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Autor Thema: Rotkogel über Pfaffenkopf am 27.9.2019 (Mangfallgebirge)  (Gelesen 356 mal)

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Offline Bergautist

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Zusammen mit Almrausch war diesmal die Besteigung des Rotkogels (auch Rothkogel) nördlich des Schinders geplant. Dazu wurde der Parkplatz an der Schlagalm über die Mautstraße (inzwischen satte 6 €!) angesteuert. Über den Schlagkopf und den Ostgrat des Pfaffenkopfs (Bild 1 im Rückblick) ging es zunächst weglos und mit schlechtem Gewissen auf den Gipfel des Pfaffenkopfs (Bild 2 vom Anstieg zum Rotkogel). Denn hier röhrte es überall gewaltig, allein 5 Geweihträger sind uns im Laufe des Tages über den Weg gelaufen!

Der Rotkogel (Bild 3 im Zentrum) ist schon deutlich schwerer zu erreichen. Wer sich dem Latschenkampf stellt, bekommt es kaum mit der Ausgesetztheit zu tun, der permanente Kraftaufwand in Armen und Beinen ist aber abschreckend. Außerdem darf man sich auf unzählige Blessuren insbesondere an den Unterbeinen einstellen, auch wenn es immer wieder mal zu findende, steile Latschengassen gibt (Bild 4). Kletterstellen haben wir zwar gesehen, aber die braucht es nicht wirklich.

Das fragile Kreuz am Gipfel (Bild 5) hat schon bessere Zeiten gesehen (ein Seil abgerissen, der Pitpott als Gipfelbuchkassette ausschließlich mit Brackwasser gefüllt, sein Deckel am Boden liegend).

Zurück ging es wieder über den Pfaffenkopf, von dort allerdings über den weiter unten eher greißligen Nordwestgrat zur Kogeltalalm und die Schlagalm.

Die Verhältnisse waren suboptimal, Taunässe! Entsprechend rutschig war es überall, leider auch in den Latschen.

Kann diese Tour zur Nachahmung empfohlen werden? NEIN, allein schon wegen der Weglosigkeit und des Wildschutzes!

Sind hier Verbote erforderlich? Wieder NEIN, denn selbst die einfachsten Routen sind so anspruchsvoll und erfordern eine spezielle bergsteigerische Leidensfähigkeit, dass nur Wenige die Tour wagen werden.

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« am: 28.09.2019, 13:24 »

Offline kogo

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Der Pfaffenkopf geht auch über Pfade einfacher oder schwieriger ;).


Da wären der dir sicherlich bekannte Pfad von der Kogeltalalm zur Rauhensack Alpe + Paffenkopf Westhang. (einfach)



Oder der alte Verbindungssteig über die Hinterlapberg Alpe zur Rauhensack Alpe. Alle Qualitäten, von deutlich bis nicht mehr vorhanden. Die zu querenden Gräben (Sackgraben, Kalkgraben) machen den Pfad sehr anspruchsvoll. Die BLV-Zeitreise gibt Auskunft.



In Verbindung mit dem aussichtsreichen Lapberg-Südhangsteig gehts dann auch mautfrei. Auch nicht in allen Karten vorhanden, aber anscheinend neu renoviert.



Auf dem Rückweg, am Lapbergsattel, gibts dann noch was zum Lachen. Draufklicken um das derbe Sprüchlein zu lesen.   #hihi#


Offline Bergautist

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Die ehemalige Rauhensackalm haben wir in der Tat auch noch besucht. Der Weg dorthin ist allerdings besser erhalten als die Alm. Von der sieht man nur noch eine plane Fläche im flachen Hang.

Pech hatten wir mit einem alten Forstweg entlang des Öderberg-Markgrabens. Der war kurz vor der Grabenquerung von der Südost- auf die Nordwestseite (früher soll es dort eine Brücke gegeben haben) komplett abgerutscht, was uns im Halbdunkel zur Rückkehr bewog, um uns nicht in eine Art Mausefalle zu manövrieren (Bild). Kennst du den Weg und seinen Zustand im Bereich der Grabenquerung? Der nordwestliche Teil ist übrigens noch in der aktuellen Karte enthalten.

Offline kogo

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Die ehemalige Rauhensackalm haben wir in der Tat auch noch besucht. Der Weg dorthin ist allerdings besser erhalten als die Alm. Von der sieht man nur noch eine plane Fläche im flachen Hang.


Von der Rauhensack Alpe sind in der AV-Karte noch zwei Gebäude eingezeichnet. Gefunden hab ich auch nichts ausser dieser Fläche. Hab mich schon gewundert ob ich etwas übersehen habe.




Zitat
Pech hatten wir mit einem alten Forstweg entlang des Öderberg-Markgrabens. Der war kurz vor der Grabenquerung von der Südost- auf die Nordwestseite (früher soll es dort eine Brücke gegeben haben) komplett abgerutscht, was uns im Halbdunkel zur Rückkehr bewog, um uns nicht in eine Art Mausefalle zu manövrieren (Bild). Kennst du den Weg und seinen Zustand im Bereich der Grabenquerung? Der nordwestliche Teil ist übrigens noch in der aktuellen Karte enthalten.


Die Ostseite des Pfaffenkopf hab ich noch nicht erforscht. Mal schauen, ob es dort auch noch Interessantes zu finden gibt... Parallel zum Rauhensackgraben (nicht direkt am Rauhensackgraben) gibt es noch einen Steig der von der Bernauerstube startet und zur Hinterlapberg Alpe führt. Die erste Hälfte findet sich noch in der AV-Karte. Der besagte Quersteig zum Pfaffenkopf zweigt davon ab.  Vor ein paar Jahren noch in gutem Zustand. Sogar mit Sicherungen. Anfang und Ende wie bei Jagdsteigen üblich nur schwer zu finden.