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Autor Thema: Ums Ellmauer Tor herum am 07.12.2016  (Gelesen 1028 mal)

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Offline BFklaus

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Ums Ellmauer Tor herum am 07.12.2016
« am: 08.12.2016, 12:44 »
In diesem Jahr war ich noch kein einziges Mal im Kaiser unterwegs gewesen. Da nur noch wenige Resttage bis zum Jahreswechsel verbleiben, nutzte ich das aktuelle „Kaiserwetter“ für eine schöne Tour im Herzen des Kaisers. Vorgenommen hatte ich mir die Karlspitzen vom Ellmauer Tor aus. Ich rechnete mit sehr wenig Schnee, der zudem gut verfestigt sein sollte und packte dafür meine Grödeln ein.

Mautfrei kam ich kurz nach halb zehn an der Wochenbrunner Alm an. Die Gaststätte hatte geschlossen und gerade mal vier Autos verloren sich auf dem riesigen Parkplatz. An der Gaudeamushütte vorbei wanderte ich bei strahlendem Sonnenschein weitgehend schneefrei zum Ellmauer Tor hoch. Erst ab der 1. Mulde mit ihrem Wegweiserchristbaum (Foto 01) waren vereinzelte vereiste Passagen zu überwinden.

Am Ellmauer Tor angekommen, wurde die Welt etwas winterlicher. Der Anstieg zu den Karlspitzen sah aus dieser (Frosch)-Perspektive nicht sonderlich schwierig aus (Foto 02). Zudem war eine ältere verblasene Aufstiegsspur zu erkennen – da muss also kürzlich schon jemand hoch gestiegen sein. Ich legte meine Grödeln an und stiefelte los. Anfangs ging das sehr gut, der Schnee war recht ordentlich verdichtet. Mit zunehmender Höhe wurde die Schneedecke aber immer weniger tragfähig, Bruchharsch wechselte mit Pulver. Ich fühlte mich unsicher. Kurz unterhalb des „Kufsteiner Karl“, eines großen, schneebedeckten Geröllfelds entschloss ich mich umzukehren und auf die sonnige Westflanke der Goinger Halte zu wechseln. Von dort sah die steile, schattige Ostflanke der Karlspitzen dann erheblich schwieriger und gefährlicher aus (Foto 03). Mein Umkehrpunkt findet sich in der Bildmitte. Ich war heilfroh, der Vernunft gefolgt zu sein.

Der Anstieg zur Hinteren Goinger Halt ist gut gespurt. Die Schneefelder im unteren Bereich sind bretthart. Oben nahm die Schneehöhe deutlich ab, dafür die Häufigkeit vereister Abschnitte zu. Ich stieg Richtung Vordere Goinger Halt – wieder eine falsche Entscheidung. Dünne Schneeauflagen auf Tritten und Griffen mit lokalen Vereisungen machten den Steig mühsam zu begehen. Auf dem vorletzten steinmanngekrönten Vorgipfelchen der Vorderen Goinger Halt war dann Schluss für mich. Der eigentliche Gipfel (Foto 04) ist im Sommer in einer knappen halben Stunde erreicht. Ich wäre aber bei den aktuell vorherrschenden Bedingungen sicher die doppelte Zeit unterwegs gewesen, was mir einen Abstieg in der Dunkelheit beschert hätte. Aber auch vom Vorgipfel war die Aussicht wunderschön! Beeindruckend ist der Blick ins Griesener Kar mit dem Ostkaiser dahinter (Foto 05). Schnee ist dort derzeit absolute Mangelware.

Zum Abstieg vom Ellmauer Tor nutzte ich die ostseitigen Schotterreisen, die noch in der Spätnachmittagsonne lagen. Bei einer kurzen Pause schlug etwa fünf Meter neben mir ein fußballgroßer Felsbrocken ein, der mit lautem Getöse vom Fuß der Törlspitze herunter gedonnert war. Neben Vernunft braucht es eben manchmal auch Glück!

roBerge.de

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« am: 08.12.2016, 12:44 »

Offline BW

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Re: Ums Ellmauer Tor herum am 07.12.2016
« Antwort #1 am: 08.12.2016, 17:09 »
BfKlaus,
vom Elmauer Tor kommst aber nicht ins Kufsteiner Karl.

WE

Offline BFklaus

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Re: Ums Ellmauer Tor herum am 07.12.2016
« Antwort #2 am: 08.12.2016, 17:38 »
BfKlaus,
vom Elmauer Tor kommst aber nicht ins Kufsteiner Karl.

WE


Da hast du recht!
Ich habe mich bei der Bezeichnung auf die Tourenbeschreibung auf roBerge verlassen: http://www.roberge.de/tour.php?id=415
Im AV-Führer liest man, dass das "Kufsteiner Karl" auf der Westflanke der Karlspitzen, also zum Hohen Winkel hin, zu finden ist.
Danke für den Hinweis!


09.12.2016: Danke für den Hinweis. Tour 415 wurde Berichtigt!
Reinhard