Hochalm

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Schärtenspitze

Zwischen Blaueisgletscher und Wimbachtal

Neben dem Hochkalter ist die Schärtenspitze der beliebteste Gipfel rund um den Blaueisgletscher, zumal er erheblich leichter und in kürzerer Zeit zu erreichen ist als der Hochkalter. Hier beschreiben wir beim Aufstieg den Hauptweg, als Abstieg haben wir jedoch die etwas weniger bekannte Alternative über die Eisbodenscharte (2049 m) zwischen Blaueisspitze und Schärtenspitze gewählt.

Sowohl Aufstieg und Abstieg sind leichte Klettersteige und deshalb für Normal-Wanderer nicht geeignet.
Vom Gipfel aus hat man prächtige Aussichten auf den Blaueisgletscher, das Hochkalter-Massiv, die benachbarten Gebirgsstöcke von Watzmann und Reiteralpe sowie auf das Steinerne Meer.


Die Schärtenspitze vom Aufstieg zum Blaueisgletscher.

Die Schärtenspitze vom Aufstieg zum Blaueisgletscher.

Das Hochkaltermassiv.

Das Hochkaltermassiv.


Kurzinfo:

Region:
Berchtesgadener Alpen
Tourenart:
Bergtour (schwer)
Erreichte Gipfel:
Schärtenspitze 2153 m
Dauer:
Aufstieg ab Blaueishütte 1- 1,5 Stunden, Abstieg ca. 3 - 4 Stunden. Wenn der Aufstieg vom Tal aus erfolgt (Hintersee), müssen 2,5 Stunden mehr eingerechnet werden.
Touristinfo:
Ramsau

Anforderung:

Höhenunterschied:
Aufstieg ab Blaueishütte ca. 500 m, Abstieg ins Tal ca. 1370 m
Schwierigkeit:
mittel
klettersteigähnlich (A), Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unerlässlich. Am schwierigsten ist die Überwindung der Eisbodenscharte.

Einkehrmöglichkeit:

Blaueishütte:
Seit dem 15. Mai 2014 geöffnet   Hütten Info, hier klicken

Start:


Holzlagerplatz Blaueis / PP Seeklause 790 m

GPS-Wegpunkt:
N47 36.349 E12 51.713 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn zum Bahnhof Berchtesgaden. Von dort schließt die RVO-Buslinie Berchtesgaden-Ramsau-Hintersee an. Die End-Haltestelle ist Holzlagerplatz Blaueis Abzweigung (siehe www.rvo-bus.de).

Mit dem Pkw:
A8 München – Salzburg bis Ausfahrt Traunstein/Siegsdorf. Weiter auf der B 305 (Deutsche Alpenstraße) über Inzell, Schneizlreuth bis zur Schwarzbachwacht. Kurz danach rechts abzweigen Richtung Hintersee bzw. Ramsau. Über die Alte Reichenhaller Straße bis zur Abzweigung (rechts) in die Triebenbachstraße. Man muss den See fast komplett umrunden, um zu den Wanderparkplätzen "Seeklause" und "Holzlagerplatz Blaueis" zu gelangen. Sie liegen jeweils an der Hauptstraße sind einen knappen Kilometer voneinander entfernt.

  • Ab Rosenheim: 85 Km / 1:10 Std
  • Ab München: 140 Km / 1:45 Std
  • Ab Bad Tölz: 125 Km / 1:40 Std
  • Ab Salzburg: 40 Km / 0:45 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Holzlagerplatz Blaueis / PP Seeklause

Aufstieg zur Blaueishütte: Nächtigung auf der Blaueishütte wird empfohlen. Ab der Bushaltestelle Zauberwald auf der gegenüber liegenden Forststraße in knapp 2 Stunden auf die Schärtenalm. Nach dieser verläuft der Weg kurz wieder nach unten, um danach in den Steig zu münden. Ab hier noch 30 Minuten zur Hütte.

Der Aufstieg ab der Blaueishütte ist recht einfach: Von der Hütte aus in Richtung Gletscher aufsteigen, bei dem verfallenen Wasserreservoir, das man nach ca. einer Viertelstunde erreicht hat, scharf nach links abbiegen. In einer längerern Spalte verläuft der Klettersteig, teilsdurch eine Leiter bzw. Stifte gesichert, bis zum Kamm empor. Bei der Abzweigung zur Eisbodenscharte links bleiben. Von hier aus in leichter Kletterei inwenigen Minuten zum Gipfel.

Abstieg: Den Aufstiegsweg zurück bis zu der Abzweigung (Schild Eisbodenscharte). Hier links wenden und auf dem Grad, der insgesamt recht leicht und trotzdem teilweise gesichert verläuft, bis zum tiefsten Teilstück des Grades, der Eisbodenscharte. Von hier durch Drahtseile gesichert auf das Hochalmplateau. Vorsicht: Steinschlag!

Ab dem Hochalmplateau steigt man weiter hinunter und durchquert einen lichten Mischwald. Die Abzweigung ins Wimbachtal (siehe Foto Nr. 7) rechts liegen lassen. Ab hier bei mehreren Abzweigungen immer links halten, bis man die Schärtenalm erreicht.Ab hier über die Forststraße hinab nach Hintersee. wie beim Aufstieg zur Blaueishütte.

Abstiegsalternative: Auf dem Rückweg zur Schärtenalm (eine gute halbe Stunde nach der Abzweigung zum Wimbachtal) den Weg nach Ramsau bei einer Wegkreuzung rechts einschlagen. Man erreicht Ramsau nach einer guten Stunde und kann durch den malerischen Zauberwald in einer weiteren Stunde zur Bushaltestelle Zauberwald (Parkplatz) wandern. Sehenswert der Zauberwald mit seine riesigen Steinen zwischen den Bäumen, welcher durch einen Bergsturz entstand und seiner Marxenklamm.

Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Bergstation Jennerbergbahn
(©Foto-Webcam.eu)

Bergstation Jennerbergbahn
(©www.foto-webcam.eu)

Teufelssteg / Lofer
(www.foto-webcam.eu)

Geologie:

Die Besonderheit des Zauberwalds bei Ramsau mit den wild übereinander liegenden Felsblöcken beruht auf einem Bergsturz, der sich vor etwa 3500 Jahren ereignete. Die Gesteinsmassen lösten sich im oberen Blaueistal und tosten drei Kilometer weit bergab. Im Tal stauten die Gesteinsmassen einen See, dessen Rest der heutige Hintersee ist. Die Ramsauer Ache hat sich in das Gestein eingeschnitten und so die Seefläche stark reduziert.

Literatur:

Karte

UKL 4 Berchtesgadener Alpen - Königssee - Bad Reichenhall
Infos: Karte

UKL 4 Berchtesgadener Alpen - Königssee - Bad Reichenhall

Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen alpin
Alle Routen für Wanderer und Bergsteiger
von Kühnhauser, Bernhard
Infos: Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen alpin

Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen
von Schöner, Helmut
Infos: Alpenvereinsführer

Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen

Bildband

Das grosse Buch der Berchtesgadener Berge
von Mittermeier, Mittermaier
Infos: Bildband

Das grosse Buch der Berchtesgadener Berge

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Bevor die leichte Kletterei beginnt - ein letzter Blick zum Ziel !Der leichte Klettersteig ist meist durch Leitern, Drahtstifte oder Seile gesichert.Gipfelblick auf das Steinerne Meer. Der dominierende Felsblock rechts ist der Große Hundstod, die hohe Spitze links ist die Schönfeldspitze.Auf dem Hauptgrad, unterwegs zur Eisbodenscharte.Der Abstieg über die Eisbodenscharte ist nicht ganz ungefährlich. Steinschlaggefahr!Der Weg zurück zur Schärtenalm verläuft durch Mischwald auf weichem Boden.Unterhalb des Hochalmplateaus erreicht man dies Abzweigung, rechts geht es hinunter ins Wimbachtal, der Abstiegsweg erfolgt links. Ab hier bei mehreren Abzweigungen immer links halten, bis man die Schärtenalm erreicht.Im Zauberwald bei Ramsau.

Panorama:

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Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Die Entstehung des Zauberwalds: Es gibt eine Sage, wonach die beiden gegenüberliegenden Berge sich so gestritten haben sollen, daß sie mit Steinen aufeinander geworfen haben sollen. Diese Steine haben sich dann im Tal gesammelt.

Autor:

 Autor: Reinhard Rolle