Hochalm

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Treffauer und Tuxeck

Auf den dritthöchsten Kaisergipfel

Dies ist eine sehr lohnende Bergtour mit ein paar leichten Klettereinlagen auf den dritthöchsten Gipfel des Kaisergebirges. Schon der Blick auf die Karte zeigt, dass er durch seine zentrale Lage ein toller Aussichtsberg ist: das Hochkar "In der Multer", Sonneck, Ellmauer Haltstock, Ostkaiser, Hintersteiner See, Pölven, das Sölland und der Alpenhauptkamm sind schöne Blickfange.

Als alternative Abstiegsroute zeigen wir die schwere Variante über den Südhang des Tuxeck.


Treffauer und Tuxeck von Süden.

Treffauer und Tuxeck von Süden.


Kurzinfo:

Region:
Kaisergebirge
Tourenart:
Bergtour (schwer)
Andere Bergsportarten:
Es gibt Kletterstellen an der Nordwand (meist UIAA 2), am Ostgrat (UIAA 3 - 4), und an der Südostwand
Diese werden fast nie mehr begangen teilweise sehr brüchig.
mehr Info unter Markus' Internet-Panorama
Erreichte Gipfel:
Treffauer (auch Trefferer) 2304 m, Tuxeck (auch Tuxegg, Ellmauer Hochkaiser) 2226 m
Dauer:
Jagerwirt - Schneekar 1,5 Std., Schneekar - Treffauer 1,5 Std.
Treffauer - Tuxeck 20 Minuten, Tuxeck - Jagerwirt 2,5 - 3 Std.
Gesamtgehzeit gut 6 Stunden
Touristinfo:
Scheffau am Wilden Kaiser

Anforderung:

Höhenunterschied:
ca. 1500 m
Schwierigkeit:
schwer
Aufstieg bis zum Schneekar leicht, zum Schluss hin etwas konditionsfordernd, da steil bergauf. Wer nur den Treffauer besteigt und den selben Weg wieder zurückgeht, hat stellenweise mit UIAA1 zu rechnen.

Weiterweg über das Tuxeck: Der Übergang zum Tuxeck erfordert sehr gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Beim Aufstieg zum Gipfel eine kurze UIAA-2-Einlage (ca. 7 Meter). Der Gipfel kann jedoch umgangen werden. Der Abstieg vom Tuxeck besitzt ebenfalls einige leichte Kletterstellen (UIAA 1) und geht über sehr viel Geröll (schweißtreibend). Vorsicht Steinschlaggefahr !! Im unteren Teil zum W-K-S (Wilder-Kaiser-Steig) hin, ist das Abfahren über das Geröll möglich.
Hunde:
für Hunde nicht geeignet

Einkehrmöglichkeit:

Wegscheid-Niederalm (Wegscheidalm):
Im Winter 2011/12 von einer Lawine gänzlich zerstört!   Hütten Info, hier klicken
Jägerwirt:
Öffnungszeiten: 8.30 Uhr bis 24 Uhr
Montag & Dienstag Ruhetag (außer Feiertage)   Hütten Info, hier klicken

Start:


Parkplatz Jagawirt 910 m

GPS-Wegpunkt:
N47 32.201 E12 15.972 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
mit dem Bus bis nach Scheffau, anschließend zu Fuß zum Jagerwirt (ca. 1/2 Stunde)

Mit dem Pkw:
Inntalautobahn, Ausfahrt Kufstein-Süd, Richtung Felbertauern. Im Ort Scheffau rechts abbiegen Richtung Jagerwirt. Kleiner Parkplatz unterhalb des Jagerwirt.

  • Ab Rosenheim: 55 Km / 0:50 Std
  • Ab München: 110 Km / 1:10 Std
  • Ab Bad Tölz: 95 Km / 1:15 Std
  • Ab Salzburg: 80 Km / 1:20 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Parkplatz Jagawirt

Ab dem Parkplatz
auf einer Forststraße ist der Weg gut beschildert, zuerst Wegscheid-Niederalm, dann auf einem Steig weiter zur Wegscheid-Hochalm. Ab hier weiter zu dem Weg, der von der Kaiser-Hochalm zur Gruttenhütte führt. Hier einige Minuten links gehen und dann bei der Abzweigung rechts in Richtung Treffauer. Man trifft auf die steile Südwand unterhalb der Kopfkraxen. Ab hier geht es rechts steil hinauf durch Latschen zum unteren Ende des Schneekar.

Die Markierung
leitet nun südlich quer durch das untere Ende des Schneekars, wo an der gegenüberliegenden ein Klettersteig durch eine Rinne steil nach oben verläuft. Nach ca. zehn Metern die Rinne nach rechts verlassen auf ein schmales, grünes Band. Ab hier etwas luftig einige Meter bis zum unteren Rand der großen, etwas steilen Westplatte des Treffauer (siehe Foto). Diese Platte in Serpentinen steil und mühsam hinauf über eine breite Mulde bis zum einem Felsgrat. An dessen Südseite zu einem Grassattel und weiter hinauf durch eine kleine Rinne (oben nach links aus der Rinne hinaus). Ab hier steile hinauf bis zum nördlichen Teils des Gipfelgrates (Super-Aussicht auf Sonneck - siehe Foto, unten hinunter in das Kar "In der Multer"). Einige Meter rechts unterhalb des Grates bis zum Gipfel steigen, teilweise brüchiger Fels!

Zum Tuxeck
nicht den Grat weiter steigen, sondern einige Meter westlich absteigen in das Kar "In der Multer" (schlecht markiert!), nach einer Minute links wenden und in südlicher Richtung bis zum unteren Teil des Tuxeck-Gipfels. Vorher den letzten Zacken links umgehen. Zum Gipfel klettert man senkrecht durch einen Riss ca. 10 Meter die Wand hinauf, mit Griffen gesichert (ohne Griffe: UIAA III).

Abstieg:
Variante 1:
Wie Aufstieg bis zum Jagerwirt

Variante 2: (schwer und anstrengend, ca. 3 Stunden)
Westlich des Tuxeck-Gipfels (also dort, wo die letzten Meter nach oben geklettert wird), die Schlucht hinunter und über Felsstücke und Geröll, schlecht markiert, nach ca. 10 Minuten südlich wenden, durch einen Kamin hinunter (I), Steighilfen in Form von Bügeln, teilweise landschaftlich eindrucksvoll, später trifft man auf ein sehr langes Geröllfeld, durch das man ca. 20MmInuten lang (!) abfährt, bis man den Wilden-Kaiser-Steig erreicht. Hier rechts wenden, bis man nach einer weiteren guten halben Stunde die Gabelung erreicht, wo man wieder links hinunter zur Wegscheid-Hochalm gelangt. Ab hier wie beim Aufstieg bis zum Jagerwirt.

GPS-Daten:


Die GPS-Dateien verlaufen entgegengesetzt unserer Tourenbeschreibung.


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de. Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Pendlinghaus
(©Foto-Webcam.eu)

Sachrang
(Terra-HD)

Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Literatur:

Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Kaisergebirge alpin
Alle Routen für Wanderer und Bergsteiger
von Höfler, Horst und Piepenstock, Jan
Infos: Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Kaisergebirge alpin

Karte

Mayr Wanderkarte Nr. 51 "Wilder Kaiser - Going, Ellmau, Scheffau, Söll"
Infos: Karte

Mayr Wanderkarte Nr. 51 "Wilder Kaiser - Going, Ellmau, Scheffau, Söll"

Führer

Wanderführer "Rund um den Wilden Kaiser"
von Brandl, Sepp
Infos: Führer

Wanderführer "Rund um den Wilden Kaiser"

Bildband

Wilder Kaiser - Klettergeschichte, Geschichten vom Klettern
von Höfler, Horst und Schubert, Pit
Infos: Bildband

Wilder Kaiser - Klettergeschichte, Geschichten vom Klettern

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Der Treffauer vom Sonneck aus fotografiert. Rechts hinten das Tuxeck.Das Schneekar nördlich des Treffauer.Der Hauptgrat des Treffauer.Blick auf das Sonneck. Rechts dahinter Kranzhorn und Heuberg.Blick vom Treffauer auf das Tuxeck.kurze Klettereinlage zum Gipfel des TuxeckSchlüsselstelle beim Südabstieg des Tuxeck

Panorama:

  zur Panorama Ansicht ins Bild klicken

Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Der Hans war ein Wilderer, der eine jede Gams tötete, die ihm in die Quere kam. Wilderer-Hans nannte man ihn. Auch kein Murmeltier war vor ihm sicher. Einmal stellte der auf dem Treffauer einer besonders schönen, weißen Gams nach. Sie lockte ihn auf einen Grat, sprang dann auf ihn zu und schleuderte ihn mit einem kräftigen Stoß in die Tiefe. Man fand ihn später tot am Fuß des Trefauer, mit einem Büschel weißen Gamsbart in der erstarrten Hand. Seitdem geistert er in dieser Gegend umher und neckt die Bergsteiger des Treffauer, indem er ihnen Nebel oder Gewitter schickt, die schon manchem das Leben gekostet haben.

Autor:

 Autor: Text und Fotos: roBerge.de, GPS und Panoramafoto von Robert Bachinger