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Autor Thema: Watzmannüberschreitung am 30./31.07.15: grandios gnadenlos  (Gelesen 8258 mal)

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Offline MANAL

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Ich habe schon viel über die Watzmannüberschreitung gehört und schon lange wollte ich sie mal unternehmen. Vor ein paar Wochen hat ein guter Freund gefragt ob ich mitkommen mag, er hat sie für die letzten Julitage geplant und er würde dann auf der Hütte reservieren.

Wir haben Glück und genau für den Freitag unserem Tag der Überschreitung war schönes Wetter angesagt.

Über die Überschreitung gibt es viele Infos, Bilder und Berichte. Ich beschränke mich daher auf meine Eindrücke und Gedanken und was mir an Infos bisher gefehlt hat. Ich gliedere das mal in sinnvolle Abschnitte:

1. Tag: Aufstieg zum Watzmannhaus:
Wettermäßig nicht der Hit, dafür waren die Temperaturen für den Aufstieg angenehm und bis auf etwas Nieseln kurz vor der Hütte auch trocken.
Immerhin ca. 1300 Höhenmeter die man ab dem kostenpflichtigen Parkplatz an der Wimbachbrücke (7 EUR für 2 Tage) zurücklegen muss. Der Weg ist durchgehend steil, bis zur Mitterkaseralm ein Fahrweg, danach ein gut begehbarer Steig.
Wir haben für den Aufstieg 2h 50m benötigt.

Übernachtung Watzmannhaus
Hütten an prominenten Bergen haben immer einen schlechten Ruf, überlaufen und unpersönlich, deshalb waren meine Erwartungen nicht sonderlich groß. Es war zwar voll, für einen Werktag sogar mehr als ich gedacht hatte, aber es war ja schon Ferienzeit und die Anzahl an Nordlichter entsprechend hoch. Wegen dem Wetter war auch keiner auf der Terasse wodurch die Gaststube ziemlich voll war. Negativ war auf jedem Fall das sehr frühzeitig das Schnitzel bereits aus war. Bei einer Hütte dieser Größenordnung und mit dem Durchsatz finde ich das mager, zumal das Alternativangebot an deftigen Fleischgerichte ziemlich dünn war und ich auf Spaghetti auswich. Da bieten viele andere Hütten deutlich mehr!
Positiv fand ich hingegen dass man die Matratzenlager nicht bis zum geht nicht mehr ausschöpft. Wir (zu dritt) waren in einem 6er-Lager untergebracht in dem manch andere Hütte auch 8 Leute untergebracht hätte. So hatte wirklich jeder eine komplette Matratze für sich. Sanitäranlagen waren Ok. Störend war am Abend die Zahl an Bergtouristen die auch nach Hüttenruhe auf ihren Lager noch ziemlichen Radau durch lautstarke Gespräche und Lachen gemacht haben. Aber das sind vermutlich auch die, die dann beim Aufstieg zum Hocheck durch Erschöpfung ziemlich schnell nichts mehr sagen konnten.
Frühstück gibt's am Watzmannhaus von 6-8 Uhr. Wer Wasser für das Weitergehen benötigt kann sich an die Hüttenwirte wenden die einem in der Küche dann die Flaschen gegen eine Spende in das Sparschwein auffüllen. Auch sehr fair in solch einer trockenen Gegend.
Ich hatte ab der Hütte 4 Liter Wasser dabei, ist zwar schwer aber man muss bedenken dass man erst kurz vor dem Wimbachgries wieder an einem Bach vorbeikommt der Wasser führt. Und falls der vertrocknet hat man erst die Wimbachgrieshütte wieder als nächste Wasserstelle!

Die Aussicht und der Sonnenuntergang waren jedenfalls absolut Klasse!

Um den Trubel beim Aufstieg und der Überschreitung zu entgehen gibt es zwei Strategien. Entweder ist man vor der Meute dran, dann sollte man entweder schnell Frühstücken oder gleich ohne Frühstück los. Oder man lässt sich Zeit und startet nach der Meute. Die große Masse ist frühzeitig beim Frühstück und der Massenauflauf ist zwischen 6:30-7:30 Uhr. Da der Tag noch lang ist und das Wetter stabil entschieden wir uns für die "späte" Variente und sind erst gegen 7 Uhr aufgestanden um gegen 8 Uhr zu starten. Letztendlich war das die richtige Entscheidung.

Aufstieg zum Hocheck
Vom Watzmannhaus bis zum Hocheck sind es 720 Höhenmeter über die ein guter Steig raufzieht. Anfangs noch durch Gras und Schotterhänge muss man später auch mal die Hände aus der Hosentasche ziehen und durch Rinnen und über Rippen aufsteigen. Da jeder halbwegs fitte Wanderer hochkommt ist der Weg dementsprechend überlaufen. Da wir spät unterwegs waren haben wir die Karawane die sich zum Gipfel zieht vor uns erkennen können. Aber schon recht bald haben wir alle die normal nicht in den Bergen unterwegs sind überholt. Einige waren schon diesem Weg nicht gewachsen.
Nach 1h 50m waren wir am völlig überlaufenen Gipfel des Hocheck (2651m).

Es ist eine Schande wie verdreckt die Notbiwakkiste ist. Wieso können die Leute ihren Dreck nicht wieder mitnehmen? Oder leben schon irgendwo im Nationalpark Berchtesgaden Saubären in freier Wildbahn? Zudem stinkts auch um die Hütte herum übel. Die Saubären markieren wohl ihr Revier...

Wir hielten uns nicht länger als nötig auf und haben nur unser Klettersteigset angelegt.

Übergang Hocheck zur Mittelspitze
Der Übergang zur Mittelspitze ist ein guter Anfang für die Überschreitung aber verglichen mit dem Rest noch nichts. Es geht recht schnell luftig zur Sache, aber der Weg ist fast komplett für Klettersteiggeher durchgesichert. Man ist zuerst auf dem Grat unterwegs, wechselt ostseitig in Steilschrofen und gelangt dann über Bänder und größere Platten relativ bald zum engen Gipfel der Mittelspitze, dem höchsten Gipfel des Watzmanns. Insgesamt eine gute Strecke zum "Aufwärmen" und dem Gewöhnen an die Ausgesetztheit. Wir haben für dieses Stück 45 Minuten benötigt. Viel Betrieb war nicht, keinerlei Stauungen und nur gelegentlicher Gegenverkehr.

Fotos:
- wunderschöner Sonnenuntergang am Watzmannhaus
- Karawanen auf dem Weg zum Hocheck
- auf Bändern geht's zur Mittelspitze

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« am: 02.08.2015, 00:32 »

Offline MANAL

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Fortsetzung...

Übergang Mittelspitze zur Südspitze
Ab hier ist der Weg nur teilweise versichert, man muss auch ausgesetzte Stücke ungesichert gehen können.
Gleich nach der Mittelspitze geht steil und ausgesetzt in die Ostwand rein um an einer Kante zur nächsten Scharte runterzukommen. Hier bieten sich beeindruckende Tiefblicke in die berühmte Watzmann-Ostwand. Neben der Ausgesetztheit werden die Kletterstellen auch deutlich schwieriger. Wer keinen IIer abklettern kann wird hier überall kämpfen und sich an das Drahtseil klammern. Eine recht schwierige Stelle folgt auch gleich am Anfang, es handelt sich um eine steile Rinne in der man abklettern muss. Die Sicherung ist recht hoch angebracht und man hat dann Probleme die ca. 5 Meter runterzukommen. Besser man macht es ohne der Sicherung am Boden der engen Rinne indem man sich eingekeilt langsam runterarbeitet. Der Weg zieht danach wieder in die Steilschrofen der Westwand und es geht danach über steile Bänder wieder zurück zum Grat. Es geht dann genau auf den schmalen Grat rauf. Man hat so einen halben bis einen ganzen Meter Breite über den man dann extrem luftig weitergeht, auf beiden Seiten geht es steil und tief abwärts. Mit Ausnahme von ca. 2 Metern ist dieses Stück durchgesichert. Die wenigen Meter muss man halt konzentriert (sollte man sowieso die ganze Zeit sein) überwinden, technisch ist diese Stück Gehgelände...
Anschließend wird der Grat ostseitig umgangen, hier sind auch einige Meter (schätze mal so 10-20 Meter) auf luftige aber gut begehbare Bänder ohne Sicherung zu begehen bevor man den Grat wieder erreicht.
Das restliche Stück zum Gipfel ist nicht mehr so schwierig, aber die Höhenmeter die man nach dem Abstieg in diversen Scharten verloren hat müssen wieder erarbeitet werden. Der Gipfel der Südspitze ist recht geräumig.
Wir haben ab der Mittelspitze 2h 10m benötigt (ab Hocheck ca. 3h, ab Watzmannhaus 5h) und waren physisch wie psychisch schon gut bedient, allerdings haben wir unsere persönlichen Grenzen noch nicht erreicht oder gar überschritten, es waren immer ausreichend Reserven vorhanden.

Dieses Stück von der Mittelspitze zur Südspitze übertrifft das was ich erwartet habe. Es war eine beeindruckende und den ganzen Bergsteiger fordernde Strecke. Man muss sich ausreichend Erfahrung haben und vor allem trittsicher und schwindelfrei sein um in diesem Absturzgelände problemlos vorwärts zu kommen. Die wirklich gefährlichen ungesicherten Passagen halten sich zwar in Grenzen, aber lassen sich nicht vermeiden. Ein Klettersteigset ist dennoch an vielen Stellen eine willkommene Sicherungsmöglichkeit. Aus Zeitgründen muss jeder für sich entscheiden wann und wie oft er sich damit sichert. Gibt auch genügend die ungesichert Durchsteigen.

Aussicht war bei uns eher mager da sich noch immer um den Watzmann Wolken gehalten haben.

Abstieg ins Wimbachgries
Dass der Abstieg ins Wimbachgries kein Zuckerschlecken sein wird habe ich schon erwartet. Allerdings hat mich überrascht wieviel schwierige Stellen noch zu bewältigen sind.

Man beginnt gleich hinter dem Gipfel so wie man den Gipfel erreicht hat, im schottrigen und splittrigen Steilgelände muss man teils kraxelnd und meist ungesichert bis zu einer steileren Rinne absteigen. Anschließend folgt man längere Zeit diese Rinne. Viel loses Geröll erfordert nicht nur Vorsicht beim gehen sondern empfiehlt wegen den vielen Bergsteigern auch einen Helm. Immer wieder folgen auch hier gesicherte wie ungesicherte Kraxelstellen. Wir haben fast eine Stunde benötigt bis wir das große Schotterfeld erreicht haben über das man die Rinne verlässt.
Das Schotterfeld eignet sich leider nur an wenigen Stellen zum schönen Abfahren. Man muss mehr aufpassen dass man auf dem Geröll nicht ausrutscht, hier sind Stöcke sehr hilfreich. Es zieht sich dann einige Zeit im Zickzack hin bevor man auf die nächste Steilstufe triff. Man erreicht hier bereits grasbewachsenes Gelände. Über gras- und felsdurchzogene Schrofen geht es dann steil im Zickzack über teilweise unangenehme Felsschichtungen runter. Auch hier ist ein Fehltritt verboten. Hat man diese Stufe geschafft geht es auf das Schönfeld, eine schöne grünen Wiesenfläche die man schon vom Gipfel erkennen konnte. Auf dieser Wiesenfläche waren viele Gämsen, auch sehr nah oder auf dem Weg herumgestanden. Die sehen in den ganzen erschöpften Bergsteigern keine Gefahr ;)
Nach dem Schönfeld geht es in eine sandige Grasrinne die man nach links verlässt und in ein weiteres kleines Bachbett quert. Dieses Bachbett hat bei uns Wasser geführt und wir haben an dem kleinen Bächlein unsere Flaschen wieder aufgefüllt. Eine Garantie dass dieser Bach das ganze Jahr Wasser führt gebe ich nicht...
Nach dem Bach quert man aus dem gesamten Tälchen ostseitig raus. Auch hier sind hin und wieder Stellen an denen man aufpassen sollte da der Weg manchmal etwas erodiert oder sandig ist und es steil ins Tal abwärts geht.
Über einen schmalen sandigen Grat neben Latschen kommt man dann in den Schlußhang der schon im lichten Wald ist. Wer meint dass er jetzt eigentlich nur noch gemütlich die letzten paar Höhenmeter heruntergehen kann irrt sich. Es folgen noch im latschigen Wald zwei sandige steile Rinnen über die der Weg geradeaus den Hang runtergeht und die mit Ketten gesichert sind. Die letzten 10 Meter ins Gries gehen auch noch einen sandigen Abhang runter und man hat den psychisch fordernden Teil geschafft!  Wir haben für die 1200 Höhenmeter ca. 3,5 Stunden benötigt. Die komplette Strecke ist Konzentration gefragt!
Wir haben auch hier einige Bergsteiger überholt die sichtlich Probleme mit dem Abstieg hatten. Direkte Hilfe hat keiner benötigt, sie waren alle nur recht langsam unterwegs. Erschwerend kommt hinzu, dass im gesamten Abstieg so gut wie kein Handyempfang ist. Sollte was passieren muss man entweder zur Südspitze wieder aufsteigen oder bis zur Wimbachgrieshütte absteigen um Hilfe zu holen!

Wimbachgries
Technisch völlig anspruchslos, v.a. im Abstieg. Über eine Distanz von 9-10 Kilometer müssen weitere 850 Höhenmeter abgebaut werden. Dies geschieht sogar sehr knieschonend konstant und auf guten Wegen. Bis zur Wimbachgrieshütte ist es ein kleiner Pfad, ab der Hütte ein breiter Pfad und ab dem Wimbachschloß ein ungeteerte Fahrstraße.
Für die Schönheit des Wimbachgries haben vermutlich nur wenige Watzmannüberschreiter noch Kapazitäten übrig. Man will nach den Strapazen einfach nur noch zurück am Parkplatz sein...
Unterwegs kann man in der Wimbachgrieshütte (sehr gemütliche Hütte) und dem Wimbachschloß einkehren und den Flüssigkeitshaushalt wieder auf ein normales Level bringen.
Für die gesamte Strecke durch das Wimbachgries haben wir 3 Stunden benötigt. Dazu kommt noch eine Pause in der Wimbachgrieshütte.

Fazit:
Eine absolut grandiose Tour die von einem normalen Bergsteiger alles verlangt und die man wirklich einmal im Leben gemacht haben muss. Die Passagen wo man die Watzmannostwand luftig unter dem Hintern hat vergisst man wohl nie.
Anstrengend sind nicht nur die vielen Höhenmeter, sondern vor allem die lange Zeit über die man sie bewältigen muss. Erschwerend kommt hinzu dass man vom Hocheck bis zum Wimbachgries sich immer hochkonzentriert bewegen muss, was auf Dauer zusätzlich sehr anstrengend ist. Gerade der lange, schwierige, steile und gnadenlose Abstieg verlangt nochmal alles obwohl viele die Überschreitung an der Südspitze schon abgehakt haben. Der anschließend lange Rückweg durch das Wimbachgries erfordert nochmal enormes Durchhaltevermögen


Fotos:
- luftiger Abstieg in die Ostwand
- steile Geröllbänder in der Westwand
- die Geröllrinne durch die der Abstieg führt
- Blick vom Wimbachgries über die komplette Flanke durch die der Abstiegsweg führt

Offline geroldh

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    • climbing Chulu Far East (6059m), Annapurna Himalaya, Nepal (Okt.2007)
 #danke1#  für diesen ausführlichen und schönen Bericht.
Habe diese Tour auch bereits vor viieelen Jahren gemacht, als Informationen via I-net noch nicht so verfügbar waren... Dass diese Tour nicht einfach war, hatte ich zwar noch vage in Erinnerung, Details jedoch vergessen - mit Ausnahme des wirklichnichtendendwollenden Talhatschers...  #biken2#

Ich denke, ihr hattet vom Wetter her eine "gute Wahl" getroffen, denn "Sonne-gnadenlos" kombiniert mit Dehydrierung ist auf dieser Tour neben mangelnder Kondition und Kletter-Tritt-Sicherheit eine nicht zu unterschätzende Gefahr (=Hinweis an so manche Nachmach-Aspiranten).

PS: Ich war so frei, das Datum in der Überschrift von August auf Juli zurückzudrehen...  ;)

Offline Steinbock78

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Den Bericht finde ich auch super ausführlich - man kann da schon sehr gut einschätzen, wie anstrengend die Tour ist.
Bei mir steht sie ja auf der Wunschliste, aber fürs Umsetzen fehlt mir jemand der mitgeht und vor allem die nötige Kondition.
An den endlosen Hatscher durchs Wimbachgries kann ich mich auch noch ganz gut erinnern. Wir sind damals aber nur zur Wimbachgrieshütte gewandert und wieder retour. Fand ich nicht so prickelnd, weil links und rechts all die schönen Gipfel gelockt haben. Die Wimbachklamm vorne ist dafür sehr schön.
Das Bild vom Sonnenuntergang ist einfach nur traumhaft - zum neidisch werden  ;)

Offline MANAL

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Ich denke, ihr hattet vom Wetter her eine "gute Wahl" getroffen, denn "Sonne-gnadenlos" kombiniert mit Dehydrierung ist auf dieser Tour neben mangelnder Kondition und Kletter-Tritt-Sicherheit eine nicht zu unterschätzende Gefahr (=Hinweis an so manche Nachmach-Aspiranten).

Das stimmt auf jedem Fall. Die Tour ist so oder so anstrengend, wenn jetzt noch die Sonne einem da vergrillt wird's böse.

PS: Ich war so frei, das Datum in der Überschrift von August auf Juli zurückzudrehen...  ;)

 ::) Gestern war ich physisch wie psychisch noch nicht ganz fit... Danke, habe es auch bei mir korrigiert. :)

Offline MANAL

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Den Bericht finde ich auch super ausführlich - man kann da schon sehr gut einschätzen, wie anstrengend die Tour ist.


Mir ist es einfach wichtig dass jemand der sich nicht sicher ist die Überschreitung und den Abstieg besser einschätzen kann. Es gibt zwar viele Berichte darüber aber die meisten schwärmen nur und schreiben nur pauschal was zu den Schwierigkeiten. Und es gibt diverse Einschätzungen die aus meiner Sicht falsch sind, wie z.B. dass der Hochkalter ähnlich schwierig ist. Aus meiner Sicht ist der Hochkalter deutlich einfacher, da er nur auf relativ wenigen Stücken in solch einem Absturzgeländer führt. Zudem hat der Hochkalter die Schlüsselstelle an einer nicht ausgesetzen 5 Meter Wand mit ausreichend Tritte und Griffe. Da macht es nichts, dass der Hochkalter keine Sicherungen hat. Zur Südspitze hin sind auch beim Watzmann die Sicherungen deutlich weniger und gibt genügend Absturzstellen die man im 1.Grad ungesichert rauf- oder runterkommen muss.

Einer der wenigen Tourberichte der die Überschreitung auch sehr treffend beschreibt und vor allem auch dem ewigen und nicht ungefährlichen Abstieg beschreibt habe ich gestern bei Hikr noch gefunden:
http://www.hikr.org/tour/post69428.html

Die meisten erwähnen den Abstieg nur mit sehr wenigen Worten was aus meiner Sicht einen völlig falschen Eindruck der Tour ergibt. Mit der Südspitze hat man aus meiner Sicht erst ungefähr die Hälfte geschafft.


Bei mir steht sie ja auf der Wunschliste, aber fürs Umsetzen fehlt mir jemand der mitgeht und vor allem die nötige Kondition.


Allein würde ich aus Sicherheitsgründen die Tour nie begehen. War froh dass wir zu dritt unterwegs waren und auch gut harmoniert haben. Bei manchen 1-2er-Kraxelstellen ist eine zweite Person auch hilfreich die einem auf versteckte Tritte hinweist.

Wenn man sich wirklich nicht ganz sicher ist kann man natürlich auch noch ein Seil mitnehmen und sich von einem zweiten an manchen "unschönen" Stellen sichern. Da es vergleichsweise viele Sicherungen gibt ist das nicht sonderlich aufwändig. Ebenfalls könnte man manche unschönen Abkletterstellen so schnell abseilen. Trotzdem muss man bedenken dass jedes sichern (ob mit Klettersteigset oder mit Seil) Zeit kostet die einem am Ende fehlen wird.

Wer es etwas "entspannter" machen will übernachtet auch nochmal in der Wimbachgrieshütte, dann kann man die 2-3 Stunden rauswandern auf den nächsten Tag schieben. Wobei es dann mit dem Muskelkater auch kein großer Genuß sein wird ;)

Aber besser ist es erstmal bis zur Mittelspitze zu gehen, wenn man dann schon physisch wie psychisch erledigt ist gibt es nur eines, zurück zum Hocheck. Die Schwierigkeiten steigen mit jedem weiteren Meter an.

Das Bild vom Sonnenuntergang ist einfach nur traumhaft - zum neidisch werden  ;)


Da haben die Wolken zum richtigen Zeitpunkt der Sonne noch Platz gegeben. Die Stimmung war wirklich unglaublich.

Offline MANAL

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Wer einen Eindruck von der ausgesetztesten Stelle machen will, für den gibt's hier ein gutes Video:

https://www.youtube.com/watch?v=t6dKMBMj7pU

Bei ungefähr 4:30-4:40 geht's über den ungesicherten und immer schmäler werdenden extrem luftigen Grat (Videozitat: "terror-schmal") bis es wirklich gerade mal einen halben Meter Breite noch hat bevor dann die Sicherung wieder beginnt.
An die Luftigkeit kann ich mich persönlich nicht erinnern weil ich nur auf die wenigen Meter vor mir extrem fokussiert war. Ich wollte da auch gar nicht wissen wieviel Luft ich zur Seite hab.

Offline DaMax

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Ich habe die Überschreitung vor 2 Jahren in umgekehrter Richtung gemacht was meiner Meinung nach schöner und auch "leichter" ist weil man die Südspitze im Aufstieg und nicht im Abstieg hat. Als Tagestour ist es zwar ganz schön lang aber bei zeitigen Aufbruch gut zu schaffen.

Offline Pacchi

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Servus Manal.

Vielen Dank für Deinen suuuuper Bericht, der wirklich sehr wirklichkeitsnah wirkt. Tut gut, sowas nach einer verregneten Ersatztour auf den Breitenstein zu lesen. Da kommt schon Neid auf.

Auch bei Deinen Fotos kann man das Geschriebene sehr gut sehn. Bitte gern mehr davon!

Hab schon einiges über diese Tour gelesen, aber kaum so detailliert beschrieben wie jetzt von Dir.

Habt ihr das KS-Set dabei gehabt? Und auch benützt?

Glückwunsch zur Tour, die bei mir jedes Jahr weit oben auf der Liste steht, aber leider noch nicht gestrichen werden konnte.

Servus

Pacchi

Offline kare

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Hm, ich bin da vor ein paar Jahren 2 mal rüber marschiert (mit KS-Set) und bin wirklich ein rechter Feigling, wenn's ungesichert und ausgesetzt ist, aber ich kann mich nicht an so arge ungesicherte Stellen erinnern.

haben die ein paar Seile abgebaut?

nichts desto trotz: super Bericht und Bilder

Offline MANAL

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Re: Watzmannüberschreitung am 30./31.07.15: grandios gnadenlos
« Antwort #10 am: 03.08.2015, 00:50 »
Wir hatten alle ein Klettersteigset dabei. Ich habe es selber an einigen Stellen auch genutzt. Vom Hocheck zur Mittelspitze geht es auch fast ohne. Ab der Mittelspitze geht's dann gleich ordentlich zur Sache und man steigt direkt über der Ostwand am Grat ab. Hier würde ich es ohne KS-Set nicht mehr packen. Im weiteren Verlauf wird dann der Grat auch einmal sehr schmal, auch dort war ich froh über jede Sicherungsmöglichkeit, wobei es nicht überall gesichert ist und man doch die eine oder andere Stelle frei begehen muss.

Gibt aber auch einige die ohne KS-Set unterwegs sind, spart Gewicht und vor allem auch Zeit. Wer sich sicher fühlt hat sicher kein Problem, nur Fehler darf man auf diesem Grat keinen machen, der ist dann sofort tödlich.

Grundsätzlich gewöhnt man sich vom Hocheck bis zur Südspitze immer mehr an die Ausgesetztheit. Was man am Anfang noch sichert geht man am Ende frei weil man deutlich heftigeres erlebt hat.

Um ein Gefühl für die schlimmsten Stellen zu bekommen empfiehlt sich ein Blick zu youtube:

Der sehr luftige Abstieg in die Ostwand gleich nach der Mittelspitze bei ungefähr 3:30, es folgt dann auch die technische Schlüsselstelle in der schmale Rinne:

https://www.youtube.com/watch?v=XeRq-Akfj9I

Der immer schmäler werdende Grat der erst am Ende gesichert ist bei ungefähr 3:30, anschließend geht es dann auf ein schmales Band ungesichert in die Ostwand:

https://www.youtube.com/watch?v=t6dKMBMj7pU

Das sind für mich die physischen und psychischen Highlights der Überschreitung wenn man Einzelereignisse herauspicken mag.

Um ehrlich zu sein habe ich auch die beiden Stellen nicht sonderlich extrem wahrgenommen weil ich so fokussiert war auf die nächsten Schritte. Ich hatte so einen Tunnelblick dass ich den Abgrund gar nicht wahrgenommen habe. Erst in den Videos wird mir so richtig bewusst wie luftig das ist.

Offline eli

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Re: Watzmannüberschreitung am 30./31.07.15: grandios gnadenlos
« Antwort #11 am: 03.08.2015, 05:59 »
Servus MANAL,

wirklich ein beeindruckender Bericht, in allen Facetten!  :)

Da kann ich dann auch  besser einschätzen, was unsere schneerose vor 2 Wochen geleistet hat, als sie die Überschreitung in einem Zug durchgezogen hat. Ihr Bericht steht ja auch unter Wer war Wo? am 18.07.2015 hier bei uns drinnen.

Respekt und hawedere

eli

Offline mh

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Re: Watzmannüberschreitung am 30./31.07.15: grandios gnadenlos
« Antwort #12 am: 03.08.2015, 09:26 »
Servus MANAL,

großes Lob für Deinen Bericht und die Fotos: ausführlich, anschaulich und angenehm objektiv!
Mich ärgern ja immer die "Helden-Berichte" (und über den Watzmann gibt es besonders viele), in denen so getan wird, als wäre das alles ein Klacks: schnell mal am Grat rüberturnen zum Südgipfel und -schwupp- ist man auch schon im Wimbachgries und wieder daheim und alles natürlich ohne Angst, ohne Muskelkater und in Rekordzeit.
Dein Bericht ist sicher einer der besten und wirklichkeitsnahsten, die ich über den Watzmann gelesen habe. Danke für Deine Mühe!

Naive Frage am Rande (ich war bisher nur am Mittelgipfel, bin nämlich bekennender Feigling): warum liest man eigentlich ausgesprochen selten, dass jemand die Tour andersherum macht? Wenn der Abstieg vom Südgipfel durch so unangenehmes Gelände führt, ist es doch vmtl. im Aufstieg besser zu gehen? Und der Grat würde Richtung Mittelgipfel/Hocheck sukzessive einfacher statt schwerer, was zur nachlassenden Konzentration passen würde? Den Hatscher ins Wimbachgries könnte man ja bequem am Vorabend erledigen und zur Not nochmal im Watzmann-Haus übernachten... Gibt es da handfeste Gründe, warum die Tour immer nur in der einen Richtung gemacht wird oder ist es einfach "Gewohnheit", weil so seit Jahrzehnten beschrieben?

Gruß,
Margit



Offline MANAL

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Re: Watzmannüberschreitung am 30./31.07.15: grandios gnadenlos
« Antwort #13 am: 03.08.2015, 10:19 »
Danke für das Lob von allen Seiten. Eigentlich hatte ich gar keinen ausführlichen Bericht im Sinn, ich wollte einfach das weitergeben was ich vorher vermisst hatte, sei es nur eine Info über die Versorgung mit Wasser am Watzmannhaus.
Gerade bei so einer schwierigen Tour helfen detaillierte Infos und keine Heldengeschichten. Zudem sehe ich niemanden als Held an weil er die Überschreitung gemacht hat.

Es ist eine gute Frage warum kaum jemand die Tour in der anderen Richtung geht. Mir fallen mehrere Gründe ein:
- Die Schwierigkeiten vom Hocheck über Mittelspitze zur Südspitze nehmen immer mehr zu, man wird recht gut "aufgewärmt" und wächst mit den Schwierigkeiten.
- Die Überschreitung steigert sich von der Aussicht immer weiter, es bleibt permanent spannend. In der Gegenrichtung wird es immer "langweiliger"
- Es ist für alle einfacher wenn man in einer Richtung geht, zuviel Gegenverkehr bremst alle aus.
- Man hat weniger knieschmerzende Abstiegshöhenmeter in der "normalen Richtung", von der Südspitze bis ins Wimbachgries sind es 1300 Höhenmeter, die "restlichen" ca. 850 Höhenmeter gehen eigentlich nicht mehr auf die Knie weil man sie über das konstante Wimbachgries abbaut. In der Gegenrichtung sind es vom Hocheck runter bis zur Wimbachbrücke 2000 Höhenmeter die gnadenlos steil in die Knie gehen.
- Die schottrigen Passagen beim Abstieg von der Südspitze ins Wimbachgries sind im Abstieg angenehmer zu gehen als aufwärts wo man wohl teilweise zwei Schritte vor macht und einen zurückrutscht.
- Bei Übernachtung am Watzmannhaus hat man weniger (Aufstiegs-) Höhenmeter in den Knochen wenn man die schwierige Überschreitung angeht, bis zum Hocheck sind es ca. 700 relativ einfache Höhenmeter nach denen man körperlich und geistig noch frisch ist.


Trotzdem dürfte die Tour in der Gegenrichtung keine schlechte Lösung sein wenn man sich den Wimbachgrieshatscher auf dne Vortag legt und so die unglaublich schöne Landschaft wirklich genießen kann. Eine Übernachtung auf der gemütlichen Wimbachgrieshütte dürfte auch angenehme und netter sein als am überlaufenen Watzmannhaus. Frisch kann man dann den unangenehmen Aufstieg zur Südspitze angehen und ist sicher auch noch körperlich und geistig fit die gefährlichen Passagen zu durchschreiten. Ein weiterer Vorteil ist wohl dass man noch recht alleine auf dieser Passage unterwegs ist was die latente Steinschlaggefahr lindert. Bei der Überschreitung sinken die Schwierigkeiten mit der Zeit in der auch die Konzentration und Kraft abbaut. Einzig der steile und lange Abstieg vom Hocheck bis zum Parkplatz dürfte nochmal unglaublich anstrengend sein.


Ein klienes Fazit zu Touren wie die Watzmann-Überschreitung:
Selber sehe ich so schwierige und gefährliche Wege zwiegespalten. Mich freut es dass ich es gemacht habe und es war ein beeindruckendes Erlebnis. Allerdings bin ich mir auch bewusst dass es nicht ungefährlich ist, ein Fehler ist an vielen Stellen verhängnisvoll. Die Frage bleibt, ist es das wert? Das muss jeder selber entscheiden. Was sie mir auf jedem Fall gebracht hat ist dass ich durch die Überschreitung auf jedem Fall bergsteigerisch gewachsen bin.
Um die Überschreitung sicher zu gehen ist permanente Konzentration und Vorsicht erforderlich. Bei mir hat das den Effekt eines ziemlichen Tunneleffekts der sich in den schwierigen Passagen entwickelt. Ich hatte da keine Kapazität die tolle Ausscht zu genießen was schade ist. Adrenalin hat man auf jedem Fall, manche mögen diesen Kick, ich hasse ihn, daher bringt mir das auch nichts. So beeindruckend die Tour ist werde ich mir auch zukünftig überlegen ob ich solche Touren brauche, weniger gefährliche Touren machen mir persönlich mehr Spaß. Als eine von der Anstrengung her vergleichbare beeindruckende Tour ist der Nurracher Höhenweg in den Loferer Steinbergen oder die Durchquerung der Leoganger Steinberge. Beides deutlich weniger gefährlich aber ähnlich anstengend in beeindruckender Landschaft.

Aber das ist alles meine persönliche Meinung zu schwierigen Touren.

Offline eupesco

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Re: Watzmannüberschreitung am 30./31.07.15: grandios gnadenlos
« Antwort #14 am: 03.08.2015, 12:12 »
Hallo,

wegen der Watzmannüberschreitung in "Gegenrichtung": ich geh sie normal 2x pro Jahr und immer in Gegenrichtung.

Ich sehe die Vorteile darin:
- gefährlicher Abstieg ins Wimbachgries hat man im Aufstieg (Nachteil: anstrengender, besonders das zweite Schotterfeld)
- die netten Kletterstellen zur Südspitze im Aufstieg
- man ist bei frühem Start bis zur Hälfte zur Mittelspitze fast alleine unterwegs
- die schwereren Stellen hat man gleich am Anfang, wo die Konzentration noch besser da ist
- ich hab den Endlos-Hatscher lieber gleich als zum Schluss

Nachteil ist natürlich der Gegenverkehr - man hat dafür öfters mal Zwangspause :D


Offline MANAL

  • roBergler
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Re: Watzmannüberschreitung am 30./31.07.15: grandios gnadenlos
« Antwort #15 am: 03.08.2015, 19:17 »
Auf mehrfachem Wunsch noch ein paar Fotos von der Tour.

- Hoher Göll und Hohes Brett im märchenhaften Farben bei diesem großartigem Sonnenuntergang
- Aufstieg über schräge Platten zwischen Hocheck und Mittelspitze
- Dieser Blick bietet sich vom Gipfel der Mittelspitze auf den Weiterweg
- So geht's gleich in die Ostwand runter.
- Der schwierige letzte große Felsriegel beim Abstieg

roskin

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Re: Watzmannüberschreitung am 30./31.07.15: grandios gnadenlos
« Antwort #16 am: 03.08.2015, 21:09 »
tolle Fotos, aber diese "Adventure"-Videos sind überhaupt nicht mein Fall

Offline MANAL

  • roBergler
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Re: Watzmannüberschreitung am 30./31.07.15: grandios gnadenlos
« Antwort #17 am: 03.08.2015, 21:39 »
tolle Fotos, aber diese "Adventure"-Videos sind überhaupt nicht mein Fall


Da muss man den Ton abschalten. Geben halt einen guten Eindruck von der Schwierigkeit des Wegs.

Offline schneerose

  • roBergler
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Re: Watzmannüberschreitung am 30./31.07.15: grandios gnadenlos
« Antwort #18 am: 04.08.2015, 08:18 »
Muß ich auch noch meinen Senf dazugeben.  ::)

Mich ärgern ja immer die "Helden-Berichte" (und über den Watzmann gibt es besonders viele), in denen so getan wird, als wäre das alles ein Klacks: schnell mal am Grat rüberturnen zum Südgipfel und -schwupp- ist man auch schon im Wimbachgries und wieder daheim und alles natürlich ohne Angst, ohne Muskelkater und in Rekordzeit.

Es gibt schon Leute, für die das scheinbar wirklich ein Klacks ist. Als ich vor ein paar Wochen oben war, kamen an der Südspitze zwei einheimische Burschen daher. Hab was von Zeit ca. 4 Std. ab Parkplatz über Hocheck rausgehört. :o Haben aber nicht damit geprahlt. Für die war das eher „business as usual“. Und kurz vorm Wimbachgries hat mich einer in Turnschuhen ohne Probleme! überholt. Aber das ist natürlich nicht die Mehrheit.

@Manal: Schöne Fotos. Aber wenn ich da teils die ganzen Leute auf den Bildern sehe, das wär halt nichts für mich. Da würd ich Zustände bekommen.

Eine Übernachtung auf der gemütlichen Wimbachgrieshütte dürfte auch angenehme und netter sein als am überlaufenen Watzmannhaus.

Die ist aber meistens auch gut voll. Viele Familien mit Kindern. Wobei, sicher kein Vergleich mit dem Watzmannhaus.

Offline MANAL

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Watzmannüberschreitung in 3 Stunden!
« Antwort #19 am: 10.07.2018, 19:36 »
Ich habe damals für die Watzmannüberschreitung die üblichen 2 Tage gebraucht und war am Ende ziemlich platt. Dass man die Überschreitung in 3 Stunden hinbekommt und dabei gerade mal 27 Minuten vom Hocheck zur Südspitze und 34 Minuten für den Abstieg ins Wimbachgries benötigt hätte ich nie gedacht. Aber Toni Palzer hat die Überschreitung so schnell erledigt:

http://www.alpin.de/sicher-am-berg/trailrunning/25020/artikel_toni_palzer__watzmann-ueberschreitung_in_rekordzeit.html

Da muss man nicht nur extrem fit sein, sondern unglaubliche Trittsicherheit haben.  #respekt#