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Riesenberg ab Soilach

Einsamer Ausläufer der Hochries

So märchenhaft es auch klingt, es wohnen in der Riesenhütte und auf dem Riesenberg natürlich keine Riesen. In früheren Zeiten wurde hier Holz abgebaut. Als "Riesen" bezeichnete man künstlich hergestellte Rutschen auf Bergbächen für gefällte Stämme.
Diese Wanderung führt von Soilach aus auf den Riesenberg, insbesondere nach Frasdorfer Hütte wird es recht einsam, da der Gipfel selten bestiegen wird.
Das Gebiet um den Gipfel ist als Wald-Wild-Schongebiet ausgewiesen. Deshalb sollte es von Skitouren- und Schneeschuhgehern sowie von Winterwanderern nicht betreten werden.


Der Riesenberg mit dem Chiemsee, von der Hochries aus gesehen

Der Riesenberg mit dem Chiemsee, von der Hochries aus gesehen

Am Gipfel des Riesenbergs

Am Gipfel des Riesenbergs


Kurzinfo:

Region:
Chiemgauer Alpen
Tourenart:
Bergtour
Erreichte Gipfel:
Riesenberg 1450 m
Dauer:
Aufstieg ca. 2 Std., Abstieg ca. 1 Std. 30 Min. insgesamt ca. 3,5 Std.
Touristinfo:
Frasdorf

Anforderung:

Höhenunterschied:
670 hm
Streckenlänge:
12,7 km
Schwierigkeit:
leicht
leichte Wanderung auf gut ausgebauten Forstwegen und leichten Bergsteigen, T2
Hunde:
für Hunde gut geeignet

Start:


Wanderparkplatz Soilach bei Frasdorf 820 m

GPS-Wegpunkt:
N47 47.072 E12 16.740 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Nächstgelegene Bushhaltestelle (Entfernung ca. 3,8 km, Höhendifferenz ca. 220 m) Frasdorf - Bahnhof. Diese wird außer an Sonn- und Feiertagen von Buslinien der Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO) angefahren.

Mit dem Pkw:
Autobahn A8 (München-Salzburg) Ausfahrt Frasdorf (105). Man fährt dann direkt in den Ort Frasdorf und folgt der Hauptstraße. Am Ende des Ortes biegt man nach links Richtung Grainbach in die Westerndorfer Straße ab. Dieser Straße folgt man und biegt mit ihr außerhalb des Ortes nach rechts ab. Nach weiteren 600 m biegt man nach links Richtung Soilach ab. Nun folgt man der Straße an mehreren vereinzelten Gehöften vorbei bergauf. Nach Soilach endet die öffentliche Teerstraße. Hier biegt man nach rechts ein auf den öffentlichen Parkplatz.

Im Winter ist der letzte Straßen-Anstieg, ab dem Weiler Kranzl, oft nur mit Ketten befahrbar. In diesem Fall gibt es knapp unterhalb von Kranzl am Straßenrand einige wenige Parkplätze. Evtl. sogar noch weiter unten parken.

Als Startpunkt für Skitouren ist der Wanderparkplatz Soilach zwar grundsätzlich geeignet, aber trotzdem nicht unbedingt zu empfehlen. Denn die lange, flache Abfahrt ab der Winterstube verläuft auf einer Forststraße und ist deshalb für Skifahrer weniger attraktiv als beispielsweise die Abfahrt über die Frasdorfer Hütte. Denn dort lockt eine längere Abfahrt über die Schmidhänge und weiter über den Hang beim Zellboden.
Hinzu kommt, dass der Parkplatz Soilach recht klein und somit oft überfüllt ist.

  • Ab Rosenheim: 20 Km / 0:25 Std
  • Ab München: 80 Km / 0:55 Std
  • Ab Bad Tölz: 65 Km / 1:00 Std
  • Ab Salzburg: 70 Km / 0:50 Std

Mit dem Bike:
Von der Kirche in Frasdorf aus ca. 3,8 km bei 600 Höhenmeter. Öffentliche Straßen, nur Asphalt. Besonders ab Stadl bis nach Soilach starke Steigungen!

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Information:
Direkt am Wanderparkplatz Soilach steht die Berghütte Obersoilach. Sie gehört den Aenanen, einer kirchlichen Studenten-Vereinigung. Vor der Hütte steht eine Gedenktafel, die an die besonders mit den Bergen verbundenen Bundesbrüder der Aenanen erinnert, so an Gründer des Deutschen Alpenvereins (DAV), Franz Senn, sowie an den 1934 am Nanga Parbat verstorbenen deutschen Bergsteiger Willo Welzenbach, einem der bekanntesten Kletterer seiner Zeit.


Tourenbeschreibung:

Start: Wanderparkplatz Soilach bei Frasdorf

Vom Wanderparkplatz folgen wir leicht ansteigend der Forststraße in den Wald hinein. Nach 20 Minuten biegen wir beim Wegweiser "Kräuterwiese" links ab, bei der nächsten Wegegabelung dann rechts, bis wir nach relativ flachem Weg die Winterstube erreichen. Diese lassen wir rechts liegen, gehen einige Meter hinunter zum Bach, den wir über eine kleine Furt queren. Nach 30 Metern bei der kleinen Abzweigung geht es dann rechts hinauf auf die Schmiedhänge. Bisher haben wir diese Tour als recht gemütlich empfunden. Wir genießen den schönen Blick auf die Kampenwand im Osten, die wie ein steiler Felszacken aus den umgrenzenden Kuppen herausragt. Wir befinden uns hier im so genannten "Paradies", erreichen nach einem Almkreuz den Wald rechts oben und durchqueren ihn. Einige Meter geht es auf unmarkiertem Weg den Hang steil hinauf, bis wir auf die Forststraße gelangen, die von links, von der Frasdorfer Hütte her führt. Die Forststraße wird nun etwas schmaler und führt etwas steiler durch den Bergwald. Nach weiteren 20 Minuten erreichen wir ein kleines, baumfreies Plateau, das wir rasch durchqueren, um nach nochmaligen 15 Minuten in westlicher Richtung in dem Hochtal mit der 1345 Meter hoch gelegenen Riesenhütte anzukommen. Dort verlassen wir den Hauptweg und steigen über die südlichen, baumlosen Hänge des Riesenberges hinauf, zum Gipfelgrat in einem weiten Rechtsbogen. Dort wenden wir nach rechts und erreichen - nun relativ flach - nach ca. 300 Metern das Gipfelkreuz.
Zurück gehen wir auf dem gleichen Weg.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de. Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Hochrieshütte
(©foto-webcam.eu)

Törwang / Samerberg
(www.foto-webcam.eu)

Aus dem Aschauer Quellenband "Wälder und Almen im Priental" von Rupert Wörndl:

In den abgelegenen Almgebieten trieben sich öfters zwielichtige Personen herum. Besonders in den Kriegs- und Nachkriegszeiten suchten hier gelegentlich Fahnenflüchtige oder anderweitig Gesuchte oder Verfolgte Unterschlupf Nicht selten wurden dabei Hütten aufgebrochen und nach Nahrung und Kleidung durchsucht. Der Kiesmüller-Hans aus Hohenaschau, der kurz vor der Jahrhundertwende einen Teil der Abergalm gepachtet hatte, erinnerte sich an folgenden Vorfall: Ein vorbeiziehender Tagelöhner namens „Mascht" hat im Kaser des Kiesmüller im Heu übernachtet. Er war den Almleuten bekannt, weil er seit längerem über die Almen ging und, wo er gebraucht wurde, für eine paar Pfund Butter Holz hackte. Zu diesem Zweck hatte er immer sein Hackl unter der Joppe dabei. Der „Mascht" war ein unheimlicher Loder, man hat über ihn gemunkelt, dass er unterhalb der Feichtenalm ein Touristenpaar erschlagen und beraubt haben soll. Der Kiesmüller-Hans traute sich in dieser gemeinsamen Nacht auf der Alm kein Auge zumachen. Er war froh, als es Zeit zum Aufstehen wurde. Und er hat vor dem „Mascht" zu Recht Angst gehabt. Dieser hat nämlich Jahre später den Wildbichler-Wirt, als dieser auf dem Weg von Wildbichl nach Kufstein war, mit der Axt erschlagen und ausgeraubt. Im Gefängnis hat der „Mascht" dann auch den Mord an den Touristen auf der Feichtenalm gestanden'. Im benachbarten Samerberg, auf der Käs-Alm, wurde in diesen Jahren ebenfalls ein brutaler Raubmord begangen. Wegen ein paar Mark wurde dort ein Senner erschlagen. Wie meine Großmutter erzählte, musste sie einmal mit ihrer Schwester, der Hambergerin von Ruckerting, von der Riesenalm, mit schweren Traglasten beladen, den extrem steilen und rutschigen Kurzenberg (das ist die Nordseite des Riesenberges) hinunterlaufen, weil sie von einem unheimlichen Kerl verfolgt wurden. Zum Glück konnten sie ihm entkommen. Das Buch ist erhältlich bei der Touristinformation Aschau.

Flora und Fauna:

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts sollen Adler einen Horst bei den Riesenfelsen am nördlichen Hang des Riesenbergs gehabt haben. Wanderfalken trifft man auch heute noch an.
Auf der Südhängen des Riesenberges lebt die Rotflügelige Schnarrschrecke. Solange sie am Boden sitzt, ist sie mit ihrer grauschwarz gefleckten Färbung ausgezeichnet getarnt. Aber sobald die Männchen laut klappernd auffliegen, leuchten ihre roten Hinterflügel auf.

Literatur:

Karte

Alpenvereinskarte BY17
Chiemgauer Alpen West: Hochries, Geigelstein
von Alpenverein
Infos: Karte

Alpenvereinskarte BY17

Galerie:


Gipfelpanorama bei PeakFinder:

   zu Peakfinder auf roBerge.de




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