,6 kJ


Den "menschlichen" Wirkungsgrad (~20%) nicht vergessen...., damit 500Wh am Pedal ankommen, müssen 2500Wh = 2150kcal = 4 Tafeln Schokolade verbrannt werden.

Offline Frank Steiner

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Di, 17. Jul 2018, 21:38 »
Hier kann jeder nachrechnen: https://www.bergfreunde.de/kalorienverbrauch-sport-rechner/

Taugt nix, der geht ja nur bis 12 Stunden  ;D

Es ist unglaublich auf welchen Steigen und Wegen man E-MTB inzwischen findet. Meine Frau wurde letztes Jahr von einem E-MTB Fahrer umgefahren und als Idiotin beschimpft weil sie auf dem schmalen Weg nicht schnell genug zur Seite gesprungen ist. Oder der Klassiker, älterer Mensch mit Hund unterwegs, auf weichen Schlappen anrollen und dann 3m vorher mit blockierenden Bremsen auf sich aufmerksam machen... Hund und Rentner kurz vorm Hyperventilieren...

 #lacher# Jetzt beschuldigen tatsaechlich die MTBer die E-MTB exakt und quasi wortwoertlich derselben Vergehen, die die Wanderer jahrelang den MTBern vorgeworfen haben! #totlach# Wenn wir nicht gerade alle so friedlich waeren, wuerd ich ja sagen "Geschieht euch recht"  #hihi#

Jetzt lernt ihr, mit dem E-Bikern zu leben und lasst sie gefaelligst in Ruhe. Und wenn sie euch stoeren: ich geh inzwischen nur noch da wandern, wo sich kein Radfahrer hintraut. Fahrt ihr halt dort, wo sich die E-Bilker nicht hintrauen. Dann haben wir alle unsere Ruhe und koennen uns an den seltenen Kreuzungspunkten freundlich gruessen und wieder auseinandergehen.

Was aber zu Folge hat, dass wir uns auf den E-Bike-feindlichen Wanderwegen öfter sehen werden, wir zwei Wanderer und I(ch)-Biker. Ich hoffe, dass die Toleranz dabei nicht leidet.

Wie jetzt... "Wanderwege"? Was das? #gruebel#

Offline sachranger

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Re: Pro & contra E-Bike
« am: Mi, 18. Jul 2018, 09:31 »
Mich würde in­te­r­es­sie­ren was der Hütterwirt von der Priener Hütte zu den E-Biker sagt?  ...  allen Gegnern von e-Biks würde ich empfehlen mal mit einen e-Bike z.B. auf die Priener Hütte zu fahren, das ist keine spazierfahrt.

E-Biker nerven exakt so viel wie MTBs. Da gibts keinen Unterschied, außer dass die mit Motor häufiger und überall auftreten. Was da draußen gerade passiert, ist nur der Anfang. Auf Industrieseite gibt es im sportiven Fahrradbereich nahezu keine Entwicklungsanstrengungen mehr - außer bei E-Bikes. Fast alle Ingenieure befassen sich dort mit  motorbetriebenen Fahrräder - ob bei den Komponentenherstellern oder den Rahmenproduzenten. Das klassische Fahrrad hat nahezu keine Zukunft, wenn man von den aktuell aktiven Generationen absieht. Die, die heute mit dem Radfahren beginnen, kommen zu 90 % mit einem E-Bike aus dem Laden. Und die meisten von denen werden damit in die Berge fahren.

Zur Priener Hütte ... da standen vorletztes Wochenende fast ein Dutzend Autos. Die sind dem Wirt noch lieber, und auf den beiden Forststraßen dorthin entstehen schon Interessenskonflikte zwischen motorisierten Zwei- und Vierrädler.

Abschließend ein bisserl Applaus für Wastl ... der es motorgetrieben zur Hütte geschafft hat!