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Autor Thema: Hochfelln Süd-Nord-Überschreitung am 18.02.2019  (Gelesen 410 mal)

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Offline BFklaus

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Geplant war eigentlich nur, den Thoraukopf ab Kohlstadt über Eschelmoos zu besuchen, die Hochfelln-Überschreitung ergab sich dann als spontane Zugabe  :)
Auf dem großzügig bemessenen, gut geräumten Wanderparkplatz Kohlstadt verlor sich eine Handvoll Autos, die die lawinengefährdete Anfahrt durch das schluchtartige Weiße-Achen-Tal geschafft hatten #hihi#. Bis zur Talstation des Materiallifts des Hochfellnhauses war die Schneedecke auf dem Forstweg steinhart gefahren, auch danach haben zahlreiche Wintersportler für gut verdichteten Schnee gesorgt. Unweit des Wasserfalls, der in kalten Wintern gern mal als Eisfall beklettert wird, waren die sonnenbeschienen Nordwände von Silleck und Köstelwand zu sehen. Die dicke Schneedecke über dem Bach trägt nicht mehr überall.
 
01_Silleck_Köstelwand-2.jpg


Ab Eschelmoos führen die meisten Spuren Richtung Bischofsfellnalm. Zu meiner Freude gab es aber auch eine Spur nach Osten, der ich vertrauensselig folgte, bis ich nach ungefähr einer halben Stunde realisierte, dass der Spurenleger offenbar den Direktaufstieg zum Hochfelln im Sinn hatte  :(. Rasch orientierte ich mich neu und entdeckte auch bald Markierungen des SalzAlpenSteigs. Im tief verschneiten, dicht bewaldeten Hang verlor ich den Sommerweg aber mehrfach aus den Augen und folgte mehr oder weniger meinem Gefühl fürs Gelände. Trotz Schattenlage wurde der Schnee schnell weicher und zunehmend schwerer zu gehen. Kurz unterhalb des Gipfelgrats steilt sich der Hang noch mal auf, es wurde jetzt richtig schweißtreibend.
Über die großartige Aussicht vom Thoraukopf habe ich letzte Woche schon berichtet. Am Wochenende hat ein Skitourengeher eine wohlüberlegte Aufstiegsspur vom Thoraukopf zum Hochfelln westlich (links) des felsigen Verbindungsgrats angelegt. Östlich (rechts) vom Grat, da wo der Sommerweg entlang führt, schaut man in weit aufgerissene Gleitschneemäuler über dem steilen Wiesenhang.
 
02_Aufstiegsspur_Hochfelln.jpg


Mit dem gebotenen Respektabstand zur Kante balancierte ich über den stark überwechteten Grat des Thoraukopfs, hin zur ersten Felsnase. Die anfangs sehr steile, aufgeweichte Aufstiegsspur umging ich über eine schneefreie Felsrinne, gefolgt von Latschengelände, um danach wieder auf die moderat ansteigende Spur einzuschwenken.
Im Rückblick ist der scharfe Thoraukopfgrat schön zu sehen, dahinter baut sich die schattige Nordseite des Weißgrabenkopfs auf, links daneben Gröhrkopf und Haaralmschneid.
 
03_Rückblick.jpg


Richtung Hochfelln wird das Gelände dann zunehmend flacher, die Schneedecke ist durch Massen von Variantenfahrern bestens verdichtet, schon bald taucht die Taborkapelle auf.
 
04_Taborkapelle.jpg


Noch nie habe ich bei einem solchen Traumwetter weniger Menschen auf meinem Hausberg angetroffen: Die Hochfellnseilbahnen machen gerade Pause  #guteidee#
Runter nach Kohlstadt stieg ich über die steile, menschenleere Skipiste ab. Noch auf der Südseite spendierte ich der Strohnschneid einen langen Blick.
 
05_Strohnschneid.jpg

Für ein Wald-Wild-Schongebiet sind dort erstaunlich viele Skispuren zu sehen - wie übrigens auch im Westen der Thorauschneid ...  #isagnix#

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« am: 19.02.2019, 12:04 »

Offline eli

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Re.: Hochfelln Süd-Nord-Überschreitung am 18.02.2019
« Antwort #1 am: 19.02.2019, 17:23 »
Bärenstarke Tour, BFklaus ,

mit sehr beeindruckenden Aufnahmen!  #respekt# #respekt#

Übrigens, die habe ich auch schon gemacht   -  aber im Sommer.  #lacher#

Na hawedere

eli

Offline BFklaus

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Re.: Hochfelln Süd-Nord-Überschreitung am 18.02.2019
« Antwort #2 am: 20.02.2019, 09:26 »
Bärenstarke Tour, BFklaus ,
mit sehr beeindruckenden Aufnahmen!
Besten Dank, eli! Freut mich, dass dir der Bericht gefällt  #dankeschoen#

Übrigens, die habe ich auch schon gemacht   -  aber im Sommer.  #lacher#
Im Sommer dürfte der Thoraukopf mit dem Grat deutlich schwieriger zu begehen sein, weil man sich etwa drei Meter tiefer durch die Latschen kämpfen muss  #hihi#
06_Thoraukopf_Sommer.jpg

Thoraukopf im Sommer


07_Thoraukopf_Winter.jpg

Thoraukopf im Winter