Auf dem Kalkstein

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Hochplatte von Süden

Steiler Anstieg am Teufelstein vorbei

Die Hochplatte ist auch vom Alpenvorland aus gut zu erkennen. Von Rosenheim aus ist es der zweite Berg links von der Kampenwand (der erste ist der Sulten), gut erkennbar durch seine pyramidenartige Form. Der Teufelstein ist eigentlich kein richtiger Berg, sondern ein vorgelagerter Gipfel der Hochplatte. Ein Felsabbruch mit zwei Löchern, durch die der Sage nach der Teufel gefahren sein soll. Er ist von der Oberauer Brunst-Alm allerdings nicht zu sehen, genau so wenig wie die Hochplatte selbst.


Das Gipfelkreuz der Hochplatte, im Hintergrund die Kampenwand.

Das Gipfelkreuz der Hochplatte, im Hintergrund die Kampenwand.


Kurzinfo:

Region:
Chiemgauer Alpen
Tourenart:
Bergtour (schwer)
Andere Bergsportarten:
Im gesamten Bereich (der Almen) hervorragende Mountainbike-Möglichkeiten.
Erreichte Gipfel:
Hochplatte 1587 m
Dauer:
Aufstieg ca. 3 Stunden, Abstieg ca. 2 - 2,5 Stunden
Touristinfo:
Schleching

Anforderung:

Höhenunterschied:
Parkplatz Dalsenbachtal 618 m, Hochplatte 1587 m
Aufstieg einschl. Zwischenanstiege ca. 1020 m, Abstieg ohne Zwischenanstiege ca. 970 m
Streckenlänge:
Aufstieg ca. 3,8 km, Abstieg ca. 4,6 km, insgesamt ca. 8,4 km
Schwierigkeit:
schwer
Forststraße, steile Wiesenwege und steile Bergsteige. Beim Abstieg zum Ramsental muss man den durch einen Erdrutsch zerstörten Bergsteig über einen Bach mühsam überqueren (Stand Sommer 2014).
Die Teilstrecke über den Teufelstein zum Hochplatten-Gipfel ist anspruchsvoll - hier ist eine sehr gute Orientierung erforderlich.

Einkehrmöglichkeit:

Oberauerbrunst-Alm:
ab Mai an den Wochenende, nur bei schönem Wetter   Hütten Info, hier klicken

Start:


Wanderparkplatz am Beginn des Dalsenbachtals bei Mühlau 623 m

GPS-Wegpunkt:
N47 43.744 E12 23.509 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn bis nach Schleching, Busverbindung in Richtung Mettenham bis kurz vor Mühlau, danach ca. 20 Minuten zu Fuß auf der Kampenwandstraße und Dalsenstraße bis zum Wanderparkplatz.
Von Prien mit dem Bus Richtung Reit im Winkl, Umsteigen in Marquartstein Richtung Schleching.

Mit dem Pkw:
Autobahn München Salzburg, von München kommend Ausfahrt Bernau, von Salzburg kommend Ausfahrt Grabenstätt. Weiter über Grassau nach Marquartstein und von hier aus in Richtung Schleching (nicht Reit im Winkl). Noch vor Schleching, nach Mettenham, am Schild "Mühlau 1 km" rechts ab. Durch den Ort (auch hier Parkplätze) und an der Gabelung rechts auf der Dalsenstrasse ins Tal zu den Parkplätzen.

  • Ab Rosenheim: 45 Km / 0:45 Std
  • Ab München: 105 Km / 1:10 Std
  • Ab Bad Tölz: 90 Km / 1:15 Std
  • Ab Salzburg: 65 Km / 0:50 Std

Mit dem Bike:
Ab Autobahnausfahrt Bernau ca. 20,5 km, Höhenunterschied ca. 120 m

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Wanderparkplatz am Beginn des Dalsenbachtals bei Mühlau

Parkplatz – Hochplatte

Am Parkplatz nehmen wir den Fahrweg, der direkt vor dem zweiten Parkplatz vom Hauptweg rechts aufsteigend abzweigt  (nicht zu den Dalsenalmen). Hier gelangt man in einem weiten Rechtsbogen auf Asphalt zu einigen Gehöften. Direkt zwischen ihnen, gegenüber vom Oberauer Hof, zweigt links der Weg zur Oberauerbrunstalm und zum Stefan Gnadl Weg ab. Er führt uns am Rand eines Geheges vorbei hinauf zum Waldrand, wo wir links weiter über breiten Weg sanft genau nach Westen aufsteigen.

Auf diesem Weg geht es ansteigend durch lichten Mischwald bis hinauf zu einer Forststraße, In diese biegen wir rechts ein, verlassen sie ab wieder nach wenigen Metern. Der nun folgende Steig ist überwiegend sehr steil und kostet dementsprechend Kondition. Nachdem sich das Gelände lichtet und der Weg flacher wird, befinden wir uns bei der Oberauerbrunstalm. Hier besteht in den Sommermonaten die Möglichkeit zu einer kleinen Erfrischung. Von der Alm aus sehen wir bereits den nächsten Schinder vor uns. Zunehmend steiler steigen wir auf dem breiten Wiesenrücken über Almmähder und in Serpentinen bis zu einem kleinen Aussichtsbankerl. Hier können wir zwischen Laubbäumen und Schrofen ausrasten und die weite Aussicht nach Süden genießen. Nachdem wir hier ein Gatter überstiegen haben, queren wir kurz durch den Wald, verlassen diesen aber wieder nach wenigen Minuten. Anschließend erreichen wir einen Gratweg. Auf diesem geht es in mehrfachem Auf und Ab bis zu einer Gabelung in einer kleinen Senke, wo wir auf den Schlechinger Wanderweg treffen.

Hier gehen wir aber weder links noch rechts weiter, sondern nehmen den direkten Weg in Richtung Teufelstein. hier kaum erkennbar. Der Weg ist weiter oben stellenweise sehr schlecht erkennbar und ungenügend markiert. Deshalb sollten wir ihn nur benutzen, wenn wir eine gute Orientierung besitzen oder er z.B. bei Schnee durch Fußspuren erkennbar ist. Falls wir lieber auf Nummer sicher gehen wollen, wandern wir an dieser Stelle links weiter in Richtung Grassauer Alm und von dort zur Hochplatte.

Falls wir also den Weg über den Teufelstein wählen, folgen wir den blauen Markierungen an den Bäumen auf den Felsen zu und steigen links von ihm durch Waldgebiet und an weiteren Felsen vorbei. Der Teufelstein ist eine steile Felsnadel rechts von unserem Weg. Eine tolle Aussichtskanzel, die einen kurzen Abstecher vom Weg erfordert, aber lohnt!  Kurz danach haben wir überraschende Tiefblicke in die südöstlichen Bereiche der Hochplatte, wie z.B. auf die Zwillingswand. Weiterhin genau nach Norden steil aufsteigend und durch dichten Wald erreichen wir eine freie Fläche, wo wir uns etwas links halten und in die Gipfelbereiche der Hochplatte gelangen. Weiterhin genau nach Norden aufsteigend, erreichen wir in einer knappen halben Stunde durch steiles Latschengelände den 1587 Meter hohen Gipfel.

Abstieg:

Vom Gipfel steigen wir in nördlicher Richtung auf dem Normalweg hinunter zu dem Kamm zwischen Hochplatte und Kampenwand. Hier halten wir uns links (rechts geht es hinunter nach Marquartstein) und wandern einige Minuten bis zu einer Wegegabelung, noch vor der Grassauer Alm. Nach der Bergwachthütte wandelt sich unser Weg wieder in einen schmalen Steig.  Nach kurzer Zeit zweigt nach rechts der Weg zum Ramsental ab. Nun steigen wir in steilen Serpentinen auf dem schmalen Ramsensteig durch teils unwegsames Gelände. Der Weg wird wenig gepflegt und ist deshalb besonders bei Nässe sehr rutschig. Manchmal versperren auch umgefallene Bäume den Weg. Wir müssen insgesamt vier Bäche überqueren, wobei einmal der Weg durch die Fluten weggerissen wurde. Hier ist auch einige Male der Weg sehr schmal, teils nur eine Fußlänge, und es fällt seitlich davon steil nach unten ab. Gleich nach der vierten Bachüberquerung mündet der Steig in eine breite Forststraße, in die wir links einbiegen. Auf dieser wandern wir nun leicht ansteigen ca. 1,3 Kilometer bis zur Oberauer Brunstalm. Von dort gelangen wir auf dem bekannten Aufstiegsweg in ca. 50 Min. zurück zum Ausgangspunkt.

GPS-Daten:


Bitte verwendet nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de. Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Marquartstein
(www.foto-webcam.eu)

Kircherl unterhalb des Schnappenbergs
(©foto-webcam.eu)

Sachrang
(Terra-HD)

Flora und Fauna:

Jede Menge Akelei im unteren Bereich des Aufstiegsweges
Einige Minuten unterhalb des Gipfels blühen viele Trollblumen.

Geologie:

Der Gipfel der Hochplatte beseht aus Hauptdolomit, ein graues bis braunes, sprödes und brüchiges Gestein.Wenn es angeschlagen wird, riecht es nach Bitumen, dies ist ein aus Erdöl gewonnenes Material. Besonderes Merkmal von Bitumen ist, dass es bei Temperaturzufuhr zähflüssig und bei Temperatursenkung hart wird.
Hauptdolomit bildet in höheren Regionen gleichmäßige Schutthänge, pyramidenförmige Berge, und niedrigeren Bereichen runde Kuppen mit starkem Schuttmantel und dichtem Waldbestand. Aus Hauptdolomit bestehen unter anderem Hochries, Riesenberg, Kranzhorn, Sulten, die Blöcke der Steinling Alm, Geigelstein, Hochfelln, Dürrnbachhorn und Sonntagshorn. Also viele Gipfel der Chiemgauer Alpen.

Literatur:

Karte

Alpenvereinskarte BY17
Chiemgauer Alpen West: Hochries, Geigelstein
von Alpenverein
zum Buch

Alpenvereinskarte BY17

Führer und Interviews

Gipfeltreffen
von Schmidbauer, Werner
zum Buch

Gipfeltreffen

Führer

Chiemgau - Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen
von Bauregger, Heinrich
zum Buch

Chiemgau - Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Noch unterhalb der Vogelschau verläßt man die Forststraße und wandert auf gut ausgebautem Weg leicht ansteigend durch Laubwald.Bei der Oberauerbrunst-Alm mit Blick auf den TeufelsteinDer TeufelsteinBlick über die Zwillingswand auf den Hochgern.Nach dem Gipfel geht man auf den Verbindungskamm zur Kampenwand hinunter und verlässt diesen bald nach Süden. Kurz darauf kommt an der Hütte der Bergwacht Grassau vorbei.Beim Abstieg zum Ramsental muss man den durch einen Erdrutsch zerstörten Bergsteig mühsam überqueren (Schwierigkeit UIAA 1, Stand Sommer 2005).Im Ramsental

Panorama:

  zur Panorama Ansicht ins Bild klicken