Bildinfo

PDF 

roBerge.de

Lärcheck

Stiller 2000er im Ostkaiser

Das Lärcheck (auch Lärchegg) ist der nordöstlichste Gipfel im Wilden Kaiser und für den Nicht-Kletterer vom Kleinen Griesener Törl zu erreichen. Der Berg ist nicht gar so bekannt wie einige seiner Nachbarn. Aber diese tolle Tour wird einerseits durch die großartige Aussicht und andererseits durch die wilden Felsformationen am Gipfel so richtig spannend. Und wer auf einem schönen Kaisergipfel seine Ruhe und etwas mehr Einsamkeit sucht, der ist hier gut aufgehoben. Wenn auch das Lärcheck nicht mehr der Geheimtipp ist, wie er es früher einmal war ...


Blick vom Gipfel der Hinteren Goinger Halt auf den Mitterkaiser (im Vordergrund) und auf das Lärcheck (links hinter dem Mitterkaiser), es hebt sich vor der Maukspitze etwas schlecht hervor).

Blick vom Gipfel der Hinteren Goinger Halt auf den Mitterkaiser (im Vordergrund) und auf das Lärcheck (links hinter dem Mitterkaiser), es hebt sich vor der Maukspitze etwas schlecht hervor).

Die letzten Kraxelmeter zum Lärcheckgipfel und dahinter die Abstürze des Mitterkaisers und der Stripsenkopf.

Die letzten Kraxelmeter zum Lärcheckgipfel und dahinter die Abstürze des Mitterkaisers und der Stripsenkopf.


Kurzinfo:

Region:
Kaisergebirge
Tourenart:
Bergtour (schwer)
Erreichte Gipfel:
Lärcheck 2122 m
Dauer:
Aufstieg ca. 3 Stunden, Abstieg ca. 2,5 Stunden.
Man sollte möglichst frühzeitig (7 Uhr) aufzubrechen, so dass man das Geröllfeld schon hinter sich hat, bevor die Sonne dort so richtig hineinbrennt.
Touristinfo:
Griesenau
Kirchdorf am Wilden Kaiser

Anforderung:

Höhenunterschied:
Griesenau 1024 Meter, Lärcheck 2122 m,
ca. 1100 m
Schwierigkeit:
mittel
Mühsam und stellenweise Kletterei nach UIAA 1, absolute Trittsicherheit erforderlich. Achtung: Steinschlaggefahr durch Vorausgehende.

Einkehrmöglichkeit:

Fischbachalm (Kaiserbachtal):
15.12 - 2.11. durchgehend geöffnet   Hütten Info, hier klicken
Griesner Alm:
Sommer: 15.4 bis Ende Oktober, Winter: 20.12. bis Ende März   Hütten Info, hier klicken

Start:


Kaiserbachtal (Griesenau) 1000 m

GPS-Wegpunkt:
N47 34.791 E12 19.851 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Öffentliche Verkehrsmittel fahren nur bis Griesenau (Bus). Von dort ca. 1 - 1,5 Stunden Gehzeit durchs Kaiserbachtal bis zur Fischbachalm, weitere 0,5 Stunden bis zur Griesner Alm.

Mit dem Pkw:
Von Rosenheim und Kufstein: Inntalautobahn Ausfahrt Oberaudorf, Richtung Kössen und Griesenau.
Von Salzburg bis zur Ausfahrt Grabenstätt über Grassau und Schleching nach Kössen.
In beiden Fällen weiter über die mautpflichtige Zufahrt ins Kaiserbachtal. Großer Wanderparkplatz bei der Griesener Alm.

  • Ab Rosenheim: 55 Km / 0:55 Std
  • Ab München: 120 Km / 1:30 Std
  • Ab Bad Tölz: 100 Km / 1:30 Std
  • Ab Salzburg: 85 Km / 1:15 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Kaiserbachtal (Griesenau)

Der direkte Zustieg liegt etwas versteckt auf dem Wanderweg Griesenau - Griesener Alm auf der rechten Seite (Fließrichtung) des Kaisertalbachs. Entweder man überquert bei der Latschenölbrennerei den Bach auf einer kleinen Holzbrücke und geht dann auf diesem Weg etwa 50 Meter Richtung Griesener Alm oder – falls man dort das Auto geparkt hat – von der Alm rund 10 Minuten talauswärts.

Der Wegbeginn ist durch einen Wegweiser markiert, der gerade noch zwischen den Bäumchen herausschaut, also genau hinschauen. Ab dann ist der Weg durchweg gut markiert. Es geht nur kurz recht flach durch die Bäume und dann wird es mit einem Mal sehr steil und das wird auch bis zum Kleinen Griesener Tor in über 1600 m Höhe kaum anders. Der „Weg“ ist vor allem am ersten Steilaufschwung immer wieder mit Seilsicherungen versehen, führt häufig gerade nach oben und auch die (nur gelegentlich vorhandenen) Serpentinen sind so steil, dass man praktisch während des ganzen Aufstiegs bis zum Törl kaum zum Verschnaufen kommt, man bewegt sich hier im Grunde in einer Wildnis, wo der "Weg" zwar markiert ist, aber in keinster Weise die natürlichen Gegebenheiten für den Begeher - außer durch die Seile im untersten Teil - abmildert oder erleichtert.

Am Törl nach etwa 90 Minuten steht man dann direkt vor dem Geröllkar, das nach einer flachen Mulde immer schmaler werdend südwärts in die Scharte zwischen Lärcheck und Gamsfluchten führt. Der „Weg“ ist manchmal recht gut, manchmal nur schwer in dem unterschiedlich groben Geröll zu erkennen. Zwar ist das Ziel nicht zu verfehlen, aber man spart sich einiges an Kraftreserven, die durch den vorausgegangenen Anstieg in der Regel schon ordentlich in Anspruch genommen worden sind, wenn man sich möglichst an die Trasse hält, die bei genauerem Hinschauen doch erkennbar ist.

Der Einstieg in die Felsen liegt auf etwas über 1900 m. Hier den Weg nicht aus den Augen verlieren - verirren leicht möglich! Von links zieht eine Rinne ins Kar herab, die oben am Nordostrücken beginnt und in Platten im Kar ausläuft. Man steigt im Kar noch weiter an diesen Platten vorbei: etwa 40 m höher setzt der Steig an. Gerade hier ist kaum noch ein Wegverlauf erkennbar, der aus dem Kar führt, deshalb sollte man schon vorher in den Schrofen den Steig suchen, der ist nämlich auf den ersten Metern noch ganz gut sichtbar. Der Weg durch die Felsen ist zunächst überwiegend Gehgelände mit leichten Klettereinlagen.

Etwa 50 – 80 m über dem Einstieg berührt der Steig direkt die besagte Rinne, zunächst hilft ein Drahtseil über eine plattige Verschneidung hinweg und man steht direkt unter einem großen Klemmblock, an dem man links fast senkrecht gut 2 – 3 m ungesichert, aber über gute Tritte und Griffe vorbeiklettert. Dies ist die „Schlüsselstelle“ der ganzen Kletterei. Danach ist man bald an der Scharte, unter der unmittelbar die Ostwand abstürzt. Von da geht es noch mal gerade 5 Minuten in den Fels und man ist oben (1 1/4 Std. vom Törl).

Bei guter Sicht hat man das gesamte Kitzbüheler Becken, die Kitzbüheler Alpen bis zu den Tauern im Süden vor sich. Nach Westen und Norden sieht man Maukspitze, Ackerlspitze und die Zacken über dem Griesener Kar sowie weiter draußen den Zahmen Kaiser und die Vorberge Richtung Chiemgau. Durch die Aussparung zwischen Mauk- und Ackerlspitze kann man super den Venediger sehen.

Zum Abstieg ist es im übrigen durchaus empfehlenswert, die gut 200 m Anstieg bis zur Fritz-Pflaum-Hütte in Kauf zu nehmen, um dann durch das Griesener Kar abzusteigen, denn das dürfte alles in allem angenehmer sein, als der Rückweg vom Kleinen Griesener Törl aus.

GPS-Daten:


Bitte verwendet nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de. Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Pendlinghaus
(©Foto-Webcam.eu)

Pendlinghaus
(©Foto-Webcam.eu)

Grat zwischen der Seilbahn-Bergstation und dem Gipfel der Kampenwand
(www.foto-webcam.eu)

Literatur:

Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Kaisergebirge extrem
von Schubert, Pit
Infos: Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Kaisergebirge extrem

Bildband

Wilder Kaiser - Klettergeschichte, Geschichten vom Klettern
von Höfler, Horst und Schubert, Pit
Infos: Bildband

Wilder Kaiser - Klettergeschichte, Geschichten vom Klettern

Karte

Mayr Wanderkarte Nr. 51 "Wilder Kaiser - Going, Ellmau, Scheffau, Söll"
Infos: Karte

Mayr Wanderkarte Nr. 51 "Wilder Kaiser - Going, Ellmau, Scheffau, Söll"

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Die letzten Kraxelmeter zum Lärcheckgipfel und dahinter die Abstürze des Mitterkaisers und den StripsenkopfBlick vom Lärcheck zur Ackerlspitze.Der Mitterkaiser und das Lärcheck von der Hinteren Goinger Halt aus.Das Gipfelkreuz des Lärchecks.

Autor:

 Autor: Dietrich Kunze