Hochalm

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Hochalm

Traumhafte Skihänge im Schatten des Hochkalters

  

Der Hochkalter ist nicht gerade als klassischer Skiberg bekannt. Zu steil und zu schroff sind seine Flanken und seine Kare sperren für Skitouristen unangenehme Waldgürtel. Allein im Frühjahr verirren sich einige Skitourengeher ins Blaueis oder in die Hochtäler entlang des Klausbachtals. Eine lohnende Möglichkeit gibt es aber doch - auch und gerade im Hochwinter. Die offenen Flächen der Hochalm. Eingebettet zwischen den Felswänden von Schärtenspitze, Blaueisspitze und dem Stanglahnerkopf liegt sie malerisch schön über dem Wimbachtal. Ihre ideal geneigten, kupierten Hänge bieten erstklassigen Abfahrtsspaß der sich aber wie so oft in den nördlichen Kalkalpen auch erst verdient werden muss. Skihänge bis ins Tal hinab darf man sich nicht erwarten.
Dafür ist es hier in der Regel etwas ruhiger als an den allseits bekannten Berchtesgadener Skitouren-Klassikern.
Die Tour ist zudem landschaftlich sehr reizvoll, bietet aber keinen allumfassenden Panoramablick da kein echter Gipfel erreicht wird. Die Ausblicke ins Land, ins Wimbachgries und auf den mächtigen Watzmann direkt gegenüber wissen trotzdem zu beeindrucken!


Beeindruckende Kulisse! Hochalm vor Schärtenspitze & Co. Die Freude auf die Abfahrt steigt!

Beeindruckende Kulisse! Hochalm vor Schärtenspitze & Co. Die Freude auf die Abfahrt steigt!

König Watzmann lässt grüßen

König Watzmann lässt grüßen


Kurzinfo:

Region:
Berchtesgadener Alpen
Tourenart:
Skitour (mittel)
Erreichte Gipfel:
Hochalm (Am Hund) 2011m
Dauer:
Aufstieg ca.3,5 Stunden
Lawinengefahr:
mittel - unbedingt lawinenlagebericht beachten
zur aktuellen Lawinenlage hier klicken
Beste Jahreszeit:
Hochwinter
Wegzustand:
Forstweg, Wald, freie Hänge'
Touristinfo:
Ramsau

Anforderung:

Höhenunterschied:
1350 Hm
Streckenlänge:
ca. 6,5 km
Schwierigkeit:
mittel
Insgesamt mittelschwere Skitour die aber im Mittelteil entlang des Sommerwegs durch sehr steilen Bergwald führt und etwas Orientierung/Geländekenntnis verlangt. Meist ist aber eine Spur vorhanden. Bei geringer Schneelage und/oder Vereisung müssen die Ski evtl. getragen werden. Im oberen Teil ideal geneigte Skihänge in kupiertem Gelände.
Hunde:
für Hunde geeignet

Start:


Pfeifenmacherbrücke, Wanderparkplatz in Ramsau 680 m

GPS-Wegpunkt:
N47 36.423 E12 53.254 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn zum Bahnhof Berchtesgaden. Direkt am Bahnhof weiter mit der RVO-Buslinie Berchtesgaden-Ramsau-Hintersee Richtung Hintersee. Die Busse verkehren in etwa im Stundentakt (siehe www.rvo-bus.de). Haltestellen "Kirche" oder "Oberwirt".

Mit dem Pkw:
A8 München – Salzburg bis Ausfahrt Traunstein/Siegsdorf. Weiter auf der B 305 (Deutsche Alpenstraße) über Inzell, Schneizlreuth bis zur Schwarzbachwacht. Ca. 500 m nach dem Wirtshaus Wachterl biegt man rechts ab in die Alte Reichenhaller Straße, Richtung Hintersee. Bei der Abzweigung, die rechts zum Hintersee führt, biegt man links ab in die Straße "Im Tal". Kurz darauf befindet sich rechts die Pfeifenmacherbrücke.

  • Ab Rosenheim: 83 Km / 1:10 Std
  • Ab München: 100 Km / 2:20 Std
  • Ab Bad Tölz: 120 Km / 1:40 Std
  • Ab Salzburg: 45 Km / 0:40 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Pfeifenmacherbrücke, Wanderparkplatz in Ramsau

Aufstieg:

Vom Parkplatz gehen wir auf der ausgeschilderten Forststraße (Rodelbahn) durch Waldgelände Richtung Eckaualm. Nun am Almkaser vorbei und nach Süden in einen bewaldeten Kessel. Von dort in einigen Kehren entlang des Sommerwegs durch steiles Waldgelände hinauf. Dabei treffen wir auf einen auffallenden Felsriegel den wir in einer Rechts/Links-Kombination umgehen um dann weiter dem Sommerweg folgend auf die Märchenwiese (mit Diensthütte) zu kommen. Kurz vorher biegen wir links (südlich) ab und spuren durch wunderschönen lichten Lärchenwald den freien Hängen der Hochalm entgegen. Zuerst halten wir uns noch entlang der Westwände des Stanglahnerkopfes um dann nach Rechts (Westen) abdrehend in flacheres freies Gelände zu gelangen. Die weiten Hänge der Hochalm liegen nun gut einzusehen vor einem und man kann selbst die geeignete, dem Gelände angepasste Spuranlage wählen. Meist ist aber schon eine gute Spur vorhanden der man folgen kann. Die Ausblicke weiten sich nun mit jedem Schritt und die Vorfreude auf die Abfahrt steigt. Besonders die schroffen Wände von Blaueisspitze, Schärtenspitze und natürlich der Watzmann selbst wissen zu beeindrucken. Den höchsten Punkt stellt eine Schneekuppe ohne Kreuz unter der Blaueisspitze dar. Hier öffnet sich nun auch der Blick ins Wimbachtal.

Abfahrt:

Die oberen Hänge lassen viele Varianten zu, so dass im Normalfall wohl jeder noch seine eigene Spur legen darf. Auch links (im Abfahrtssinn) entlang der Wände von Schärtenspitze & co ist eine Abfahrt möglich. Man darf nur nicht versäumen rechtzeitig wieder nach Rechts zu queren um spätestens auf Höhe der Märchenwiese wieder den Aufstiegsweg zu gewinnen. Weitere Abfahrt wie Aufstieg.



 


   

Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Bergstation Jennerbergbahn
(©Foto-Webcam.eu)

Bergstation Jennerbergbahn
(©www.foto-webcam.eu)

Teufelssteg / Lofer
(www.foto-webcam.eu)

Schneelage::

Eine hohe Schneelage abzuwarten ist von Vorteil. Zum Einen muss man dann unten nicht tragen, zum Anderen ist der steile Mittelteil auf schmalen Wegen durch Wald nur dann sicher befahrbar. Bei wenig Schnee oder Eis sonst heikel! Abschnallen und Skier tragen!

Literatur:

Skiführer

Skiführer Berchtesgadener, Chiemgauer Alpen, Kaiser und Steinberge
von Brandl, Sepp
Infos: Skiführer

Skiführer Berchtesgadener, Chiemgauer Alpen, Kaiser und Steinberge

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Im Aufstieg mit Blick ins TalRichtung SchärtenspitzeTypisches Gelände der HochalmSanfte unberührte Hänge vor schroffen FelswändenBlick über den Stanglahnerkopf zum Hohen GöllBald am höchsten PunktHoher GöllWinterwunderlandUnsere Spuren im Schnee