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Autor Thema: Schneeschuhtour am Gerstinger Joch  (Gelesen 467 mal)

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Offline MANAL

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Schneeschuhtour am Gerstinger Joch
« am: 06.05.2017, 23:13 »
Auf der Mautstraße rein ins Windautal (3 EUR). Los geht's vom Parkplatz hinter dem (noch geschlossenem) Gasthaus Steinberg. Über die Fahrstraße vorbei an der Pastaualm (wo man die Stromzäune für die Weiden aufgebaut hat) und hoch zur Scheibenschlag-Niederalm wo gerade die Krokusse blühen. Etliche Serpentinen lassen sich problemlos über die Wiesen dazwischen abkürzen. Bis hierhin alles komplett schneefrei.

Ab ca. 1550m liegt dann schlagartig der Schnee. Innerhalb von wenigen Höhenmeter dann soviel dass es Zeit für die Schneeschuhe ist. Auf der Fahrstraße geht es dann auf angenehm tragfähigem Schnee noch ein Stück weiter bis man auf ca. 1600m rechts abzweigt und recht direkt den Hang aufsteigt. Im unteren Teil kann man mehr oder weniger beliebig aufsteigen, weiter oben wo es Richtung Süden steiler wird bin ich nach links ausgewichen und abseits der steileren Hänge in der Nähe der Bäume und Latschen in das Gelände hochgegangen. Der Schnee auch hier relativ gut begehbar. Weiter oben wird es dann langsam wieder flacher und ich bin über den Rücken auf das kleine Plateau gekommen.

Nachdem die Wolken dichter geworden sind und über dem Karwendel einige Regenschleier gezogen sind habe ich mich entschieden nur noch bis zum nächsten Gupf raufzusteigen auf dem ein Jägerstand steht. Dort kleine Pause und Brotzeit. Da die Sicht hier Richtung Südosten recht eingeschränkt ist bin ich dann nach der Pause noch nach Süden auf den nächsten Rücken weiter und von dort auf den unbenannten Wintergipfel des Gerstinger Jochs rauf, ca. 1950m. Von dort dann der schöne Blick zum markanten Rettenstein und zum Venediger. Hier hat man auch einen Einblick auf den Weiterweg zum Gerstinger Joch. Wäre sicher machbar gewesen, wenngleich wohl auch etwas Schneewühlerei in den Latschen. Aber in Anbetracht dass das Wetter doch etwas eingetrübt ist entschied ich mich wieder abzusteigen.

Anschließend wieder über den Aufstiegsweg runter. Im Abstieg ist dann das Wetter wieder besser geworden und Sonne und blauer Himmel haben sich gezeigt. Hätte ich geahnt dass es die folgenden Stunden wieder Sonne und blauer Himmel gibt wäre ich wohl bis zum Hauptgipfel noch weiter. Irgendwie nervig dass genau während des Gipfelaufenthalts das Wetter so trüb und farblos war. Aber momentan muss man ja froh sein überhaupt einen trockenen Tag für eine Tour zu bekommen, auch wenn man doch fast regelmäßig mindestens einen brauchbaren Wochenendtag bekommt.

Fazit: Zwar ein recht langer Fahrweghatscher (der sich aber auch abkürzen lässt), dafür oben schönes Schneeschuhgelände und ziemliche Einsamkeit. Außer den Almbauern die sich für den Sommer vorbereiten war niemand unterwegs. Ohne Schneeschuhe wäre es ab 1600m sinnlose Wühlerei durch bodenlosen Schnee.

Fotos:
- Bevor es zugezogen hat ein schöner Frühlingstag. Oberhalb von 1600m ist nur noch mit Schneeschuhen ein Durchkommen.
- Von dem unbenannten Wintergipfel geht der Grat noch weiter zum Gerstinger Joch. Dahinter der beeindruckende Große Rettenstein. Leider alles etwas farblos durch die Bewölkung.
- Schöne Krokusblüte um die Scheibenschlag-Niederalm.
- Rückblick auf das Windautal bei der Heimfahrt. Der Rücken links der Mitte zieht zum Gerstinger Joch hoch. Der untere Teil der Aufstiegsflanke ist verdeckt. Auf der Wiesenfläche in der Mitte die in den Schnee übergeht ist die Scheibenschlag-Niederalm. Über die darüberliegende nach links raufziehende Flanke steigt man auf.

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« am: 06.05.2017, 23:13 »