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Fernerköpfl, 3241 m

Aussichtsreicher Felsgipfel über einem großen Gletscher

Sein Name lässt es nicht vermuten: Das niedlich klingende »Köpfl« ist ein ausgewachsener Dreitausender mitten in einer hochalpinen, ja geradezu arktisch anmutenden Welt. Der hier vorgeschlagene Aufstieg über die Rieserfernerhütte zählt zu den wenigen Möglichkeiten, ohne Gletscherbegehung und ohne echte Kletterei die Dreitausendmeter-Marke mal deutlich zu überschreiten. Mit möglicherweise gefrorenen Schneefeldern muss man aber trotzdem rechnen und an einigen Felsen muss man gelegentlich auch die Hände aus der Hosentasche nehmen.


Blick vom Fernerköpfl auf die Hütte (rechts), das Antholzer Tal (links) und die Dolomiten

Blick vom Fernerköpfl auf die Hütte (rechts), das Antholzer Tal (links) und die Dolomiten


Kurzinfo:

Region:
Sonstige
Tourenart:
Bergtour (mittel)
Erreichte Gipfel:
Fernerköpfl, 3241 m
Dauer:
10,5 Std.
Bei Übernachtung: 4:30 Std. (1. Tag) und 6:00 Std. (2. Tag)
Dauer (Tage):
2

Anforderung:

Höhenunterschied:
2020 m
Schwierigkeit:
mittel
Im Verhältnis zum hochalpinen Ambiente relativ unschwierige Bergtour; trotzdem braucht man Ausdauer, Trittsicherheit und fürs letzte Stück etwas Felsgewandtheit.

Einkehrmöglichkeit:

Rieserfernerhütte:
Ende Juni bis Ende September   Hütten Info, hier klicken
Berger Alm:
Mitte Mai bis Anfang Oktober   Hütten Info, hier klicken

Start:


Wanderparkplatz bei den Briefkästen am Beginn der Straße zu den Eggerhöfen 1258 m

GPS-Wegpunkt:
N46 51.96138 E12 6.0272 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Wer mit dem Bus 431 (Bruneck - Antholzer See) anreist, steigt gleich nach dem Campingplatz beim Haus Landheim (1325?m) aus.

Mit dem Pkw:
Streckenmäßig kürzeste und interessanteste Zufahrt aus dem Raum Rosenheim: Über Mittersill und die Felbertauernstraße, bei Huben rechts ins Defereggental und über den Staller Sattel (Einbahnregelung).
Meist schneller: über den Brenner und nach Franzensfeste ins Pustertal, an Bruneck vorbei und bei Olang links ab.
Zufahrt aus dem Ort auf schmaler Straße nach Norden, bei der Verzweigung neben dem Sport- und Freizeitgelände halblinks.

  • Ab Rosenheim: 230 Km / 2:45 Std
  • Ab München: 280 Km / 3:10 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Wanderparkplatz bei den Briefkästen am Beginn der Straße zu den Eggerhöfen

Vom Parkplatz folgen wir zunächst der aufwärts führenden Teerstraße. Vor einer Brücke wandern wir mit dem Wegweiser »Abkürzung Nr. 3, 4« nach links hinauf. Wo wir wieder auf einen Fahrweg kommen, gehen wir darauf nach rechts und nach einer letzten inoffiziellen Parkmöglichkeit wiederum nach rechts über eine Brücke. Dahinter auf den aufwärtsführenden Fahrweg oberhalb der Eggerhöfe (1348 m) vorbei. Nach einem Gatter zweigen wir scharf nach links auf einen schmalen Bergpfad ab. Bald darauf überqueren wir  eine Forststraße und passieren die Bergeralm (1623 m). Etwas oberhalb treffen wir wieder auf eine Kiesstraße; der folgen wir nach rechts. Mit einer Linkskehre zweigt der Mittertaler Höhenweg (Mark. 12) ab. Wir bleiben weiter der Markierung 3 treu. Wo der Weg 4 zur Kasseler Hütte rechts abzweigt, nehmen den linken Weg Nr. 3, passieren bald darauf eine Quelle und gewinnen zügig an Höhe. Im weiteren Verlauf wendet sich der Weg über ein glattgeschliffenes Bachbett nach links und leitet zu einem steil eingekerbten Graben. An dessen Rand geht es erst noch kurz aufwärts, bevor er durchquert wird. Auf der anderen Seite holt der Weg weit nach links aus, bevor er am Pauls Brünnl (2280 m) vorbei an den Auslauf der zentralen Rinne am oberen Rand des großen Geländekessels führt. Nun folgt ein gut befestigter und gesicherter Steig über die Felszone in Aufstiegsrichtung rechts der Rinne. Am Gemsbichljoch (2776 m) mit seinem kleinen See wird das Gelände flacher und die Rieserfernerhütte (2791 m) kommt ins Blickfeld.
 
Am nächsten Morgen verlassen wir die Hütte auf deutlichem Pfad nach Norden hinauf. Bald geht es zwischen zwei auffälligen Steinmandln durch und über eine Wasserleitung drüber. Dort wird eine Trasse nach links ignoriert und stattdessen dem schmäleren, aber markierten Weg gefolgt. Der führt zunächst auf die Gelttalspitze zu, quert dann aber bald durch deren Ostflanke (im Frühsommer Schneehänge – wenn sie gefroren sind, evtl. Grödel anlegen).
 
Noch unter dem kleinen Sattel zwischen Gelttalspitze und Fernerköpfl wendet sich der Steig vorübergehend nach rechts und windet sich dann auf dem hellen Tonalit des Rieserferner-Plutons durch die Südwestflanke unseres Gipfelziels empor. Auf den letzten Metern unter der Kammlinie ist die Route nicht mehr eindeutig vorgegeben – was aber kein Problem ist, wenn man in leichter Blockkraxelei direkt nach oben steigt. Am Südostrücken unseres Berges wenden wir uns nach links und erreichen kurz darauf den Gipfel des Fernerköpfls (3241 m).
 
Abstieg auf dem Anstiegsweg.

GPS-Daten:


Bitte verwendet nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


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Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



St.Veit in Defereggen
(www.foto-webcam.eu)

Gemeinde Hopfgarten im Defereggental
(www.foto-webcam.eu)

Literatur:

Wanderführer

Antholz - Gsies
Naturpark Rieserferner - Hochpustertal - Dolomiten
von Hirtlreiter, Gerhard
Infos: Wanderführer

Antholz - Gsies

Wanderführer

Südtirol Ost
Eisacktal - Pustertal - Dolomiten
53 Touren zwischen Sterzing und Sexten mit Pfunderer Höhenweg
von Hirtlreiter, Gerhard
Infos: Wanderführer

Südtirol Ost

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Blick vom Fernerköpfl über das Tristenkees auf den Hochgall (rechts). Links dahinter erkennt man am Horizont den Großglockner, links der Bildmitte den Großvenediger.Kleiner See am Gernsbichljoch. In der Bildmitte der Magerstein (3273 m)

Autor:

 Autor: Gerhard Hirtlreiter, aus dem Rother Wanderführer "Antholz - Gsies / Naturpark Rieserferner - Hochpustertal - Dolomiten"   Autoreninfo auf roBerge.de