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Lämpersberg im Sommer

Unterirdische Wasserfälle und Kreuze, Meeraugen, Goldmühlen

Im Winter ist der Lämpersberg zwischen Wildschönau und Alpbachtal ein von Skitourengehern gut bevölkerter Gipfel Im Sommer führt eine von Touristen gern begangene Gipfelrunde (4 Gipfel!) von der Bergstation des Schatzberges über Joel, Gern und Saupanzen bis zum Lämpersberg.

Eine anspruchsvollere Variante stellen wir hier vor, da diese direkt im Tal beginnt: Den Aufstieg von der Schönangeralm über die Baumgartenalm. Der Abstieg erfolgt dann in einem großen Bogen über Seefeld- und Farnkaseralm zurück zum Ausgangspunkt.

Wie der Untertitel dieser Tour schon verrät, gibt es auf dem Weg zum Gipfel recht abenteuerliche Dinge zu entdecken, um die sich viele Sagen ranken: einen unterirdischen Wasserfall, den man zwar nicht sehen, aber dafür hören kann - man nennt ihn auch die Goldmühle. Ausserdem die Meerlacke, eine kleiner See, dessen Tiefe allerdings unergründlich ist sowie ein See mit einem Kreuz auf dem Grund. Was davon wirklich wahr ist, gibt es weiter unten zu lesen ...


Noch 30 Minuten zum Gipfel!Der Bergsteig verläuft auf der linken Seite des Bildes - eine wunderschöne Gratwanderung.Auf der rechten Seite die Fortsetzung zu Saupanzen und Joel.

Noch 30 Minuten zum Gipfel!
Der Bergsteig verläuft auf der linken Seite des Bildes - eine wunderschöne Gratwanderung.
Auf der rechten Seite die Fortsetzung zu Saupanzen und Joel.


Kurzinfo:

Region:
Kitzbüheler Alpen
Tourenart:
Bergtour (mittel)
Erreichte Gipfel:
Lämpersberg (Lempersberg) 2202 m
Dauer:
Aufstieg ca. 3 - 3,5 Std., Abstieg ca. 2 Std., insgesamt ca. 5 - 6 Std.
Beste Jahreszeit:
Mai bis Oktober
Touristinfo:
Wildschönau

Anforderung:

Höhenunterschied:
Schönangeralm 1190 m, Lämpersberg 2202 m, insgesamt ca. 1060 m
Schwierigkeit:
mittel
mittel: meist Forststraße und leichte Bergsteige. Zum Gipfel hin verläuft der Steig durch Felsblöcke. Aufgrund der Länge gute Ausdauer erforderlich.

Einkehrmöglichkeit:

Schönangeralm:
Mai bis Oktober durchgehend geöffnet, im Winter Dienstags Ruhetag   Hütten Info, hier klicken

Start:


Schönangeralm 1190 m 1190 m

GPS-Wegpunkt:
N47 21.732 E12 03.412 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bahnhof Wörgl - ab dort Linienbus der Post oder Taxi

Mit dem Pkw:
Inntalautobahn über Kufstein-Kiefersfelden bis zur Ausfahrt Wörgl-Ost (oder mautfrei Ausfahrt Kufstein-Süd) Wörgl Zentrum - Abzweigung Wildschönau. Wer nach einer Tour nicht in der Schönangeralm einkehren will, kann seinen PKW einige Minuten vorher auf dem kleineren Parkplatz abstellen.
Im Winter ist die Straße wegen der Pferdeschlitten nicht immer gut gestreut (Schneeketten mitnehmen).

  • Ab Rosenheim: 70 Km / 1:10 Std
  • Ab München: 125 Km / 1:25 Std
  • Ab Bad Tölz: 110 Km / 1:35 Std
  • Ab Salzburg: 140 Km / 1:40 Std

Mit dem Bike:
Man kann die ganze Wildschönau bis zur Schönangeralm mit dem Rad befahren: Ab Kundl sind es ca. 14 km (Kundler Klamm Radfahren verboten - schieben!), Höhenunterschied ca. 670 m

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Information:
Die Schönanger Alm liegt am südlichen Ende der Wildschönau. Auf dieser Gemeinschaftsalm von 25 Bauern werden während der Sommermonate täglich über 2000 Liter Milch zu Käse und Butter verarbeitet. Gleich unterhalb der Alm befindet sich der gleichnamige Alpengasthof.


Tourenbeschreibung:

Start: Schönangeralm 1190 m

Aufstieg:
Rund 200 Meter vor der Schönangeralm, bei einem Weiher, zweigt vom Almboden aus nach Süden ein (für Fahrzeuge gesperrter) Weg, der Hönigkaserweg ab (Weg Nr. 7/48, Wegweiser Hönigkaseralm, Lämpersberg, Streifenalm, Fanrkaseralm). Er führt bis zu einer Abzweigung 10 Minuten vor der Hönigkaseralm, wo man sich nun links hält. Die Alm wird also nicht berührt.
Weiter auf der Forststraße (Weg 48) bis zur Streiferalm. Kurz vor dieser besteht alternativ zur Forststraße die Möglichkeit, den Weg nach rechts über einen Bergsteig abzukürzen. Ansonsten kurz vor der Trettlalm , bei dem Marterl, rechts der Forststraße dem Weg Nr. 49 Richtung "Lämpersberg/Baumgartenalm" folgen und nun etwas flacher weiter bis zur Baumgartalm.
Diese erreicht man nach einigen Serpentinen, und unterhalb von ihr liegt ein kleiner Weiher, das Meerauge (Foto Nr. 1). Dieses ist angeblich unergründlich tief - wer bis zum Ufer heruntergeht, kann sich vergewissern, ob diese alte Sage stimmt. Direkt hinter den Almgebäuden verläuft der Weg (wieder die Nr. 7) weiter, doch nun erheblich steiler bis auf den Sattel. Dort wendet er nach links (südlich) und man erreicht bald die Goldmühle (siehe Foto 2). Hier soll sich ein unterirdischer Wasserfall befinden - und das ist im Gegensatz zu dem sehr "tiefen" Weiher die Wahrheit. 50 Meter darunter entspringen Quellen, die angeblich bis zu 2 Grad kalt sind. Der Beschilderung zum Lämpersberg weiter folgend, erreicht man ein weiteres Gewässer, die Schwarze Lacke (Bild 6). Weiter geht es südöstlich den Grat hinauf zum Steinernen Mandl. Und hier kann man ein weiteres Gewässer erblicken: die Kreuzlacke, auf deren Grund ein Kreuz sichtbar ist.
Bald ist das Gipfelkreuz in Sicht, wenn auch noch etwas weiter entfernt. Der Steig verläuft nun auf dem Grat kontinuierlich bergauf (Bild 3) bis zum Gipfelkreuz. Das Kreuz wurde aus einem Zirbenstamm gefertigt, 1993 auf den Gipfel getragen und bei großer Kälte eingeweiht. Von hier aus hat man eine überwältigende Aussicht in alle vier Himmelsrichtungen (siehe Panoramafoto).

Abstieg:
Vom Gipfel aus kann man den oberen Bereich des Abstiegsweges gut erkennen: Östlich liegt der Große Beil, und in dem Kar darunter schlängelt sich der Steig hinab. Man folgt dem Weg Nr. 48 ab dem Gipfel. Nach einer knappen halben Stunde geht es wieder etwas bergauf, und bald erreicht man die verlassenen Seefeldalmen (Bild 7). Von ihr aus folgt man der Beschilderung hinunter zur Frankaseralm.
Bei der Farnkaseralm zweigen bei dem Brunnen zwei Straßen nach Norden ab: Die richtige ist hier die rechte, auch wenn sie nicht so gut ausgebaut ist. Später verliert sich der Weg, doch die Schönangeralm ist dann bereits so nahe, dass man weglos bis zum Ufer der Wildschönauer Ache heruntergehen kann. Hier links am Bach entlang gehen, bis man auf die Fahrstraße und zum Parkplatz trifft.

GPS-Daten:


Bitte verwendet nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


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Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Pendlinghaus
(©Foto-Webcam.eu)

Bergstation Wanglspitz
(foto-webcam.eu)

Gasthof Hohe Brücke, Pass Thurn
(©Foto-Webcam.eu)

Flora und Fauna:

kriechende Bergazalee, Silberwurz, Alpenrosen, Heidelbeeren, Enzian, Murmeltiere

Literatur:

Wanderführer

Wanderführer Kitzbühler Alpen
Alpbach – Wildschönau – Brixental – St. Johann – Pillerseetal
von Brandl, Sepp
Infos: Wanderführer

Wanderführer Kitzbühler Alpen

Karte

Alpbachtal
Infos: Karte

Alpbachtal

Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Kitzbüheler Alpen (vergriffen)
von Bleier, Georg / Kettner, Kurt
Infos: Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Kitzbüheler Alpen (vergriffen)

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Das Meerauge unterhalb der BaumgartalmFür alle Skeptiker hier ganz offiziell: Die Goldmühle gibt es wirklich. Man hört das Rauschen erst wenige Meter vor dieser Stelle, ebenso schnell ist es wieder verschwunden.Die letzten Meter der Gratwanderung zum Gipfel.Gipfelblick von links unten nach rechts oben: Saupanzen - Joel - Schatzberg. Ganz hinten der Guffert.Blick auf die östlichen Zillertaler Alpen.Gipfelblick hinunter auf die Schwarze Lacke. Im Hintergrund das Feldalpenhorn.Blick zurück zum Gipfel mit dem ungefähren Verlauf des Abstiegsweges.Auf dem Rückweg trifft man auf die Seefeldalm.

Panorama:

  zur Panorama Ansicht ins Bild klicken

Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Die Goldmühle am Lämpersberg

(Ein unterirdischer Wasserfall mit mühlenartigem Getöse)

Vor Zeiten lebte im Innertal ein Müller, welcher bei seinem Geschäfte unehrlich handelte und den Bauern viel Mehl stahl.
Seine Unehrlichkeit sollte bestraft werden. An einem schwülen Hochsommertag mußte er einen Sack Mehl auf die Alm tragen. Ein schweres Gewitter überraschte ihn, er flüchtete unter eine alte Wettertanne und da traf ihn der Blitz.
An diesem Orte hört man seither das Klappern einer Mühle, geheimnisvoll, dann wieder laut tosend. Da muß der Müller sein unrecht erworbenes Gut mahlen, fort und fort, bis er seine Schuld gebüßt hat.

Mit freundlicher Genehmigung von www.sagen.at


Die Sage vom Meerauge

Unterhalb der Baumgartalpe, wo im Frühsommer in Massen der kleine blaue Enzian blüht, befindet sich das »Meerauge«, ein kleiner Bergsee, aus dem kein Vieh trinkt. Ein Senner wollte einmal seine Tiefe messen, gab dies aber auf, weil aus der Tiefe eine Stimme drang: »Misst du mich, so schluck ich dich.«