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Autor Thema: Nesselauer Schneid am 27.02.2019  (Gelesen 236 mal)

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Offline BFklaus

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Nesselauer Schneid am 27.02.2019
« am: 27.02.2019, 20:41 »
Oberhalb der Geieralm nahm ich meine Spur vom Samstag wieder auf. Vom Almgelände aus ist schon der Kreuzgipfel der Nesselauer Schneid zu sehen.
 
01_Nesselauer_Schneid.jpg

Die steilen Südhänge sind weitgehend schneefrei, nur im Kammbereich hält sich der Schnee hartnäckig. Auch in der bewaldeten Aufstiegsflanke zum Sattel westlich des KeMei-Kopfs liegt noch reichlich Schnee. Erst als der Wald lichter wurde, zeigten sich im Kammverlauf apere Stellen. Bis zum Kreuzgipfel sind einige Aufschwünge und Querungen in steilerem Gelände zu bewältigen, teils aper, teils Nassschnee, teils tragender Harsch. Ich war froh, meinen Uralt-Eispickel mitgeschleppt zu haben, den ich häufig als Anker nutzte.

In Sichtweite des Gipfelkreuzes ist nur noch der anstrengende Schlussanstieg zu meistern.
 
02_Schlussanstieg.jpg

Dann war eine ordentliche Brotzeitpause auf der exponierten Gipfelbank fällig, mit Hörndl und Gurnwandkopf im Hintergrund.
 
03_Gipfelkreuz_mit_Bank.jpg


Weiter ging’s Richtung Gröhrkopf, durchs Fenster mit Blick auf die Thorauschneid.
 
04_Fenster_Thorauschneid.jpg


 An der „Kreuzung“ Gröhrkopf - Nesslauer Alm - Thoraualm orientierte ich mich zunächst südwärts, zur Nesslauer Alm. Der Abstieg sah aber gar nicht gut aus, Risse, Gleitschneemäuler und alte Lawinenhaufen schreckten mich ab. Plan B war der Abstieg zur Thoraualm, aber auch die Nordflanke überzeugte mich nicht wirklich. Übrig blieb jetzt nur noch Plan C: Abstieg wie Aufstieg.

Den Kreuzgipfel durfte ich jetzt noch einmal aus anderer Perspektive erleben. Hinter dem Gipfelkreuz ist der Unternberg zu erkennen, rechts oben der Göll und mittig oben der ferne Dachstein.
 
05_Unternberg_Göll.jpg

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« am: 27.02.2019, 20:41 »

Offline geroldh

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Re.: Nesselauer Schneid am 27.02.2019
« Antwort #1 am: 27.02.2019, 21:21 »
Servus Klaus,
die Schneereste im Kammbereich sind wohl alte Wächten... - doch der verschneite Ostgrat der N.Schneid schaut jetzt so viel einfacher aus als wie im (schneefreien und bröseligen) verg. Herbst... ;)
Aber das Felsen-Fenster hast du fotografisch wirklich gut eingefangen - ist nix für "stärkere" BerglerInnen... #hihi#
Wie sich verg. WE tragischerweise gezeigt hatte (Lawinenabgang nahe des Tiroler Reutte im Ortsteil Ammerwald) ist in diesem Jahr mit "Gleitschneemäulern" nicht zu Spassen... - vgl. Berg-Know-How - Gefahrenmuster: Gleitschnee (11. Februar 2019)
Der Riss an der Südseite vom Wildalpjoch (Mangfallgeb.) soll heuer ca. 3-4m tief gewesen sein, bevor sich die bekannte (Grund)Lawine wieder gen Tal "verabschiedet" hat...

Offline BFklaus

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Re.: Nesselauer Schneid am 27.02.2019
« Antwort #2 am: 28.02.2019, 10:02 »
Servus Klaus,
die Schneereste im Kammbereich sind wohl alte Wächten... - doch der verschneite Ostgrat der N.Schneid schaut jetzt so viel einfacher aus als wie im (schneefreien und bröseligen) verg. Herbst... ;)

Servus Gerold,
der Eindruck täuscht. Beim derzeitigen, sehr wechselnden Schneezustand ist der Steig deutlich anstrengender zu gehen als bei Regen, Nebel oder Sommerhitze  #hihi#

Wie sich verg. WE tragischerweise gezeigt hatte (Lawinenabgang nahe des Tiroler Reutte im Ortsteil Ammerwald) ist in diesem Jahr mit "Gleitschneemäulern" nicht zu Spassen...

Da hast du vollkommen recht!
Der Blick zum Gröhrkopf (links) zeigt, wie es aktuell an vielen steilen Grashängen in der Gegend ausschaut.
 
06_Gröhrkopf.jpg

Auch an der Südflanke der Thorauschneid gab's einige Gleitschneeabgänge.
 
07_Thorauschneid.jpg


Ganz alleine war ich übrigens nicht unterwegs. Unten beim Großgschdoderkaser ist mir ein einsamer Skitourengeher aufgefallen.
 
08_Großgschdoderkaser.jpg


Nachtrag: Ich finde die "stop or go card" des OEAV als erste Entscheidungshilfe sehr hilfreich.