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roBerge.de

Rotwand von Geitau Naturverträgliche Skitour

Auf den Klassiker durch die Hintertüre

Wer kennt sie nicht, die Rotwand überm Spitzingsee. Ihr umfassendes Gipfelpanorama ist legendär. Seit sich der Hüttenweg vom Spitzingsee herauf zur Rodelbahn gemausert hat, ist das Rotwandhaus auch im Winter gut besucht.
Mit Schneeschuhen suchen wir uns einen einsameren und wenig verspurten Aufstieg. Die stimmungsvolle Wanderung führt uns am zugefrorenen Soinsee entlang, vorbei an den Nordwänden der Ruchenköpfe, über die idyllisch gelegene Großtiefentalalm und die Kümpflscharte zum Rotwandhaus und zum Gipfel. Am schönsten ist die Tour im Winterzauber der ersten Schneefälle.


Ungewohnte Perpektive: das Rotwandhaus von der Kümpflscharte

Ungewohnte Perpektive: das Rotwandhaus von der Kümpflscharte


Kurzinfo:

Region:
Bayerische Voralpen
Tourenart:
Schneeschuh (schwer)
Naturverträgliche Skitour:
Hinweise zum umweltfreundlichen Skibergsteigen
Erreichte Gipfel:
Rotwand, 1884 m
Dauer:
6,45 Std.
Lawinengefahr:
Mitunter lawinengefährdet
Exposition: Ost, zuletzt Nord und Süd
zur aktuellen Lawinenlage hier klicken
Touristinfo:
Bayrischzell

Anforderung:

Höhenunterschied:
1120 m
Schwierigkeit:
schwer
Sehr lange und anspruchsvolle Tour in teils steilem Gelände, bei ungünstigen Verhältnisse «schwarz»
Orientierung: einfach, meist Spuren vorhanden

Einkehrmöglichkeit:

Rotwandhaus:
zwischen November und Mitte Dezember geschlossen, sonst durchgehend geöffnet   Hütten Info, hier klicken

Start:


Wanderparkplatz Geitau nähe Segelflugplatz 780 m

GPS-Wegpunkt:
N47 41.238 E11 57.628 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der BOB über Bayrischzell nach Geitau.

Mit dem Pkw:
Der Ort liegt zwischen Bayrischzell (Osterhofen, Wendelsteinbahn) und Aurach. Von Rosenheim: Über Bad Feilnbach - Fischbau - Aurach Richtung Bayrischzell. Von der Inntalautobahn: Ausfahrt Kufstein, über Thiersee und Landl nach Osterhofen. Von München: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Irschenberg oder Weyarn, Landstraße Richtung Bayrischzell - Osterhofen.
Geitau besteht nur aus wenigen Häusern, der offizielle Wanderparkplatz befindet sich am südlichen Ende des Weilers, von Bayrischzell aus kommend auf der linken Seite. Dort beginnt die Langlaufloipe, bei Skibetrieb ist auch am Lift ein Parkplatz geräumt.

  • Ab Rosenheim: 35 Km / 0:45 Std
  • Ab München: 70 Km / 1:00 Std
  • Ab Bad Tölz: 45 Km / 0:45 Std
  • Ab Salzburg: 110 Km / 1:15 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Information:
Südlich des Parkplatzes befindet sich der Flugplatz des LSC Schliersee e.V. Er ist ein reiner Segelflugplatz. Hier wird ausschließlich von der Winde gestartet (keine Motorflieger).


Tourenbeschreibung:

Start: Wanderparkplatz Geitau nähe Segelflugplatz

Aufstieg:
Unsere Tour beginnt mit einem langen Flachstück entlang des Segelflugplatzes. An dessen Ende bei der ersten Wegteilung links, bei der zweiten rechts, bei der dritten wieder links und bei der vierten rechts über die Brücke. An den Häusern von Mieseben vorbei zur fünften Wegteilung, hier gehen wir geradeaus und folgen der nicht geräumten Almstraße durch dichten Wald bis unter die Untersteilenalm. Nun wird der Wald lichter und durch zunehmend freieres Gelände wandern wir weiter zur schön gelegenen Schellenbergalm, 1348 m. Die folgende Querung durch einen steilen Hang mit einzeln stehenden, großen Fichten ist einfach, kann aber bei hoher Schneelage, wenn die Straße nicht mehr erkennbar ist, heikel sein (Abrutsch- bzw. Schneebrettgefahr). Sie endet am romantischen Soinsee, 1459 m; unter einer dicken Schneedecke ruht er zu Füßen der steil aufragenden Felsen der Ruchenköpfe (nach Süden kann man zum Auerspitz weitergehen). Wir wandern am Ufer entlang nach Westen und durch einen kleinen Waldgürtel nach Großtiefental, einem weiten Almboden, eingebettet zwischen Miesing, Rotwand und Ruchenköpfen.
Nun kommen wir zur Großtiefentalalm, wo unser Aufstieg zur Kümpflscharte beginnt. Zwischen dem markanten Felsklotz des Sebaldsteins links und der Nebelwand rechts, dem südlichsten Ausläufer der Rotwand, steigen wir sehr schön durch eine enge und steile Mulde hinauf zur Kümpflscharte, 1695 m. Vor uns sehen wir das Rotwandhaus aus ungewohnter Perspektive, auf einem steilen Felssporn thronend. Die nun folgende Querung durch die Südflanke der Nebelwand hinüber zum Rotwandhaus, 1737 m, ist kurz, aber ausgesetzt und kann je nach Verhältnissen heikel sein. Danach geht es wieder deutlich leichter weiter – meist auf breiter Spur – direkt hinauf zum Gipfel der Rotwand.

Abstieg:
Der Abstieg erfolgt am Aufstiegsweg.

Variante:
Leichte Abstiegsmöglichkeitauf dem als Rodelbahn präparierten Hüttenweg zum Spitzingsee, Rodelverleih am Rotwandhaus

GPS-Daten:


Bitte verwendet nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Wendelstein "Gacher Blick"
(©Foto-Webcam.eu)

Arabella Alpenhotel / Spitzingsee
(©Foto-Webcam.org)

Wallbergkircherl
(©foto-webcam.org)

Literatur:

Schneeschuh-Führer

Münchner Berge
Bayerische Alpen und angrenzendes Nordtirol
von Wecker, Evamaria
Infos: Schneeschuh-Führer

Münchner Berge

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow