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Autor Thema: Schortenkamm über Steinerne Stiege 7.5.2019 (Mangfallgeb.)  (Gelesen 434 mal)

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Offline Bergautist

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    • Brombas Berge
Der Winter versucht es doch immer wieder! Heute hat er mich aber nicht abhalten können, mal wieder ein paar Gipfelchen aus dem "milden Osten" des Mangfallgebirges sammeln zu gehen. Konkret ging es auf das Mutterköpfel (ca. 774 m), das Schortenköpfelchen (ca. 1175 m), das Schortenköpfel (1245 m), den Schortenkopf (1322 m) und als Krönung, der Muttertag steht unmittelbar bevor, den Mutterberg (1262 m)! Alles wunderbar unbekannte Gipfel, die meisten nur weglos zu erreichen und schön der Reihe nach im Rahmen einer Rundwanderung ab Brannenburg Bf zu begehen.

Tippgeber war Vielhygler mit seinem schönen Bericht über Schortenkopf und Schortenköpfel:

http://www.hikr.org/tour/post86500.html

Vielhygler war es auch, der dem kartenverzeichneten P.1245 einen Namen gab: Schortenköpfel. Und da es östlich daneben noch einen völlig unbezeichneten Gupf gibt, habe ich den Faden gleich weitergesponnen und diesem eine weitere Verkleinerungsform verabreicht: Schortenköpfelchen.

Für den Weg zwischen Bahnhof und St. Margarethen gibt es einen wunderbaren Fußweg, meist entlang des Kirchbachs. Aber auch die (fast) unbefahrenen Straßen und Forstwege ließen das Wandererherz heute höher schlagen, konnte sich weiter unten doch der Frühling schon vollumfänglich durchsetzen. Ab 900 m Höhe sah man etwas Schnee im Wald, und erst die Steinerne Stiege (tolle Gegend dort!) lag fast komplett unter Schnee. Über 20 cm waren es aber auch auf den Gipfeln nicht.

Während das Mutterköpfel (Bild 1) komplett durch mehr oder weniger alte Forstwege erschlossen ist, zeigt bereits das Schortenköpfelchen (Bild 2) erste Zähne in Form einer Wand. Die wurde links umgegangen, wobei der rutschige Steilanstieg weiter oben durch frische Gamsspuren erleichtert wurde. Merke: Auch Gämsen sind faul und vermeiden allzu steile Routen!

Weglos ging es dann kammnah weiter zum Schortenköpfel (Bild 3: Kreuz mit Dümpfel im Hintergrund). Aber auch dort ist eine Steilwand links zu umgehen. Zwar habe ich erst versucht, eine direkte Route durch die Wand zu nehmen. Das wurde mir angesichts des rutschigen Schneematschuntergrunds aber doch zu heikel. Am besten bleibt man hier auf einem Gamssteig am Wandfuß, bis das Schrofengelände einen zivilisierteren Durchstieg ermöglicht. Beim Abstieg nach Norden ist allerdings am Kamm ein Abbruch zu umgehen.

Dasselbe Spiel beim Schortenkopf. Die große Wand ist wieder links zu umgehen. Der westliche Wandfuß ist Richtung Norden zu queren, wobei diesmal die Gamsspuren rar sind. Bei nächster Gelegenheit gelangt man dann (max UIAA I) auf den südlichen Grat und über diesen einfach zum Gipfel (Bild 4).

Ab dem Schortenkopfgipfel ist der Weiterweg Richtung Mutterberg zunächst durch Steinmandl und später auch durch rote Punkte markiert. Ich bin aber am Grat geblieben, auch das ist ohne größere Schwierigkeiten machbar. Schließlich erreicht man gut erholt den ebenfalls fast komplett durch Forstwege erschlossenen Mutterberggipfel (Bild 5), der als einziger Gipfel heute auf eine Aussicht komplett verzichtet.

Der Abstieg erfolgte dann über einen wunderschönen Steig entlang des Wilden Grabens. Den hatte ein (schiebender) Radler vor mir bis hin zum Winterweg zur Mitteralm schön gespurt. Da die Mitteralm dienstags ihren Ruhetag feiert, ging es allerdings direkt runter über Aipl (dort traf ich die einzigen 2 Wanderer heute) und St. Margarethen zurück nach Brannenburg.

Technische Daten der Tour: T4. 23 km. 1230 Hm. 10:21 h ohne Pausen. 3 bis 13 °C.


roBerge.de

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« am: 09.05.2019, 12:06 »