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Trekking um die Wildkarspitze

Zillertaler Höhenwanderung über Leitenkammersteig und Wildgerlostal

Diese Zwei-Tages-Wanderung in den östlichen Zillertalern (im Nationalpark Hohe Tauern) ist mit vielen Höhenpunkten verbunden. Sei es der Tiefblick auf die Speicherseen, der oft einsame Leitenkammersteig, der Blick auf die nahen Gletscher im Herzen der Reichenspitze oder die Krimmler Wasserfälle - hier kommt das Auge des Wandereres voll auf seine Kosten.

Wir beschreiben hier zwei interessante Varianten des Auf- und Abstiegs zur Zittauer Hütte. Wer länger auf der Zittauer Hütte verweilen kann, und dies wird dringend empfohlen, dem stehen in dieser großartigen Landschaft so bekannte Namen wie Gabler, Reichenspitze, Wildgerlosspitze oder Wildkarspitze zur Verfügung. Größtenteils handelt es sich dabei um klassische Gletschertouren.


Ganz nahe an den Eisenriesen der Reichenspitzgruppe: Zittauer Hütte (rechts unten) und Unterer Gerlossee.Darüber das Wildgerloskees.

Ganz nahe an den Eisenriesen der Reichenspitzgruppe: Zittauer Hütte (rechts unten) und Unterer Gerlossee.
Darüber das Wildgerloskees.

Von der Rainbachscharte hier der Blick auf die große Eisfläche ("Glatze") des Gablers, dahinter die Reichenspitze.

Von der Rainbachscharte hier der Blick auf die große Eisfläche ("Glatze") des Gablers, dahinter die Reichenspitze.


Kurzinfo:

Region:
Zillertaler Alpen
Tourenart:
Bergtour
Andere Bergsportarten:
Skitouren: Eine schwere Skitour führt vom Krimmler Tauernhaus hinauf bis zur Rainbachscharte, wobei aufgrund des steilen Geländes die letzten 50 Meter die Ski getragen werden müssen. Die Abfahrt erfolgt dann über die Zittauer Hütte durch das Wildgerlostal hinunter zur Finkau.
Sehr beliebt ist auch die Skitour vond er Finkauf durch das Wildgerlostal bis zum Gabler (Tourenbeschreibung).
Dauer:
1. Tag: Krimml - Trisselalm ca. 4 - 5 Std., Trisselalm - Zittauer Hütte 3 Std.
2. Tag: Zittauer Hütte - Krimmler Tauernhaus 5 Std., Krimmler Tauernhaus - Krimml 3,5 Std.
insgesamt ca. 16 Stunden
Dauer (Tage):
2
Beste Jahreszeit:
Juni bis September
Einkehrmöglichkeiten:
Touristinfo:
Krimml

Anforderung:

Höhenunterschied:
Krimml 1076 m, Ghf. Schönmoosalm 1434 m, Trisselalm 1584 m, Zittauer Hütte 2330 m, Rainbachscharte 2720 m, Krimmler Tauernhaus 1631 m
Krimml - Trisselalm ca. 900 hm, Trisselalm - Zittauer Hütte 750 hm
Zittauer Hütte - Rainbachscharte 400 hm
insgesamt ca. 2200 hm
Streckenlänge:
ca. 34 km
Schwierigkeit:
(mittel)
leichte bis mittelschwere Bergsteige. Der Abstieg von der Rainbachscharte ist ein kleiner, leichter Klettersteig (I), mit Drahtseilen und Leitern gesichert.

Start:


Krimml, Wanderparkplatz 1076 m

GPS-Wegpunkt:
N47 12.880 E12 10.080 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bahnstation Krimml 911 m, von dort zu Fuß, mit Bus oder Taxi zum Wanderparkplatz.
Von Westen: Mit der Bahn vom Bahnhof Zell am See mit dem Bus oder der Pinzgau-Bahn nach Krimml/Hochkrimml.
Wichtig: Von Bayern aus kann die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu einer kleinen Weltreise ausarten, da die Verbindung umständlich ist. Die Busse fahren zudem nicht immer regelmäßig. Falls man einen Bus versäumt, steht man leicht im "Regen". Deshalb unbedingt die Zug- und Busverbindungen genau planen und rückfragen! Grundsätzlich wird von der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bayern aus abgeraten, ausser man plant einen zusätzlichen Anreisetag ein.
Von Osten: Auf der Tauernautobahn über Bischofshofen und Zell am See nach Krimml (Vignettenpflichtig).
Wer zur Schönmoosalm mit dem Bus fahren will, hat derzeit (Stand August 2006) nur täglich zweimal die Möglichkeit (8.30 Uhr und 16.30 Uhr) - man sollte sicherheitshalber vorher im Tourismusbüro nachfragen.

Mit dem Pkw:
Inntalautobahn Ausfahrt Zillertal, im Zillertal über Fügen bis nach Zell am Ziller. Hier in östlicher Richtung in Richtung Gerlos fahren, auf der Gerlos-Alpenstrasse über Gerlos, Hochkrimml, eine Mautstelle und Gasthof Schönmoosalm (1434 m) hinunter bis nach Krimml.
Der große Wanderparkplatz befindet sich direkt am Ortsanfang bei der „Wasser-Wunderwelt Krimml“, noch vor den beiden Parkplätzen am Eingang zu den Wasserfällen. Direkt am Parkplatz befinden sich eine Bushaltestelle und ein großer Kiosk.

  • Ab Rosenheim: 130 Km / 1:50 Std
  • Ab München: 185 Km / 2:05 Std
  • Ab Bad Tölz: 120 Km / 1:50 Std
  • Ab Salzburg: 155 Km / 2:10 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Information:
Krimml liegt im Grenzgebiet zwischen den Zillertaler Alpen, den Hohen Tauern und den Kitzbüheler Alpen. Es kann theoretich allen drei Gebirgsgruppen zugerechnet werden. Bekannt geworden ist der Ort durch die Krimmler Wasserfälle. Diese sind mit einer gesamten Fallhöhe von 380 Metern der zweithöchste Wasserfall Europas und der zwölftthöchste der Welt. Sie sind Teil der Krimmler Ache, welche ihre Wassermassen aus den Gletschern des Venediger-Massivs bezieht.


Tourenbeschreibung:

Start: Krimml, Wanderparkplatz

Erster Tag

Aufstieg zur Gerlosplatte Var. 1:
Vom Parkplatz aus über die Hauptstraße über die Mautstelle wieder hinauf bis man die Schönmoosalm (1434 m) erreicht. Von hier weiter auf der Hauptstraße hinauf in Richtung Hochkrimml. Nach ca. 1.5 Kilometern zweigt links der Steig nach Hochkrimml ab (Weg Nr. 2)

Aufstieg zur Gerlosplatte Var. 2:
Vom Parkplatz aus nicht auf die Hauptstraße, sondern der Nebenstraße folgen, die zuerst westlich verläuft und dann nach Norden schwenkt. Bei den nächsten zwei Gabelungen geradeaus halten, anschließend links dem Weg Nr. 2 folgen, welcher nun steil bergauf führt, einmal die Hauptstraße quert und beim Hof Edenlehen in Hochkrimml endet.

Auffahrt zur Gerlosplatte Var. 3:
Ab dem Parkplatz mit Bus (siehe Hinweise oben) oder Taxi zur Schönmoosalm und weiter über Hochkrimml zur Gerlosplatte, Nähe Sporthotel. Bei der Gabelung kurz vor dem Sporthotel links halten.

Über den Leitenkammersteig:
Kurz nach dem Hof Edenlehen auf die Hauptstraße und westlich weiter Richtung Hochkrimml / Duxeralm. Man befindet sich nun bereits auf der Gerlosplatte. Bei der Gabelung kurz vor dem Sporthotel links halten. Über freie Almwiesen der Weiglalm gelangt man an die Westseite des Platttenkogels. Nach der Breitscharte (1925 m) übergeht man den Farnbühel östlich, und bald geht die Forststraße in den Steig über. Nun geht es in mehrmaligem Auf und Ab über den gut ausgebauten und wunderschönen Steig bis zur Wildkar-Hochalm und nach dieser in steilen Serpentinen hinunter bis zur Trisslalm, die zu einer kleinen Pause einlädt.

Wildgerlostal:
Bei der Trisslalm wendet man sich nun in südliche Richtung und folgt dem Weg, welcher stetig bergauf am Wildgerlosbach entlang führt. Das Wildgerloskees sowie die Reichenspitze, den Gabler und die Wildgerlosspitze vor Augen, näher man sich immer mehr dem Talschluß. Bei der Seilbahn-Talstation ist der ausgebaute Weg zuende, und nun geht es in Serpentinen die teilweise gesicherte Steilflanke ("Klamml") hoch. Schon lange, bevor man diese überwunden hat, sieht man links oben die Zittauer Hütte, das Ziel des heutigen Tages.
Der Steig führt an einer Schautafel (siehe "Geologie") über das Wildgerloskees vorbei und wendet kurz darauf nach links. Von hier in 20 Minuten zur malerisch am Unteren Wildgerlossee gelegenen Zittauer Hütte. Sie ist ein idealer Ausgangspunkt für viele Bergwander- und Gletschertouren der Reichenspitzgruppe und man sollte auf ihr deshalb möglichst einige Tage verweilen.

Zweiter Tag

Rainbachscharte und Rückweg nach Krimml:
Von der Hütte aus folgt man dem Weg in südöstlicher Richtung. Über das nördliche Ende des Sees steigt man leicht bis zum Oberen Gerlossee empor, den man an seiner Nordseite umgeht, um bald das Gerlosjöchl zu erreichen, wie die Rainbachscharte auch heisst. Sie gildet den höchsten Punkt dieser Tour. Hier nochmals ein letzter Blick auf die "Glatze" des Gablers, denn nun geht es mit Drahtseilen gesichert rund 150 Meter in die andere Richtung steil bergab (Vorsicht im Frühsommer bei Altschnee!). Der bezeichnete Weg verläuft weiter über ein Geröllfeld, das auch im Sommer oft noch mit Schneefeldern bedeckt ist und weiter hinunter zu dem einsamen Rainbachsee, in dem man mit etwas Glück Seesaiblinge entdecken kann. Man wandert rechts am See vorbei und bewundert die phantastische Aussicht auf der großen Terrasse der Rainbachleiten auf den Reichenspitzkamm und die Venedigergruppe. Durch schöne Zirbenwälder (Rainbachwald, Greifwald) gelangt man auf dem gut markierten Weg schließlich zum Krimmler Tauernhaus. Von diesem aus beginnt nun ein "Hatscher" von rund zehn Kilometern durch das Krimmler Achental auf mehr oder weniger ebener Landstraße, wo früher die Handelskarawanen über den Krimmler Tauern nach Süden zogen. Wer sich diesen Weg verkürzen will, kann das Taxi mieten, welches allerdings nicht gerade billig ist. Erst kurz vor den Krimmler Wasserfällen geht es wieder bergab und man befindet sich nach einer Gabelung (links gehen!) bereits auf dem Schauweg der Krimmler Wasserfälle. Im weiteren Abstieg kann man nun den fünfhöchsten Wasserfall der Welt (drei Fallstufen mit einer Fallhöhe von 300 Meter) aus nächster Nähe von zahlreichen Aussichtskanzeln aus bewundern. Am Ende des Schauweges sind es nur wenige Minuten bis zum Wanderparkplatz.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de. Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Die Kamera befindet sich nordöstlich von Ginzling auf 2.087 Meter Seehöhe.
(www.foto-webcam.eu)

Bergstation Wanglspitz
(foto-webcam.eu)

Das Wildgerlos Kees verändert sich:

Kurz, bevor man die Zittauer Hütte erreicht hat, sieht man das Wildgerlos Kees vor sich liegen.
Eine Schautafel des Österreichischen Alpenvereins informiert eindrucksvoll über die Veränderungen von 1920 bis 2000:
Noch Mitte der 70er Jahre rückt das Wildgerloskees vor, was damals eine kleine Sensation war. Dies hielt bis zum Winter 1985/1986 an; insgesamt war der Gletscher seit Beginn der Messungen um 113 Meter vorgestoßen. Doch dann kam es zur Umkehr, ein Jahr später wurde der erste Rückzug gemessen, der sich jährlich bis heute (2006) fortsetzte. Besonders der trockene und heisse Sommer des Jahres 2003 setzte diesem Gletscher, wie vielen anderen stark zu. Der Rückgang beträgt nun schon über 700 Meter.

Flora und Fauna:

Auf der Rainbachscharte befindet man sich bereits im hochalpinen, felsigen Gelände. Trotzdem wächst dort büschelweise das Hornkraut der Gattung Cerastium. Einige Meter darunter, direkt im Klettersteig, blüht leuchtend gelb die Gemswurz.
Im weiteren Verlauf der Tour, im Grenzbereich zwischen Rainbachwald und Greifwald, fallen immer wieder der giftige Eisenhut und besonders die einzigartigen Zirben- und Latschenwälder auf.
In diesem lichten Waldgelände trifft man immer wieder auf kleine Moore und Tümpel, aus denen die weißen Blütenköpfe Wollgräser der Arten Scheiden-Wollgras und Schmalblättrige Wollgras auffallen.

Literatur:

Bildband

Zillertaler Alpen
von Ritschel, Bernd (Editor) und Heller, Horst (Illustrator)
Infos: Bildband

Zillertaler Alpen

Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Zillertaler Alpen
Täler, Hütten und Berge
von Klier, Heinrich, Henriette und Walter
Infos: Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Zillertaler Alpen

Wanderführer

Zillertal - mit Gerlos, Tuxer, Schmirn- und Valser Tal
Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen
von Klier, Walter
Infos: Wanderführer

Zillertal - mit Gerlos, Tuxer, Schmirn- und Valser Tal

Karte

Mayr Wanderkarte Nr. 33 "Zillertaler Alpen"
Doppelseitige Wander- und Tourenkarte
Infos: Karte

Mayr Wanderkarte Nr. 33 "Zillertaler Alpen"

Wanderführer

Hohe Tauern / Nationalpark – Nord
Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen
von Brandl, Sepp
Infos: Wanderführer

Hohe Tauern / Nationalpark – Nord

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Tiefblick vom Leitenkammersteig auf den Speicher-Durlaßboden.Der Leitenkammersteig ist überall gut gepflegt und angenehm zu gehen.Steilere Stellen wurden durch Treppen und Stufen entschärft.Ab der Trisslalm offenbart sich der Blick in das Wildgerlostal und seine Gletscherberge am Talschluß.Vor der Zittauer Hütte gilt es, noch einen steileren Moränenrücken zu überwunden. Er ist an den schwierigeren Stellen gesichert.Der Untere Gerlossee mit der Zittauer Hütte.Der Abstieg von der Rainbachscharte enspricht im obersten Bereich der Schwierigkeit I und ist mit Drahtseilen gesichert.Hier nochmals der Rückblick auf den Abstiegsweg von der Rainbachscharte.Der Rainbachsee.Blick auf das Rainbachtal, oberhalb des Talschlusses das breite Rainbachkees und darüber die östlichen Zillertaler (der Reichenspitzkamm mit Richterspitze und Rainbachspitze).Blick über die Krimmler Wasserfälle auf Krimml.Eingang in das Rainbachtal (aus einem alten Alpenvereinsbuch)

Panorama:

  zur Panorama Ansicht ins Bild klicken

Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Der Schatz im Reichenspitz

Im Reichenspitz in der Wilden Gerlos liegt, tief im Berg verborgen, ein unermesslicher Schatz, den Bergmännlein hüten. Vor vielen Jahren kam ein Venedigermandl in die Gerlos und nahm sich dort einen Bergführer, der es zum Reichenspitz führen sollte. Die Venediger standen nämlich mit den Schatzhütern im Bund und hatten Zutritt zu den unterirdischen Höhlen. Sie durften sich vom goldfunkelnden Gestein mitnehmen, was immer sie wollten.

"Willst deinen Lohn im Voraus oder im Nachhinein haben?" fragte das Mandl den Bergführer. Es hatte nämlich im Sinn, den Schatz mit ihm zu teilen, wenn er sich geduldete. Der Bergführer aber traute der Sache nicht recht und verlangte seinen Lohn im Voraus. Dann stiegen sie zum Reichenspitz auf. Oben angelangt, begann der Venediger mit einer Beschwörung. Mit einem silbernen Stock zog er einen Kreis in den Schnee und murmelte dabei etwas, das der Gerloser nicht verstand. Als er damit zu Ende war, stand der Schatzhüter vor ihnen und legte einen großen Sack nieder, der bis obenhin mit Gold und edlem Gestein gefüllt war.

Da reute es den Bergführer, dass er nicht gewartet hatte. Neid und Habgier erf assten ihn, und er beschloss, das Mandl beim Abstieg zu berauben. Also ging er ein Stück voraus und versteckte sich hinter einem großen Felsblock. Der Venediger aber erriet des Mannes Gedanken, setzte sich auf seinen Sack, machte dreimal "ssst!", und war auch schon verschwunden. Der heimtückische Bergführer aber hatte das Nachsehen.

Mit freundlicher Genehmigung von www.sagen.at
Quelle: Hifalan & Hafalan, Sagen aus dem Zillertal, Erich Hupfauf, Hall in Tirol, 2000, S. 72f.

Autor:

 Autor: Text und Fotos: roBerge. Foto 1,3,4,5: Karl  


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