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Tischoferhöhle auf unbekanntem Weg

Über die Theaterhütte zur Zottenhöhle

Neben dem bekannten Weg über die Sparchenstiege (also dem Treppenaufstieg ins Kaisertal) gibt es noch eine weitere, landschaftlich weitaus interessantere Alternative direkt ins Kaisertal. Ausgangspunkt ist der kostenpflichtige Wanderparkplatz zum Kaisertal im Kufsteiner Ortsteil Sparchen. Der Weg ist nicht so leicht wie die Sparchenstiege. Deshalb kann Trittsicherheit und etwas Schwindelfreiheit nicht schaden.
Hier beschreiben wir den weiterführenden Weg zur Tischoferhöhle (Zottenhöhle) als Kurzwanderung, die als Einstieg zu einer längeren Kaisertalwanderung ausgedehnt werden kann.


Die Brücke über den Sparchenbach.
Weiter oben, hier nicht mehr im Bild, führt der Weg links zur Tischoferhöhle, und rechts weiter in Richtung Veitenhof.

Die Brücke über den Sparchenbach.
Weiter oben, hier nicht mehr im Bild, führt der Weg links zur Tischoferhöhle, und rechts weiter in Richtung Veitenhof.


Kurzinfo:

Region:
Kaisergebirge
Tourenart:
Bergtour (leicht)
Dauer:
Zur Tischoferhöhle knapp 1 Stunde, zum Hauptweg ins Kaisertal 15 Minuten länger.
Touristinfo:
Kufstein

Anforderung:

Höhenunterschied:
250 Meter, hinzu kommt ein Gegenanstieg von ca. 40 m.
Schwierigkeit:
mittel
Trittsicherheit und etwas Schwindelfreiheit sollte man mitbringen. Der Weg ins wesentlich schwieriger als die Sparchenstiege. Besonders der Abstieg zur Brücke über den Sparchenbach ist verläuft über einen steilen, sandigen Geröllweg, der zum Teil durch kleine Muren durchzogen ist.

Einkehrmöglichkeit:

Veitenhof:
Dienstag Ruhetag   Hütten Info, hier klicken
Theaterhütte (Gasthaus):
bis auf weiteres geschlossen (Stand Mai 2017)   Hütten Info, hier klicken
Berg.kräuter.hof (ehemals Enzian):
Ganzjährig   Hütten Info, hier klicken
Pfandlhof:
Donnerstag Ruhetag. 2016: bis 4.02.2016 geschlossen.   Hütten Info, hier klicken

Start:


Kufstein-Sparchen (Kaisertal-Parkplatz) 499 m

GPS-Wegpunkt:
N47 35.702 E12 11.243 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn bis nach Kufstein fahren. Dann zu Fuß in nordöstlicher Richtung (30 Minuten vom Bahnhof) oder mit dem Postbus zum Parkplatz Sparchen-Kaisertal.

Mit dem Pkw:
Inntal-Autobahn Ausfahrt Oberaudorf, nach der Ausfahrt rechts Richtung Walchsee nach Niederndorf - Ebbs. In der Ortsmitte von Ebbs rechts abbiegen Richtung Kufstein, nach ca. 2 Kilometer (nach Oberndorf aber vor Kufstein) links abbiegen Richtung Kaisertal. Dort befindet sich der gebührenpflichtige Parkplatz "Sparchen" (484 m).
Nicht zum Sessellift fahren, dieser befindet sich 15 Minuten entfernt.

  • Ab Rosenheim: 40 Km / 0:35 Std
  • Ab München: 90 Km / 1:00 Std
  • Ab Bad Tölz: 75 Km / 1:00 Std
  • Ab Salzburg: 110 Km / 0:55 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Kufstein-Sparchen (Kaisertal-Parkplatz)

Vom Parkplatz aus nicht zum offiziellen Aufstieg Kaisertal, sondern auf der Hauptstraße in südlicher Richtung über der Brücke gehen. Kurz nach der Brücke führt ein Gehweg über Stufen nach oben. Auf diesem geht man nach oben, dort hält man sich bei einer Gabelung links und sieht bald die Beschilderung zur Theaterhütte, welche man nach weiteren 15 Minuten teils über einfache Holztreppen erreicht.

Bei der Theaterhütte links den Steig oder den Weg hinauf zu dem Waldspielplatz. Hier befindet sich rechts in einem weißen Gebäude der Trinkwasser-Hochbehälter "Theaterhütte" der Stadtwerke Kufstein. An diesem rechts vorbei und in den Wald hinein, wo der breite Weg bald in einen Pfad übergeht. Nach kurzer Zeit ein Wegweiser, dem man in Richtung "Kaisertal / Pfandlhof" folgt. Weiter ansteigend, befindet man sich bald hoch über dem Sparchenbach und erblickt dann auch auf der gegenüberliegenden Seite die breite Tischoferhöhle. Der Weg erreicht nun einen Schlucht, wo es über Holzstufen steil nach unten geht. Hier ist besondere Vorsicht geboten - man rutscht hier leicht ab, denn der Weg ist stellenweise voller Geröll und Sand. Unten am Bach angekommen, überquert man die Steinbrücke und folgt nun wieder den Holzstufen nach oben. Nach 80 Höhenmetern gabelt sich nun der Weg: Links kommt man in wenigen Minuten zur Tischoferhöhle und rechts steigt man in ca. 10 Minuten zu dem offiziellen Kaisertalweg auf, welcher von der Sparchenstiege her kommt.

Wer wieder zurück will, folgt nun dieser Straße links und steigt in 25 Minuten wieder hinab zum Parkplatz.

Wer diesen Weg jedoch als einen mal anderen Aufstieg ins Kaisertal gewählt hat, hält sich auf der Straße rechts und erreicht bald die Abzweigung, wo es links bergauf zur Rietzaualm (Zahmer Kaiser) oder geradeaus weiter über Pfandlhof und Antoniuskapelle nach Hinterbärenbad (Wilder Kaiser, Stripsenjoch) geht.

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GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


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Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Pendlinghaus
(©Foto-Webcam.eu)

Sachrang
(Terra-HD)

Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Flora und Fauna::

In der Umgebung der Theaterhütte findet man die sog. Stechpalme (Ilex aquifolium) ein Holzgewächs, das normalerweise nur in feuchten, aber eher winterwarmen Gebieten vorkommt und somit eine alpine Rarität darstellt.
Beim steilen Abstieg hinunter zum Sparchenbach kommt man in diesen schottrigen Abbrüchen immer wieder an der Bewimperten Alpenrose (Rhododendron hirsutum) vorbei, sie normalerweise ja im Wald- bzw. Zergstrauchgürtel in den höheren Lagen auf Kalkböden vorkommt.
Im Sparchenbach selber findet man bestimmt einige sog. Schwemmlinge, d. h. Pflanzen, die mit dem Bach aus höheren Lagen heruntertransportiert wurden, wie z.B. Fetthennen-Steinbrech (Saxifraga aizoides) oder Lebendgebärender Knöterich (Polygonum viviparum).
Beim Aufstieg zur Tischofer-Höhle geht man durch einen Kiefernwald, dessen Krautschicht mit dem sog. Pfeifengras geradezu verfilzt ist und somit nur wenig andere Arten vorkommen.
In der Höhle selbst kann man ganz gut einen "Dunkelheitsgradienten" beobachten, da im hintersten Eck praktisch nur noch ein paar Algen in Form von grünlichen Felsüberzügen existieren können.
Wenn man Glück hat, kann man in der Höhle Fledermäuse (Microchiroptera) entdecken, die diesen Ort als ihr Schlafdomizil ausgewählt haben.
Beim Aufstieg vom Sparchenbach zum Kaisertal Hauptweg kann man die Skabiosen-Flockenblume, das Rote Waldvögelein und das Sonnenröschen entdecken. Weiterhin gibt es hier den Berg-Lauch, das echte Labkraut, das sog. Nickende Leimkraut und die Ästige Graslilie.
Tiere rund um die Tischoferhöhle: Feldheuschrecken wie Kleine Goldschrecke, Gemeiner Grashüpfer, Nachtigall-Grashüpfer, Junikäfer, Feldsandlaufkäfer, Blutzikade. Bis Ende des letzten Jahrtausends auch die Felsenschwalbe, nun angeblich nicht mehr gesichtet.

Geologie:

Die Sparchenklamm unterhalb der Tischoferhöhle war am Ende der letzten Eiszeit mit Schuttmassen aufgefüllt, sodass der Bach noch die Höhle umspülte. Inzwischen hat er sich in sein 80 Meter tiefer liegendes Bett gegraben.

Literatur:

Karte

Mayr Wanderkarte Nr. 51 "Wilder Kaiser - Going, Ellmau, Scheffau, Söll"
Infos: Karte

Mayr Wanderkarte Nr. 51 "Wilder Kaiser - Going, Ellmau, Scheffau, Söll"

Führer

Wandern zu Sagen und Mythen im Wilden Kaiser
von Jenewein, Herbert
Infos: Führer

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Führer

Wanderführer "Rund um den Wilden Kaiser"
von Brandl, Sepp
Infos: Führer

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Naturführer

Naturkundlicher Führer Kaisergebirge
von Smettan, Hans
Infos: Naturführer

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Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Wegweiser nach der TheaterhütteBlick auf die gegenüber liegende Tischoferhöhle.Der Sparchenbach. An ihm vorbei läuft ein Großteil der Trinkwasserversorgung von Kufstein.Nochmals der SparchenbachBei der Tischoferhöhle.

Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Trinkwasserversorgung Kufstein

Die Stadt Kufstein gewinnt ihr Trinkwasser aus zwei Wasservorkommen: aus der Hofing-Quelle im Kaisertal und dem Grundwasserfeld Fürhölzl. Die Quelle liefert 100 Sekundenliter und deckt 90 Prozent des Trinkwasserbedarfs der Stadt. Die Zuleitung zur Stadt ist ein etwa drei Kilometer langer, mit 12 Revisionsschächten versehener Hangkanal am rechten Ufer des Kaisertalbaches.