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Autor Thema: Risserkogel & Plankenstein 31.8.2019 (Mangfallgebirge)  (Gelesen 203 mal)

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Offline Bergautist

  • Cirsium palustre
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    • Brombas Berge
Mit dem Sommer geht es in schnellen Schritten zu Ende. Also machte sich eine unbeirrbare Gruppe von 3 roBerglern (geroldh, almrausch und der Bergautist) zusammen mit 2 weiteren Aiblingern auf den Weg, bei ideal temperiertem Sonnenwetter den Plankenstein (historisch) / Blankenstein (BayernAtlas) zu erklimmen, und zwar über den Risserkogel (Bild 1).

Unsere Route hatte heute alles zu bieten, was ein roBergler-Herz höher schlagen lässt: einen verlorenen Steig, einen Touri-Gipfel, einen Klettergipfel, einen Berg-Badesee und einen Wasserfall. Los ging es von der Anderl-Frey-Hütte an der Mautstraße über einen zugewachsenen Weg, der nur noch in meiner Papier-AV-Karte verzeichnet ist, bis zur Lahneralm. Von dort führte uns ein aktueller Steig zu einem zu umgehenden, weil abgesperrten Areal, in dem eine Gruppe sehr anhänglicher und meckerfreudiger Ziegen dabei war, das Gelände zu putzen, also von jener Botanik zu befreien, die keine Kuh bei Verstand anrühren würde. Vorbei ging es an der wenig fotogenen Hölllache bis zum Sattel südlich des Schreisteins. Von dort wurde der wohl nicht nur heute gut gefüllte Risserkogel (Bild 2) über die Ostseite erreicht.

Richtig spannend wurde es noch einmal beim Anstieg zum Plankenstein, dessen Normalweg am besten in dem kürzlich verlosten Buch beschrieben ist:

https://www.roberge.de/tour.php?id=1008

Der Plankenstein dürfte der am schwierigsten zu erreichende Gipfel des Mangfallgebirges sein (Bild 3). Deshalb war ich heute froh, gleich 2 erfahrene Bergführer dabei zu haben (einen zum Ziehen und einen zum Schieben #lacher#). Ganz ohne Armkraft kommt man dort nicht hoch, deshalb ist die Bewertung UIAA II+ durchaus angebracht. Die Ausgesetztheit hält sich zumindest beim Klettern in Grenzen, mehr als ein paar Meter kann man nicht fallen. (Das soll aber niemanden dazu verführen, dort ohne fachkundige Begleitung aufzusteigen!) Anders als andere, neige ich dazu, die Nichtkletterpartien ("Zustiege") mit T3+ zu bewerten, "T6" würde dem Charakter der Tour in keinster Weise gerecht, da meist aus Klettern bestehend. Na ja, oben am Gipfel haben wir schließlich noch dafür gesorgt, die Besucherzahl glatt zu verdoppeln und so für eine gewisse Enge zu sorgen! #nasowas#

Randbemerkung: Für die Schlüsselstelle kurz unter dem Gipfel ("Kamin") scheint es dort, wo die Dame in Bild 3 sitzt, eine einfachere, aber deutlich ausgesetztere Umgehungsmöglichkeit zu geben, die mir schon beim Aufstieg auffiel.

Nachdem auch der Abstieg über den Normalweg gemeistert war, ging es dann über den Weg am Südwandfuß (Bild 4: Plankenstein-Ostgrat) zum herrlich erfrischenden Riederecksee. Dabei gelang mir noch die einmalige Aufnahme eines spektakulären Naturphänomens: Bild 5. Ein Geysir? Ein Seeungeheur? Ein Methangasausbruch? Weitere Vorschläge?

Nach Besuch des Siebli-Wasserfalls ließen wir eine sehr gelungene Tour am Rastplatz des Sutten-Feuchtgebiets mit passender, bachgekühlter Edelfeuchte ausklingen, links über uns eine spektakuläre Gewitterfront, rechts strahlend blauer Abendhimmel!

roBerge.de

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« am: 01.09.2019, 16:14 »