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Autor Thema: DAV Ja oder Nein  (Gelesen 3095 mal)

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Offline Burli

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DAV Ja oder Nein
« am: 04.10.2005, 21:39 »
Wie steht ihr zur Mitgliedschaft im DAV? Bringt es Vorteile?

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« am: 04.10.2005, 21:39 »

Offline Christian M.

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Re: DAV Ja oder Nein
« Antwort #1 am: 04.10.2005, 21:46 »
Servus Burli,
wollte Dich schon dazu anregen, das Thema DAV seperat zu behandeln.
Also ich bin eher für die Mitgliedschaft zum DAV.
Weniger deswegen, weil man auf Hütten günstiger übernachten kann, eher Platz auf Hütten bekommt oder keinen Umweltbeitrag von 50 cent oder nen Euro zahlen muss.
Eher weil der DAV so weit ich weiss, die Wegesanierung und andere nützliche Dinge mitfinanziert. Und das find ich, wenn man häufig in den Bergen unterwegs ist nur fair!
Gruss.
Christian
P.S. Und ne kostenlose Hubschrauberrettung gibts noch dazu.  ;)

Offline faxe318

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Re: DAV Ja oder Nein
« Antwort #2 am: 05.10.2005, 08:31 »
Kann ich mich nur anschließen. In Sachen Umweltschutz machte der Alpenverein noch mehr als früher, die Wegesanierung und -instandhaltung ist mühselige Arbeit und die Hütten insgesamt sind ja auch keine sehr rentable Angelegenheit. Sollte jeder Wanderer/Bergsteiger drin sein, finde ich.

Schönen Gruß, Faxe

Offline huhu

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Re: DAV Ja oder Nein
« Antwort #3 am: 05.10.2005, 09:25 »
Zum Thema DAV bin ich zwiegespalten.

Grundsätzlich meine ich, dass der DAV seine Berechtigung hat.
Allerdings empfinde ich das Hüttenmonopol des DAV als unerträglich. Und die Behandlung von Nichtmitgliedern auf Hütten empfinde ich als Zumutung.

Kannst ja noch einen Knopf "Indifferent" hinzufügen... ;)

Offline faxe318

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Re: DAV Ja oder Nein
« Antwort #4 am: 05.10.2005, 09:56 »
Allerdings empfinde ich das Hüttenmonopol des DAV als unerträglich.

wie meinst Du denn das? Wie fändest Du es denn besser? Es sollte ja auch nicht so sein, dass der Alpenverein die talfernen und unrentablen Bergsteigerhütten betreiben darf und sich die attraktiven dann irgendwelche Privaten schnappen.

Und wie Mitglieder und Nicht-Mitglieder behandelt werden, hängt stärker vom Pächter ab als vom Alpenverein, würde ich sagen. Erstmal sollten die Hütten ja auch Einrichtungen für die Mitglieder sein (und ich glaube, bei vielen Pächtern ist das Nicht-Mitglied das was ist lieber gesehen als das Mitglied, das seine Brotzeit selber mitbringt...)

Schönen Gruß, Faxe

Offline Christian M.

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Re: DAV Ja oder Nein
« Antwort #5 am: 05.10.2005, 11:10 »
Diesen Punkt sehe ich genauso wie Faxe! Der DAV kann ja nix für den Hüttenpächter und unrentable Hütten gibts genug. Man soll froh sein, daß es noch so viele bewirtschaftete Hütten gibt. Ohne DAV wären wohl viele ohne Schnitzel und Schweinbraten.  ;)  ;)
Und meist hab ich sogar erlebt, daß der Hüttenpächter sagt, daß er irgendwie schon alle unterbringen wird.
Gruss.
Christian

Offline huhu

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Re: DAV Ja oder Nein
« Antwort #6 am: 05.10.2005, 15:08 »
Ich bin kein Hochalpinist, der sich in unwegsamen Regionen herumtreibt. Vermutlich sind dort die Hüttenpächter netter?!
Sooft ich auf DAV Hütten übernachtet habe, waren es sehr gut zugängliche Hütten, entweder mit Auto oder mit Lift gut zu erreichen.
Und da habe ich auf privaten Hütten in vergleichbarer Erreichbarkeit sehr viel bessere Erfahrungen gemacht, was

a) die Freundlichkeit
b) die Behandlung
c) den Service angeht

Natürlich stimme ich zu, dass es sehr stark vom Pächter abhängt, wie er mit den Leuten umgeht.
Wie immer und überall. Die Menschen machen den Unterschied.

Grüße
Huhu

nbz

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Re: DAV Ja oder Nein
« Antwort #7 am: 05.10.2005, 15:36 »
Hallo Burli,
nach meiner Meinung ist es grundsätzlich wichtig, Mitglied einer alpinen Organisation zu sein. U.a. hat gerade in den bereits angesprochenen Umweltschutzfragen eine große Mitgliederzahl eine nicht zu unterschätzende Wirkung und ein großes Gewicht in der öffentlichen Diskussion (gerade aktuell zu beobachten in der Frage des Neu- bzw. Ausbaus der Wasserspeicher in Tirol).
Hinzu kommt auch ein mehr oder weniger breites Angebot der von Dir gewählten Sektion (z.B. Gruppenaktivitäten, Schulungen, Bibliothek, Fahrgemeinschaften u.v.m.)

Was die „Hüttenpolitik“ angeht unterstütze ich allerdings eher die Philosophie des Schweizer Alpenclubs, der Hütten umgehend abstößt, wenn in deren Nahe z.B. Seilbahnen errichtet oder Straßen gebaut werden. Hütten à la Gepatschhaus, Dortmunder Hütte oder Dresdener Hütte wären für den SAC undenkbar! Diese würden heute von privaten Pächtern geführt.
Das von Huhu angeführte Hüttemonopol des DAV vermag ich nicht zu erkennen, da schließlich auch im Ro-Berge-Gebiet zahlreiche Hütten vom ÖAV oder anderen österreichischen Vereinigungen (z.B. Naturfreunde) bewirtschaftet werden. Ich habe glücklicherweise auch noch nie erlebt, dass ein Hüttenwirt Nicht-Mitglieder anders als DAV-Mitglieder behandelte. Dass er letztere in Übernachtungsfragen etwas bevorzugter behandelt, liegt aber auf der Hand.